Meine liebe A. meine ich, die mir um viertel vor elf schrieb, sie habe das Sohnemännchen zum Kinder-Kürbisschnitzen auf dem Markplatz angemeldet ... und ob ich vielleicht Lust hätte mitzukommen?
Na ja, bei dem Wetter stundenlang irgendwo herumstehen, weil die Sitzplätze vermutlich nicht ausreichen werden, ... ehrlich gesagt kann ich mir Schöneres vorstellen, andererseits freue ich mich, dass sie dabei an mich dachte, und ich genieße ja auch jedes Beisammensein mit ihr, wobei es mir eh nicht schaden kann, mal etwas anderes als Pinkelpullen und Sauerstoffschläuche zu sehen, also gehe ich nachher hin, auch wenn mir das meinen Tagesplan gehörig durcheinanderwirbelte.
Als sie sich meldete, war ich grad mit Herrn Hoover zugange, legte nur eine kleine Pause ein, weil ich, nachdem ich im Bad fertig war, selbiges für F. herrichtete, sonst hätte ich es gar nicht bemerkt.
Hieß für mich, den Rest des Saugens im Schweinsgalopp zu erledigen, Sauger leeren und dann nicht weniger flink unter die Dusche, damit das Bad endlich für F. frei war.
Alle Reihenfolgen verändert, ich bekomme es hin, auch wenn es natürlich angenehmer gewesen wäre, hätte sie mir etwas früher Bescheid gesagt, aber ich glaube, das kann sie gar nicht richtig nachvollziehen, weil sie eher zu denen gehört, die mittags noch nicht wissen, was sie den Kindern abends zu essen geben, während bei mir ja im Voraus die ganze Woche ziemlich gut durchgeplant ist.
Schon interessant, wie unterschiedlich das Bedürfnis nach Struktur bei uns Menschen ausgeprägt ist ...
Und damit auch genug, habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉