Montag, 27. März 2023

Manchmal isses halt so

Letzte Woche hatte M. bei unserem Treffen ausgerechnet den Stadtteil angesprochen, in dem ich größtenteils aufwuchs, und gemeint, da würde er nicht leben wollen, denn dann hätte er ja auch gleich in der Türkei bleiben können. 😅

Die Hauptstraße, an der wir so viele Jahre wohnten, wusste er sogar beim Namen zu nennen, wenn auch etwas abfällig, und so musste ich gestern an ihn denken, als mir mein Bruder Fotos schickte, die er aus alten Büchern abknipste.

Unsere Straße in den Dreißigerjahren, man sieht eine Straßenbahn, eine Pferdekutsche, ein einziges Auto und einige wohlgekleidete Passanten, die unter den vielen vermutlich bunten Markisen der Geschäfte flanieren, ihre Einkäufe erledigen.

Dieses Bild mit der Beschriftung, es handele sich hier um eine bedeutende Geschäftsstraße, schickte ich M. nun weiter, damit er sich vorstellen kann, wie es einst dort aussah.

"Ja, es war früher wirklich sehr viel schöner und ordentlicher hier.", lautete seine Antwort, in absolut fehlerfreiem Deutsch.

Was ich bei unserer nächsten Zusammenkunft unbeingt erwähnen sollte, denn auch wenn er selbst der Meinung ist, er sei zu langsam in seinen Fortschritten, finde ich es wirklich bemerkenswert, wie gut und gründlich er auf der anderen Seite dabei vorgeht. 

Unsere kurzer Austausch endete damit, dass er uns nun ganz offiziell zum gemeinsamen Fastenbrechen einlud, und zwar morgen in einer Woche.

Ich bedankte mich, nahm gerne an und tat kund, wie sehr wir uns darauf freuten, etwas vorschnell, denn ich hätte vielleicht erst mal in meinen Kalender schauen sollen.

Ausgerechnet am Morgen danach habe ich Kontrolltermin in der Augenklinik und da A. mich ja im Vorfeld schon gefragt hatte, wann wir abends schlafen gehen, gehe ich mal davon aus, dass es ziemlich spät werden könnte, also werden die Docs sich wohl auf eine etwas übermüdete "Rex-Mama" einstellen können, aber da müssen sie nun durch - und ich auch. 😴🤣

Und noch etwas wirklich Positives gab es gestern zu vermerken, denn - endlich - kann ich nun auch den zweiten Ohrring tragen, der ja seit unserem Hochzeitstag vor zwei Wochen sein Gegenstück schmerzlich vermisste, weil er allein im Regal herumlag.

Dieses entzündete Ohrläppchen hielt mich noch ganz schön auf Trab, steinhart und dick geschwollen matschte es fleißig vor sich hin und irgendwann letzte Woche war ich so weit, aufgeben zu wollen, dachte, ohne ein Antibiotikum würde ich es womöglich doch nicht mehr hinbekommen.

Bis mir dann der rettende Gedanke kam: Weg mit den gekauften Cremes und Salben und her mit Natur.

Also packte ich die Tuben auf die Seite und ging zu meinen altbewährten Schwedenkräutern über.

Drüber nachgedacht hatte ich auch vorher schon, wusste nur nicht, wie ich sie dauerhaft am blöden Ohrlappen befestigen sollte, denn nur mal drüberzustreichen damit, das erschien mir zu wenig.

Ich Depp, denn nun merkte ich, dass ein mit der Tinktur getränktes Papierfetzchen auch ganz von alleine dort kleben bleibt, also gönnte ich mir diese "Verschönerung" nun mehrere Stunden am Tag und siehe da, schon nach ganz kurzer Zeit stellte ich fest, wie die Spannung nachließ und die Heilung einzusetzen begann.

Noch ein bissl mit (noch von meiner Mutter selbstgemachter) Ringelblumensalbe nachgeholfen und nun ist mein Ohrläppchen wie neu und wieder einmal frage ich mich, warum die Schulmedizin sich solcher Dinge nicht bedient?

Diese Schwedenkräuter sind wirklich ein Allrounder, helfen innerlich wie äußerlich bei so vielen Problemen, warum zum Teufel macht man sich dieses alte Kräuterwissen dann nicht zunutze?

Wie viel Geld könnte man den Krankenkassen damit einsparen ... 

So, unnu werde ich in die Küche eilen, wo anderthalb Kilo Fleisch und bergeweise Zwiebeln aufs Anbraten warten, denn es soll Gulasch geben, dazu Nudeln, Rotkohl und gemischten Salat, wofür dann sogar ich mein Intervallfasten ins Chaos stürze und schon mittags statt abends esse.

Wenn ich es erst mal rieche, überwiegt die Gier alles ... 😁

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 🙂 


6 Kommentare:

  1. Dann sind deine stechenden Kopfschmerzen also auch vorbei, liebe Rex-Mama? Das würde mich ja sehr freuen!

    Inzwischen wirst du satt sein vom köstlichen Gulasch, oder?
    Wie oft esst ihr dann eigentlich von so einer Menge? Da hattest du ja wieder im großen Topf zu rühren :-)

    Lieben Gruß :-)

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  2. Ja, diese Stiche sind zum Glück verschwunden, offensichtlich hingen sie also wirklich nur mit der Entzündung zusammen.
    Und joooo, pappsatt war ich, so hab ich zugeschlagen, datt war aber auch lecker, zumal ich noch von meinem Bruder gesammelte Steinpilze mit reinwarf, damit mal bissl Luft wird im Gefrierschrank. 😊
    Den ich benötige, um einen ganzen Teil davon einzufrieren, außerdem wird F. schätzungsweise fünf Tage davon haben und sollte es nicht ganz aufgehen, strecke ich den Rest für das Abendsüppchen, dass ich ganz gerne zum Brot esse.

    Lieben Gruß zurück! :-)

    PS: Eigentlich rühre ich fast immer in großen Töpfchen, für Miniportiönchen fange ich ja gar nicht erst an, Strom rauszuhauen. 😀

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  3. Rex-Mama, das zurück zur Natur ist mir auch immer wichtig. Und nicht immer ist der einsatz von Antibiotika hilfreich, denn es greifgt den Magen an. Mit diesen Hilfsmitteln aus der Natur lassen bei den Pharmakkonzernen keine Gewinne sprudeln. Ach ja, zum Thema Klima-Kleber habe ich ein tolles Video gesehen wie ein Freundlicher Mann in Paris diese Leute von der Straße entfernt. Viel Freude beim Fastenbrechen. Ich bin sehr gespannt über deinen Bericht.

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  4. Klar, Helmut, genau darum geht es, die Pharmawirtschaft würde damit nicht so riesige Gewinne machen.
    Schad, denn ich bin ja für eine Mischung aus Naturwissen und Humanmedizin, beides kann sich hervorragend ergänzen.
    An dem Video hätte ich sicher meine helle Freude gehabt. Ich selber würde diese oftmals bezahlten Berufs-Unruhestifter eh einfach abreißen. Wenn sie hinterher dann Aua haben, ja, Pech, man schmiert sich ja auch keinen Kleber auf die Haut. 😁

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  5. Liebe Rex-Mama,
    anders als du bin ich von den Klimaklebern immer noch begeistert. Ich finde es nach wie vor toll, dass sich junge Menschen engagieren, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen.

    Manchmal helfen Mittel aus der Natur wirklich sehr gut. Meine Oma selig war eine Auskennerin, leider habe ich ihr zu selten zugehört ...

    Lieben Gruß

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    1. Oh, die begeistern dich tatsächlich, meine Liebe?
      Da bin ich baff, denn ich sehe sie in erster Linie als Randalewillige, die halt von Event zu Event reisen, ob nun als Baumbesetzter oder Straßenkleber und sich dafür bezahlen lassen: https://www.berliner-kurier.de/politik-wirtschaft/gehaelter-der-letzten-generation-enthuellt-so-viel-verdient-ein-vollzeit-klimakleber-li.326853
      Und wenn sie eines erreichen damit, dass sie Berufstätige auf dem Weg zur Arbeit behindern oder Krankenwagen stoppen, dann ist das der Hass der Bevölkerung aufs Thema Klima.
      Ich halte das ganze Gedöns für absulut kontraproduktiv.

      Lieben Gruß zurück! :-)

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