... die Zeit, von meinem gestrigen Gespräch mit Aionos zu erzählen, heut tut sie es jedenfalls nicht, denn erst schlief ich schon wieder bis halb acht und dann hielten mich Gartenarbeit, Einkauferei und das Putzen und Waschen von zwei Kilo Zwetschgen ziemlich auf, die ich übrigens jetzt schon anfange, mit den ersten heruntergefallenen Äpfeln zu mischen.
Doch zumindest zwei Erlebnisse auf dem Weg zu den Läden möchte ich kurz festhalten, das erste trug sich gleich zu, als ich ums Eck war, an unserer Hecke entlangging und mich der Einfahrt des Heimes näherte.
Noch bevor ich hineinsehen konnte, hörte ich Gesang, kurz darauf erkannte ich seine Ursache. Eine junge Afrikanerin, die offenbar nebenan arbeitet, näherte sich dem Bürgersteig, wähnte sich wohl unbeobachtet und jubelte ihren Glauben heraus: "Thank you, Jesus ...!!!"
Ein ums andere Mal sang sie das und riss dabei voller Inbrunst die Arme in die Luft, ganz so, wie man es aus Amerika kennt, wenn Evangelikale ihre Gottesdienste feiern.
Ich las es schon häufiger, dass die in Afrika, wohl auch Südamerika großen Zulauf haben und dank Internet inzwischen auch in Europa, hier sah ich es nun leibhaftig.
Ein kurzer Moment, in dem sie mich fast erschreckt anschaute, weil sie nicht mit Zusehern gerechnet hatte, aber ich lachte ihren Schrecken einfach freundlich weg, zwinkerte ihr zu und sie lachte zurück.
Eigentlich konnte ich sehr gut damit leben, dass die Zeit der Aufklärung den Religionen zumindest hier im Westen einen guten Teil ihrer Macht nahm, doch das beginnt sich zu verändern, Religionen, Ideologien werden immer fanatisierter und ... das macht mir Angst.
Während ich weiterging, dachte ich über den dreißigjährigen Krieg nach und darüber, was wohl nun auf uns zukommen könnte, doch auf dem Aldi-Parkplatz wurde ich zum Glück von einem riesigen Rossmann-LKW mit Anhänger abgelenkt, der so dämlich vorgefahren war, dass ich nur mit einem ordentlichen Umweg überhaupt weiterkam. 🙄
Auf dem Rückweg ein weiteres Erlebnis, und zwar dort, wo man auf die einstige Grünanlage diese drei hässlichen Reihenhäuser und davor etliche Garagen gebaut hat.
Ein mächtig laut röhrender roter Sportwagen fuhr an den Straßenrand und interessiert schaute ich zu, wie sich erst der Kofferraum öffnete und sich sodann ein Dach über den Wagen ausfaltete.
War denen die Sonne zu heiß?
Nö, nun stieg ein mittelalter Mann aus, grüßte mich freundlich und öffnete einer der Garagen, von denen ich bisher dachte, dass sie alle immer noch so leerstehen wie die Wohnhäuser. Der Wagen fuhr mit ordentlich Lärm hinein, nun erkannte ich auch, dass es sich um einen Ferrari handelte, beide Männer verließen die Garage und stiegen in einen Audi, der ein Stück weiter an der Straße geparkt war.
Fazit: So wenig, wie man Menschen hinter ihre Stirn gucken kann, kann man es bei Toren oder Türen und wenn ich es recht überlege, finde ich das im Grunde sehr schade, denn vielleicht wäre die Welt sonst etwas sicherer? *grübel*
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen