Dienstag, 3. März 2026

Wenn sich nichts ...

 ... Gravierendes verändert - toitoitoi -, werde ich es heute Abend wagen und mich um fünf vor sechs von A. abholen lassen zum gemeinsamen Iftar (Fastenbrechen) bei ihrer und inzwischen auch meiner Freundin Fa., die ja noch mindestens einen Überraschungsgast erwartet.

Mein F.  hat es gestern geschafft, mit dem Rollator einmal bis zur Hintertür und zurück zu marschieren, also müsste er es hinbekommen, sollte Rex noch einmal in den Garten wollen.

Außerdem haben wir vereinbart, dass ich zu jeder vollen und halben  Stunde ein kurzes Lebenszeichen von ihm per WhatsApp bekomme, so kann ich beruhigt sein und sollte er mich tatsächlich unbedingt benötigen, genügt ein kleiner Piep und ich bin innerhalb von Minuten wieder zu Hause.

Auch das kleine Büblein schlägt sich tapfer, ist munter und interessiert, wenn auch immer noch etwas wackelig auf den Beinen, und mit dem Fressen stellt er sich an wie eine Diva, aber immerhin habe ich einiges in ihn hineinbekommen können und vor allem trinkt er ausreichend.

Sonst gab es gestern nichts Neues mehr bei uns und während ich mit Herrn Hoover zugange war, dachte ich noch einmal an das Gespräch mit meiner Tante zurück. 

83 wird sie im April, als ich zur Welt kam, war sie gerade mal 17 Jahre alt, wie ihre Schwester, also meine Mutter, schon sehr früh hinausgeschickt worden in die Welt zum Geldverdienen (das sie größtenteils der Mutter schicken sollten) und so war sie meiner Mutter nach hier in die Stadt gefolgt, arbeitete als Bedienung in einem Cafe.

So, und nun wurde ich gerade rüde  unterbrochen beim Schreiben. F.  hatte ich inzwischen schon mit seinem Kackstuhl an den PC gefahren und nun benutzte er ihn schon zum dritten Mal heute. 🙄

Erfahrungsgemäß braucht das etwas Zeit, also ging ich zurück zum  Läppi, doch auf einmal war der Strom weg. 😮

Sofort kontrollierte ich die Sicherungen, nein, da war  alles in Ordnung und nur eine Minute später hörte ich die Heizung wieder anspringen, doch wer sich weigerte zurückzukommen, war der Router.

Fehler E1.6 meldete er, kein gutes Zeichen, aber mit dem Recherchieren war es  ja  auch schwierig ohne Internet.

Blieb nur das Handy, wo mir u.a. empfohlen wurde, die Hotline der Telekom anzurufen, aber gerade das ging ja nicht, weil auch das Festnetz nicht funktionierte und ich am Handy keine Flatrate habe.

Ach so, das ist wohl eine kostenlose Nummer, oder? Hoffentlich gilt das dann auch für  die Handynetze?

Ich bin tatsächlich völlig unerfahren mit dem Telefonieren übers Handy, bin ja schon irritiert, wenn mich jemand dort anruft - altbacken, wie ich bin. 😅

Also versuchte ich selber erst mal weiter mein Glück, gar nicht so einfach neben dem kackenden F., der aber auch wirklich ein Händchen hat für den falschen Zeitpunkt. 🙄

Nach  mehrmaligem Trennen vom Strom bekam ich es dann hin, der Router verband sich, Internet, Telefon und TV laufen wieder.

Gott sei Dank, denn hätte sich das nicht regeln lassen, wäre mein Ausgehabend mächtig in Gefahr geraten, weil F. ja sonst ohne jede Unterhaltung hier gesessen hätte ... 

Nun aber zurück zu meiner Tante, die auf einmal wieder ganz jung klang, als sie erzählte, wie sie mich nach meiner Geburt das erste Mal zu Gesicht bekam.

"Hallo, Tante H.", muss meine Mutter mit mir auf dem Arm zu ihr gesagt haben, "ich bin schon da, nur meine Haare kommen etwas später." 😁

Ein, zwei Jahre danach muss ich immer wie jeck gejubelt haben, wenn sie zu Besuch kam, wollte direkt auf ihren Arm, der Plattenspieler wurde eingeschaltet und dann musste sie mit mir tanzen. 

Und als ich etwa vier, fünf war - "Es war lange, bevor du in die Schule kamst", sagte sie -, beeindruckte  ich sie wohl zutiefst, als sie mit Muttern und mir im Auto an die Ostsee fuhr.

"Du hast geredet wie ein Buch", erzählte sie, "kanntest jedes Verkehrsschild, konntest sogar die Namen darauf schon lesen, erklärtest uns, wo wir gerade waren, und sagtest Mama ständig, dass sie nun dies oder jenes machen müsse ... "

Tja, im Grunde habe  ich mich nicht viel verändert seitdem, diese unbändige Neugier, das ständige Bedürfnis nach Wissen- und Verstehenwollen haben mich wohl ausgemacht, seit ich ganz winzig war, und ich weiß es auch selber noch sehr gut, wie ich den Großonkel immer mit Fragen nach Verkehrsschildern löcherte, wenn wir mit seinem VW-Bus unterwegs waren.

Daheim konnte ich dann damit angeben ... 🤣

 

So, unnu muss ich hier noch büschen was tun, damit ich heute Abend wirklich mit gutem Gewissen ein paar Stunden freinehmen kann. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉