Montag, 16. März 2026

Rasenmähereltern

 Diesen Ausdruck benutzte Richard David Precht gestern für Eltern, die wie mit dem Mäher vor ihren Kindern herfahren, um ihnen jeden noch so kleinen Grashalm aus dem Weg zu räumen.

Er meinte, wenn die Menschen dementsprechend immer unselbstständiger werden, müsse der Staat quasi als logische Konsequenz immer mehr Verbote und Gesetze erlassen, was natürlich Sinn ergibt, denn wenn wenn jemand nie lernte, mit Schwierigkeiten klarzukommen und Verantwortung für sich und sein Tun zu übernehmen, dann müssen das andere für ihn tun. 

Die Frage ist nur, was war zuerst da, das Ei oder die Henne?

Kam die Umerziehung der Eltern nicht mehr oder weniger von oben, seit die Bildungspoltik verstärkt aus dem links-grünen Spektrum heraus gelenkt wurde?

Ich muss da noch mal in Ruhe drüber nachdenken, aber nicht jetzt, denn heute bringt mich F.s im April anstehender Krankenhausaufenthalt ins Schwitzen. 

Am 8.4. soll die Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt werden, aufgrund seines Zustandes kalkulierten die im Krankenhaus schon eine Übernachtung anschließend ein, schlugen aber auch vor, sollte er immer noch nicht mobiler sein, dass sie ihn bereits am 7.4. stationär aufnehmen könnten, denn da muss er morgens zur Anmeldung erscheinen und zweimaliger Transport wäre natürlich Unsinn.

Sie baten allerdings um vorherige Rücksprache, die ich heute früh zu nehmen versuchte, was aber mit großen Schwierigkeiten verbunden war, denn entweder ging keiner ans Telefon oder es war besetzt.

Irgendwann nahm dann doch noch eine sehr nette Frau ab, die aber leider zu sehr im Stress war, als dass wir länger hätten miteinander reden können.

Auf jeden Fall geht die Aufnahme am 7. klar, allerdings ist meine Anwesenheit dabei unverzichtbar, da sie keine Kapazitäten hätten, F. im Rollstuhl herumzufahren, wenn er nicht selber laufen kann.

Natürlich kann er das nicht, dieses KH ist riesig, die Wege selbst für Gesunde sehr weit, also muss ich mit, die Frage ist nur, ob der Krankentransport mich auch mitnimmt?

Das mit dem Transport wiederum ist vom Hausarzt zu regeln, wo ich seit dem Morgen vergeblich anzurufen versuche, auch dort ist entweder besetzt oder es läuft ein Band, sie seien leider nicht erreichbar. 🙄

Gleich werde ich es  noch mal versuchen, wenn nicht, muss ich morgen oder übermorgen selber hingehen und da ich nicht sicher bin, ob die den Arztbrief in ihrem PC sehen können, werde ich ihn wohl besser mitnehmen.

Außerdem muss ich klären, wie es mit dem Sauerstoff laufen soll. Im Wagen haben sie ja womöglich, aber wenn F. und ich dann im KH zunächst auf uns allein gestellt sein werden, heißt das wohl, dass ich sein Mobilgerät aufladen und nachmittags dann mit Bahn und Bus zurück nach Hause schleppen muss.

Und während ich vergeblich herumorgelte, kam mir dann auch noch meine Tante  dazwischen, wobei ich mich über ihren Anruf natürlich sehr freute, zumal sie jemanden zum Reden brauchte.

Ganz traurig erzählte sie, dass sie mit ihren 87 Jahren immer weniger könne. Sie habe versucht, den Küchenboden zu wischen, aber ... es sei einfach nicht gegangen und nun war sie extrem unzufrieden mit sich und natürlich auch sehr niedergedrückt, was ich mehr als  gut nachvollziehen konnte.

Ich glaube, es gelang mir, sie zumindest ein wenig aufzurichten, jedenfalls lachten wir am Ende ziemlich viel, doch das zweite Ergebnis unseres Plausches war, dass mein Telefon leider anfing zu piepsen, so dass ich es dann erst mal aufladen musste, um es weiter beim Doc zu versuchen. 

So geht der Tag dahin und selbst bei Rex lief es heute nur mit Tricksen, erst als ich ihm Pfälzer Leberwurst unter sein Fressen mischte, war er bereit, es anzurühren.

 

Dafür schmeckte F. aber das Gulasch heute genauso gut wie gestern und noch einmal bekam er Knödel, Rotkohl und Eisbergsalat dazu:

Hihi, seht ihr es auch, dass der linke Knödel wie ein Smiley zu grinsen scheint? 😅

 

Habt einen schönen Abend und ... bleibt bitte gesund! 😉