In der Netto-App gab es einiges zu sparen gestern, unter anderem ein Zehnerpächcken Duplo gratis, einige weitere Vergünstigungen, unter anderem 20% auf Kaffee, insgesamt kam ich auf mehr als 5 Euro, zusätzlich zu den Punkten, die es für den Einkauf von über 50 Euro geben würde.
An der Kasse wollte ich die Karte per Handy einscannen, doch auf einmal wurde eine Authentifizierung verlangt, die ich unbedingt einrichten müsse ... verdammter Mist.
Bei unseren beiden Handys habe ich diesen ganzen Kram abgestellt, sie befinden sich ja fast ausschließlich daheim, laufen über den Router, fremde Menschen haben keinen Zugriff, warum also sollte ich mir den Aufwand mit Passwort, Fingerabdruck usw. antun?
Ganz im Gegenteil, bei F. haben wir gemerkt, wie lästig das sein kann, denn während er im Koma lag, musste ich ja unbedingt auf sein Handy zugreifen können.
Demzufolge hatte ich nun keinen Bock auf das, was von mir verlangt wurde, und zückte stattdessen die Payback-Karte, die die Kasse auch erkannte, nur ... was sie nicht tat, war, mir die Gutschriften aus der verbundenen Netto-App zu erteilen.
Was mich sehr ärgerte, denn nie im Leben hätte ich die Duplos für 3,29 Euro gekauft, hätte man sie mir nicht gratis angeboten, also kehrte ich zurück zur Kasse und monierte.
Ja, da müsse sie die Kollegin rufen, die kenne sich aus mit App & Co und ich ahnte es schon, dass nun wieder "das Biest" auftauchen würde. Frau Z., deren verkniffenes Gesicht mit dem schmallippigen Mund ihrem "Kosenamen" entspricht, vor allem aber ist es aber ihr Verhalten, denn ich hatte schon mehrmals das Vergnügen, mich mit dieser Dame auseinandersetzen zu müssen, die sich aufführt wie Graf Rotz.
Auch jetzt kam sie mir gleich wieder von oben herab, ja, das sei doch meine Schuld, wenn die App nicht funktioniere.
"Hähhh? Das ist Iiiiihre App, die ich lediglich auf mein Handy heruntergeladen habe, aber dafür, dass sie funktioniert, sind schon Sie bzw. Ihre Firma zuständig!!!"
Was sie anders sah, denn es sei ja MEIN Handy und vermutlich hätte ich eine Mail übersehen.
"Nein, das habe ich mit Sicherheit nicht, denn ich rufe Mails laufend ab und kontrolliere sie akribisch!"
Da ich nicht auf mein Geld verzichten wollte, blieb ihr nichts anderes übrig, als den ganzen Einkauf zu stornieren und neu einzuscannen, nachdem ich mir zähneknirschend in Windeseile eine PIN eingerichtet hatte, damit ich diesemal Handy statt Karte einlesen konnte.
Zusammen mit ihrer Kollegin murkste sie sich dann einen zurecht, ich bekam zwar das Duplo-Geld und noch ein paar weitere Cents heraus, unterm Strich fehlten mir am Ende aber doch noch fast zwei Euro, die ich dann aber nicht mehr einforderte, weil mir das alles inzwischen schon viel zu lange dauerte und F. ja allein daheim war.
Später unterhielt ich mich mit Aionos über das Vorgefallene und wir waren uns einig, dass es absolut korrekt ist, wenn die eine Authentifizierung verlangen, sobald man Punkte einlösen will, doch hier war es ja nur um Benutzung der App gegangen, und da ist das bei Weitem überzogen, hängt aber offenbar wieder einmal mit EU-Bürokratie zusammen. 😡
Ich habe es ausprobiert, sobald ich die PIN deaktiviere, kann ich die App-Karte nicht öffnen, sehr lästig, denn nun verlangte das Handy sie jedes Mal, wenn ich mal kurz draufschauen wollte. 😡
Am Ende richtete ich mir dann immerhin "Smart Lock" ein, so dass ich wenigstens für ein paar Stunden Ruhe habe vor dem Eingeben-Müssen, aber nervig finde ich es schon, was man so alles aufs Auge gedrückt bekommt, ohne dass man ein Mitspracherecht hätte. 🙄
Was mir auch in Punkto Schlaf immer mehr abhanden kommt.
Gestern Nacht musste F. zu krönenden Abschluss des Tages noch mal auf seinen Stuhl, bevor ich unsere "Betten" herrichten konnte, und das gab mir Hoffnung, dass er während der Nacht dann vielleicht Ruhe geben würde.
Wir stießen im NDR noch auf eine Talkshow, in der unter anderem Michael Schanze und Peter Kraus zu Gast waren, beide inzwischen 87-jährig, und besonders über Letzteren staunte ich nicht schlecht, denn es ist enorm, wie viel Jugendlichkeit er immer noch ausstrahlt.
Irgendwann schlief ich trotz meines Interesses gegen halb zwei ein, musste dann selbst wie inzwischen üblich jede Stunde raus und um halb fünf war ganz Feierabend, denn nun begann F. unter seiner Maske laut zu stöhnen, was nichts anderes heißt als: Pack dein Bett weg und roll mir den Stuhl her.
Doch wenn ich darauf gebaut hatte, dass ich mich nach Säuberung und Abtransport noch mal etwas hinlegen könnte, war das ein Trugschluss, denn jetzt verkündete mein lieber Mann in den Sessel zu wollen, da er schon nicht mehr liegen könne.
Was dazu führte, dass ich seitdem ununterbrochen hier und mit Rex natürlich draußen herumwirbele, während F. nach ausgiebigem Frühstück und weiteren Stuhl-Gängen (hihi, ein ganz neuer Wortzusammenhang) nun ein gepflegtes Nickerchen im Sessel macht.
Meine Schwägerin ist übrigens schon wieder zu Hause und erst jetzt, wo ich etwas recherchierte, merke ich, dass ich ihre Ankündigungen nicht ganz richtig interpretiert hatte.
In ihrem Falle war die OP kniffelig, da man an die alten Geräte in ihrem Körper schlecht herankam, deshalb mussten mehrere Spezialisten zusammenarbeiten, aber davon abgesehen kann so etwas heutzutage minimalinvasiv erledigt werden, wie mir KI erklärte:
"Ja, sowohl Herzschrittmacher als auch Defibrillatoren können minimalinvasiv eingesetzt werden. In der modernen Kardiologie ist dies sogar der Standard [1, 2].Hier sind die Details zu den minimalinvasiven Methoden:
- Herzschrittmacher:
- Konventionell: Ein kleiner Schnitt unterhalb des Schlüsselbeins ermöglicht das Einführen der Elektroden durch eine Vene in das Herz, während das Gerät unter der Haut platziert wird [1].
- Herzschrittmacher ohne Sonden (Leadless Pacemaker): Diese revolutionäre Form wird über einen Katheter durch die Leistenvene direkt in die rechte Herzkammer eingesetzt. Es ist keine Tasche unter der Haut und keine Sonde im Gefäßsystem nötig [2].
- Defibrillatoren (ICD):
- Transvenöser ICD: Ähnlich wie beim Schrittmacher erfolgt die Platzierung über einen kleinen Schnitt, wobei die Sonde durch die Vene ins Herz geführt wird [1].
- Subkutaner Defibrillator (S-ICD): Dieses Gerät wird vollständig unter die Haut an der Seite des Brustkorbs platziert, ohne dass Sonden in das Herz oder die Blutgefäße eingeführt werden müssen [3].
Minimalinvasive Eingriffe ermöglichen in der Regel eine schnellere Erholung und geringere Komplikationsraten im Vergleich zu offenen Operationen [1].Ja, sowohl Herzschrittmacher als auch Defibrillatoren (ICD) können heutzutage minimalinvasiv eingesetzt werden. In der Kardiologie ist dies mittlerweile der Standardansatz."
Immer wieder interessant, was heutzutage alles möglich ist, und das lässt mich darauf hoffen, dass auch bei F. alles gut verlaufen wird, wenn er demnächst wieder ins KH muss zur Kontrolle seiner Stents.
So, nun werde ich mir schnell ein paar Strähnchen machen und anschließend ist für F. dann Baden angesagt - die Heizung im Bad läuft bereits, das Bedienteil des Badewannenlifts habe ich frisch aufgeladen, also schaun mer mal, wie das wird.
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
PS: Und was mich mindestens genauso ärgerte wie die Unfreundlichkeit der Frau Z., war der Umstand, dass sie offenbar erkältet war.
Ich achte ja sehr darauf, immer eine Maske zu tragen, sobald mir andere Menschen zu nahe kommen, doch als ich endlich dran war an der Kasse, nahm ich sie ab, froh, dem Getümmel entronnen zu sein. Dass mir diese Lady dann extrem auf die Pelle rücken würde, ahnte ich da noch nicht, vergaß das erneute Aufsetzen auch vor lauter Palaver und merkte viel zu spät, dass die Lady ständig die Nase hochzog. 😮
Folge war, dass ich den ganzen weiteren Tag und auch noch am Abend daheim die Maske trug, darunter heftig schwitzte, weil F. es ja warm braucht, kurzum, das war extrem unangenehm für mich und trug nicht dazu bei, meine Wut auf diese Zicke irgendwie zu dämpfen.
Immerhin merkte ich irgendwann, dass ich mir ziemlich sicher nichts eingefangen hatte, und zack, flog das Ding in weitem Bogen aus meinem Gesicht.