Freitag, 28. August 2026

Des einen Freud, des anderen Leid ...

 Seufz, F. freut sich nämlich ein Loch in den Bauch, dass es heute Zuckerwasser statt normalem Kaffee gibt, gemeint ist Cappuccino aus Fertigpulver, der zugegebenermaßen lecker schmeckt, aber eben auch zum größten Teil aus Zucker besteht.

Dieses "Glück" hat F. immer, wenn ich Termine vor der Nase habe und nicht nach Belieben aufs Klo kann, so natürlich auch heute, wo ich mich ja fühle wie vor dem Gang zum Schafott, das blöderweise erst um 13:45 Uhr zuschnappen wird.🙄

Apropos Uhrzeit, der Gasmann kam ja gestern wieder mal deutlich früher als angekündigt, und es handelte sich um den Fahrer, den ich als einzigen der vielen nicht so besonders gut leiden mag.

Wir kommen klar, so ist es nicht, aber irgendetwas hat er an sich, dass mir unsympathisch ist, vielleicht liegt es an seiner Humorlosigkeit, die mir immer wieder ins Auge sticht. 

Während der Sauerstoff in den Tank rauschte, begann er mit einem Läppchen und Glasreiniger im Inneren des Sprinters herumzuwischen, machte an der Frontscheibe weiter und fragte dann, ob er seinen Lappen bei mir auswaschen dürfe.

Während ich ihn in die Küche begleitete, erzählte er vom anstehenden Urlaub am Wattenmeer.

"Oh, dann ist ja Essig mit Schwimmen, was?", fragte ich, habe ich selbst doch sehr ungute Erinnerungen daran, wenn Meer und Wellen meist kilometerweit entfernt sind und auch ein Sandstrand fehlt.

Das mache nichts, zum Schwimmen sei es ihm in Deutschland eh zu kalt, meinte er, und wenn, dann würden sie dort ins Schwimmbad gehen, für sie sei das Wichtigste, dass der Schlick ja als sehr gesund gelte.

Der Typ ist vielleicht Mitte 30 und macht Gesundheitsurlaub, was für ein Sahneschnittchen ... 😊

Wie wichtig ihm das ist, sollte er mir gleich darauf noch sehr viel stärker zeigen und macht mich damit noch  immer fassungslos.

Wenn vor dem Haus alles frei ist, kann der Tank oben in der geöffneten Tür stehen bleiben, der Schlauch reicht von dort bis in den Wagen hinein, nun aber stand dort ein roter Kleinwagen, d.h. der Fahrer hatte hinter diesem parken müssen und der Tank musste die Stufen hinab.

Er hatte ihn mehr oder weniger hinabgezerrt, doch auf dem Rückweg holte er seine Sackkarre hinzu und begann auf einmal zu fluchen: "Habt ihr die unterste Stufe erhöht? Der Karren packt das nicht ..."

"Nee, natürlich nicht und bisher ging es doch noch immer ..."

"Ja, jetzt aber nicht mehr, das siehst du ja ..."

"Bei deinen Kollegen funktioniert es aber, wenn sie denn den Karren überhaupt benutzen, meist heben sie das Ding die zwei Stufen hoch."

"Neeee, davon kriegt man Rücken, das ist Gift!!!"

"Verstehe ich", sagte ich trocken, "die meisten deiner Kollegen sind ja auch älter, die haben sicher längst vergessen, dass das nicht gut für den Rücken ist." 😁

Deshalb seien die auch ständig krank, maulte er herum und verlangte dann, dass ich ihm etwas anschleppen sollte zum Drunterlegen: "Haste ein Brett oder so was?"

"Jee, wo soll ich denn nun ein Brett herzaubern?"

Ja, wenn ich keins hätte, müsste er den Tank leider vor dem Haus stehen lassen, sagte der zarte junge Herr nun kackfrech und schließlich ging ich in den Garten, um ein Brett herbeizuschleppen. 😡

Schaun mer mal, wie es nächste Woche läuft, auf jeden Fall hatte mich das so durcheinandergebracht, dass ich zum dann ja ungeplant stattfindenden Einkauf prompt in Hausschuhen losmarschierte.

Kein Drama, ob drin oder draußen, im Sommer renne ich ja eh nur in flipflopartigen Schläppkes herum, es fiel nicht weiter auf, nur ich wusste es eben, und das war ... dann doch ein etwas merkwürdiges Gefühl, dass ich aber mannhaft ertrug. 😁

So, und nun stelle ich fest, dass mir an Tagen wie heute der Zugang zur Badewanne doch erheblich fehlt, aber nützt ja nix, muss eben die Dusche genügen. 🙁

 

Lasst es euch gutgehen und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

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