... hatte ich mich gestern ziemlich herumgequält, aber erst am Nachmittag wurde mir bewusst, dass die Hitze wieder da war, nachdem es sich ja so angenehm abgekühlt hatte.
30°, ohne Wenn und Aber und auch innen spürten wir das alsbald und waren froh über den neuen Ventilator.
Kühler wird's wohl vorerst nicht mehr werden und ... viel schlimmer ... nicht ein einziger Tropfen Regen ist in Sicht, schon seit Wochen ist alles ausgetrocknet, so dass ich wohl morgen den Gartenschlauch werde hervorholen müssen, wenn mir Hecke und Koniferen - der Sichtschutz zum Heim - nicht kaputtgehen sollen.
Heute früh hatte ich immerhin Glück, denn zunächst war es wolkig, was mir meine lange Tippelrunde insofern erleichterte, als dass ich zumindest anfänglich nicht durch die pralle Sonne marschieren musste.
Erst Haus-, dann Frauen- und Lungenfacharzt ... und die beiden Letztzteren gaben mir zu grübeln.
In der nun ja arabischen Frauenarztpraxis waren viele Männer, zu viele für meinen Geschmack, denn es war nicht etwa so, dass man dachte, och, wie süß, der werdende Papa möchte beim Ultraschall dabei sein, sondern da rücken die Familien komplett an, die Frauen streng verschleiert und teilweise in bis zum Boden wallenden Tüchern, während die Kinder herumtoben durften, wie sie wollten, auch einfach Türen zu Untersuchungsräumen öffneten.
Wenn die Männer schon Zeit haben, warum hüten sie dann nicht daheim die Kinder, so dass in der Praxis nicht solches Tohuwabohu herrscht? Keine Ahnung, ob die Frauen nicht einmal zum Arzt alleine dürfen, aber Fakt ist, ich empfinde diese Atmosphäre an einem solchen Ort als äußerst unangenehm. Zwar habe ich mir jetzt einen Termin für Ende August geben lassen, aber sollte es dann ähnlich sein oder gar Kinder hineinplatzen, während ich in unwürdigster Stellung auf dem Stuhl liege, dann war's das für mich, dann müsste ich mich wohl doch umorientieren.
Beim Lungendoc war es auch nicht unbedingt angenehmer, denn die Damen machten mächtig Zirkus wegen der Rezepte für die Fertiginhalate.
Vom Krankenhaus bekam F. das Inhalationsgerät verschrieben mit der Anweisung, es vier Mal pro Tag zu benutzen, aber von Anfang an stellte man sich beim Lungenarzt quer deswegen, meinte, es genüge, wenn er dafür reine Kochsalzlösung nähme, die allerdings selber (teuer) zu kaufen ist.
Irgendwie schaffte ich es, ihnen die Inhalate (mit Wirkstoffen) unterzujubeln, aber ... die Packungen enthalten jeweils nur 50 Ampullen, d.h. würden wir uns an die KH-Anweisungen halten, benötigte F. alle 12,5 Tage ein neues Rezept, was er natürlich nicht bekommt, deshalb gebe ich ihm morgens und abends jeweils nur eines davon, kombiniert mit jeweils einer Kochsalzampulle, doch das befanden die Damen nun auch noch als zu viel, meinten, er solle es nur "bei Bedarf" nehmen.
Den er ständig hat, aber das nützt ihm nun nichts, ich werde noch mehr reduzieren müssen, d.h. dann bekommt er nur noch einmal am Tag einen Wirkstoff, seuuufz.
Immerhin bei Aldi und Rossmann lief alles glatt, vor allem, da ich entgegen der Anzeige im Internet den Bluetooth-Lautsprecher aus der Ideenwelt vorrätig fand, womit ich nun für F.s Geburtstag komplett wäre.
Ich hätte noch zwei Monate Zeit gehabt, aber so ist es mir viel lieber, wenn ich mir nämlich beizeiten Gedanken darüber mache, was er wirklich gebrauchen kann und worüber er sich mit Sicherheit freuen wird, als dass ich in letzter Minute losrennen und mit irgendwas nach Hause käme, nach dem Motto, Hauptsache, ich habe etwas für ihn.
So, nun muss ich Kannen schleppen gehen und den Gartenschlauch für morgen schon mal bereitlegen. Jahrelang benötigte ich ihn nicht, aber nun ist die eine Wassertonne leer und die andere unbrauchbar wegen darin schwimmenden Unrates, der den Auslauf immer wieder verstopft.
Früher kümmerte sich F. darum, hat eine spezielle Technik entwickelt, den Hahn mit einem Draht freizustochern, nun kann er es nicht mehr und mir selbst ist das in dieser von Rex buchstäblich zerlegten Ecke zu mühsam.
Was unterm Strich heißt, irgendwann muss ich Deckel und Zulaufrohr öffnen, doch dann wird es schwierig, weil mir das richtige Handwerkszeug zum (von der Leiter aus) Schöpfen des Drecks fehlt.
Ich mache es immer mit einem Rechen, ist aber echt schwer und man bekommt bei Weitem nicht alles hoch aus dieser Riesentonne.
Mal sehen, ob Aionos da vielleicht Rat weiß.
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
Kann ich gut nachvollziehen, dass das für dich in der Arztpraxis unangenehm war. Aber es geht auch anders: Mein Urologe ist ein arabischstämmiger Arzt, alle Sprechstundenhilfen sind wohl auch arabischstämmig und es sind dort auch immer arabische Migranten, aber ich habe da noch nie Chaos, herumrennende Kinder oder große Familien erlebt (war bestimmt letztes und vorletztes Jahr 8-10 mal da).
AntwortenLöschenIch nehme an, die meisten Patienten dort sind Männer, oder?
LöschenKlar, dass die dann eher ohne Familien kommen.
Mir ist die Nationalität im Prinzip ja wurscht, aber genauso wenig, wie ich mit einer Nonne über Intimes reden würde, mache ich es mit streng verschleierten Frauen - dazu unterscheidet sich unser Selbstverständnis zu sehr.