Montag, 23. März 2026

Gerade forschte ich nach, ...

 ... ob in der türkischen Sprache das Fragezeichen genauso wie bei uns benutzt wird.

Ja, wird es, also gehe ich mal davon aus, dass meine liebe A. noch zu sehr im Feierrausch des Zuckerfestes war und sie  deshalb die Frage nicht verstand, die ich gestern an sie richtete:

"Hallo A., wie kochst du den leckeren Reis?"

Nachdem ich sie abgeschickt hatte, wurde mir bewusst, dass es für sie schwierig sein könnte, mir ihr Rezept auf Deutsch aufzuschreiben, und ich war mächtig gespannt, wie sie das hinkriegen würde, aber dass sie mich völlig missverstand, damit  hatte ich nicht gerechnet, denn sie schickte mir als Antwort lediglich diesen Smiley: 😊

Offenbar hatte sie es als Lob für ihre Kochkünste interpretiert - hihi, das ist natürlich auch eine Art, sich vor dem ausführlichen Antworten zu drücken. 😅 

Kein Problem, ich hatte eh zuvor bzw. schon seit längerer Zeit  selber danach  im Internet geschaut und werde mich wohl grob nach diesem Rezept richten. 

Bei den türkischen Zutaten muss ich passen, denn wir haben hier nur einige arabische "Supermarkets".

Früher hätte ich mir da keinen Kopf drum gemacht, alles ziemlich über einen Kamm geschert, aber bei A. erlebe ich immer wieder, wie sie über alles Arabische die Nase rümpft, obwohl ja ihr so fundamental gelebter Glaube von dort stammt.

Der hier seit einiger Zeit am Markplatz in den ehemaligen Räumen der Commerzbank ansässige arabische Laden ist ihr zu dreckig - als sehr angenehm empfinde ich ihn auch nicht, aber da ich zu Fuß keine Alternative habe, gehe ich trotzdem ab und zu mal hinein.

Beim Reis habe ich allerdings Jasminreis von Netto vorgezogen, nur bei den Brühwürfeln komme ich etwas ins Schwimmen, denn diese Ayse schreibt ja in ihrem Rezept, dass die türkischen sehr viel kräftiger schmecken als die  deutschen. Ob das wohl auch für arabische gilt? *grübel*

Ist eh völlig verrückt, wie das nun mit Lebensmitteln läuft, denn viele Zuwanderer kaufen nun mal lieber ihre vertrauten Produkte in ihren eigenen Läden ein, doch was es dort dann mitunter gibt, bringt mich schon ab und zu ins Staunen.

Als wir vor einigen Wochen bei Fa. zum abendlichen Fastenbrechen waren, drückte sie A. und mir zum Abschied jeder einige Packungen Käse in die Hand. Kurz vor dem Ablaufdatum und offenbar hatte sie die von einem Händler ihres Netzwerkes bekommen, bevor er sie wegwerfen müsste.

Sehr lecker isser, das kann ich nicht anders sagen, hier das letzte der Päckchen:


 Ich fand  den Sprachenmix aus Deutsch, Englisch und Türkisch ganz witzig, sah auf der Rückseite, dass dieser Käse offenbar aus Englang  importiert wurde, und als ich gerade mal die Suchmaschine nach der Firma Yayla befragte, stieß ich auf dies hier, eine in Deutschland gegründete und immer noch ansässige türkische Firma, die sich inzwischen weltweit  um das leibliche Wohl ihrer Landsleute kümmert.

Wobei mir erst jetzt bewusst wird, dass sogar Käse "halal" sein muss - KI sagt dazu: "Labquelle: Viele Käsesorten nutzen tierisches Lab (aus Kälbermagen). Ist das Tier nicht nach islamischem Ritus geschlachtet, gilt es als haram." (unrein)

Heißt also, das Spektrum, was ich A. überhaupt anbieten könnte, wird immer kleiner, weil die derart pingelig mit ihren Essen sind. 

Irgendwann zeigte  sie mir mal ihren kleinen Gebetsteppich, den sie x-mal am Tag hervorkramt, um ihre Gebete zu vorgeschriebenen Zeiten und in vorgeschriebener Richtung zu erledigen, und ich sagte augenzwinkernd: "Dein Gott ist schon ziemlich bürokratisch veranlagt, nicht wahr?"

Sie hatte mit mir gelacht, aber im Grunde ist das Ganze ja noch jecker, erst erfindet sich die Menschheit Götter und dann drückt sie ihnen ihre eigene Bürokratie- und Reglementierungswut aufs Auge ...😮  

So sind wir halt, wir Menschen ... und nun auch genug für  heute, denn jetzt muss ich weiter im Garten wüten.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉