Freitag, 5. Juni 2026

Ich sag's ja, ...

 ... wenn die Sauerstofffirma sich für nachmittags ankündigt, dann darf ich es keinesfalls wagen, den Vormittag etwa für mich bzw. für Aushäusiges zu beanspruchen, denn statt zwischen 13:30 und 17:30 kam der Fahrer gestern schon um viertel nach elf. 

Hätte ich mich auf die App verlassen und wäre nicht daheim gewesen, wäre F. völlig hilflos dagesessen. 🙄

Der übrigens im Gegensatz zu mir gerne die "Bergretter" anschaut, also fügte ich mich am Abend drein und war wieder einmal "fasziniert", wie geballt man Frauen als ewig in großen Seelennöten steckend darstellen kann und wie man es schafft, gleich mehrere durch pure Dusseligkeit verursachte Bergunfälle inkl. gewaltiger Dramen in einer einzigen Sendung unterzubringen. 😅

Und heute früh ging es mit dem Augenrollen bei Netto gleich weiter, denn wieder waren viele Regale leer, ob nun saurer Sprudel, Essig Essenz, Spaghetti, Knobisoße, Magerquark, alles fehlt neben anderen Dingen schon seit Wochen und als ich einen jungen Mitarbeiter nach dem Fleischkäs zum Aufbacken aus dem Prospekt fragte, meinte er, ja, den habe er am Montag mal bekommen, seitdem aber nicht mehr.

Und auf den sauren Sprudel angesprochen stellte er fest, ja, vielleicht könne er davon dann ja mal etwas mehr bestellen ... 🙄

Laut Google gibt es bei Netto feste Filialleiter, sogar mit Stellvertretern, aber seltsamerweise sehe ich davon nie etwas, sondern habe durch die Bank hauptsächlich mit Minijobbern zu tun, und nun habe ich gerade mal KI dazu befragt und erfuhr Folgendes:


"Dein Eindruck täuscht dich nicht: Genau diese anhaltenden Lücken in den Regalen sind eine der häufigsten Schwachstellen im Netto-System. Bei der Filiale xxx  spiegeln deine Beobachtungen ein strukturelles Problem wider, das auch in den offiziellen Kundenbewertungen des Standorts immer wieder bemängelt wird. [1]
Es gibt dafür drei wesentliche Gründe:
1. Extrem hohe Teilzeit- und Minijobber-Quote
Netto setzt in seinen Märkten massiv auf Minijobber und studentische Aushilfen, insbesondere für die Warenverräumung. [1]
  • Das führt dazu, dass die Mitarbeiter vor Ort oft nur für wenige Stunden im Laden sind.
  • Sie haben weder die Zeit noch die Befugnis, sich um das Bestellwesen zu kümmern.
  • Sie ziehen die Ware meist nur stur nach vorne oder füllen auf, was gerade auf den 
  • Paletten angeliefert wurde.
2. Das Problem mit der automatischen Bestellung
Die Warenbestellung läuft bei Netto zu einem großen Teil vollautomatisch über das Kassensystem.
  • Wenn ein Produkt verkauft wird, meldet das System dem Zentrallager den Bedarf.
  • Der Haken: Stimmt der im Computer hinterlegte Bestand nicht (z. B. durch Diebstahl, unentdeckten Bruch oder falsche Buchungen), denkt das System, das Produkt sei noch im Regal vorhanden.
  • Solange der Marktleiter diesen "Geisterbestand" nicht manuell im System korrigiert, wird das Produkt wochenlang nicht nachbestellt.
  • 3. Überlastung der Marktleitung
    Auch die Filiale an der xxxstraße hat theoretisch eine feste Marktleitung oder Vertretung. Allerdings sind die Arbeitsbedingungen beim Netto Marken-Discount laut Mitarbeiter-Bewertungen oft von extremem Zeit- und Kostendruck geprägt. Wenn die Marktleitung selbst permanent an der Kasse sitzen oder Paletten ziehen muss, weil Personal fehlt, bleibt die aufwendige Bestandspflege und das manuelle Nachbestellen auf der Strecke."
     
    Tja, das deckt sich wirklich genau mit meinem Eindruck, man will Geld sparen, setzt auf Mitarbeiter, die nur stundenweise arbeiten, und natürlich fühlt sich keiner von ihnen wirklich verantwortlich, abgesehen vom Zeitmangel.
    Wobei es klar ist, dass Personaleinsatz in Deutschland irre teuer ist, die Kosten immer noch weiter nach oben getrieben werden und natürlich auch die Kunden ihre Ansprüche haben. Sie gehen zum Discounter, erwarten niedrige Preise, aber ... sobald an der Kasse vier oder fünf Leute stehen, geht das Geschrei los: "Können se denn nicht mal ne zweite Kasse aufmachen?!?!"
    Und schon sind die Mitarbeiter wieder mit etwas anderem beschäftigt als mit der dringend nötigen Bestandspflege.
    Die Frage ist nur, warum das z.B. bei Aldi besser klappt? *grübel*
    Mein besonderes Schmankerl bekam ich dann noch an der Kasse, wo zwei Reduzierungen von 30% nicht abgezogen wurden. 
    Normalerweise hätte die Kassiererin nun jemand Höheren rufen müssen für ein Storno, aber sie überlegte gemeinsam mit ihrer Kollegin, dass das viel zu zeitraubend sei, also überschlug sie es im Kopf, sogar richtig 😁, und drückte mir die Differenz von 2,50 Euro ohne weiteres Gedöns in die Hand. 
    Man muss echt überall aufpassen und ... das sollte ich nun auch auf meine Kartoffeln, denn ich habe bereits reduzierten grünen Spargel zum dann noch mal auf 50% gesetzten Preis ergattert, den ich mir nachher machen werde.
    F. ist nicht scharf auf Spargel und für mich allein reicht das Pfund locker, dazu Kartoffeln, ein Bechamelsößchen und Schinken ... hmmmmm. *Bäuchskenreib* 😋
     
    Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 
      

 

4 Kommentare:

  1. Hier im netto gibt es zwei Kassen, aber nur eine Kasse ist immer besetzt. Dann gibt es noch wie bei Rewe eine Kasse wo man selbst kassieren kann. Sprudel gab es hier in ausreichender Menge.Kommender Woche kosten 2 kisten Sprudel 8.98 Euro. Bei Aldi sind die Leute auch ungeduldig und fragen nach einer zweiten Kasse.
    Meine erste Partnerin war Marktleiterin bei HL und damals schloss der Laden um 18.30 Uhr. Heute nicht mehr vorstellbar. Sie war dann um 19 Uhr zu Hause. Als der Rewe noch nicht privatisiert war bekamen die Leute gutes Geld. Nach der Privatisierung war der Eigentümer verpflichtet noch ein Jahr Tarifgehalt zu bezahlen, danach nicht mehr.
    Hin und wieder kaufe ich da etwas ein und es gibt nur noch wenige Mitarbeiter, die von früher kenne. Bestellungen werden über Scanner gemacht, zumindest kenne ich das so bei Rewe. Inventur machen heute Fremdfirmen. Früher durfte das das Personal machen.

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    1. Zu REWE habe ich gar keinen Bezug, deshalb musste ich mich jetzt erst mal schlaumachen, was in diesem Zusammenhang mit Privatisierung gemeint sein könnte, denn wäre es einst staatlich gewesen, hätte ich das sicher mitgekriegt.
      Es geht also darum, dass die Zentralisierung teilweise rückgängig gemacht wird und einzelne Läden nun von eigenverantwortlichen Kaufleuten geführt werden.
      Vermutlich sind die dann zu klein für einen Betriebsrat, daher die niedrigeren Löhne?
      Und ja, natürlich waren im Einzelhandel früher Arbeitszeiten von 9 bis 18:30 Uhr völlig normal, klingt gegenüber heute wenig, aber damals arbeiteten die meisten ganz- oder zumindest halbtags, die Läden waren nicht voller Minijobber.
      Es waren wirklich lange Tage, zumal ja auch der Samstag noch hinzukam und man nur sehr selten mal zwei Tage am Stück frei hatte.
      Das mit den Fremdfirmen hat leider sehr um sich gegriffen, weil die dafür keinen normalen Stundenlohn zahlen wollen, es führt aber automatisch zu weniger Sorgfalt, denke ich, weil sich dann keiner mit diesen Tätigkeiten identifizieren kann.

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  2. Hallo, liebe Rex-Mama!

    Da wartet man brav den ganzen Nachmittag und zack – steht der Fahrer schon am Vormittag vor der Tür.
    Gut, dass du daheim warst, sonst hätte der liebe „F“. wirklich dumm dagestanden.

    Bei den "Bergrettern" musste ich schmunzeln. Wobei meine Eltern auch da gerne mal eine Folge anschauen.

    Deine „Netto“-Erlebnisse klingen allerdings weniger unterhaltsam. Wenn dieselben Produkte wochenlang fehlen, liegt das wohl tatsächlich kaum noch an einzelnen Mitarbeitern, sondern eher am System. (?!)
    Immerhin hat die Kassiererin bei den falsch berechneten Reduzierungen pragmatisch reagiert.

    Und nun beneide ich dich ein kleines bisschen um dein Spargelessen.


    Liebe - Ich wünsche euch ein überaus entspanntes Wochenende – Grüße
    lifeminder

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    1. Genau, lieber lifeminder, F. könnte allein inzwischen zwar mit Rollator zur Tür und diese öffnen, aber ... er käme mit Rex nicht klar, denn dieser muss dann entweder fest an der Leine gehalten oder in den Garten ausgesperrt werden, und das ist zu viel für F.

      TV-mäßig würde er sich sicher gut mit deinen Eltern verstehen, zumal er ja auch dem Traumschiff nicht abgeneigt ist, nur bei Schlagersendungen und Sport wäre er dann eher raus. ;-)

      Bei Netto liegt es ganz sicher am System, auch die Gefriertruhen und die Fleischabteilung tun sich oft durch nicht übersehbare Leere hervor und leider sind Obst und Gemüse oft auch schon recht angegammelt.

      Genau wie die Backstation, die bei Aldi wirklich klasse ist, bei Netto dagegen sehr mangelhaft.
      F. isst gern mal eine Brezel, aber vor einigen Jahren bestand er darauf, dass ich sie ihm nur noch von Aldi mitbringen durfte, weil die von Netto offenbar genauso schäbig schmecken, wie sie aussahen.
      Daraufhin schrieb ich mal an die Zentrale, fügte Fotos hinzu, wie Brezeln bei Aldi und bei ihnen aussehen, aber leider erfolgte nicht die kleinste Reaktion.
      Sie haben offenbar kaum Interesse daran, etwas zu verbessern.

      Liebe Der-Spargel-war-richtig-lecker-Grüße zurück! :-))

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