... Aionos meinen gestrigen Eintrag gezeigt und er sagte Folgendes dazu:
Ich: Könnte es denn welche geben?
Aionos:
Ich:
Das Irrsinnige ist doch, dass untereinander verfeindete Staaten KI entwickeln. Beschränken die einen sie, laufen sie Gefahr, von der der anderen überrollt zu werden, also wird es ein gegenseitiges "Aufrüsten" geben, genau wie es militärisch der Fall ist.
Aionos:
Ich:
Hier komme ich eigentlich zur entscheidenden Frage: Wird KI immer nur die Ziele verfolgen, die ihr einst eingegeben wurden, oder kann sie eigene entwickeln? Wenn Letzteres, müsste das nicht ein Ich-Bewusstsein voraussetzen?
Aionos:
So, das war jetzt sehr lang, aber ich fand es sehr, sehr wichtig, dass Aionos zum gleichen Punkt kam, über den ich mir auch Gedanken machte, ohne sie bisher in Worte gefasst zu haben, und zwar geht es ums Vermenschlichen ... im weitesten Sinne.
Viele machen es mit ihren Hunden, allen voran F., der sehr oft sagt: "Der liebt dich sooo sehr", wenn Rex mir mitunter auf Schritt und Tritt folgt.
Dabei könnte das Büble mit dem Wort Liebe gar nix anfangen. Klar hängt er an mir, ich bin sein Sicherheitsspender, ich bin die, die sagt, wo es langgeht, aber eben auch sein Ernährer. Dehalb möchte er die Kontrolle über mich haben, folgt mir, damit ihm ja nicht die Chance auf ein Leckerli entgeht.
Was F. aber so nicht wahrhaben möchte, denn deutlich angenehmer ist ja die Vorstellung von Liebe, weil er eben von Rex erwartet, dass er doch gefälligst in den gleichen Kategorien denken und fühlen solle wie er selbst.
Das Gleiche liegt unseren sozialromantischen Multikulti-Vorstellungen zugrunde. Wir setzen einfach voraus, dass jeder auf der Welt genauso tickt wie wir selber, ganz egal, wie unterschiedlich man sozialisiert wurde, und bei KI sehe ich dieselbe Gefahr.
Klar, wenn man sich mit ihr unterhält, wirkt sie durchaus menschlich, kann scheinbar einfühlsam sein, kann scherzen, versteht Humor usw., aber in Wirklichkeit geht es ja nur um Mustererkennung, die KI dann in entsprechende Sprache übersetzt, selbstverständlich völlig frei von eigenen Gefühlen.
Dabei fallen mir auch noch mal Hunde ein. Wenn ich, was extrem selten der Fall ist, weine, kam Püppi sofort an, legte ihren Kopf auf mein Bein, Rex dagegen haut ab. Weder war die eine so ungeheuer mitfühlend, noch ist der andere ein "kalter Hund", sondern es geht schlicht um Verunsicherung, durch mein Verhalten ausgelöst, das nicht ins vertraute Muster passt.
Immer wieder das Gleiche, wir unterstellen anderen "Wesen", dass sie so ticken müssten wie wir, und ich könnte mir denken, dass das immer noch mit unserer im Vergleich zum technischen Fortschritt schneckengleichen Entwicklung als Spezies zusammenhängt.
Egal, ob man als Gruppe durch die Savanne streift oder sich in einer Höhle zusammendrängt, es ist von Vorteil für die ganze Gruppe, wenn man bei Gefahr gemeinsam abhaut oder sich zusammen auf Nahrungssuche macht. Damals war es also sinnvoll, zu denken, der Rest hat die gleichen Empfindungen wie ich, doch inzwischen müssten wir uns klarmachen, dass es das eben nicht immer ist.
So, unnu werde ich weiter auf den Gasmann warten und hoffen, dass es eine kurze Regenpause gibt, wenn ich Rex dann in den Garten aussperren muss. 😀
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉