Mittwoch, 1. Juli 2026

Man mische Hitze mit ...

 ... Hektik, und schon verpenne ich die Hälfte, zum einen den gestrigen Geburtstag meiner süddeutschen Freundin. 

Durch die vielen Termine und dann noch das Hin und Her sind sowohl mein Kopf wie auch das Feld für Wochennotizen in meinem Kalender derartig voll geworden, dass ihr Festtag darin unterging - ausgerechnet bei ihr musste mir das passieren, wo sie doch so viel Wert darauf legt ... 😢

Und dann verpasste ich noch etwas, das mich wirklich traurig macht, und in diesem Falle kommt zu Hitze und Hektik  noch der Sparsinn meines Mannes hinzu.

Mit dem ich zwar auch ausgestattet bin, doch bei mir kollidiert er durchaus auch mal mit meinem Sinn für Ästhetik.

Im Flur haben wir seit ewigen Zeiten eine Lampe mit Bewegungsmelder in der Steckdose stecken, reicht völlig aus, wenn man abends im Dunkeln ins Bad will, dafür ist wirklich kein großes Licht notwendig, doch in Küche und Esszimmer mag ich es sehr, wenn die kleine Tiffanylampe hinter der Eckbank und die sehr alte Stehlampe meines Großonkels leuchten (beide eh mit LED-Birnen), weil sie die ohnehin schon gemütlichen Räume mit ihrem Licht noch wärmer und heimelig wirken lassen, doch als F. meinte, auch dort würden doch eigentlich Bewegungsmelder genügen, spielte ich mit, Umwelt und Geldbeutel danken es einem schließlich.

Doch genau diesem Umstand ist es nun zu verdanken, dass ich ein für Pflanzenfreunde wirklich großes Ereignis nicht mitbekam, sondern gestern nur noch den jämmerlichen, wenn auch immer noch großen Überrest vorfand:


 Die Knospe muss riesig gewesen sein und tagelang bin ich in all meiner Hektik ständig an ihr vorbeigewetzt, ohne sie im Gegenlicht zu bemerken, ausgerechnet in der Nacht des verhängnisvollen Fußballspieles muss sie sich geöffnet haben und dank der Dunkelheit im Raum habe ich auch das nicht gesehen. 😢😢

Was mir allerdings ein Rätsel ist, ist, warum wir nichts rochen, denn der Duft ist unbeschreiblich schön und auch sehr stark, wenn man ein Epiphyllum sein eigen nennt und einem dies auch noch den Gefallen tut, zu blühen.

Nur  einmal im Jahr für eine einzige Nacht und das beileibe nicht jedes Jahr, dafür aber umso beeindruckender, wenn man es denn mitbekommt.

Was ich nun verpasste, war dieser Anblick:


 Diese Blüte hatte die Größe eines Eisbergsalates - wie gern hätte ich dafür das blöde Spiel sausen lassen. Es ist wirklich ein Erlebnis, ihr zuzuschauen, wie sie sich langsam öffnet, sich kurz in voller Schönheit  zeigt, um dann sofort mit dem Sterben zu beginnen ...  

Ansonsten habe ich das Gefühl, mein Leben besteht im Moment neben Arbeiten ausschließlich aus Warten. Gestern tat ich es stundenlang auf GLS, die den Ventilator zunächst ja für mittags angekündigt hatten, was sich dann aber immer weiter verschob, bis er um 17 Uhr dann doch noch eintrudelte.

Sofort packte ich ihn aus, gemeinsam montierten wir den Fuß, F. schraubte von seinem Sessel aus, ich war für "Heb des mol" und und alles, was mit Bewegung zu tun hatte, zuständig und natürlich für die Inbetriebnahme, auch die der Fernsteuerung, was sich aber alles mehr oder weniger von selbst erklärte.

Ein ganz klein wenig stärker hätte er sein dürfen, auf der anderen Seite ist er aber ungeheuer leise und der Luftzug so angenehm, dass es sich anfühlt, als säße man auf einer Bank am Fluss und würde sich vom Wind umschmeicheln lassen. 😊

Nachdem mich mein Speiseplan im Stich gelassen hatte, habe ich für heute, morgen und übermorgen einen Wurst-Gemüse-Salat angefertigt - muss ja immer schauen, wann ich die verdammte Kocherei am besten eingeschoben kriege, kleine leckere Zwiebelbrötchen zum Aufbacken hatte ich noch, also kann ich F. gleich das hungrige Mäulchen stopfen und dann geht die Warterei wieder los. Zwischen 14 und 17 Uhr will  jemand von ResMed kommen, sofern sie uns nicht noch einmal hängen lassen.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉