Nun ist für morgen das reinste Dreckswetter angesagt und niemand verrät mir, wie um alles in der Welt ich das dann mit Rex hinbekommen soll, wenn sich sowohl der Gasmann wie auch der Küchenmonteur angemeldet haben.
Bei starkem Regen oder gar Hagel und Sturm kann ich das Bübchen nicht einfach in den Garten aussperren, aber F. kann sich auch nicht um ihn kümmern und ihn angeleint bei sich halten.
Das wird ein netter Spaß werden für mich ... 🙄
Ansonsten gab es nicht viel Neues, einige Texte für A. per WhatsApp korrigiert und ... dann freute ich mich sehr, als sich mein Cousin schon um kurz vor eins meldete, um mir zu sagen, dass er aus der Narkose erwacht und alles gutgegangen war.
Ich hatte ihn um eine kurze Nachricht gebeten, aber erst abends damit gerechnet, umso überraschter war ich, dass er gleich nach dem Aufwachen an mich dachte.
Schon erstaunlich, wie sich das entwickelt hat, obwohl wir uns ja noch nie leibhaftig gesehen haben.
Wir nehmen inzwischen an unserem gegenseitigen Leben sehr viel mehr Anteil, als es mit meinem Bruder der Fall ist, wobei ich bis jetzt nicht verstehe, woran Letzteres liegt, außer vielleicht, dass er und seine Familie sich dort, wo sie leben, inzwischen ein so großes Umfeld geschaffen haben, dass ich schlicht überflüssig geworden bin.
Das Letzte, was ich von ihm hörte, ist einen Monat her und da erkundigte er sich auch nur, was aus unserer alten Grundschule geworden ist, nachdem er wohl in Facebook darüber stolperte, dass sie abgerissen wurde.
Ob die ältere seiner Töchter inzwischen schon ihr Abitur geschafft hat, nicht einmal das weiß ich, bekomme gar nichts mehr mit, abgesehen von den Fotos, die er in FB veröffentlicht.
Und andersherum scheint es ihn auch nicht die Bohne zu interessieren, wie es F. geht - traurig, aber wahr und allmählich frage ich mich öfter, wie es um unsere Beziehung denn wohl überhaupt früher gestellt war?
Meist war er es, der erzählte, von seiner Fotografiererei, von seinen Thailand-Erlebnissen, von seiner Arbeit usw., aber wirklich tiefergehende Gespräche führten wir eher nicht und im Grunde kennt er mich nur ziemlich oberflächlich, wobei mir in diesem Zusammenhang immer noch das Asperger-Syndrom im Kopf herumschwirrt.
Gutes Beispiel war ja Püppi. Wir hatten sie schon viele Jahre und wie auch bei Rex war ich die Erziehende und damit die Respektsperson für sie, während sie F. eher als Brüderchen betrachtete, mit dem man allerhand Schabernack treiben konnte.
Für alle war das glasklar, nur mein Bruder war davon überzeugt, dass es genau andersherum sei, dass es F. wäre, der hundemäßig hier die Hosen anhätte. 😮😅
Egal, es ist, wie es ist, und irgendwie scheint etwas dran zu sein: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere und es liegt an einem selbst, ob man es bemerkt und auch bereit ist, hindurchzugehen.
Unnu sollte ich schleunigst in meine Küche gehen, um für morgen alles so vorzubereiten, dass der Monteur gut rankommt.
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉