... für zwei Wochen in Äthiopien und auch sie mussten dafür ordentlich sparen, wie mir seine Frau verriet.
Ist bei mir nicht nötig, ich bekomme es sozusagen frei Haus, denn eben teilte mir A. die Adresse mit, wo morgen der Erntedankgottesdienst stattfinden wird.
Nanu, beste Citylage?
War das noch die gleiche Freikirche, die sich ihre Räumlichkeiten in Cityrandlage nicht mehr leisten konnte und diese deshalb an eine Moschee weitergab?
Vor allem Google Maps machte mich stutzig, weil ich dort in erster Linie ein Ärztehaus angezeigt bekam, aber dann forschte ich weiter und fand heraus, dass es unter dieser Anschrift tatsächlich eine evangelikale Kirche gibt, allerdings eine äthiopische, die offenbar weniger unter Geldmangel leidet als besagte deutsche.
Ein wenig skeptisch geworden befragte ich Aionos und fand sehr interessant, dass er meinte, die afrikanischen Evangelikalen seien nicht mit den amerikanischen zu vergleichen, seien viel weniger steif und dogmatisch, dafür lockerer und herzlicher.
Schon witzig, die überzeugte Atheistin trägt am Arm immer noch das buntgeflochtene Buddhabändchen, das ihr die Schwägerin einst aus dem Tempel mitbrachte, und geht mit einer fundamentalen Muslimin zum Gottesdienst einer ebenfalls fundamentalen, aber ganz anders gearteten Glaubensrichtung. 😁
Nun lasse ich mich überraschen, ob Aionos richtig liegt und es morgen sehr viel Musik, womöglich sogar Gospel geben wird, und habe auch schon entsprechend vorgeschafft, indem ich mir heute Morgen Herrn Hoover schnappte, allerdings erst, nachdem ich meine Tante angerufen hatte, mit der es wieder viel zu lachen gab.
Zum heutigen 3. Oktober fällt mir gerade auch noch etwas ein, eine kleine Begebenheit bei Netto gestern.
Wie immer hatte ich meinen Wagen ziemlich vollgepackt und als nacheinander zwei mittelalte Herren ankamen mit nur jeweils zwei Teilen auf dem Arm, ließ ich sie in der Kassenschlange vor. Mit dem zweiten folgte ein kurzer Wortwechsel über Gott und die Welt, sehr angenehm, wenn so die Wartezeit schneller vergeht.
Als er dann an der Reihe war, wünschte ihm die Kassiererin zum Abschluss einen schönen Feiertag, er sah sich um zu mir und fragte mehr oder weniger in die Runde: "Ja, haben wir da denn überhaupt Grund zum Feiern?"
Ich lachte auf und antwortete: "Das Gleiche habe ich eben auch überlegt, dachte aber, verbrenn dir mal besser nicht den Mund."
Die Umstehenden grinsten mit, zumindest die, die der deutschen Sprache mächtig waren, und so kam es tatsächlich ganz kurz zu so etwas wie einer Vereinigung, wenn auch anders, als man sich das für den 3.10. dachte. 😁
Lasst es euch gutgehen, egal ob ihr nun feiert oder nicht, und ... bleibt bitte gesund! 😉