Diesen Ausdruck benutzte Richard David Precht gestern für Eltern, die wie mit dem Mäher vor ihren Kindern herfahren, um ihnen jeden noch so kleinen Grashalm aus dem Weg zu räumen.
Er meinte, wenn die Menschen dementsprechend immer unselbstständiger werden, müsse der Staat quasi als logische Konsequenz immer mehr Verbote und Gesetze erlassen, was natürlich Sinn ergibt, denn wenn wenn jemand nie lernte, mit Schwierigkeiten klarzukommen und Verantwortung für sich und sein Tun zu übernehmen, dann müssen das andere für ihn tun.
Die Frage ist nur, was war zuerst da, das Ei oder die Henne?
Kam die Umerziehung der Eltern nicht mehr oder weniger von oben, seit die Bildungspoltik verstärkt aus dem links-grünen Spektrum heraus gelenkt wurde?
Ich muss da noch mal in Ruhe drüber nachdenken, aber nicht jetzt, denn heute bringt mich F.s im April anstehender Krankenhausaufenthalt ins Schwitzen.
Am 8.4. soll die Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt werden, aufgrund seines Zustandes kalkulierten die im Krankenhaus schon eine Übernachtung anschließend ein, schlugen aber auch vor, sollte er immer noch nicht mobiler sein, dass sie ihn bereits am 7.4. stationär aufnehmen könnten, denn da muss er morgens zur Anmeldung erscheinen und zweimaliger Transport wäre natürlich Unsinn.
Sie baten allerdings um vorherige Rücksprache, die ich heute früh zu nehmen versuchte, was aber mit großen Schwierigkeiten verbunden war, denn entweder ging keiner ans Telefon oder es war besetzt.
Irgendwann nahm dann doch noch eine sehr nette Frau ab, die aber leider zu sehr im Stress war, als dass wir länger hätten miteinander reden können.
Auf jeden Fall geht die Aufnahme am 7. klar, allerdings ist meine Anwesenheit dabei unverzichtbar, da sie keine Kapazitäten hätten, F. im Rollstuhl herumzufahren, wenn er nicht selber laufen kann.
Natürlich kann er das nicht, dieses KH ist riesig, die Wege selbst für Gesunde sehr weit, also muss ich mit, die Frage ist nur, ob der Krankentransport mich auch mitnimmt?
Das mit dem Transport wiederum ist vom Hausarzt zu regeln, wo ich seit dem Morgen vergeblich anzurufen versuche, auch dort ist entweder besetzt oder es läuft ein Band, sie seien leider nicht erreichbar. 🙄
Gleich werde ich es noch mal versuchen, wenn nicht, muss ich morgen oder übermorgen selber hingehen und da ich nicht sicher bin, ob die den Arztbrief in ihrem PC sehen können, werde ich ihn wohl besser mitnehmen.
Außerdem muss ich klären, wie es mit dem Sauerstoff laufen soll. Im Wagen haben sie ja womöglich, aber wenn F. und ich dann im KH zunächst auf uns allein gestellt sein werden, heißt das wohl, dass ich sein Mobilgerät aufladen und nachmittags dann mit Bahn und Bus zurück nach Hause schleppen muss.
Und während ich vergeblich herumorgelte, kam mir dann auch noch meine Tante dazwischen, wobei ich mich über ihren Anruf natürlich sehr freute, zumal sie jemanden zum Reden brauchte.
Ganz traurig erzählte sie, dass sie mit ihren 87 Jahren immer weniger könne. Sie habe versucht, den Küchenboden zu wischen, aber ... es sei einfach nicht gegangen und nun war sie extrem unzufrieden mit sich und natürlich auch sehr niedergedrückt, was ich mehr als gut nachvollziehen konnte.
Ich glaube, es gelang mir, sie zumindest ein wenig aufzurichten, jedenfalls lachten wir am Ende ziemlich viel, doch das zweite Ergebnis unseres Plausches war, dass mein Telefon leider anfing zu piepsen, so dass ich es dann erst mal aufladen musste, um es weiter beim Doc zu versuchen.
So geht der Tag dahin und selbst bei Rex lief es heute nur mit Tricksen, erst als ich ihm Pfälzer Leberwurst unter sein Fressen mischte, war er bereit, es anzurühren.
Dafür schmeckte F. aber das Gulasch heute genauso gut wie gestern und noch einmal bekam er Knödel, Rotkohl und Eisbergsalat dazu:
Hihi, seht ihr es auch, dass der linke Knödel wie ein Smiley zu grinsen scheint? 😅
Habt einen schönen Abend und ... bleibt bitte gesund! 😉

Ach ja, das ist ein toller Begriff mit den Rasenmähereltern. Fast so gut wie mit den Helikoptereltern. Mein Schluweg fällt mir dabei ein. Und die Möglichkeiten, die wir dabei hatten uns unterwegs zu verweilen. Zu der Zeit gab es ein Bächle, das durch das Städtle floß. Später wurde es kanalisiert. Und ja, die links - grüne Sekte will bestimmen, wie wir zu leben haben, wie wir heizen sollen, wir wir uns forrtzubewegen haben.
AntwortenLöschenIch gehe mal davon aus, daß das Rotkraut, Blaukraut (bayrisch) oder der Rotkohl selbst hergestellt wurde. Und weder aus der Dose noch aus einem Plastikbeutel gekommen ist.
Nein, in diesem Falle war der Rotkohl tatsächlich aus dem Glas, aber bis auf die Kochzeit bereite ich ihn genauso zu wie frischen, d.h. ich hobele Zwiebeln und Äpfel ganz fein, lasse sie in etwas Fett glasig werden, rühre eine Teelöffel dunkle Marmelade ein, dann kommt der Kohl dazu, zwei Lorbeerblätter, gemahlene Nelken, etwas Salz, kurz aufkochen und dann darf das Ganze erst einmal eine Nacht durchziehen.
LöschenVielen Dank für deinen Tipp. Ich habe noch Rotkohl zu Hause. Also werde ich mal das umsetzen
AntwortenLöschenHallo, liebe Rex-Mama!
AntwortenLöschenWas die da mit EUCH machen ist nicht schön!
Bürokratie - hoch 5. - Ich finde es schon seltsam, dass der Ehepartner nicht im Krankentransport mitfahrne darf- das muss mal einer erklären, wo da die Schwierigkeit liegen soll?
Dann das du beim Doc niemand erwischt hast, tut einem auch schon wieder weh, wenn man daran denkt, das du diesen Weg zu deinen Einkaufsgängen auch noch bewältigen sollst/musst.
Das mit dem Krankenhaus, dass die da keine Sauerstoffgeräte haben bzw. du das Nachhause schleppen sollst ist auch noch nicht die große Lösung. - Man müsste viel mehr an Entlastung denken.
Das du "F" durch die Flure schieben sollte, bin ich auch nicht von begeistert - weil sie kein Personal haben? ...
Schön, dass du deine Tante aufmuntern konntest - wobei mir das leidtut, wenn das mit dem Küchenboden nicht mehr gehen sollte - aber das ist auch die Generation: "abgeschafft". Die haben wahrscheinlich noch mehr gebuckelt - als wir uns vorstellen können.
Deinen Smiley Knödel habe ich sofort gemocht, ist dir aber auch aufgefallen dass der ganz vorne ein Küken ist - mit Schnabel und Augen - wirklich niedlich.
Nun bist du auch noch die Erfinderin der Knödelkunst.
Ich -freue mich bereits jetzt, wenn die "Knödel-Lisa" im Louvre hängt und du Steinreich bist.
Liebe - niedliche Klöße-Kunst- Grüße
lifemindr
Auf den Zimmern haben sie natürlich Sauerstoff, lieber lifeminder, aber nicht unten am Empfang. Ich komme ja mit F. an, muss dann erst mal einen Rollstuhl besorgen, wobei ich hoffe, dass die Dame am Empfang zumindest das regeln kann. Dann werde ich ihn durch die Weiten der verschiedenen Gebäude erst mal ins kardiologische Sekretariat bringen müssen, um ihn anzumelden, und dann sieht man weiter.
LöschenMit dem Küken haste recht, ich sehe es nun auch. :-))
Liebe Kloßkunst-Grüße zurück! :-))