Mittwoch, 21. Oktober 2026

Heute früh habe ich ...

... mir die Hecke von außen vorgenommen, auch den Bürgersteig von Unkraut und Laub befreit, eine ziemliche Krückerei für meinen Rücken, der die warme Dusche danach umso mehr genoss.

Dann überkam mich auf einmal trotz des heißen Wassers ein Schaudern, als ich spontan genau drei Jahre zurückdachte.

Was wir damals noch nicht ahnten, es war das Jahr, in dem F. zum letzten Mal fähig gewesen wäre zu reisen - ich hatte bereits alle Weihnachtsgeschenke für meinen Bruder und seine Familie gekauft, das Hundehotel für Rex war gebucht und dann ... kam keine Einladung und ich guckte blöd aus der Wäsche.

Noch viel blöder schaute ich aber, weil uns ja Herr Habeck mehr oder weniger zum  Kauf einer neuen Heizung gezwungen hatte, die dann aber monatelang nicht lieferbar war.

Die vorhandene war noch keine elf Jahre alt, muckte, nicht einmal der Werkskundendienst von Viessmann wusste weiter, d.h. sie hätte einer größeren Reparatur bedurft, aber dem stand besagter Grüner mit seinen Plänen entgegen, also saßen wir nun ganz ohne hier, den ganzen Herbst, genauer gesagt bis zum 5. Dezember.

Es war ein eiskalter November, wir hatten keine Heizmöglichkeit, oben im Schlafzimmer herrschten meist Minustemperaturen und es war so kalt, dass die Atemluft kondensierte und wir ständig feuchte Bettwäsche hatten.

Der Klopper war, dass es ja auch kein warmes Wasser gab, so dass ich das Badewasser in meinen größten Töpfen  auf dem Herd, zusätzlich im Wasserkocher erhitzte und den ganzen Mist dann - möglichst weit weg von mir gehalten, weil ich mir ja nicht den Bauch verbrennen wollte - quer durchs ganze  Haus zum Bad schleppen musste, denn F. hätte mir auch damals schon nicht mehr helfen können.

Wenn ich dann endlich oft genug gerannt war, dass es zumindest für ein notdürftiges Bad reichte, musste alles blitzeschnell gehen, d.h. ich selbst erledigte das Baden mit einem Affenzahn, verbrühte mir schier das Ärschle dabei, weil das Wasser ja so heiß wie möglich bleiben sollte, denn direkt nach mir begab sich F. ins gleiche hinein und da ihm Schelligkeit nicht wirklich liegt, mit der Luftnot schon gar nicht, ging für mich dann die Rennerei gleich wieder los, da er noch mehr Heißes benötigte.

Zumal es ja auch im eisekalten Bad sehr schnell abkühlte ...

Meine Güte, was war das für eine heftige Zeit - ab und zu muss man sich echt mal daran erinnern, umso mehr kann man das, was man allzu schnell als selbstverständlich betrachtet, genießen. 😊

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉