Freitag, 19. Mai 2023

Ja, geht's noch?

 Etwas anderes fiel mir nicht ein, als ich diesen Artikel las, dass nämlich der Trend zu Vulva-OPs rastant ansteigt.

Da werden wir seit Jahren umerzogen auf poltisch korrekte Linie, lernen, dass es eben nicht nur männlich und weiblich gibt, sondern sehr viel mehr - in Umfragen muss ich beispielsweise häufig aus einer ziemlich langen Liste auswählen, welcher "geschlechtlichen Identität" ich mich denn ZURZEIT am meisten zugehörig fühle -, ich verinnerliche, dass "Body Shaming" und Dicken-, Dünnen, Nasen- oder was auch immer für "Bashings" ein absolutes Tabu sind, ich verstehe, dass weder Männlein noch Weiblein hinschauen darf, wenn meine Geschlechtsgenossinnen es bevorzugen, mit wippenden oder auch schlabbernden 😁 nackten Brüsten in Schwimmbädern aufzukreuzen oder im Korso durch die Gegend zu radeln, und obwohl es demzufolge völlig wurscht ist, wie wir aussehen, legen wir uns doch zunehmend für "Korrekturen" der Natur unters Messer, nun also sogar auch, um uns die Schamlippen zurechtstutzen zu lassen, damit sie ja dem gängigen Schöheitsideal entsprechen? 😮

Das passt doch hinten und vorn nicht zusammen, ist in meinen Augen an Dekadenz kaum noch zu überbieten und ... seufz, ich würde mir wirklich wünschen, dass statt Körperkult logisches Denken in Mode käme, denn da sehe ich wirklich reichlich Handlungsbedarf, besonders bei jungen Menschen, die sich wahlweise - völlig kontraproduktiv - auf Straßen festkleben und mit Kartoffelbrei werfen oder sich auf Körper und Influencen konzentrieren. 🙄

Und beim Thema Körper kommt auch mein lieber M. ins Spiel, der unser für heute geplantes Treffen zu seinem großen Bedauern erneut verschieben musste. Diesmal ist es nicht der Sohn, der kränkelt, sondern er selbst wegen einer Zahnbehandlung, der er sich diese Woche unterziehen musste.

Vor einiger Zeit sagte er mal zu mir, in der Türkei sei es eigentlich völlig normal, dass die Leute ständig krank seien - mir scheint, da ist etwas dran, zumindest bei den männlichen Mitgliedern dieser Familie erlebe ich es sehr häufig, wobei der Trend, ständig zu überlegen, was gesund sein könnte und was nicht, aber wohl länderübergreifend ist.

Auch eine Bekannte von mir kreist ständig um solche Gedanken, was kann ich noch zu mir nehmen, wogegen habe ich womöglich eine "Unverträglichkeit" entwickelt und nach dem Genuss welcher Dinge fühle ich mich besser?

Sofern man noch von Genuss reden kann, wenn man vor lauter Sorge um sein Leben gar nicht mehr zum Leben kommt ... 

Apropos Genuss - gestern habe ich es wirklich noch getan, also mich ans Nachbacken der Vollkorn-Cookies meiner Schwester gemacht.

So sah das Ergebnis aus:


Gar nicht mal so schlecht, fand ich, und zumindest optisch kamen sie den Originalen recht nahe, nur beim Geschmack gibt es Verbesserungsbedarf.

Roggenvollkornmehl war das einzige, das ich im Hause hatte, also nahm ich es, und da Aldi letzte Woche Hardcore-Zartbitterschokolade mit 85 % Kakaoanteil im Angebot hatte, wanderte dann auch die mit hinein. 

Keine Ahnung, ob es auch am Roggen liegt, auf jeden Fall führte das Zusammenspiel dazu, dass sie genauso gesund schmecken, wie sie sich anhören - für meinen Geschmack eindeutig zu herb.

F. hingegen mag sie, trotzdem bin ich ganz froh, dass ich dank M.s "Erkrankung" der Entscheidung enthoben bin, ob ich welche davon als kleines Mitbringsel einpacken sollte. 😂

Zum Schluss noch zwei Eindrücke aus dem Garten, hach, wie ich es liebe, wenn nun langsam alles so schön bunt wird:


Die Tomaten blühen übrigens auch, nur finde ich, so ganz können sie mit den Blumen nicht mithalten:


Zur Strafe werden sie dann irgendwann aufgefressen ... 😁

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😀

4 Kommentare:

  1. Deine Blemal sind wunderbar. Gestern war ich mit der Kamera unterwegs und habe dabei auch in die Vorgärten geschaut.Dabei entdeckte ich die eine oder andere blühende Schönheit. Ich werde später mal die Bilder veröffentlichen. Ich sollte mich mal meiner Wohnung widmen, auch wenn ich das nicht gerne mache. Ich wußte nicht, dass sich diese Pflanze, die du benannt hast so schnell ausbreitet. Das hab ich noch nicht erlebt. Zu dem Eingangs erwähnten Thema sage ich lieber NIX - außer Dummheit hoch 3.

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    1. Oh ja, lieber Helmut, dieser Storchschnabel kann sehr schnell zum "Unkraut" mutieren.
      Hier mal ein Link dazu: https://www.gartenjournal.net/storchschnabel-unkraut
      Bei mir im von Rex so arg malträtierten Rasen wuchert er auch wie blöde, da hilft nur Rupfen.
      Bin gespannt, was für Pflanze du fotografierst hast. :-)

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  2. Hallo, Liebe "Rex-Mama!"

    Bodyshaming, wer so etwas betreibt, hat sie ja sowieso nicht alle. Ich glaube, da sind wir uns einig. - Wenn Leute Veränderungen wünschen, sich unters Messer legen wollen (nicht sollen!) sollen sie es tun. Sie verbrennen meiner Meinung nach nur eine Menge Geld. - Natürlich ist damit nicht gemeint, wenn jemand einen Eingriff braucht oder leidet unter einer zulangen Nase oder sonst etwas. Dafür, glaube ich, haben wir alle Verständnis?

    Heut wird aber auch aus allem eine Schlagzeile produziert. Dinge, würde ich behaupten, die wären früher nicht mal Ansatzweise den Druck wert gewesen.

    Man erfindet dauernd neues, was man darf und was nicht, ich versuche einigermaßen immer Mensch zu bleiben und bin bisher damit insgesamt ganz gut gefahren. - Außerdem durfte ich sogar etwas Erziehung genießen, sodass sich von vorneherein auch einige Dinge für mich anstandshalber eben verbieten.

    Deine Kekse sehen toll aus.
    Ich kann "F's" freude sehr gut verstehen.
    Das Verfeinern des Geschmackes, das wird, da bin ich ganz sicher.



    Liebe Grüße ohne jedes shaming und bashing
    Vom lifeminder

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    1. Das Wort Druck finde ich in diesem Zusammenhang ganz wichtig, lieber lifeminder, wenn auch anders gemeint.
      Ich komme da gleich im Blog noch mal drauf zu sprechen.
      Und genau, "man erfindet ständig Neues, was man darf oder nicht mehr darf". Irgendwer kommt immer daher, der meint, er selber oder andere könnten sich durch irgendeine Kleinigkeit "in ihren Gefühlen verletzt sehen", und das geht mir gewaltig auf den Zeiger, denn auf diese Weise lernen wir es ja gar nicht mehr, irgendetwas ertragen zu können, weil wir nämlich Empfindlichkeiten regelrecht kultivieren.
      Wie sollen so geprägte Menschen noch klarkommen, wenn mal echte Probleme auftreten im Leben?
      Ich halte es wie du, wenn man über Empathie verfügt und ein gewisses Maß an Erziehung genoss, sollte man von allein wissen, wie man sich zu benehmen hat, statt sich von einer kleinen Minderheit immer neue Regeln aufzwingen zu lassen.

      Liebe nur auf eigenen Regeln beruhende Grüße zurück! :-)

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