Sonntag, 21. Januar 2024

Etwas betrübt machte mich ...

 ... gestern ein Austausch mit meinem Bruder.

Wie so oft hatte er seine Mädels zu irgendeinem Termin gefahren und vertrieb sich nun die Wartezeit mit Erkundungen der Gegend.

Diesmal war er auf einem sehr alten Fredhof in Wiesbaden gelandet und schickte mir nun Fotos von historischen Gräbern, teilweise sogar regelrechten Mausoleen, wunderschön anzusehen und richtig aussagekräftig, da dort sogar die Berufe der Verstorbenen angegeben waren, doch leider waren sie samt und sonders mit orangefarbenen Zetteln beklebt, auf denen die Friedhofsverwaltung mitteilte, dass die Nutzungszeit abgelaufen sei

"Wie reich sie auch waren, der Friedhofswärter ist gnadenlos", meinte Brüderlein dazu, einerseits richtig, dass zumindest irgendwann der Zaster keine Rolle mehr spielt, aber andererseits täte es mir sehr leid, würde man solche prächtigen Gemäuer einfach abreißen, denn mit ihnen ginge wieder ein Stück Geschichte verloren und natürlich die Erinnerung an die, die dort liegen. 

Ansonsten war's ein angenehm ruhiger Tag und nach dem Abendbrot bekam Rex mal wieder seine wilde halbe Stunde.

Tatsächlich hat er noch so gar nichts von einem älteren Herrn an sich, der er inzwischen mit seinen nun schon fast 12 Jahren eigentlich ist - ui, nun habe ich gerade mal nachgeschaut, bei seiner Größe entspräche das 85 Menschenjahren, das ist schon beachtlich. 

Die meiste Zeit ist er wirklich ein sehr angenehmer Hausgenosse, nur abends bekommt er halt kurz mal seinen Rappel, da kann es dann passieren, dass er sein Bett zerpflückt und die oberste Matte in hohem Bogen durch die Luft fliegt, um dann irgendwo zu landen, wo sie gar nicht hingehört.

Vom Wohnzimmer aus beobachteten wir sein Treiben und F. meinte:

"Unfassbar, wie der loslegen kann, so hätte sich unser Püppchen nie uffgeführt."

"John Wayne halt", sagte ich, während Püppi im Vergleich dazu ja eher Audrey Hepburn war.

"Meine Güte", sinnierte F. nun weiter, "jetzt stell dir doch bloß mal vor, der hätte ein Gewehr, was meinscht, was dann hier los wäre?"

"Dann könntest du nur noch in Deckung gehen, denn der würde gnadenlos alles zusammenballern, was ihm vor die Flinte gerät." 

"Genau, er ist halt ein richtiger Wild-West-Hund", wir lachten beide, aber es war nicht zu übersehen, dass F als alter Western- und Haudegen-Fan durchaus stolz ist auf unseren wilden Bub, egal wie sehr auch ihm Püppi immer noch fehlt. 

Später, das Dschungelcamp lief schon, kam auf einmal von der anderen Seite des Tisches:

"Eulchen ...?"

"Was'n?"

"Wann stellscht uns denn endlich unser Tannenbäumle wieder auf?" 😂🤣😂


So isser halt, mein F., er leidet immer noch unter dem "Verlust" und freut sich schon wie jeck auf Weihnachten. 😀


Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉


2 Kommentare:

  1. Hallo, Liebe "Rex-Mama!"

    Der Vergleich zwischen Rex mit "John Wayne" halt ich sogar aus der Ferne für überaus gelungen.
    Rex ist eben ein Rabauke :) auf positive Art und Weise.
    Macht er das denn jeden Abend, dass er sein Bettchen oder etwas anderes auseinandernimmt?

    Mir gehts ähnlich wie "F". Ich hätte auch nichts gegen ein bisschen Weihnachtsbaumidylle. - Wobei es nun so langsam in die Fastnachtssaison losgeht. Die eine wunderbare Zeit ist, jedoch alles andere als ruhig (für mich).


    Sehen sich denn "F" und die "Rex-Mama" Fastnachtssitzungen im TV an?



    Liebe - närrische - Grüße
    Vom lifeminder






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    1. Genau, lieber lifeminder, einmal am Tag kriegt er in der Regel einen kurzen Rappel, was aber auch damit zusammenhängen mag, dass die Tür zum Garten zu ist, sobald es dunkel wird, denn ansonsten könnte er draußen seine überschüssige Engergie loswerden.
      Karneval im TV?
      Nö, das ist bei mir ähnlich wie mit dem Sport. An beidem habe ich früher selbst rege teilgenommen, aber anderen dabei im Fernseher zuzusehen, das ist eher nix für mich.
      Entweder mittendrin oder gar nicht. ;-))

      Liebe Die-Narren-sind-los-, und-das-nicht-nur-zu-Karneval-Grüße zurück! 😉

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