Samstag, 11. April 2026

CPU

 Nein, damit meine ich keinen Computerprozessor, sondern ich stolperte im Krankenhaus über diese Abkürzung.

Schon als F. im Januar für einen halben Tag auf dieser Station landete, wunderte ich mich, dass ich nirgends eine genauere Bezeichnung sah, also nichts wie Gynäkologie, Kardiologie, Innere oder wie auch immer.

Damals war ich nur ein einziges Mal dort, weil er gleich wieder zurück auf Intensiv verlegt wurde, aber diesmal musste ich mich ja so einige Male durch das Gängelabyrinth kämpfen und dabei sah ich dann ein Schild mit Pfeil  zur "CPU" und ein Stück weiter hatten sie sich auch die Mühe gemacht, etwas kleiner "Chest Pain Unit" drunterzuschreiben, die Brustschmerzeinheit also.

Ein wenig grummelig hatte ich es zur Kenntnis genommen, weil ich es eigentlich gar nicht mag, wenn die deutsche Sprache für nichts mehr gut genug zu sein scheint, aber eben - nachdem ich ziemlich abgekämpft von Aldi und Rossmann zurückkehrte, brauchte ich eine kleine Pause und machte mir nun endlich mal die Mühe, etwas genauer nachzuforschen.

So sauer ich mit dem Arzt auf  der Intensivstation unseres hiesigen Krankenhauses damals war, dass er F. umgehend ins künstliche Koma versetzte, mit seinem Herzen hatte er den richtigen Riecher und es war die beste Entscheidung, die er treffen konnte, F. noch im Koma in diese andere Klinik zu verlegen, egal, wie weit der Weg für mich damit wurde.

 Gerade lese ich diesen Artikel darüber und stieß auch noch auf diesen hier aus der WAZ und verstehe nun auch, was der Arzt im Vorgespräch meinte, als er erwähnte, Zwischenfälle bei der Herzkatheteruntersuchung  seien zwar extem selten, aber wenn, dann seien sie dafür optimal ausgerüstet, sowohl personell wie auch maschinell.

Prompt erzählte ich ihm, dass ich dieses Gefühl, meinen Mann in guten Händen zu wissen, auch schon während der bangen Wochen auf der Intensivstation gehabt und auch nun wieder hatte, immerhin haute ich ja im Januar sogar in einem sozialen Netzwerk man richtig einen raus, weil es mir so ungeheuer postitiv auffiel, wie sehr auf  Zack sämtliche Mitarbeiter waren und dabei auch noch durch und durch menschlich.

Ich glaube, im Laufe der Jahrzehnte hat sich wirklich viel verändert. 

Mit 18 Jahren lag  ich ja mal knapp acht Wochen lang mit Rheumatischem Fieber im KH, hatte eh öfter mal das Vergnügen und F. auch, doch damals war da eindeutig eine Rangordnung zwischen Pflegepersonal und Ärzten zu erkennen, Letztere schienen ganz weit oben zu stehen, die Halbgötter in Weiß halt, während man heute Pfleger und Ärzte kleidungsmäßig gar nicht mehr unterscheiden kann und diese sehr viel mehr Hand in Hand arbeiten.

Was sie aber auch müssen, denn es hat so viel technischer Fortschritt Einzug gehalten, dass sich die Schwestern mit manchen Geräten einfach besser auskennen, weil sie ja ständig damit hantieren.

Schon beeindruckend, was da inzwischen alles geht, und nun hoffe ich, dass ich für lange Zeit nichts mehr über Krankenhäuser schreiben muss. 😉 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😊 

 

 

4 Kommentare:

  1. Wie gut, daß du gleich dazu geschrieben hast, daß es sich hierbei nicht um Computerteile handelt. Denn ehrlich gesagt war ich mit der Bedeutung des Wortes überfordert. Ja, Vertrauen ist sehr sehr wichtig und gerade, wenn man sich in die Hände der Mitarbeiter und Ärzte begibt. Ausschlaggebend war für mich auch deshalb mit "meiner" Ärztin zusammen einen Ortswechsel vor zu nehmen. Vertrauen zu ihr hatte ich und ich hatte einfach keine Lust wieder bei "Null" an zu fangen was das Vertrauen betrifft. Ich habe mich mit der Ernährung der alten Menschen beschäftigt und da lautet die Empfehlung als Frühstück: Haferflocken Chiasamen, griechischer Joghurt. Allerdings habe ich noch keine feste Bezugsquelle dafür entdeckt. Ich habe erfahren, daß wir in der Nacht Muskeln abbauen. Wird nicht gegen gesteuert, erhöht sich die Anzahl der Stürze.

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    1. Ja, Vertrauen ist schon wichtig, wobei man aber im Krankenhaus ja leider nicht auf vertraute Gesichter zählen kann, da sind dann gute Ausbildung und vor allem die Technisierung wichtig.
      Von diesen ganzen angeblichen Superfoods halte ich nicht so viel, sie kommen halt auf, je nachdem, wer gerade damit Geld verdienen will, und ob ich nun unbedingt aus Südamerika importierte Samen brauche, wage ich auch zu bezweifeln.
      Ich versuche unsere Ernährung einigermaßen fett- und zuckerarm zu gestalten, vor allem abwechslungsreich und mit ordentlich Vitaminen und Ballaststoffen und ansonsten sollte es halt schmecken. ;-)

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  2. Hallo, liebe Rex-Mama!

    CPU, wer hätte gedacht, dass man über so eine Abkürzung im Krankenhaus stolpert und erst einmal an Technik statt an Medizin denkt.

    Ich kann gut nachvollziehen, dass dich die englischen Begriffe zunächst etwas grummelig stimmen – mir geht es oft ähnlich.
    Entwicklung weg von den „Halbgöttern in Weiß“ hin zu einem echten Miteinander im Team merkt man tatsächlich ein bisserl mehr. Auch was ich so bei uns in der Gegend mitbekomme. Dass Pflegepersonal und Ärzte heute so eng zusammenarbeiten und sich gegenseitig ergänzen, wirkt nicht nur moderner, sondern auch menschlicher. Wobei – ich, wenn ich mal im Krankenhaus bin, manchmal denke, die haben gar keine Zeit, menschlich für alle dazusein.


    Ich wünsche euch erneut von Herzen, dass nun wirklich eine lange, ruhige Zeit ohne Krankenhausgeschichten folgt und dass ihr einfach wieder Alltag genießen könnt.



    Liebe – 20 Uhr 27 – Grüße
    lifeminder

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    1. Natürlich haben sie die nicht, lieber lifeminder, das ist wie in den Altenheimen, das Personal ist schlicht überlastet, aber trotzdem muss ich sagen, sie tun, was sie können und haben auch immer ein Ohr für kleine Sonderwünsche.

      Liebe 7:50-Grüße zurück! :-)

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