Samstag, 14. März 2026

Das wäre fast in die Hose gegangen, ...

 ... und Robin Alexander ist schuld, der Journalist, den ich wegen seiner glasklaren politischen Analysen sehr gerne  in Polittalkshows sehe.

Gestern Abend saß er gemeinsam mit seiner früheren Chefin und heutigen Podcast-Partnerin Dagmar Rosenfeld in der Kölner-Treff-Runde und obwohl ich eigentlich schon ziemlich müde auf meiner Pritsche  lag, ließ ich mir keines seiner Worte entgehen, zumal ich auch seinen Humor sehr mag.

Als ich heute früh die Kaffeemaschine anwerfen wollte, merkte ich, dass die Dose aufgefüllt werden muss, legte schon mal den Filter ein, holte Nachschub aus der Speisekammer, öffnete die Packung und ... begann ihren Inhalt komplett in den Filter zu schütten 😮, obwohl er ja eigentlich in die Dose gehörte. 

So versunken war ich in meine Gedanken über Robin Alexander, überlegte, dass das wohl der einzige Podcast sein könnte, der auch mich einmal reizen könnte, sofern ich denn Zeit und Ruhe dazu finde.

(Immerhin habe ich inzwischen herausgefunden, wo man ihn kostenlos anhören kann, nämlich hier bei radio.de. )

Zum Glück wurde mir mein dämliches Treiben grad noch rechtzeitig bewusst, bevor der Filter vor lauter Pulver übergelaufen wäre, und während ich rettete, wunderte ich mich ein wenig darüber, dass sich mein Gehirn auf diesen Mann stürzte, statt einfach den Iftarabend weiter zu verarbeiten, der wieder einmal wunderschön war.

Pünktlich um halb sechs fuhr Fa. mit ihrer Luxuskarosse vor und dann ging es gleich weiter, um A. und eine  Nachbarin von ihr einzusammeln, ebenfalls eine Türkin, die allerdings in der Ukraine  gelebt hatte und von dort geflüchtet war.

Von einer weiteren Freundin von A. mussten wir noch Gemüseplatten fürs Büffet abholen, dann aber ging's endlich über den Rhein zu dem großen Gebäude, das ihrem Bildungsverein gehört und in dem dieser demnächst auch ein Jugendzentrum einrichten will.

Rund 70 Leute trudelten nach und nach ein, ließen sich an den langen festlich gedeckten Tafeln nieder und A. hielt zwei Plätze frei für ein Pärchen, das ich gleich darauf kennenlernen sollte. Aus der Ukraine stammten sie, waren Mitschüler von A. in ihrem allerersten Deutschkurs gewesen und nach einem kurzen Diavortrag war es so weit, die Sonne ging unter, wie auf Knopfdruck begann A. sich  und auch mir erst einmal Wasser einzuschenken - sie sorgt immer so lieb für  mich. 🥰

Und dann musste ich lachen, die Vorsuppe kam und A. begann sie mit einem Affenzahn zu löffeln. 

"Du hast aber richtig Hunger, was?", grinste ich sie an, sie grinste mit und wartete dann, dass auch ich endlich fertig war, weil sie nicht ohne mich zum Büffet starten wollte, wo die Menschen inzwischen Schlange standen.

Was sich  aber lohnte, denn wie immer gab es sehr leckere Dinge, hier mal nur das, was dann vor mir stand und was  ich später tatsächlich noch mit einen Nachschlag erweiterte:

 

Während des Essens plauderten wir munter durcheinander, vor allem kam ich aber auch mit den beiden Ukrainern ins Gespräch, die sich wirklich toll integriert haben. Er ist Bergbauingenieur, hat trotz seiner Überqualifizierung zunächst als  Hausmeister gearbeitet, da sie dem Staat nicht auf  der Tasche liegen wollen, und als er bei seinen weiteren Bewerbungen hier in der näheren Umgebung zunächst nur Absagen bekam, landete er schließlich bei einer Firma, in der er quasi auf  Montage tätig sein muss. 

Im Moment ist er  für viele Monate in Heilbronn, muss dort zwei Wochen durcharbeiten, kann dann für eine Woche nach hier zu seiner Frau, dann geht es wieder von vorne los.

Sie hat von Anfang an schon in der Deutschkurs-Schule als Kinderbetreuerin gearbeitet, ist auch weiter in diesem Bereich tätig und ich muss meinen Hut ziehen vor dem Arbeitswillen der beiden, ganz abgesehen davon, dass sie auch noch sehr sympathisch sind. 

So gingen die Stunden in Windeseile dahin, leider ging es Fa., unserer Fahrerin, nicht besonders gut - vermutlich aufgrund einer Trigeminusneuralgie -, also beschlossen wir um halb neun, heimzufahren, allerdings ohne A., die noch weiter im Nebenraum ihre Pflichtgebete absolvieren und sich später von ihrem Mann abholen lassen wollte. 

Die Verabschiedung von ihr verlief wie immer äußerst herzlich und bevor  wir entschwanden, bestand sie noch darauf, einen der lecker gefüllten Desserbecher für F.einzupacken, der den Inhalt auch mit großem Vergnügen verspeiste.

Wie übrigens auch die von Fa. selbstgemachte Tomatenmarmelade, die sie mir letzte Woche mitgab. Jeden Morgen isst er davon, ohne allerdings einen Schimmer davon zu haben, um was für eine Marmelade es sich überhaupt handelt.

Besser so, denn ich bin mir ziemlich sicher, ab dem Moment, wo er von den Tomaten wüsste, würde sie ihm schlagartig nicht mehr schmecken. 🤣

Fa. und ich lieferten erst A.s Nachbarin ab, fuhren dann weiter zu uns und quatschten vor dem Haus noch eine ganze Weile im Auto, was wir demnächst aber mal intensiver nur zu zweit gründlicher tun wollen. Und vermutlich Dienstag oder Mittwoch werden wir zusammen zu Action fahren, wo ich noch nie war. Alle fanden, es würde Zeit, dass ich diesen Laden nun auch mal kennen lerne. 😅

So, geschrieben habe ich das mit großen Unterbrechungen, da ich F. badete. Nu isser schön sauber, wird sicher gleich Hunger vermelden, also wird es Zeit für die Küche, zumal ich auch noch den Rotkohl für morgen vorkochen und das Fleisch fürs Gulasch marinieren will.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉