... erwähnte ich es ja schon knapp, die Sache spitzte sich zu und schließlich blieb mir nichts anderes übrig, als die 112 zum zweiten Mal innerhalb von zwei Stunden anzurufen.
Fast gegen F.s Willen eigentlich, aber neben Durchfall und schwerem Atmen gefiel es mir nicht, dass er schon seit letzter Nacht zu starkem Schwitzen neigte, während er sonst eigentlich eher verfroren ist.
Temperatur war normal, die Sauerstoffsättigung schwankte, doch der Blutdruck war für seine Verhältnisse mit fast 160:100 gravierend zu hoch - nicht, dass ich eine Lungenentzündung übersähe ...?
Nein, das konnte ich nicht mehr verantworten und bestand nun auf einem Besuch des Notarztes, und erhielt zunächst einen Anruf von diesem, in dem er Näheres erfahren wollte.
Ich informierte ihn ausführlich und setzte dies in einem Rutsch fort, als der große Wagen nur Minuten später vorfuhr und sie zu zweit das Haus betraten.
F. hatte ich schon in seinen Schreibtischsessel gesetzt, er war also gut zugänglich und sogleich ersetzten sie seine Nasenbrille durch eine richtige Sauerstoffmaske, die mit sehr viel mehr Druck arbeitet.
Ja, es sei eindeutig besser, wenn sie ihn mitnähmen ... und dann geschah das Wunder, denn seit man die Krankenhäuser zwingt, nicht mehr alles zu machen, sondern sich mehr und mehr zu spezialisieren, kam ja unser hiesiges KH für F. bisher nie in Frage.
Doch der Arzt sah Blutdruck und Herz als besonders behandlungswürdig an, daher brachten sie ihn tatsächlich nach hier, nachdem wir gemeinsam die anderen in Frage kommenden Kliniken durchgesprochen hatten, von denen eine schwieriger als die andere für mich zu erreichen gewesen wäre.
Tatsächlich erklärte man sich hier zur Aufnahme bereit und so fuhren sie gegen 21 Uhr mit F. ab - immerhin hatte er den Wagen auf seinen eigenen Füßen betreten können.
Zwei Stunden gab ich ihnen, dann traute ich mich anzurufen und war aufs Angenehmste überrascht, wie viel familiärer, persönlicher alles wirkte als in den weiter entfernten Kliniken des letzten Jahres.
Am Empfang meldete sich sofort eine Dame, die mich umgehend mit der Notaufnahme weiterverband, wo ich eine richtig nette Ärztin an die Strippe bekam.
Sie war grad mit F. zugange, war froh, dass ich mich meldete, weil ich ihr mehr Infos geben konnte als F. selbst, der sich ja in diesen Dingen voll und ganz auf mich verlässt.
Also brachte ich sie rasch mit allem aufs Laufende, erfuhr im Gegenzug, dass seine Entzündungswerte zu hoch sind, während andere Ergebnisse noch ausstanden.
Jedenfalls bekam ich sofort das Gefühl, dass sie sich richtig gut kümmert und wirklich interessiert an allem war und nun heißt es abwarten, ob er auch weiter auf der Normalstation bleiben kann, was von den weiteren Ergebnissen abhängen wird.
Sie notierte sich meine Telefonnummern und versprach, alles dazu beizutragen, dass wir demnächst nicht nur unseren 40., sondern irgendwann dann auch den 50. und alle weiteren Hochzeitstage feiern könnten.
So, und nun muss ich schauen, wie ich die Nacht irgendwie auf dem Sofa herumbekomme, denn natürlich fiebere ich dem Morgen schon sehr entgegen.
... der inzwischen eingetreten ist nach einer fast schlaflosen Nacht.
Eben rief ich wieder an im KH, zuckte leicht zusammen, als mich der Empfang dann doch mit der Intensivstation verband, aber dort meldete sich eine Schwester, die den Hörer gleich an F. übergab.
Er war geistig voll da, klang allerdings etwas "rubbelich", nachdem er die Nacht unter der Sauerstoffmaske verbrachte und erst jetzt wieder die normale Nasenbrille trägt.
Voreilig versprach ich ihm, um zehn Uhr bei ihm zu sein, doch dann kam mir der Gedanke, stopp, Intenivstation, da wirst du dann gar nicht reindürfen.
Also rief ich noch einmal an, um das zu klären, und bekam nun einen sehr freundlichen Pfleger an den Apparat, der mir immerhin schon mal sagen konnte, dass die CO2-Werte wieder zu hoch gewesen waren, nun aber sänken - alles Weitere könne man mir um viertel vor zehn sagen.
Also werde ich dann wieder anrufen und mich ansonsten in Geduld üben, denn hinein in die Station darf ich leider nur zwischen 15 und 17 Uhr.
Und nun muss ich erst mal sortieren, wie ich was heute in welcher Reihenfolge gebacken bekomme, denn diesen Weg mit dringend nötigen Einkäufen zu verbinden, wird so nicht klappen, zweimal schaffe ich die weiten Strecken aber auch nicht, weil ich selbst ja auch noch etwas angeschlagen bin.
Egal, werde ich schon irgendwie hinbekommen, selbst den Rückweg im Dunkeln, der mich nicht gerade in freudige Erregung versetzt.
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte unbedingt gesund!
Hallo, Liebe Rex-Mama!
AntwortenLöschenBeste Genesungsgrüße an den lieben "F" und natürlich auch weiterhin an dich.
Mein beten hat leider nicht viel genutzt. - Es tut mir sehr leid, dass "F" im Krankenhaus gelandet ist - aber du, warst ganz wunderbar, wie du das gemacht hast, dass du auf dein Herz und Verstand gehört hast. - Wäre es "F" wirklich gutgegangen wette ich, hätte er auch nochmals viel mehr protestiert über seinen Abtransport.
Toll, dass, das mit dem Krankenhaus in deiner Nähe geklappt hat - du zumindest etwas weniger Strecken zurückzulegen hast.
Bitte nimm dir alle Zeit der Welt - dass sowohl "F" wie auch du wieder auf die Beine kommst. Auch wenn der Blog mal ausfallen sollte. - Jetzt zählt nur "F" und du!!!
Ich wette und nicht nur Frauen haben ein mulmiges Gefühl in der Dunkelheit unterwegs zu sein. - Wieso öffnet man nicht zumindest morgens oder früher auch mal für eine Stunde oder zwei die Intensiv.
Wenn es eine hinbekommt, dann du - aber nochmals, pass auch auf dich auf, damit du nach der starken Erkältung nicht gleich wieder flachliegen musst.
Ich hoffe du findest ein wenig Schlaf!
Liebe - alles wird auch diesmal wieder gut - Grüße
Vom lifeminder
Na ja, das Hinkommen zum KH ist nun nicht mehr so zeitaufwändig wie mit den Bussen, dafür muss ich aber ziemlich weit laufen und merke, dass sogar das mich im Moment ziemlich anstrengt.
LöschenNützt eh nix, muss ich halt durch.
Liebe Danke-Grüße zurück!