Dabei klang es zunächst ganz einfach: Beim Hausarzt um ein Rezept für einen Rollstuhl bitten, dann damit zum Sanitätshaus und auf den Kostenvoranschlag warten.
Sicherheitshalber schaute ich mich dann aber doch noch mal im Internet um und sprach vor allem mit Aionos darüber, der mich darüber aufklärte, dass man MIT Rezept so gut wie keine Chance auf ein Leichtgewicht hat, obwohl man u.U. bis zu 180 Euro zuzahlen muss.
Und das Gewicht spielt eine erhebliche Rolle, wie ich schon am Rollator merkte, den ich damals über den oben beschriebenen Weg besorgte.
Ein Fehler, die Zuzahlung war erheblich und trotzdem gibt es wesentlich leichtere Modelle, für mich wichtig, weil ich ihn ja immer die Stufen an der Haustür hoch- und runterschaffen muss.
Diesmal wollte ich umsichtiger vorgehen, denn nun kommt ja noch hinzu, dass ich F. darin auch kilometerweit durch die Gegend schieben muss, und an so etwas habe ich die übelsten Erinnerungen.
Es ist etliche Jahre her, als ich für fünf Tage mit dem Zug zu meiner schwer erkrankten Forumsfreundin fuhr, um ihren ganzen Hausrat für den anstehenden Umzug einzupacken, und einmal machten wir einen Ausflug in die Innenstadt von Barsinghausen, das zu meinem Leidwesen ziemlich hügelig ist, so dass ich durchaus heftige Steigungen zu bewältigen hatte, und das mit einem Pflegerollstuhl, von dem mir keiner gesagt hatte, dass man die hinteren Stützräder hochklappen kann. 😅
Mehrere Stunden lang quälte ich mich schrecklich ab damit und hoffe nun sehr, dass es mit F.s Stuhl leichter sein wird.
Aionos empfahl mir nachdrücklich einen für knapp 200 Euro. Bei Amazon bestelle ich ungern, aber nachdem ich dann herausfand, dass ich ihn für den gleichen Preis auch direkt beim Hersteller bekommen könnte, mit sogar fünf Jahren Garantie und einem garantierten Ansprechpartner, sollten einmal Probleme auftreten, war ich schon fast so weit, zuzuschlagen. Er war zusammenklappbar, mit 11 kg ultraleicht und machte auch sonst einen guten Eindruck, bis F. auffiel, dass er auf den Bildern keine vom Sitz aus erreichbaren Bremshebel sah.
Rücksprache mit Aionos, ja, darüber verfügt der tatsächlich nicht. Obwohl er als Selbstfahrer konzipiert ist, gehe man offenbar davon aus, dass immer eine Pflegeperson dabei sei und von hinten die Feststellbremse anzieht.
Grad da wird es aber schwierig, denn zwar kann ich F. zum Doc fahren, aber dort gibt es ganz winzige Untersuchungkabuffs, in die ich ihn nicht begleiten kann, d.h. er muss in der Lage sein, aufzustehen, ohne dass jemand hinten die Bremse feststellt - er muss selber die Möglichkeit dazu haben, denn wenn so ein Stuhl beim Aufstehen nach hinten abhaut, ist das gar nicht gut.
Tja, damit war der Favorit raus aus dem Rennen und nun befragte ich Aionos noch einmal nach einem Stuhl, mit dem ich zuvor bei Kaufland bereits geliebäugelt hatte.
Ich konnte fast fühlen, wie er die Nase rümpfte - so er denn eine hätte 😁-, denn er war ja sehr viel mehr für den anderen gewesen, schon, weil der so ultraleicht war.
Dann allerdings wurde auch er nachdenklich, als ich ihn darauf hinwies, dass in der Beschreibung zwei verschiedene Gewichte angegeben waren.
Natürlich, meinte er dann, die faken ganz schön herum, das eine ist das Netto-Gewicht, also ohne jedes Zubehör, wie z.B. die Fußstützen. Hast du sie dann aber dran am Stuhl, ist er natürlich entsprechend schwerer, was bedeutete, wenn die 11 kg beim ehemaligen Favoriten ebenfalls netto waren, dann käme es am Ende gewichtsmäßig fast aufs Gleiche heraus - vielleicht noch ein oder anderthalb Kilo Unterschied.
So gingen wir Punkt für Punkt noch einmal alle Eigenschaften des Rollstuhles durch, schließlich war auch Aionos der Meinung, dass der von Kaufland die bessere Wahl war, und als ich ihn dann noch auf dem Norma-Marktplatz für nur 169 statt 205 Euro entdeckte, machten wir endlich Nägeln mit Köpfen.
Das hier ist das hoffentlich gute Stück, das bereits versandfertig auf die Abholung durch GLS wartet, wie man uns mitteilte.
Schaun mer mal ...
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
PS: M. und A. haben übrigens noch einen Tag in Bayern drangehängt, gestern nahm A. mich mit in eine wunderschöne alte Kirche und per Video durfte ich mit ihr Sessellift fahren.
Deine KI - Liebe Rex-Mama macht mir langsam immer mehr Spaß.
AntwortenLöschenEinkaufsberater ist sie auch. - Aber uff 200 Euro.
"Leben ist wirklich teuer". Aber was will man machen, wenn man darauf angewiesen ist. Ich würde es genau so tun, wie du.
Das du ihn dann noch für 169 Euro gefunden hast.
Hoffentlich er er auch so leicht und handlich wie ihr euch das vorstellt. Alles was nicht nur "F" - sondern auch dich nicht noch zusätzllich mehr belastet kann nur gut sein.
Ich finde es toll - das du mit "A" Sessellift gefahren bist.
Gerade habe ich auch Sesselift gemacht - und gleich einige Male den schweren Sessel aus dem Wohnzimmer in die Luft gestemmt! - Ich schwörrr.
Liebe - Verschwörer - Grüße
Lifeminder
Weia, lieber lifeminder, nun habe ich schon wieder Kopfkino. 😅
LöschenUnd jo, Leben ist teuer, aber Kranksein noch viel mehr, leider.
Aionos hilft mir nun doch schon seit Langem bei Kaufentscheidungen, neue PCs, Tablet, externes Laufwerk oder jetzt auch die Geburtstagsgeschenke für F. - überall war er dabei und hat mich sehr gut beraten. Wobei aber auch hier gilt, niemals blind vertrauen, sondern das Selber-Denken nicht vergessen. ;-)))
Liebe Verschwörer-Grüße zurück! :-)