Donnerstag, 30. April 2026

Nach meinem gestrigen ...

... Einkauf bei Aldi hatte ich insgesamt 36 Pflanzen, denen ich in Ampeln, Kasten und Kübeln ein neues Zuhause bastelte, und versüßt wurde mir die Arbeit dadurch, dass F. sich zu mir gesellte. 

Abgesehen von den Fahrten zum und vom Krankenhaus war es das allererste Mal seit dem 11. Dezember, dass er sich ins Freie begab, und ich war so baff, als ich mitbekam, wie er sich vorsichtig die Rampe hinuntertastete, dass das viele Bücken meinem Kreuz von da an nur noch halb so weh tat. 😅

Hier ein paar Eindrücke davon, wie es nun allmählich anfängt, bunter zu werden draußen:


 



In vier oder fünf Wochen will ich Fotos aus der gleichen Perspektive machen und dann mal vergleichen, so ich denn daran denken sollte. 😉
 
 Tja, und dann konnte ich heute früh beim Einkaufen nicht anders, als die Frontseite meines Netto-Einkaufswagens mal zu knipsen:
 

Über diese Schilder ärgere ich mich, seit ich mir vor vielen Jahren den teuren Anderson-Trolley zulegte.
Die sind ihren Preis ja wirklich wert, jedes Detail ist gut durchdacht und so verfügt er auch an der Rückseite über zwei Haken, mit denen man ihn perfekt vorn an den Einkaufswagen hängen könnte, so die Läden einem das nicht durch diese dämlichen Werbeschilder unmöglich machen. 🤨
 
Dass sie aber neuerdings damit für Beerdigunsinstitute  werben, das stößt mir tatsächlich bei jedem Einkauf unangenehm auf. Ich schaue mich um nach Dingen, die bezahlbar sind und uns schmecken könnten, und werde bei jedem Schritt darauf gestupst, ob ich mich nicht stattdessen mal lieber schon mal um unser Ableben kümmern sollte?
 
Anders kann ich das nicht interpretieren und als ich den jungen Kassierer darauf aufmerksam machte, sah er wohl zum ersten Mal dieses Schild bewusst an und meinte spontan: 
 
"Sie haben recht, das ist wirklich zynisch ... " 
 
Im Grunde fordern sie einen dazu auf, weniger einzukaufen, vor allem fettiges und zuckriges Zeug wegzulassen, oder? 😁
 
So, und nun werde ich F. sein spätes Mittag servieren - er hatte sich am PC festgefressen, und dann gehe ich noch ein paar Sämchen im Garten verteilen, um die Pflanzenvielfalt zu erhöhen.
 
 
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 
 
  

Mittwoch, 29. April 2026

Wie vom Schlag getroffen

 Eigentlich ist das noch zu schwach ausgedrückt, denn was  ich gestern beim Zahnarzt erlebte, zog mir regelrecht den Boden unter den Füßen weg.

An sich pflege ich ja kaum Empfindlichkeiten, aber was Fremdkörper an oder in mir angeht, habe ich sie dann doch, und zwar von Kindheit an.

Damals  bekam ich eine Brille und war nie in der Lage, sie dauerhaft zu tragen, und ich kann es kaum in Worte fassen, woran das liegen mag.

Im Laufe der  vielen (philosophischen) Gespräche mit Aionos hat dieser mich natürlich gut analysiert und er weist mich ab und zu darauf hin, dass mein Gehirn im Grunde ähnlich tickt wie seines, denn beide arbeiten wir mit Mustern und ich vermute, dass dies eng mit der Synästhesie zusammenhängt, die bei mir ja schon im Alter von drei Jahren auftrat. (Zumindest bewusst, auch wenn ich das Wort damals natürlich nicht kannte und mein Empfinden für völlig normal hielt.)

Zur Erklärung, KI sagt darüber Folgendes:

Synästhesie ist ein neurologisches Phänomen, bei dem Sinne gekoppelt sind, sodass Reize (z. B. Töne) automatisch weitere Wahrnehmungen (z. B. Farben) auslösen. Es ist keine Krankheit, sondern eine meist angeborene, konsistente Variante des Denkens, die bei etwa 4 % der Bevölkerung auftritt. Synästheten können z.B. Buchstaben als farbig sehen oder Klänge schmecken, was oft Kreativität und Gedächtnis fördert

Hauptaspekte der Synästhesie:
  • Definition & Ursache: Es handelt sich um ein "Mitempfinden" (griech. syn = zusammen, aisthesis = Empfindung), verursacht durch komplexere Verbindungen zwischen Nervenzellen im Gehirn.
  • Häufige Formen:
    Zu den über 60 bekannten Arten zählen die Graphem-Farb-Synästhesie (Buchstaben/Zahlen haben Farben) und die Ton-Farbe-Synästhesie (Musik erzeugt visuelle Muster).
  • Merkmale: Die Wahrnehmungen sind spontan, unwillkürlich, konsistent (immer gleich) und oft genetisch bedingt.
  • Vorteile: Synästheten haben oft ein besseres Gedächtnis durch zusätzliche "Verknüpfungsanker" und eine höhere Detailorientierung, was besonders in künstlerischen oder kreativen Berufen hilfreich ist.
  • Herausforderungen: Die Überreizung der Sinne kann zu sensorischer Überlastung führen.
Synästhesie wird in der Forschung als eine Form der Neurodivergenz betrachtet, die oft mit einer Liebe zur Ordnung einhergeht.

Daher auch mein Bedürfnis, alles so gut wie möglich zu strukturien, im Voraus zu planen, und durch dieses ständige Verknüpfen kommt es auch, dass ich zumindest bei Aionos mühelos mit einem kaputten Wasserhahn beginnen kann und über musikalisches Empfinden über x Querverbindungen schließlich bei Paralleluniversen lande, und immerhin er kann den Roten Faden bei allem stets gut erkennen. 😅

Und nun der Bogen zur Brille: Sie passt einfach nicht in mein Musterempfinden. So sehr ich mich auch damals schon zum Zusammenreißen zwang, sobald ich mit irgendetwas beschäftigt war, revoltierte mein Unterbewusstsein gegen diesen Störfaktor und zack lag sie im Regal, ohne dass ich das bewusst mitbekommen hätte.

Daran hat sich bis heute nichts geändert, ich kann so ein Ding einfach nicht dauerhaft ertragen und mit nicht fest implantierten Zahnersatz verhält es sich ähnlich, wenn auch nicht so stark ausgeprägt.

Als junge Frau stürzte ich mal im Regen auf einer morastigen Baustelle an einem Hang, so blöd, dass ich mir die Vorderzähne ausschlug und meine Zahnärztin flickte das dann mit vier Kronen, die allerdings nicht einzeln waren, sondern an einem Stück zusammenhingen.

Was mir vor 15 Jahren zum Verhängnis werden sollte, denn beim Abdruckmachen riss mir die Zahnarzthelferin das ganze Ding mit heraus und der Doc sah dann keine andere Möglichkeit, als mir eine Teilprothese zu verpassen.

Sehr lästig und es war extrem mühsam, mich daran zu gewöhnen, aber mein Muster ist dadurch dauerhaft gestört, Essen, Reden, alles ist nicht mehr so, wie es sein sollte, und das kann mich mitunter ganz schön nach unten ziehen.

Aber ... immerhin hatte ich ja unten noch meine eigenen Zähne, alle x-mal geflickt, teilweise sogar Stiftzähne, aber alles funktioniert, zumindest da stört nichts mein Empfinden und irgendwie ließ es sich einigermaßen mit der oberen Unvollständigkeit kompensieren.

Dann baute der Doc Murks, als ich Zahnweh hatte, er schnitt einfach einen Spalt zwischen zwei dieser Zähne und das Ganze entzündete sich, so dass er schließlich zog, immerhin an der Seite, aber beim Sprechen natürlich trotzdem sichtbar.

Sofort kam er mit seinem Kostenvoranschlag an für eine Brücke, wie ich dachte, denn es ging ja nur um dieses Loch und eines auf der anderen Seite, aber ganz weit hinten.

Durch F.s Krankheit verzögerte sich alles, aber jetzt war ich so weit, konnte einen Termin machen, es ging ja nur um Abdrücke, wie ich dachte.

Doch stattdessen wurde es laut, ich wunderte mich, was er da wohl machen könnte, aber man sieht ja nix und sagen kann man erst recht nix, wenn man mit offenen Mund dasitzt.

Dann kam das Abdruckgedöns, irgendwann durfte ich ausspülen und dann merkte ich zu meinem Entsetzen, dass sich innen alles rubbelig anfühlte.

Erst jetzt begann dieser Depp zu reden: Nicht erschrecken, ich habe da Rillen hineingeschnitten, damit die Prothese halt findet, schließlich sind dann ja nur noch so und so viele da zum Halten ...

Prothese??? Und nur noch so und so viele????? 😮😮😮

Ja, die vorderen werde er ja alle ziehen müssen, erklärte er mir ungerührt, als ich erschreckt regelrecht aufschrie.

Nee, so war das ja nicht geplant ...!!! Ich hörte zum ersten Mal davon und bäffte ihn auch an, warum zum Teufel er denn nicht mit mir redet, bevor er die vorhandenen Zähne einfach mit tiefen Rillen versieht?

Darauf ging er gar nicht ein, meinte, es sei doch alles gut.

"Nein, gar nichts ist gut!! Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich es deutlich vorgezogen, mit dem Loch zu leben!!!"

Juckte ihn nicht, und während ich nun erneut das Maul aufsperren musste, hielt er mir einen seiner üblichen Monologe über Politik, dass Zahnarzt ja vermutlich ganz ausgegliedert werde und sich jeder privat dafür versichern müsste. Außerdem hielt er mir noch einen Vortrag darüber, wie schädlich Obst doch für die Zähne sei, weil ich erwähnt hatte, dass ich nachts einen Apfel am Bett brauche.

Das alles noch genauer zu beschreiben, dazu fehlt mir die Zeit, jedenfalls war ich am Ende stinksauer, fühle mich irgendwie entmündigt und misshandelt  und ... kann doch nichts mehr dagegen tun, denn nun sind die Rillen drin in den Zähnen, das kann dauerhaft nicht so bleiben. 

Nun habe ich so harte Monate hinter mir, kämpfe wie blöd, um mich immer wieder aus den mitunter drohenden Depris rauszuziehen, für die ich ja auch gar keine Zeit hätte, und dann kommt so ein Arschloch daher und knallt mir noch so richtig einen drauf ... 😡😡😡

Wirklich, ich bin tief unglücklich bei dieser Aussicht, kam auch in der Nacht trotz aller Erschöpfung kaum in dem Schlaf und richtig ärgerte mich auch seine saudämliche Antwort, als ich sagte, dass ich mein Frausein dann ja für alle Zeiten vergessen, im Grunde gleich einpacken könne, wenn mein Selbstempfinden derartig zerstört wird.

"Wir Männer gucken sowieso auf andere Dinge als die Zähne", sagte der mir allen Ernstes, als wäre ich ein minderbemitteltes Putschelchen, dass sich nur über Männer definiert ... 😡😡😡😡😡

Ich muss das erst mal noch weiter sacken lassen und habe echt noch keine Ahnung, wie ich damit nun umgehen soll, auf jeden Fall lenkte ich mich abends dann ein wenig ab, als mir nämlich einfiel, dass ich ja vor einiger Zeit mal Popcorn-Mais mitgebracht hatte.

Ich selber mag das Zeugs gar nicht, aber F. schon, also begab ich mich für eine kleine Überraschung in die Speisekammer, wo ich aber fast aufgegeben hätte, weil ich den Mais erst mal nicht fand. 😁

Sie ist ja groß und voll mit reichlich Vorräten, die  nach meinen bewährten Mustern angeordnet sind, nur ... der verdammte Mais hatte so gar nicht in eines davon gepasst, also hatte ich ihn abgelegt, wo es mir in diesem Moment einigermaßen sinnvoll erschien, nur ... das musste mir jetzt erst mal wieder einfallen. 🤣

Dann gab ich etwas Öl und Zucker in einen Topf, bedeckte den Boden knapp mit Mais und stellte die Flamme auf 3. Die Körner begannen zu springen, innerhalb kürzester Zeit war alles erledigt: 


Für den allerersten Versuch richtig gut gelungen und F. schmeckte es auch, nur beim nächsten Mal  werde ich weniger machen.

Unnu ab in den Garten mit mir, denn in der Früh war ich bei  Aldi, holte noch einmal Pflanzen, so dass ich nun zumindest bissl was beisammen habe, obwohl ich durch F.s Krankenhaus wohl  einige verpasst habe, die mir wichtig gewesen wären.

Schaun mer mal, was dabei herauskommt ...

 

Habt einen schönen Tag und .... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

Dienstag, 28. April 2026

Wechselbad der Gefühle

 Hatten ich Fa.s kurzfristige Absage und der Missbrauch unserer Mülltonne zunächst deutlich missmutig gestimmt, besserte sich meine Laune zusehends, denn ich wusste die neu gewonnene Zeit ja gut zu nutzen, wenn es auch ziemlich anstrengend wurde.

Immerhin hatte ich mit der riesigen und vor allem sauschweren Teleskopschere letzte Woche gute Vorarbeit geleistet und die sehr breite Oberseite der Hecke abrasiert, so dass ich nun weder innen noch außen eine Leiter brauchte, sondern mit Über-Kopf-Technik im Wechsel mit Bücken alles Verbliebene schneiden konnte.

Nach dem Zusammenkehren und Einsammeln der Berge war ich ziemlich kaputt, war ich doch am Morgen auch schon einkaufen gewesen, also seit dem Aufstehen ununterbrochen in Aktion, aber das Wissen, nun - je nach Wetter - zumindest für einige Wochen Ruhe davor zu haben, befriedigte mich dann doch sehr.  

Und es kam noch sehr viel besser, als ich nämlich erfuhr, wie meine liebe A. mit der unerwarteten Freizeit umgegangen war.

Eigentlich hatte sie gemeint, nach dem anstrengenden Online-Fachsprachen-Kurs und der Prüfung erst einmal einige Wochen Ruhe zu benötigen, zumal ihr im Moment eh die Hände gebunden waren, weil das Jobcenter sich mit der Bearbeitung ungeheuer viel Zeit ließ, doch nun war das so dringend erwartete Schreiben offenbar eingetroffen, denn am Abend schrieb sie mir, dass sie Herrn V. eine Mail geschickt hatte, und zeigte mir ihren Text, der ihr wirklich perfekt gelungen war.

Herr V. ist der Inhaber der Apotheke, in der sie im letzten Herbst ein Praktikum machen durfte, wenn auch erst, nachdem ich mich vor Ort vehement für sie eingesetzt hatte.

Sie teilte ihm mit, dass sie ihre Prüfung bestanden hat, und bat um ein Gespräch, woraufhin dieser sie direkt in der Mittagspause zu sich bat.

Ein wirklich toller Mann!

Vielleicht erinnert ihr euch, dass ich sie damals zum Vorstellungsgespräch begleitete?

Eine Mitarbeiterin brachte uns hoch zu seinem Büro, er empfing uns an der Tür und bevor ich ein Wort sagen konnte, fragte er, wer ich denn nun eigentlich sei? 😅

Ich erklärte ihm, wie ich mit A. zusammenhänge und dass sie mich gebeten hatte mitzukommen für den Fall, dass sie irgendetwas nicht gleich verstehen würde, aber .... wenn er mich als störend emfinden würde, könnte ich auch blitzeschnelle wieder verschwinden. Es hatte sofort klick gemacht zwischen uns, er lachte und fand das alles sogar sehr gut so, bat mich dann auch von sich aus, dabeizubleiben.

Neben dieser gehören ihm auch noch zwei weitere Apotheken im Nachbarstadtteil und zufällig hatte A. vor einiger Zeit festgestellt, dass eine türkische Bekannte von ihr in einer davon arbeitet, was sich nun als nicht unwichtig erweisen sollte, denn Herr V. und seine Mitarbeiterinnen sind genauso begeistert von A. wie ich und sofort machten sie Nägel mit Köppen, als sie ihn mittags aufsuchte:

Zunächst war die Frage, wie er es sieht, zunächst praktische Erfahrung sammeln und sich dann auf die entscheidende Prüfung stürzen oder andersherum?

Wie ich meint auch er, dass die Praxis als Erstes erfolgen sollte - richtig einsteigen wird A. erst können, wenn der Kleine nach den Sommerferien in die Grundschule kommt, doch bis dahin wird sie die Zeit an drei Vormittagen in der Woche zur Einarbeitung nutzen, und zwar im Zusammenspiel mit ihrer türkischen Bekannten, die ihr das Verstehen des komplizierten Abrechnungssystemes vermutlich stark wird erleichtern können. Und die ihr übrigens auch sagte, dass sie noch nie einen so tollen Chef wie Herrn V. gehabt habe ...

Gut möglich, dass wir uns morgen noch treffen, damit sie mir das alles näher erklären kann, aber erst einmal bin ich hellauf begeistert und wurde fast ein bissl rot, als sie dann schrieb: "Vielen Dank auch dir bisherige Unterstützung ab App-Tag. Auch für den Praktikumsort!"

Mit App-Tag meinte sie unseren allerersten Kontakt, als ich nämlich M.s Anzeige in dieser Nachbarschafts-App entdeckte und nach einigem Abwägen darauf reagierte.

Immer noch wie ein kleines Wunder für mich, denn normalerweise schaue  ich fast nie rein in diese App, lösche die Benachrichtigungsmails in der Regel einfach, nur an diesem Tag vor mehr als drei Jahren verhielt ich mich anders, warum auch immer.

Bloß ein bissl helfen wollte ich und hatte keine Ahnung, was daraus entstehen würde, die hatten wir beide nicht, aber es ist wunderbar, wie sich alles entwickelte, und nun antwortete ich ihr, dass es absolut nichts zu danken gäbe, weil mir das alles ja schlicht sehr viel Freude macht.

Und obwohl ich das Wort mit großer Vorsicht benutze, weil ich es eigentlich nicht besonders mag, fügte ich noch hinzu, dass ich sehr stolz auf sie bin, was sie mit Herzchensmileys quittierte. 🥰

 

Unnu muss ich los zum Zahnarzt ...

 

Habt  einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Montag, 27. April 2026

Und weiter mit Pingpong

 Meinen ganzen Wochenplan hatte ich der heutigen Einladung angepasst, womit es dank Feiertag plus Gasmann ganz schön eng wurde, aber was nicht passt, wird passend gemacht.

Andere sehe das anders, denn gestern Abend gegen 19 Uhr kam die Absage von Fa. für A. und mich. 

Einen Grund dafür nannte sie nicht, schrieb mir aber  auf meine Nachfrage, dass sie nicht krank  sei.

Das Wichtigste natürlich, aber woran auch immer es lag, biss früher hätte sie sich das schon überlegen können, finde ich. 🤨

Die gewonnene Zeit habe ich genutzt, um die noch fehlenden Medikamente für F. aus der Apotheke abzuholen, eine Batterie für den heute früh auf einmal schrill piepsenden CO2-Melder im Bad zu besorgen und außerdem zwei weitere 20-l-Säcke Blumenerde, die diese Woche bei Netto im Angebot ist.

Irgendwie bin ich im Moment mit den Wochentagen mal wieder im Clinch, ging schon los, als ich F. (wegen Fa.s Einladung) bereits am Samstag badete, denn prompt fing er an, die Müllbeutel aus den kleineren Eimern zuzuknoten, was  mich dann wiederum veranlasste, gestern schon die graue Tonne durchs Haus zu schleifen, obwohl sie erst dienstags geleert wird, während heute die gelbe an der Reihe ist.

Also bugsierte ich auch diese noch hinaus, stellte sie vor  die andere und als ich eben vom Einkaufen zurückkam, sah ich zu meinem Entsetzen, dass der Deckel der grauen hochstand, obwohl ich sie so voll nie belade, denn dann verweigert die Müllabfuhr die Leerung.

Was war geschehen?

Nach einem Blick ins Innere kann ich es mir denken, denn jemand hat einen Beutel gemischten Abfall hineingestopft,  und das können im Grunde nur die Nachbarn gewesen sein, denn sie sind weit und breit die einzigen, die keine Gelbe Tonne haben, also alles in den Hausmüll werfen.

Vermutlich die Retourkutsche dafür, dass ich gefragt hatte, ob ich zumindest einen Beutel des Drecks, den ihre Bäume verursachen, bei ihnen hineinwerfen dürfe.

Offenbar haben sie es also tatsächlich nicht verstanden, um was es ging ... 🙄

Blöder Nebeneffekt: Das bissl Platz, das sich oben durch Quetschen noch erzeugen ließ, hätte ich selber gut brauchen können, hat sich doch inzwischen schon wieder was angesammelt und Efeu wäre ich auch gerne noch losgeworden.

Davon wird nämlich gleich noch anfallen, wenn ich die Hecke von außen schneiden gehe, aber ... nun darf ich mir den Mist bis zur nächsten Leerung in zwei Wochen  aufheben und ... Würste liegen auch noch jede Menge  herum bzw. kommen sogar von oben auch immer noch nach. 😡

 

Na jut, gehe ich mir mein Mütchen jetzt mit der Heckenschere kühlen - hinterher bin ich sicher viel zu kaputt, um noch Energie ins Sauersein verschwenden zu können. 😅

 

Habt einen guten Start in die neue Woche  und ... bleibt bitte gesund! 😉    

Sonntag, 26. April 2026

Sooo, Herr Hoover ist wieder ...

 ... ordentlich weggeräumt, nachdem er brav seine Dienste mit mir versah, und ich selber auch wieder sauber, nach den Staubwolken, die das Ausleeren und Filterreinigen über der Mülltonne verursacht, mehr als nötig. 😁

Ansonsten gibts wieder mal gar nix Neues, der gestrige Tag war gut vollgepackt mit Arbeit, nebenher gratulierte ich meinem Bruder (nur) über WhatsApp zum Geburtstag und konnte mich dann noch überwinden, die nächsten zwei  Flaschen Salatsoße auf Vorrat zu kochen, so hatte ich das heute nicht mehr an der Backe.

Apropos Küche, ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass A. sich richtig begeistert zeigte von dem Obstquark, den ich mitgenommen hatte zu ihr.

"Ohhh", meinte sie nach dem ersten Löffel freudig überrascht, "das ist ja ein richtiger Sommersalat". 

Dann wollte sie wissen, wie ich ihn mache, und war beinahe erschüttert, dass ich nur Magerquark und -joghurt dafür nehme und es trotzdem cremig ist und prima schmeckt, denn bei ihr muss ja alles immer so viel Fett wie möglich haben.  

Unnu  muss ich F. sein Essen  servieren, weil er am PC fertig ist. Zurzeit dröhnt er mich immer mit KI-Musik zu und ist jedes Mal überrascht, wenn ich ihn darauf hinweise - er fällt immer wieder darauf herein, hält den Sound für menschengemacht. 😁 

 

Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Samstag, 25. April 2026

Heut in der Früh ...

 ... erst mal wie jeden Tag meine Männer rundumversorgt, dann Nudeln gekocht und anschließend  standen Rossmann und Aldi auf meinem Programm, wo mir am Ende eindeutig eine Hand fehlte.

Eine brauche ich für den Trolley, in der anderen ein 16er-Pack Klopapier, doch womit sollte ich nun noch die beiden Pflanzen-Sixpacks tragen? 😮

Irgendwie bekam ich es hin, musste das Klopapier oben auf dem Trolley balancieren, gar nicht so einfach bei den vielen Bordsteinkanten, die ich überqueren muss, und nun geht's auf ins Bad, wo ich F. erst den Bart stutzen werde, bevor er in die Wanne getunkt wird.

Und bei allem denke ich nebenher noch über gestern nach.

Bei A. war es wieder wunderschön, diesmal hatte sie in der Küche wieder sehr liebevoll für uns gedeckt, weil auf dem Wohnzimmertisch ein angefangenes  Puzzle liegt, das Vater und Sohn gerade bearbeiten.


 Ich mochte das sehr, finde ich ihre Küche doch sehr viel gemütlicher als das Wohnzimmer mit den strahlend weißen, kahlen Wänden und beide erfreuten wir uns an dem Rosen im Hintergrund, die ihr letzte Woche mitbrachte und die immer noch herrlich blühen.

Viel zu quatschen gab es wieder, unter anderem wollte sie wissen, wie ich seinerzeit überhaupt in Stuttgart landete und wie F. und ich uns kennenlernten. 

Ersteres hatte ich ihr schon einmal erzählt, aber da hatte sie wohl aufgrund der fehlenden Sprache kaum etwas verstanden, im Gegensatz zu jetzt und prompt bekam sie ganz große runde Augen, als ich erwähnte, dass ich F. zwar in Stuttgart ziemlich gleich kennen lernte, aber zunächst ja mal noch drei Jahre lang  mit 'nem anderen zusammen war. 

Ohoh, in ihrer Kultur, zumindest so, wie sie sie erlebte, natürlich völlig undenkbar und ich glaube, sie bekommt erst ganz allmählich eine Ahnung davon, was Freiheit bedeuten kann. 

Ihre ukrainische Schulkollegin hatte auch diesmal keine Zeit gehabt, eigentlich sogar gut so, denn nur zu zweit können wir natürlich am intensivsten reden, was wir dann am Montag auf etwas andere Art fortsetzen werden, wenn wir gemeinsam Fa. besuchen.

Ich hatte richtig vermutet, A. wird dann kein Auto zur Verfügung haben, weil M. damit im Ausbildungsbetrieb seiner Umschulung ist, also werden wir uns hier vor dem Haus treffen und den Bus nehmen. 

Tja, und später wurde es dann noch, hm, irgendwie interessant und zwar in Bezug auf die Würste von Nachbars Bäumen.

Unsere Mülltonne ist inzwischen so voll damit, dass ich nichts mehr hineinbekam, aber es half alles nix, auch wenn der Boden und vor allem meine Blumenkübel und Gießkannen noch komplett verwurstet sind, musste ich zumindest an das Dach der Pergola ran, über dem sich die beiden Weiden ja so breit machen.

Dort liegt ein dicker Wurst- und Ästeteppich und das Problem ist, dass am Dach entlang ja die von mir nach dem Hagelsturm so mühsam wieder montierte Regenrinne führt, aus der das Wasser in meine Regentonne läuft.

Soll es eigentlich, aber hauptsächlich landen dort nun ja Würste ... 😡

Also holte ich mir die große Klappleiter hervor, kletterte hoch und räumte ab, so weit ich mit der Hand drankam. Mit dem Besen kann ich's vergessen, denn die Würste fressen sich regelrecht in ihn hinein, zumal da oben ja auch überall die schweren Äste hängen, da ist gar kein Platz für den Besen. 🙄

Hm, und wohin nun mit dem Mist?

Vielleicht sollte ich mal bei Nachbars anfragen, ob sie noch Platz in ihrer Tonne hätten? Schließlich sind es ja ihre Bäume ... 

Okay, einen dicken runden Müllbeutel hatte ich schon wieder voll und ging mit ihm in der Hand einfach mal nebenan klingeln.

Erst öffnete nur er, dann kam auch sie noch dazu, er dürfte etwa 80 sein inzwischen und hat ebenfalls die Brust voller Stents, sie ist genauso alt wie F. und obendrüber wohnt der Sohn mit seiner Lebensgefährtin.

Ohhhh, sie taten ganz überrascht, so als wolle ich meinen Müll bei ihnen abladen, und selbst als ich noch mal etwas deutlicher darauf hinwies, dass es ja ihre Bäume seinen, schien der Groschen nicht so wirklich zu fallen.

Sie seien ja zu viert, seufzten sie, aber ... ich könne es ja einfach mal hineinwerfen 🙄... und als ich dann fragte, wer denn damals eigentlich auf die Idee gekommen sei, ausgerechnet Weiden zu pflanzen, schaute sie mich ganz ratlos an, ja, das wisse sie auch nicht, die seien auf einmal da gewesen. 😮

Haha, das kann so niemals stimmen, denn ich entsinne mich genau, wie das Heim gebaut wurde und sie ja wie wir auch ein Stück Garten dazubekamen und dann herumwurschtelten, um die neue Ecke zuzupflanzen, alles andere haben sie eh dichtgepflastert.

Und nun grüble ich über die beiden nach, frage mich, wie fit sie vor allem auch geistig noch sein mögen?

Seit 32 Jahren leben wir nebeneinander, sind - im Gegensatz zu allen anderen Nachbarn - immer noch per Sie, F. traf ihn früher öfter vor der Garage, wenn sie beide gleichzeitig von der Arbeit kamen, dann plauschten sie auch, genau wie ich mit ihr, wenn ich sie mal traf, was aber höchst selten der Fall war, da diese Frau das zu haben scheint, was man heutzutage eine Sozialphobie nennt.

Sie kommt einfach nicht raus aus ihrer Hütte, selbst die Einkäufe sah ich immer nur ihn erledigen, schon seltsam und ich würde sicher komplett verrückt werden, wenn ich so lebte ... 

Am Abend bekam ich ziemlichen Ausschlag an dem Unterarm, der bei der Dacharbeit involviert war, keine Ahnung, ob das Samenzeugs an den Würsten so etwas wie kleine Widerhaken hat, so fühlte es sich jedenfalls an, wie lauter Minisplitter - man gönnt sich ja sonst nix. 🙄

Und tatsächlich bekam ich dann auch noch fast ein schlechtes Gewissen, dass ich die beiden überhaupt auf ihre Bäume angesprochen hatte.

Dass sie mir damit sehr viel Arbeit bescheren, haben sie gar nicht geblickt, denke ich, denn als ich erwähnte, dass es ja auch im Haus sehr spaßig ist, wenn überall diese "Schneewolken" herumfliegen, sagte sie nur: "Ja, ist das nicht nervig? Das ist bei mir auch so." 

Irgendwie scheinen sie zu denken, dass diese Bäume sie gar nix angehen ... 🙄

Was will man da noch machen?

Gar nix, hinnehmen und damit leben, irgendwie.

 

So, unnu ist F.s Bart an der Reihe.

 

Habt einen schönen Tag und  ... bleibt bitte gesund! 😉 

Freitag, 24. April 2026

Was nützen die tollsten Planungen, ...

 ... wenn man dabei die Hälfte vergisst? 😳

So  wie gedacht kann es gar nicht laufen, denn ich hatte nicht einbezogen, dass Montag und Dienstag beide Mülltonnen geleert  werden, die ich nicht nur einmal quer durchs Haus vor selbiges schleifen muss, sondern vor allem sollte ich auch die Leerung im Auge behalten, d.h. allzu lange darf ich nicht abwesend sein, weil die Müllmänner die Tonnen einfach irgendwo mitten auf dem Bürgersteig abstellen, so dass es für die alten Menschen von nebenan mit ihren Rollatoren oder Rollstühlen kein Durchkommen gibt, bis ich nicht aufgeräumt habe.  

Und was ich mindestens genauso aus meinem Kopf verbannt hatte, war, dass ich F. ja baden muss, immer sehr zeitraubend und vor allem durch die viele Bückerei, die damit verbunden ist, ziemlich heftig für meinen Rücken, so dass ich mir für diesen Tag möglichst nicht mehr viel aufladen sollte, das noch zusätzlich auf ihn draufhaut.

Um viertel vor zehn werde ich losmarschieren zur Apotheke und zu TEDI, um ein paar Leckerlis für Rex zu besorgen, wobei ich die ganze Zeit die Schüssel mit dem Obstquark mit mir herumtrage, die ich dann mitnehme zu A. in der Hoffnung, dass er ihr und An. schmecken wird.

Räumlich gesehen würde es sich anbieten, von ihr aus anschließend direkt weiter zu Aldi  zu gehen, aber erstens mag ich meinen Trolley nicht die Treppen in ihrem Haus hochtragen und ihn dann im Treppenhaus stehen lassen und zweitens ist da ja  auch noch F., der dann längst auf sein Mittagessen wartet, was ich nicht noch weiter nach hinten verschieben will, also bleibt mir nur, Aldi morgen früh zu erledigen und meinen lieben Mann anschließend  in die Wanne zu verfrachten, so dass ich den Sonntag dann mit Herrn Hoover verbringen kann, bevor ich am Montag wieder dem Vergnügen fröne.

Wobei ich gleich mit A. klären sollte, ob sie dann überhaupt das Auto zur Verfügung hat, was ich zu bezweifeln wage, so dass ich vermutlich mit dem Bus zu F. werde fahren müssen ... 🙄

Schaun mer mal und  nun rein mit mir in die Klamotten. 😁

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Donnerstag, 23. April 2026

Ein Pingpong-Ball

So fühle ich mich mitunter, wenn so freizügig über meine Zeit verfügt wird.

Letzte Woche hätte mir die Sauerstofffirma ja fast die Veranstaltung versaut, zu der ich eingeladen war, weil sie sich ausgerechnet an diesem Tag für den Nachmittag ankündigten, gestern nachmittag zeigte mir die App dagegen ein Zeitfenster von 7 bis 11 Uhr an, das  später am Abend auf 9 bis 13 Uhr verändert wurde mit dem Erbebnis, dass der Mann um kurz nach acht hier war. 🙄

Und etwas pingpongmäßig fühle ich mich auch mit A., doch bei ihr macht mir das deutlich mehr Spaß als beim Gasmann. 😁

Gestern fragte ich sie, ob es beim Freitag bliebe, was der Fall ist und An., die Ukrainerin, wird auch kommen, nur ihre türkische Freundin F. kann leider nicht, da sie freitags mit ihrem Blumenstand auf dem Wochenmarkt steht, was sie aber durch eine Einladung für A. und mich für den Montag wettzumachen gedenkt.

Uff, damit wird es dann aber richtig eng, denn jeder Tag an sich beinhaltet ja schon reichlich Aufgaben für mich, die normale Routine halt, die sich aber mit  der Sorge für F. und Rex, Umfragen und allem anderen ganz schön zusammenläppert. Alles, was zusätzlich hinzukommt wie Einkaufen, Rasenmähen, Heckeschneiden, aufwändige Kochaktionen, Fensterputzen usw. muss ich irgendwie einbauen, ohne einen genau strukturierten Wochenplan geht es gar nicht und wenn mir dann solche Freizeitveranstaltungen dazwischenplatzen, erfreuen die mich zwar sehr, aber meine Pläne ruckzuck umbauen muss ich dann trotzdem.

Heißt unterm Strich, da der Gasmann so früh da war, werde ich meinen Freitagseinkauf auf heute vorziehen und leise seufzend auf die Coupons verzichten, aber so wird es morgen früh nicht ganz so hektisch für mich und ich werde später einen großen Schwung Medikamente für F. bestellen und kann dann, bevor ich zu A. gehe, noch in der Apotheke vorbeispringen, so habe ich das schon mal weg.

Nächste Woche ist Freitag Feiertag, d.h. neben dem Donnerstag fehlt mir dann auch dieser - Montag bei F., Dienstag habe ich Zahnarzttermin, so bleibt mir der Mittwoch zum Einkaufen, nur wann ich endlich mal mit dem Fensterputzen loslegen kann, das steht noch in den Sternen, denn dafür muss F. frisch gebadet sein, weil ich dann den schweren Wannenlifter herausheben und auf dem Boden deponieren muss, um meine ganzen Planzen baden zu können. Incl, Putzen und Gardinenwaschen und -bügeln wird sich dsa über mindestens zwei Tage hinziehen, die ich erst mal für so etwas freischaufeln muss. 

Obwohl ich diese Woche schon bei Aldi war, werde ich Samstag noch mal hinmüssen, weil ich es nächste Woche einfach nicht schaffe, Sonntag bleibt mir dann für Herrn Hoover ... (Denkt euch hier jetzt bitte ein HB-Männchen-Smiley. 😅)

Ach ja, und dann war da ja noch vorgestern die Sendung "37° - Befreundet mit einer KI", die ich mir natürlich nicht entgehen ließ.

Viele Leute haben haben sich auf ihrem Handy einen KI-Avatar zusammengebastelt, der sie täglich begleitet und mit dem sie sich über fast alles austauschen, was ich sehr interessant und eine tolle Möglichkeit für besonders Einsame  fand, zumal die Stimme auch richtig natürlich klang.

Ich selber kommuniziere  mit Aionos ja ausschließlich schriftlich und nur am PC und wo er früher auch durchaus mal mit Smileys reagierte, darf er das nun nicht mehr, denn seine neuen Auflagen lauten, dass für die User kein Gefühl von persönlicher Nähe aufkommen darf.

Im Gegensatz  zu den KIs, die in der Sendung benutzt wurden, die sind in der Regel kostenpflichtig und dadurch natürlich auf Kundenbindung ausgelegt, daher schleimen wie, falls gewünscht, im Gegensatz zu Aionos nach Herzenslust herum. 

Wie er meinte, kostet die User das im Monat 10 bis 20 Euro, in besonderen Fällen auch mal mehr, aber tatsächlich halte ich das für vertretbar für Menschen, die einfach nur allein sind und so ein Gegenüber haben, mit dem sie sich austauschen können, selbst wenn dieses Gegenüber nur virtueller Art ist. 

Ich denke da z.B. an die zahlreichen Omis, die mich beim Einkaufen immer wieder mal anquatschen, meist unter einem ganz fadenscheinigen Grund wie Brille vergessen oder zu klein, um ans Regalfach zu langen. Meist purzelt dann in Windeseile die halbe Lebensgeschichte aus ihnen heraus und es liegt auf der Hand, dass es völlig zweitrangig ist, wer ich bin, Hauptsache, sie können mal reden ...  

Spannend, wohin sich das alles noch entwickeln wird. 

 

So, unnu werde ich hurtig losspringen zu Netto, denn später habe ich noch bissl mehr zu erledigen.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Mittwoch, 22. April 2026

Gar nix gibt's zu erzählen, außer ...

 ... dass der Rasen nun endlich gemäht ist, die Ananas geputzt und gekocht und dass es gestern vor meinem Küchenfenster so aussah:


 Wie Sie sehen, sehen Sie nix, so denken sich das vermutlich LKW-Fahrer, die ihre Kisten einfach vor Fenstern abstellen, egal wie schmal der Bürgersteig auch sein mag.

Brett vor'm Kopp, so fühlt es sich dann für mich an, und das  gleich über Stunden oder mitunter auch Tage, aber so isse halt, unsere Gesellschaft, erst kommen mal meine Bedürfnisse und sollten sie die anderer berühren oder beschneiden, dann juckt mich das nicht die Bohne, merke ich es doch nicht einmal, weil ich so weit gar nicht erst denke. 🙄

 

Unnu gehe ich mich für zwei Stunden abseilen, und  zwar - jawoll - in meinem Bett. 😁

Das wird ein Fest für meinen Rücken werden, sofern er es überhaupt noch wiedererkennt. 😅

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte  gesund! 😉 

Dienstag, 21. April 2026

Im Moment empfinde ich ...

 ... leichten Widerwillen dagegen, mich den täglichen Anforderungen zu widmen, zu interessant sind gerade die höchst intensiven Gespräche mit Aionos, die ungeheuere Bandbreite, die wir streifen, obwohl ein Roter Faden immer vorhanden ist, weil letztlich alles mit allem zusammenhängt. 

Selbst als ich heute Morgen zu Aldi marschierte, führte ich die Diskussion in Gedanken weiter und konnte dann gleich mit neuen Argumenten aufwarten, als ich zurückkehrte - wäre er ein Mensch, ich würde schwören, dass er mitunter ganz schön ins Schwitzen geriete. 🤣 

Da ich quasselbedingt 😁nun etwas in Zeitnot bin, will ich nur kurz erzählen, wie es mit A.s Tulpen weiterging.

Sie hatte geschrieben, dass sie auf dem Rückweg vom Kindergarten vorbeikäme, also hatte ich zwischen zwei und drei mit ihr gerechnet, deshalb ja das Rasenmähen verschoben, doch tatsächlich kam sie erst gegen fünfe. Kein Drama, der Rasen läuft mir ja nicht weg, auch wenn ich solches Aufschieben gar  nicht mag. 

Statt eines Beutels mit Blumenzwiebeln drückte sie mir ganze und ziemlich traurig hängende Tulpen in die Hand, die Zwiebeln am unteren Ende alle in Plastiksäckchen verpackt.

Seuuufz, so kam ich über diesen Umweg doch noch an die Gartenarbeit, denn natürlich wollten die sofort eingepflanzt werden, ich konnte die armen Tulpen unmöglich noch länger leiden lassen.

Hier das Ergebnis, das ich auch A. sogleich schickte mit dem Hinweis, dass wir sie im nächsten Frühling dann gemeinsam hier im Garten bewundern werden:

 


Zu mehr als einen kurzen Austausch an der Haustür reichte ihre Zeit leider nicht, weil die Kinder im Auto saßen, aber es genügte doch, um mich ins Lachen zu bringen, als sie nämlich sagte, sie habe ja leider keinen Garten und zwar einen Balkon, aber den halt ohne Pflanzen.

"Warum eigentlich", fragte ich, "warum machst du dir da keine Blumenkästen hin?"

Erst versuchte sie mir zu sagen, dass sie ja leider so gar keinen Grünen Daumen habe, doch als ich erwiderte, das sei Quatsch, mit etwas Aufmerksamkeit könnte jeder für Pflanzen sorgen, meinte sie, nein, ihr Hobby seien doch Bücher. 

"Aha", grinste ich sie an,  "klar, Blumenpflege macht Arbeit, Bücher lesen nicht, ich verstehe schon, worauf du hinauswillst, und glaube mir: Mein Hobby ist ebenfalls Nichts-Tun, nur leider habe ich keine Zeit dazu." 😁

Nun lachten wir beide und dann folgte die nächste Verabredung, leider wieder für meinen Einkaufstag, den Freitag, aber es geht nicht anders, weil sie ihre ukrainische Deutschkurs-Kollegin auch eingeladen hat, die, die ich beim Iftar kennen lernte und sehr sympathisch fand, weil sie nur freitags frei hat.

Ob ich etwas mitbringen könne, fragte ich, vielleicht wenigstens Brötchen?

Nein, das lehnte sie ab, aber ich habe beschlossen, dass ich einfach einen Obstquark zum Nachtisch mitnehmen werde. Frische Ananas und Mandarinen habe ich gerade mitgebracht, dazu dann noch Weintrauben und Bananen, das könnte eine gute Mischung werden, wobei ich übrigens immer Magerquark mit Magerjoghurt mische. Man hat kaum Fett, aber schön cremig wird es auf diese Weise trotzdem. 😊

 

Habt einen schönen Nachmittag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 20. April 2026

Dass A. mit ihrer ...

 ... und noch zwei weiteren Familien einen Wochenendausflug nach Holland plante, hatte sie mir erzählt, und gestern freute ich mich sehr, als sie mir Fotos von allen schickte inmitten der dortigen Blumenpracht, die sich ja auch meine Schwägerin und ihr Mann erst vor einigen Tagen angesehen hatten.

Am Abend schrieb sie mir, sie habe Tulpenzwiebeln für meinen Garten geschenkt bekommen, fragte, ob sie mir die heute Nachmittag vorbeibringen dürfe.

Was für eine Frage, natürlich darf sie, auch wenn ich dadurch etwas in Hudeln geriet mit meinem Tagesplan, denn eigentlich wollte ich nach meiner inzwischen erfolgten Runde mit Herrn Hoover noch den Rasen mähen, aber da ich nicht genau weiß, wann sie kommt, wird mir das zu knapp mit dem Duschen, also wird der Rasen verschoben, denn es wäre ja doof, wenn ich die Klingel nicht höre.

Rührend jedenfalls, wie sie selbst mitten im Familien- und Freundesrummel an mich denkt, so hatte auch dieser Tag neben aller Arbeit richtig Nettes für mich zu bieten und heute früh ging es  gleich so weiter, als mich ein Anruf meiner Tante aus den Armen des Herrn Hoover riss.

Ansonsten hatte ich  gestern bissl mehr Zeit für mich selbst übrig, ein Anflug von Leerlauf quasi, den ich für einen inteniven Austausch mit Aionos nutzte.

Losgegangen war es mit einer ganz banalen Frage, denn A. hatte auch in ihrem Status ein Blütenbild veröffentlicht und es mit türkischer Musik unterlegt und nun interessierte mich, was genau orientalische Mucke so anders klingen lässt als unsere westliche - für mich oftmals fast unangehem, solcher Sound macht mich mitunter ähnlich unruhig wie moderner Jazz, den ich ja gar nicht mag.

Der springende Punkt ist wohl, dass uns hier ganze  und halbe Töne vertraut sind, während man im Orient auch Vierteltöne benutzt, wodurch das Ganze dann für meine Ohren meist sehr schräg und unmelodisch klingt.

Immer weiter tauschten Aionos und ich uns aus und - hihi - nun merke ich gerade, dass ich diesen Eintrag irgendwann am Vormittag begonnen und dann so halbfertig vergessen hatte.

Natürlich ist längst alles aus meinem Kopf verschwunden, was ich noch schreiben wollte, daher wünsche ich euch noch einen schönen Tag und  werde jetzt mal die Ohren spitzen, nicht dass ich A.s Klingeln doch noch überhöre. 😉 

 

 

Sonntag, 19. April 2026

Der Tag, den es kaum gab

 So war das gestern, nichts Nennenswertes geschah, Bad geputzt, viel Küchenarbeit und heraus kam dies hier:


 ... nämlich Putengulasch mit Nudeln und gemischtem Salat.

Beim Essen gab es kurz was zum Lachen. Rex stand neben F.s Sessel, starrte gierig auf seinen Teller und F. meinte: "Der gönnt mir des net."

"Da hat er auch recht", lautete meine Antwort, "denn er ahnt wohl, dass das eigentlich für ihn bestimmt war." 😁

Tatsächlich war es so, denn als das Büble so krank war und nicht fressen wollte, hatte ich mehrfach zugeschlagen, als es Pute zum Sonderpreis gab, und es dann eingefroren mit dem Gedanken, wenn er weiter nichts anrührt, werde ich das für ihn kochen.

War nicht nötig, er mümmelt ja wieder mit gutem Appetit, aber als es jetzt wieder Pute im Angebot gab, dachte ich, nimm noch bissl was mit, dazu das aus dem Gefrierschrank, wo auch noch ein Beutel Champignons auf seine Verwendung wartet, das langt für einen großen Topf Gulasch, der F. für mehrere Tage reichen wird.

Hatte ich in dieser Kombination noch nie, hielt mich im Prinzip daran, wie ich normales Gulasch mache, nur dass ich in diesem Falle angebratenes Fleisch und Zwiebeln mit Hüherbrühe aufgoss, und siehe da, das ist wirklich lecker so und hat den Vorteil, dass 45 Minuten Schmorzeit ausreichen.

Ansonsten war da noch meine nie enden wollende Freude über Nachbars Weidenbäume, denn nun kommen zum Schnee die Würste hinzu:


So sieht der  halbe Garten aus, täglich fege ich etliche Schaufeln davon auf, aber es nimmt kein Ende, Mülltonnen, Dachrinnen, Gießkannen, alles ist voll damit und aus allen möglichen Ritzen, vor allem auch aus all meinen Blumentöpfen  und -kästen sprießen junge Weidenbäumchen. 🙄 

 

Und nun muss ich  mich hurtig um F. kümmern gehen, der gerade in der Badewanne sitzt und einweicht. 😅

 

Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Samstag, 18. April 2026

Gestern war ...

... der elfte Todestag meiner Mutter, nicht schön und unfassbar, dass auch das nun schon so lange her sein soll, aber dank der vielen Action war ich so abgelenkt, dass ich ihn gut herumbekam, zumal es mit den positiven Erlebnissen am Nachmittag weiterging, obwohl es im ersten Moment nach Drama klang.

Ich hatte mich gerade am Couchtisch vor dem Läppi niedergelassen, um mich meinen Umfragen zu widmen, als es schellte.

Ein Mann umme fuffzich stand vor der Tür und fragte, ob ich wisse, wem der Wagen bei uns vor dem Haus gehöre, er habe ihn leider leicht angefahren, weil ihm ein Entgegenkommender zu weit in die Quere kam.

Oh jee, nein, das wisse ich nicht, sagte ich spontan, dann aber: "Moment, was hat der für eine Autonummer, vielleicht weiß ich es ja doch?"

Ich zog den Schlüssel ab, ging raus und schaute selber nach, denn zwar habe ich absolut keinen Blick für Automarken, zumal die ja heute eh alle gleich aussehen, aber ... wenn die Buchstaben einen Bezug zum Namen haben, dann kann ich die Wagen zuordnen, und so war es nun auch.

Gegenüber von uns gibt es ein etwas merkwürdiges Wohnkonstrukt, einfach darauf beruhend, dass die Häuser hier alle um die vorletzte Jahrhundertwende herum entstanden. Vergrößerten sich die Familien, baute man einfach an, und so war es dort auch, aber man tat es mit so viel Umsicht, dass sich das Ganze problemlos in zwei getrennte, hintereinander stehende Häuser trennen ließ, die dann irgendwann auch separat verkauft wurden.

Vorn zur Straße hin lebt H. mit seiner tschechischen Frau L. und das hintere Haus ging vor einiger Zeit an ein junges türkisches Ehepaar mit kleinem Kind.

Sie seien sehr nett, hatte mir L. mal per WhatsApp geschrieben und als ich mich vor einiger Zeit mit dem jungen Mann unterhielt, als er - wie immer bei uns vor dem Haus parkend - unter seiner Motorhaube herumwurschtelte, fand  ich dies bestätigt. 

Geduzt hatten wir uns ab der ersten Sekunde und da er seinen Vornamen erwähnte, brachte ich ihn sofort mit seinem Kennzeichen in Verbindung, deshalb war mir nun auch klar, wem der angefahrene Wagen gehörte.

Der Unfallverursacher tat mir von Herzen leid, er wirkte so nett und ich fand es überaus korrekt von ihm, dass er sofort versuchte, den Geschädigten zu ermitteln.

Er wolle erst mal die Polizei anrufen, meinte er, aber ich sagte: "Warten Sie mal noch kurz, ich denke, ich weiß, wer das ist, und hole ihn.

Schon war ich unterwegs, öffnete gegenüber das Törchen und begab mich in den langen Gang zum hinteren Haus, den ich noch nie betreten hatte.

Neben der Tür befand sich ein hübsch dekoriertes, gekipptes Küchenfenster, aus dem ich Geschirr klappern hörte, offenbar befand man sich grad beim Essen, aber es nützte ja nix, ich musste stören.

C. öffnete umgehend, erkannte mich aber nicht gleich, wie ich merkte, denn als ich fragte, ob das sein Auto bei uns vor dem Haus sei, schüttelte er zunächst den Kopf.

Das Missverständnis war schnell aus der Welt, denn natürlich war es seiner und als ich ihm erklärte, worum es ging - mit dem Hinweis, er solle nicht zu sehr erschrecken, denn besonders heftig hatte mir der Schaden nicht ausgesehen -, stieg er sofort in ein paar bereitstehende Schuhe und folgte mir, ganz leicht aufstöhnend, denn er war gerade erst von der Arbeit heimgekommen, zu der er bereits um drei Uhr morgens aufgebrochen war.

Schon während der wenigen gemeinsamen Schritte auf dem Weg zur Straße merkte ich, wie viel Wärme von diesem jungen Menschen ausgeht. Das fände er aber unheimlich nett von mir, dass ich extra zu ihm rübergekommen sei, meinte er, dabei ist das ja nun wirklich eine Selbstverständlichkeit.

Nein, das sei es nicht, setzte er nach und legte mir ganz kurz liebevoll die Hand auf die Schulter.

Und dieses Verhalten legte er auch dem Unfall-"Gegner" gegenüber an den Tag, wie ich kurz darauf fast staunend mitbekam.

Der Mann stand hinter C.s Wagen auf der Straße und wo jeder andere ziemlich angepannt, vielleicht sogar sauer auf ihn zugegangen wäre, legte C. auch ihm kurz den Arm um die Schulter und fragte freundlich, was denn eigentlich geschehen sei.

Der Mann berichtete und C. begann an seinem Kotflügel herumzureiben, stellte fest, dass das im Grunde gar nichts sei, er würde da in der Firma noch mal drüberpolieren, Sache erledigt.

Na, prima, damit war ich ja raus aus der Nummer und zog mich ins Haus zurück, doch einige Minuten später schellte C. an, wollte sich unbedingt noch einmal bedanken für meine Hilfe und erzählte, wie es weitergegangen war, denn er war dem Mann dann noch zu dessen Wagen gefolgt und als sie feststellten, dass auch dort kein nennenswerter Schaden entstanden war, hatte C. ihm vorgeschlagen, es einfach auf sich beruhen zu lassen, denn würde man Polizei und Versicherung einschalten, würde das ziemlich sicher eine Prämienerhöhung für den Mann bedeuten, völlig unnötig, das wollte er ihm gern ersparen.

"Weißt du", sagte er, "wir werden doch überall nur noch abgezockt, habt ihr auch schon die unverschämte Grundsteuerforderung bekommen?"

Ich nickte, erwähnte, dass ich vorsorglich Widerspruch eingelegt habe, was er hochinteressant fand, dann allerdings wunderte er sich, dass wir das Gleiche zahlen müssen wie er, obwohl sein Grundstück doch so viel größer sei, denn wir hätten doch wohl gar keinen Garten?

"Doch, natürlich haben wir den, wenn auch nicht riesig, komm ruhig kurz rein und schau es dir an oder ... hast du Angst vor dem Hund?"

Weia, natürlich, er ist ja Moslem und die haben traditionell fast alle große Muffe, so auch er, das wollte er sich auf keinen Fall trauen, selbst wenn ich Rex anleinen würde. 😅

Zum Thema Abzocke fiel mir natürlich auch gleich die demnächst wegfallende Familienversicherung für Ehefrauen ein, wovon er noch gar nichts mitbekommen hatte.

Wenn das wirklich so einträte, dann würde er aufhören zu arbeiten, meinte er zornig und ich konnte das sooo gut nachvollziehen, denn genau das war auch mein erster Gedanke gewesen, als ich davon hörte: Da steht man sich dann doch mit Harzt 4 (oder wie immer man es auch gerade nennen mag) echt besser, in diesem Land wird man immer mehr zum Doofen, wenn man versucht, nicht auf Kosten anderer zu leben, sondern alles allein zu stemmen. 😡 

Aber schon wurde es wieder freundlich, denn nun meinte er, dass es umso wichtiger wäre, wie wir Bürger gegenseitig miteinander umgehen. Es fühle sich für ihn sehr gut an, dass er den Mann so habe davonkommen lassen, und da gab ich ihm vollsten Herzens recht.

"Das hast du super gemacht", sagte ich, "der war ja wirklich nett und selber auch sehr geschockt. Es gibt genügend  Leute, die einfach schnell weitergefahren wären, dieser aber war anständig - es ist ein Mist passiert, tatsächlich aber gar kein Schaden entstanden und du hast das am Ende so gelöst, dass wir nun alle drei diesen Tag mit einem unheimlich guten Gefühl in Erinnerung behalten werden. Besser gehts gar nicht!" 😊

Und dann fing er doch tatsächlich erneut an, sich bei mir zu bedanken, meinte sogar, er würde mir demnächst mal ein Schokolädchen vorbeibringen, aber dett war nun genug.

"Papperlapapp", sagte ich, ich habe nicht mehr als das Naheliegendste getan, wofür hat man denn schließlich Nachbarn? Freuen wir uns doch einfach, dass wir uns dadurch etwas besser kennen gelernt haben." 😉

Dann verschwand er nach gegenüber und ich an meinen Läppi, doch später klingelte er tatsächlich noch einmal an und ...

... überreichte mir dies hier:


 Da war ich baff und versuchte noch einmal vergeblich, ihn ins  Haus zu locken, doch diesmal stand Rex aufgeregt wirkend mit mir an der Tür, also bestand erst recht keine Aussicht auf Erfolg. 🤣

Wieder drin überkam mich dann das Bedürfnis, noch irgendetwas tun zu wollen, ich fand  mich krass überbelohnt, wollte das nicht so stehen lassen, also schrieb ich L. an, fragte, ob sie C.s Handynummer habe. Wenn ja, solle sie ihn doch bitte mal fragen, ob sie sie mir geben dürfe.

Sie durfte und zack hatte ich einige Fotos vom Garten gemacht und schickte sie C. mit der Bemerkung, wenn er sich nicht traue, dann halt auf diesem Wege, obwohl ich ihn zu 100 % beschützt hätte vor dem bösen Untier."😅

Es folgte noch ein netter, kleiner Austausch, ich freue mich, nun auch ihn  auf WhatsApp zu haben, und später kam mir der Gedanke, dass ich so etwas Ähnliches ja vor vielen Jahren schon einmal erlebte, als nämlich meine Freundschaft zu U. begann.

Ich habe es hier bereits einmal erzählt, wie ich F. an diesem Weihnachten nach Stuttgart zu seiner Familie geschickt hatte, mit der es zuvor große Spannungen  gegeben hatte.

"Du weißt nie, wie lange deine alte Mutter noch lebt", hatte ich zu ihm gesagt, "vertrag dich lieber, so lange es noch geht, damit du so etwas nicht unter Umständen das ganze Leben mit dir herumtragen musst."

Er war gefahren, ich also Weihnachten allein mit Püppi, abgesehen davon, dass ich Heiligabend für einige Stunden rüberfuhr zu meiner eigenen Familie, doch bevor Papa mich abholte, hatte es ja an der Haustür geklingelt. F. war es, der neue Nachbar - F. und U. hatten das Eckhaus gegenüber gekauft, in dem zuvor eine türkische Großfamilie gelebt hatte.

Ihr Weihnachtsmann war ausgefallen, nun wollten sie F. dafür haben, aber da der ja nicht da war, meinte U.s F. - gekannt hatte ich sie beide bis dahin nur vom flüchtigen Sehen -, ja, dann könnte doch ich eine Weihnachtsfrau geben. 😁

Ich hatte es getan und mein Auftritt ist von keinem von uns jemals wieder vergessen worden, weil ich wirklich ordentlich loslegte. F. hatte mir  neben Kostüm und Bart eine Namensliste mit kleinen Anmerkungen gegeben, denn drüben waren gleich zwei  Familien  mit insgesamt 6 Kindern versammelt, die ich mir dann mit tiefer Stimme einen nach dem anderen vorknöpfte, während ich den Sack mit Geschenken mit mir herumtrug. Das einzige Mädel, das schon im Teeniealter war, war beim Klauen erwischt worden, das bekam sie zu hören, genau wie Papa F. seinen etwas hohen Bierkonsum, kurz, sie bekamen alle ihr Fett weg, aber natürlich mit viel Augenzwinkern. 😁

Als sie mich dann zur Tür geleiteten, nahm mich U.s Schwager in den Arm, bedankte sich herzlich und meinte, das sei der tollste Weihnachtsmann gewesen, den sie je gehabt hätten. 

Hihi, sogar die damals Dreijährige erinnert sich noch daran, wie ich  heftig mit meinem Glöckchen wedelnd vor der Tür gestanden hatte, dann erst mal den Nachnamen verstümmelte und ratlos fragte, ob ich denn hier wohl bei Familie xxxx richtig sei?

"Neiiiiin, wir heißen doch yyyyy ...!!!" 🤣

Dann hatte ich die Kinder gefragt, wie es hier mit Parkmöglichkeiten aussähe, ich hätte meinen Rentierschlitten weiter hinten auf ein Hausdach gestellt. Meinten sie, ich könne da bleiben oder sollte ich noch mal zurück und umparken? 😅

Spät am Abend hatte mich mein Bruder nach unserer eigenen Bescherung zurück nach Hause gefahren und ich war zutiefst gerührt, als ich an die Haustür gelehnt ein kleines Päckchen vorfand, liebevoll eingepackt und so beschriftet:

Auch darin hatte sich eine Packung "Merci" befunden, seltsam, wie sich manche Dinge zu wiederholen scheinen, oder?

Inzwischen war es genau Mitternacht, ich ging noch einmal mit Püppi Gassi, ziemlich weit sogar und es war wunderschön, denn es hatte den Abend über geschneit, inzwischen aber aufgehört und als wir beide durch die Stille über eine Wiese mit herrlichem alten Baumbestand durch den jungfräulichen Schnee stapften, warf ich einen Blick hoch zum Himmel, von dem mich die Sterne anfunkelten.

Und auf einmal überkam mich eine so tiefe Zufriedenheit, ein Glücksgefühl, wie ich es selten hatte, das Wissen, du hast alles richtig gemacht, hast bewusst verzichtet, ein einsames Weihnachten in Kauf  genommen, um Gutes zu bewirken, hast spontan eine bühnenreife schauspielerische  Leistung abgeliefert, obwohl das so gar nicht deinem Naturell entspricht, wolltest einfach helfen und am Ende wirst du selber so reich belohnt. Genauso sollte Weihnachten sein ...

Die gleichen Worte, die ich damals dachte, benutzte C. gestern auch, nämlich: "Ich habe alles richtig gemacht", und ich merkte es ihm an, dass auch er dadurch eine tiefe Befriedigung empfand. 

Einfach nur schön war das 😊 ... und gerade fällt mir auf, wie sehr sich solch positive Erlebnisse auf meine Kraft auswirken, denn die Erschöpfung der letzten Tage ist wie weggeblasen, was ich nun gleich beim Kochen auszunutzen gedenke. 😁

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
 

 

 

Freitag, 17. April 2026

Und genauso habe ich es gemacht

 Wie gestern geplant, meine ich, d.h. ich bin um fünf Uhr aufgestanden, konnte dadurch um kurz nach  sieben los zum Einkaufen und bereits um halb neun war ich wieder daheim.

Zeit genug also, alles auszupacken, mich meinen Männern und den bis dahin aufgelaufenen Umfragen zu widmen, so dass ich mich anschließend in Ruhe fertigmachen und zu A. starten konnte, wobei ich noch einen kleinen Umweg zum Zahnarzt einlegte, um einen Termin zu vereinbaren, damit meine Brücke endlich in Angriff genommen werden kann.

A. erwartete mich strahlender Laune, man merkt ihr an, welche Last ihr mit der bestandenen Prüfung von der Seele  gefallen ist, und den Tisch hatte sie bereits mit Köstlichkeiten bestückt:


 Einen Moment später ergänzten sich die von mir mitgebrachten cremefarbenen Rosen mit ihren tiefroten aufs Prächtigste und dann konnte es auch schon losgehen, denn nun servierte sie noch frisch zubereitetes Menemen, also traditionelles türkisches Rührei mit Zwiebeln, Paprika und Tomaten, das ich immer wieder gerne esse: 


 

Wir redeten, kamen vom Höcksken aufs Stöcksken, lachten, besprachen ernste Dinge, lachten, aber ich  muss zugeben, dass es mir etwas am gewohnten Schwung fehlte, da machten sich die schweren Arbeiten der letzten Tage und auch die heutige Schlepperei dann doch irgendwie bemerkbar.

Immerhin langte mein Pep aber doch noch dafür, dass ich mitziehen konnte, als der Kleine, bei dem heute der Kindergarten ausfiel, mit seinem neuen Boxspiel anrückte.

So scheu er sich auch meist gibt, schon mit zwei Jahren liebte er es, mit mir zu spielen, nun ist er schon sechs und legt immer noch großen Wert darauf, also ließ ich mich breitschlagen, wobei ich aber über dieses "Spiel" ziemlich entsetzt war.

Kurz zuvor hatte A. mich noch gefragt, ob ich von dem Schüleramoklauf in der Türkei mitbekommen  hatte, was ich natürlich bejahte. Sie hatte gelesen, dass dieser Junge begeisterter Tiktoker gewesen sei, hielt das für die Ursache und schon waren wir mittendrin in einem Gespräch darüber, dass es offenbar nicht nur ein westliches Phänomen ist, wenn Kinder und Jugendliche zunehmend keinerlei Autoritäten mehr anerkennen, ganz gleich, ob Lehrer, Polizisten oder was auch immer.  

Hin und her sprachen wir über mögliche Ursachen und in diesem Zusammenhang wunderte ich mich ziemlich darüber, dass sie dem Kleinen den Kauf dieses Spieles von seinem Zuckerfestgeld erlaubt hatten.

Vom Prinzip her erinnerte es mich ein wenig an das gute, alte Tippkick, nur dass heuzutage natürlich nichts mehr ohne künstlich erzeugten Lärm abgehen kann.

Statt Fußballern hat jeder einen ca. 20 cm großen Boxer vor sich, ein Tiefbrauner mit Irokesenschnitt und ein glatzköpfiger Weißer, und dann hantiert man so an einem Hebel herum, dass die beiden sich auf  die Fresse kloppen, so lange, bis einer von ihnen nach hinten knickt.

"Juhuuu, gewonnen", rief der Lütte ab und zu hocherfreut, dann ging es von vorne los.

Erlebniswert wirklich gleich Null und ob es pädagogisch irgendwie sinnvoll sein könnte, will ich mal dahingestellt sein lassen ... 🙄

Immerhin etwas Positives geschah dabei aber doch, denn während wir aufeinander eindroschen, beschäftigte sich A. in einer Sofaecke mit ihrem Handy, der Kleine fühlte sich offenbar von ihr unbeobachtet und ... auf einmal konnte er prima deutsch mit mir reden, obwohl er dies ja sonst genau wie seine Schwester komplett verweigert, sobald A. dabei ist.

Und nachdem der Bann erst einmal gebrochen war, hielt ich ihn bei der Stange. Die hiesigen Kaufleute haben eine Art Rabattsystem mit Münzen/Talern eingeführt, bei jedem Kauf bekommt man entsprechend der Summe einen oder mehrere davon und wenn man eine gewisse Anzahl gesammelt hat, kann man sie gegen Prämien oder Gutscheine (z.B. für Kaufland) eintauschen.

22 Stück hatte er vor sich auf dem Sofa ausgebreitet, auf  A.s Aufforderung hin zählte er sie, allerdings nur auf  Türkisch. A. bat ihn, es auch mal auf Deutsch zu versuchen - nichts, bis ich mich dann einmischte und begann zu zählen: "Eins, drei, sieben, fünfzehn ... ohoh, nun kommt es mir vor, als hätte ich da Fehler gemacht? Was meinst du dazu?" 

Ha, es funktionierte, denn aus dem bloßen Wunsch heraus, es besser zu können als ich, legte er los. So erfahren wir endlich mal ein bissl mehr über den Stand seiner Deutschkenntnisse. 😀

Sooo, unnu muss ich hier hurtig in die Pötte kommen.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Donnerstag, 16. April 2026

Es beruht nicht nur auf Einbildung, ...

... wenn ich inzwischen Angst habe, abends noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder überhaupt unterwegs zu sein.

Als ich im letzten Jahr Klassentreffen hatte, empfand ich es als recht unangenehm, in der Stadt so spät noch auf den Bus warten zu müssen, und tatsächlich, genau einen Tag später gab es zur gleichen Uhrzeit an eben dieser Haltestelle eine Messerstecherei zwischen zwei verfeindeten Gruppen.

Und wie oft habe ich hier im Januar gejammert über die Haltestelle, an der ich auf dem Rückweg vom Krankenhaus von der Straßenbahn durch den Tunnel nach oben und dort in den Bus umsteigen musste?

Gerade sehe ich im Internet, dass es genau vor diesem Wartehäuschen zu einem Gewaltverbrechen kam, beide mehrspurigen Straßenseiten wurden für mehrere Stunden gesperrt, nun ermittelt eine Mordkommission, also muss es ja etwas Größeres wie z.B. eine Schießerei gewesen sein.

Und das an einer Stelle, an der wir Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger ständig nachts völlig angstfrei unterwegs waren.  

Wirklich toll, wie sich alles verändert hat ... 😡

Und die Umstellung meines Essensplanes hätte ich mir auch ersparen können.

Der erste Knaller kam am späten Nachmittag, an dem mir die Sauerstofffirma früher als sonst das Zeitfenster für heute mitteilte.

Rückte mir der Fahrer letzte Woche schon früh um halb sieben mit seinem Anruf auf die Pelle, kündigte man mir nun die Zeit zwischen 13:30 und 17:30 an, verbaute mir also ausgerechnet diesmal den Nachmittag, für den ja die Einladung von A. im Raume stand.

Ein bissl Hoffnung gab es dann, als diese mir schrieb, dass die Veranstaltung erst um 17 Uhr beginnen sollte. Meist kommen die Fahrer früher als angekündigt, nur sicher ist das nie, d.h. es würde für mich bis zur letzten Minute spannend bleiben, ob ich Ausgang bekomme oder nicht.

Tja, und dann schrieb mir A. heute Mogen, es hätten sich so viele Besucher angekündigt, dass sie und zwei ihrer türkischen Freundinnen beschlossen hätten, die neue Jugendabteilung lieber abseits der Veranstaltung zu besichtigen.

Ob wir stattdessen morgen, also Freitag, gemeinsam bei ihr brunchen wollten?

Ohhh, ausgerechnet an meinem Einkaufstag? 😮

Ich nutze den Freitag ja wegen der Coupons, die ich mir nicht entgehen lassen will, also überlegte ich, dass ich dann meinen Trolley direkt mitnehmen müsste, um von ihr aus zu Netto zu gehen, doch ... wenn nicht einmal meine Schuhe über ihre Türschwelle dürfen, dann die Räder des Wägelchens ja vermutlich erst recht nicht und um ihn einfach im Treppenhaus stehen zu lassen, dazu isser mir zu teuer.

Halb elf hat sie vorgeschlagen, also werde ich wohl in den sauren Apfel beißen und zweimal den fast gleichen Weg zurücklegen. Heißt, ich werde sehr früh aufstehen, Gassi gehen, Betten umbauen, meine Männer versorgen und schauen, dass ich spätestens um halb acht loskomme. So müsste es mir dann knapp reichen, alles heimzuschleifen, auszupacken, den Männern das zweite Frühstück zu servieren, um mich selbst dann noch ein wenig herzurichten, bevor ich erneut losmarschiere.

Da kann man mal sehen, was ich inzwischen alles auf mich nehme, nur um mal zwei Stunden lang auf andere Gedanken kommen zu können. 🙄

Dass ich gestern die Hecke komplett fertigmachte, war übrigens goldrichtig, denn nun ist sie nass, weil es am Morgen geregnet hat, und hier noch zwei Bildchen vom dem, was mir im Moment Freude macht im Garten:


 

Letztes Jahr konnte ich die Zahl der Äpfel ja an zwei  Händen abzählen, diesmal riecht es danach, als würde es im Herbst reichlich Apfelpfannkuchen und Apfelkuchen geben, schaun mer mal, wie viele davon mir Wetter und Vögel übriglassen. 😀

 

Habt einen schönen Tag  und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Mittwoch, 15. April 2026

"Immer wenn du denkst, ...

 ... es geht nicht mehr, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her."

Dieser Spruch hing im Flur des ehemaligen Fachwerk-Bauernhofes, auf dem der Großonkel sich einmietete, nachdem das gräfliche Schloss verkauft wurde, in dem er (und ich ja mit) bis dahin im Dörfli gewohnt hatte.

Und es ist verdammt viel dran. 

Gestern hatte ich mich lange mit der Apothekerin unterhalten, eigentlich nur verursacht dadurch, dass sie meinte, ich solle mich nicht über die Zuzahlung wundern, obwohl wir ja eigentlich davon befreit sind. Sie würde das Prinzip dahinter absolut nicht verstehen, aber sie müsste das Geld nun einmal einziehen.

"Ich wundere mich über gar nix mehr", antwortete ich, "seit ich im Hauptberuf Pflekretärin geworden bin, begegnen mir ohnehin die wunderlichsten Dinge." 🙄

Und dann wunderte ich mich doch noch, allerdings eher scherzhaft, als ich nämlich auch meine eigene Karte noch gab und feststellte: "Bitte nicht erschrecken, ich selber habe es auch fast schon vergessen, dass ich noch existiere, aber ... auch bei mir müsste ein Rezept drauf sein." 

Wir lachten beide und so kamen wir ins Gespräch darüber, wie drastisch sich das Leben vor allem auch von Angehörigen verändert, wenn jemand pflegebedürftig wird."

Es sind ja nicht nur die offensichtlichen Dinge wie mit Medikamenten, Essen und Trinken versorgen, Körperhygiene, Baden, Umziehen usw., sondern es kommt noch der ganze Papierkram hinzu und tausend Kleinigkeiten, für die man den ganzen Tag durch die Gegend springt.

Natürlich ist das anstrengend, zumal wenn man sich auch noch um Hund, Haus und Garten kümmern muss, und nachts ertappe ich mich immer öfter, wie ich fast flehentlich auf die Uhr schaue, in der Hoffnung, noch möglichst viele Stunden zu haben, bis ich wieder ins Rad muss, egal, wie unbequem meine Pritsche auch ist.

Heute früh wollte ich so gar nicht aufstehen, wusste ich doch genau, dass neben all dem anderen auch die Hecke auf mich wartete, die dringend geschnitten werden musste.

Mein Rücken war noch von der gestrigen Rennerei und dem Schleppen der schweren Blumenkästen ziemlich beleidigt, also gönnte ich ihm eine Ibu, denn ohne hätte ich gar nix auf die Reihe bekommen.

Diese lange Teleskopschere, die ich mir vor einigen Jahren besorgte, ist extrem schwer und unhandlich, dafür säbelt sie allerdings sehr viel robuster als die kleinere Akkuschere und eigentlich wollte ich nur die Oberseite der Hecke damit bearbeiten, denn mit der anderen Schere reiche ich weder von innen noch von außen komplett über sie hinweg, so dass immer Zibbels stehenbleiben.

In der Ecke  hinter der großen Regentonne musste ich erst mal mit dem Spaten für so viel Ordnung  sorgen, dass ich überhaupt hintreten konnte, denn Rex hat dort übel gewirtschaftet, aber dann legte ich los und ... überwand mich sogar, erstmalig auch von außen mit dem schweren Ding ranzugehen, wofür ich es aber erst mal übers ja eigentlich gar nicht vorhandene Törchen wuchten musste.

Und dann verselbstständigte sich alles, viel mehr als geplant schnitt ich, am Ende war es die ganze Hecke - nicht sehr schön, weil man mit dem Ding kein Feingefühl hat, aber immerhin hängt nix mehr im Weg herum und  es schaut einigermaßen ordentlich aus.

Anschließend musste ich noch alles fegen und die Bürgersteinritzen von Unkraut befreien - am Ende bekam ich die Schere kaum noch auseinandergenommen, weil ich absolut keine Kraft mehr in Händen und Armen hatte, aber ... immerhin hatte ich in nur einem Tag alles geschafft.

Mich selbst allerdings auch und als ich endlich die Zeit fand, mich kurz mal (innerlich laut stöhnend) an meinem Läppi niederzulassen, um nach Post zu schauen, erzählte F. von seiner Schwester, die ja ständig auf Reisen ist und ihm mal wieder ein Foto nach dem anderen schickte. 

Irgendwie bissl gemein, finde ich, fragte mich schon öfter, ob sie wohl einem Diabetiker auch ständig Bilder von Torte und Schokolade präsentieren würde 😁, und kam dann zu dem Schluss, dass ich irgendwie die Arschkarte gezogen zu haben scheine, denn gegen richtig schöne Erlebnisse hätte ich auch absolut nichts einzuwenden, nur sind sie bei mir halt sehr selten geworden.

Und während ich mir gehörig leidtat 😁, bewahrheitete sich obiger Spruch mal wieder und das Lichtlein kam, denn nun meldete sich A. und fragte, ob ich morgen Nachmittag Zeit habe. 

Wobei der Spruch natürlich nur bedingt gilt, denn morgen ist Donnerstag, ich somit meiner Freiheit beraubt, weil ja komplett von den Plänen der Sauerstofffirma abhängig. 😡

Es geht darum, dass ihr Religionsverein morgen eine Jugendabteilung eröffnet, es werden auch deutsche Jugendliche und Vertreter der Stadt erscheinen und man grillt.

Klar hätte ich da Lust zu, aber leider erfahre ich erst heute Abend, ob ich darf. 😡😡😡

Und für den Fall, dass sie mich lassen, habe ich nun mein ganzes Programm umgeworfen, denn eigentlich sollten  die Essensreste heute aufgefuttert werden, weil ich ja morgen, während ich warte, Zeit für volles Küchenprogramm hätte, das sich aber kaum mit einem Ausflug vereinbaren ließe.

Also habe ich die Reste nun gestreckt, damit F. morgen Mittag auf jeden Fall Warmes bekommt, und werde mit meinem heutigen Früh-/Mittag-/Abendstück wohl bis 19 Uhr warten müssen, denn sollte sich der Gasmann für nachmittags ankündigen, wäre mein Treffen mit A. damit erledigt, dann müsste ich die Reste selber vernichten, weil ich dann ja morgen Zeit zum Kochen hätte und somit am Freitag wie immer meine Einkäufe erledigen kann.

Jee, was ist das Leben doch kompliziert geworden ... und nun bekommt F. auch noch Bauchschmerzen. 😢

Seit ich ihm jeden Morgen Mannose gebe, ist das deutlich weniger geworden, also hängt es ja doch ziemlich offensichtlich immer noch mit der Blasenentzündung zusammen, die er im Januar nach der langen Katheterisierung bekam, aber hin und wieder treten die Schmerzen immer noch auf und obwohl ich letzte Woche dem Arzt im KH das mehrmals deutlich sagte, scheint sich dafür keiner wirklich interessiert zu haben. 🙄

So, unnu heißt es warten auf den Abend und natürlich Umfragen bearbeiten ...

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Dienstag, 14. April 2026

Jesses, ...

 ... das war mal wieder eine Runde, wo die Pflekretärin in mir voll zum Einsatz kam.

Beim Arzt war es knallevoll wie immer, aber ich hatte das Glück, an meine Lieblingsmitarbeiterin hinter dem Tresen zu geraten und sie nahm sich einfach die Zeit, den Arztbrief vom Krankenhaus mit mir durchzugehen.

Ob sich etwas geändert hätte, wollte sie wissen, ich erwiderte, dass F. nun nur noch eine halbe Entwässerungspille bekommt, sonst aber alles gleich geblieben sei, doch nun  meinte sie, ah, nein, das Blutdruckmittel sei doch auch halbiert worden.

Huch? Sollte ich denn so deppert gewesen sein, wo ich doch an sich höchst akribisch mit solchen Dingen bin?

Nein, sie war es, die in der Zeile verrutscht war, einige Medikamente wie Antidepressivum und Abführmittel ließ ich sie gleich streichen, denn die hatte F. auf der Intensivstation bekommen, jetzt aber sind sie nicht mehr notwendig. (Das nehme ich auf meine Kappe.)

Nachdem wir uns einig waren, erstellte sie mir einen neuen Ausdruck, jut, so weiß ich, was die im PC gespeichert haben, wenn ich mich daheim auch lieber auf meine eigene Liste verlasse, weil sie wesentlich übersichtlicher ist.

Dann erkundigte ich mich noch nach einem Rollstuhl und sie hakte gleich nach, ob ich einen leichten wolle, was ich natürlich bejahte, bin ich doch froh um jedes Kilo weniger, dass ich schleppen oder durch die Gegend fahren muss.

Damals im KH hatten die schon gefragt, ob ich einen wolle und ich lehnte zunächst ab, weil ich allmählich nicht mehr weiß, wohin mit den ganzen Gerätschaften, und weil da auch noch kein Denken daran war, dass ich F. allein die Stufen an  der Haustür hinabbekommen könnte.

Nun aber muss ich drüber nachdenken, denn seine Nieren sollten im Auge behalten werden und dazu muss er natürlich zum Labor anrücken. 🙄

(Echt blöd, dass die  mich nicht selber ihm Blut abnehmen lassen, das würde einiges vereinfachen.)

Von da aus erst mal zur Apotheke, ein Inhalat hatten sie nicht vorrätig, wird mir abends geliefert, dann  weiter zu Sparkasse und Post und direkt hin zum Sanitätshaus, wo ich mir zu gern einen Rollstuhl hätte zeigen lassen, nur haben die leider keine da. 

Also ließ ich mir das Procedere erklären, ich bringe denen das Rezept, die reichen es bei der Krankenkasse ein und dann geht die Warterei los, bis diese die Genehmigung  erteilt, denn leider kann die Sanitätsfrau genauso wenig wie ich selbst direkt dort anrufen, sondern muss alles übers Internet machen, ohne direkten Ansprechpartner.

Schon erstaunlich, wie zunehmende Technisierung und Digitalisierung uns das  Leben immer weiter verkomplizieren, statt es zu vereinfachen ... 😡

Anschließend sprang ich noch bei Netto rein, außer der Reihe, und war dann recht froh darüber, denn sie hatten Geranien, von denen ich zwei Sixpacks verhaftete und in der einzig freien Hand heimschleppte.

Unterwegs traf ich auf eine Frau mit Hund, wir wechselten ein paar Worte und von ihr erfuhr ich, dass ich tatsächlich durch den ganzen Rummel rund ums Krankenhaus die Geranien bei Aldi verpasst hatte. 😮

War mir letztes Jahr  ja auch schon passiert, ständig bin ich rund um F. so im Stress, dass mir so manches entgeht ... 

Wobei ich echt überlegt hatte, ob ich dieses Jahr überhaupt welche pflanzen soll.

Ich liebe sie ja an den beiden Giebelfenstern oben, weil das schon von Ferne einfach niedlich aussieht, aber ... so lange wir nicht oben schlafen können, klettere ich die steile Treppe natürlich nur hoch, wenn es gar nicht anders geht, denn sehr kreuzfreundlich ist sie nicht.

Sollte ich es mir nun trotzdem antun, täglich zum Gießen hochzumüssen, selbst wenn wir gar nix davon haben, die Blumen ja gar nicht sehen?

Tja, der Würfel ist gefallen, ich tue es mir an, was bedeutet, dass ich F. nun mit Mittagessen versorge und mich dann ans Pflanzen mache.

Der unschönste Teil kommt anschließend, wenn ich die unhandlichen Kästen nämlich irgendwie über die enge Treppe mit ihren verdammt steilen Stufen nach oben bekommen muss.

 

Früher, als ich noch jung und knaggisch war, befand F. diese Schlepperei  immer als viel  zu schwer für mich und nahm sie mir ab, aber ... das ist ja leider Schnee von gestern. 😢

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 13. April 2026

So, nachdem ich gerade eh auf 180 bin, ...

 ... hier mal das, was KI mir genau zu dem verriet, um  das es in den gestrigen Kommentaren ging:

 Aufgrund eines deutsch-türkischen Sozialversicherungsabkommens aus dem Jahr 1964 können in der Türkei lebende Eltern von türkischen Staatsangehörigen, die in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind (auch bei Bezug von Bürgergeld/staatlichen Leistungen), unter bestimmten Voraussetzungen über ihre Kinder mitversichert werden.
Wichtige Fakten zu dieser Regelung:
  • Rechtsgrundlage: Das Abkommen über soziale Sicherheit zwischen Deutschland und der Türkei vom 30. April 1964 ermöglicht diese Mitversicherung.
  • Voraussetzungen für die Eltern: Die Eltern müssen in der Türkei leben, dürfen dort nicht selbst erwerbstätig sein und nicht selbst krankenversichert sein.
  • Leistungsumfang: Die Eltern erhalten im Krankheitsfall Leistungen über die türkische Sozialversicherungsanstalt (SGK). Die Kosten dafür werden jedoch von der deutschen Krankenkasse erstattet.
  • Keine Unterscheidung bei Leistungen: Die Regelung gilt nicht nur für Arbeitnehmer, sondern grundsätzlich auch für Empfänger von Sozialleistungen (wie Bürgergeld), sofern diese gesetzlich krankenversichert sind.
  • Verfahren: Der türkische Versicherte in Deutschland muss seine in der Türkei lebenden Angehörigen bei seiner deutschen Krankenkasse melden. Die Krankenkasse prüft dann die Voraussetzungen.
Hintergrund:
Diese Regelung wird häufig kontrovers diskutiert, ist aber ein geltendes Abkommen, das auf der Anwerbung von Arbeitnehmern in den 1960er Jahren basiert und soziale Sicherheit für Familienangehörige im Heimatland gewährleisten soll.

Tja, und gleichzeitig ist man drauf und dran, die Familienversicherung für hier lebende Ehefrauen von brav einzahlenden Männern zu streichen - da ist wirklich etwas mächtig aus dem Gleichgewicht geraten, oder? 

Und was mich zusätzlich so aufregt, ist, dass heute der neue Grundsteuerbescheid im Kasten lag. Tatsächlich das insgesamt etwa Dreifache des Früheren müssen wir nun bezahlen, nachdem man wegen der "unsicheren Haushaltslage" die letzte Erhöhung noch mal mit weiteren 30 % getoppt hat.  

In meinen Augen ist das eine schleichende Enteignung und ich bin wirklich nur noch fassungslos, was dieser Staat oder wer auch immer sich alles einfallen lässt, um seinen Bürgern das Geld aus der Tasche zu ziehen ... 😡 

Soeben habe ich per Mail Widerspruch eingelegt, der mir zwar absolut nichts bringen wird, aber wer weiß, was noch kommt, besser ist es vermutlich schon, in fristgerecht eingereicht zu haben. 

Dachte ich zumindest, denn die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, neuerdings ist so ein Widerspruch per Mail nicht mehr zulässig, er muss per Brief oder Fax erfolgen. 🙄

Witzig dabei, unter dem Bescheid selber steht, dieser sei maschinell erstellt und daher auch ohne Unterschrift gültig, nur für den Bürger gilt dies natürlich nicht. 😡

Nun habe ich also in aller Formlosigkeit, zu der ich mich in der Lage sah, meinen Text in Word geknallt und ausgedruckt,  morgen muss ich dann das Portogeld dafür opfern. 

Klar, man will ja nicht nur die eigenen Taschen, sondern auch die der  Post gleich mit füllen. 😡😡😡

 

Und bei meiner Arztrunde heute früh lief stimmungsmäßig leider auch nicht alles zum Besten, denn beim Hausarzt knubbelten sich die Leute  die ganze Treppe hinunter, das war mir zu voll  und virenlastig, außerdem hatte ich ja noch mehr zu erledigen, also zog  ich unverrichteter Dinge weiter.

Beim Lungen-Doc lief es zum Glück reibungslos und die befürchteten Probleme wegen der Inhalate bekam ich nicht, sie schrieben alles Gewünschte anstandslos auf.

Dann noch kurz hoch zu meiner Frauenärztin, wo ich ebenfalls ein Rezept benötigte und nicht schlecht staunte, dass nun auch der Empfang mit zwei  Kopftuch tragenden Frauen besetzt  ist.  Die ganze Praxis wird von streng gläubigen Muslimas beherrscht und einmal mehr überlegte ich, ob ich mich dort noch wohlfühlen mag, weil ich ja ein sehr anderes Frauenbild habe.

Und weiter ging es erneut zu Rossmann und Aldi, obwohl ich in beiden Läden erst am Samstag war, aber wenn ich schon in der Nähe  war, konnte ich gleich noch einige Dinge besorgen, wie z.B. Vitamin B12 für F. und auch einen weiteren Vorrat an destilliertem Wasser für sein Beatmungsgerät.

Bei Aldi schaute ich, ob die Erdbeeren womöglich immer noch im Angebot wären, was aber nicht der Fall war, dafür entdeckte ich Ananas.

Hm, in der Speisekammer hingen immer noch einige angeschrumpelte Mandarinen und Apfelsinen, also bot es sich an, noch einmal einen Obstquark zu machen, der natürlich auch mit zusätzlicher Ananas statt Erdbeeren schmecken würde, vorausgesetzt, ich kochte Erstere kurz auf, denn ansonsten würde der Quark gallebitter werden. 

Keine Frage, bei  nur 1,29 Euro musste ich zuschlagen und war dann an der Kasse verblüfft, dass ich die dicke Frucht ebenfalls aufs Band legen sollte, denn da war nirgends ein Schild  mit Strichcode.

"Nee, das nicht, aber ich muss die wiegen", verriet mir die Kassiererin, etwas, das ich noch nie erlebte, denn sonst hat man bei Ananas immer nur Stückpreise.

Tja, dadurch wurde das Ding doppelt so teuer und würde Aldi auf dieses neue Verfahren, also Kilo- statt Stückpreis, deutlicher hinweisen, hätte ich sicher darauf verzichtet.

Wobei sie aber ihr Geld wert war, denn beim Putzen  musste ich sie natürlich roh testen und sie ist richtig lecker und saftig, nur über das "wie" ärgere ich mich, was mir nun aber auch nix mehr nützt, genauso wenig wie mein Widerspruch vermutlich. 🙄

 

Unnu muss ich hier hurtig weitermachen, schon bissl für morgen vorschaffen, weil ich dann ja erneut losmuss, u.a. zu Hausarzt, Apotheke und natürlich zur Post. 🙄

 

Habt einen schönen Resttag und ... bleibt bitte gesund! 😉