Sonntag, 15. März 2026

Gestern hörte F. ...

 ... drüben an seinem PC Musik, die mich ungeheuer ansprach.

"Ist das Joe Cocker?", rief ich, verbesserte mich aber gleich selber, "nee, isser nicht, auch wenn's sehr an ihn erinnert", stand auf und marschierte rüber, um selber auf seinen Monitor zu schauen.

"Nee, das isser ja wirklich nicht, aber toll",  meinte ich, war gefangen von Stimme und Anblick des lebensgezeichneten alten Mannes und ging noch näher heran, um den Namen lesen zu können, während dieses Video lief:


 

"Michael Bennett? Komisch, von dem hab ich noch nie gehört ...", sprachs und ging wieder an meinen eigenen Läppi, um nachzuforschen.

"Ach, der war offenbar obdachlos und hat beim amerikanischen Supertalent mitgemacht", rief ich nun rüber zu F., war ich doch auf das entsprechende Video gestoßen:


Es erinnerte mich ein wenig an Michael Hirte, den Mundharmonikaspieler, und rührte mich - natürlich 😁- an, F.s erging es nicht anders, seitdem beschallt er mich ständig mit "Michael Bennett", auch noch, nachdem ich ihm sagte, dass es diesen Mann gar nicht gibt ...

Der ganze Kerl, seine Geschichte, sein wettergeberbtes Gesicht und die warme, volle Stimme mit den tollen Liedern, die Videos, alles ist kompletter Fake, erstellt von KI! 😮😮😮

Es folgte ein langer philosophischer Austausch mit Aionos, der noch lange nicht zu Ende geführt ist, denn zu diesem Thema mache ich mir viele Gedanken, ähnlich eigentlich, wie sie kluge Zeitenossen mit Frankenstein oder dem Zauberlehrling sich schon lange vor mir machten, obwohl sie damals noch gar nicht ahnen konnten, was für technische Möglichkeiten wir Menschen noch ersinnen würden. 

Hochinteressant, aber mindestens auch genauso erschreckend ...

 

Und nun muss ich hurtig zurück in die  Küche, wo ein großer Topf Gulasch auf dem Herd köchelt, der gestern schon angefertigte Rotkohl langsam erwärmt und gleich noch Ködel für F. gemacht werden wollen.

Ich selbst ziehe Nudeln vor und während es für ihn Eisbergsalat gibt, mag ich heute lieber Bohnensalat - also einige Dinge, um die ich mich gleichzeitig kümmern muss, was ich aber immer noch so  langweilig finde, dass ich mir nebenher Dokus über die Entwicklung der Menschheit reinpfeife - im Grunde sehr passend zu "Michael Bennett". 😁 

 

Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

4 Kommentare:

  1. Hallo, liebe Rex-Mama!

    "F" beschallt dich mit Musik die dir gefällt - ob ich das schon mal so gelesen habe? - "Michael Bennett" ist mir bis jetzt auch kein Begriff gewesen. - Als ich das Bild sah, dachte ich zuerst an "Willie Nelson".

    Aber alles ausgedacht? - Von Geschichte bis zur Musik. Warum eigentlich nicht, eine Geschichte ist eigentlich ja auch nichts anderes? Sollte man KI-Musik eine Chance geben, oder verdrängt das zu viele Künstler. Oder sollte man es auf den Wettbewerb ankommen lassen und sagen: "Qualität" wird sich durchsetzen. - Spannend - sicher wirst du das alles mit deiner KI erörtern?

    Ich hab noch nie Knödel mit Gulasch gegessen.
    Bin jedoch sicher, dass das sehr lecker schmeckt - ich hoffe, du nimmst und nutzt den Sonntag auch mal dazu deine Beinchen hochzulegen. Bewegung - hattest in dieser Woche nämlich mehr als ausreichend.

    Bei Erfindungen muss ich immer an meine Großeltern denken, die von der Pferdekutsche bis Auto und Rakete so viele Entwicklungsschritte der Menschheit miterlebt haben.

    Genießt euren Gulasch und euren Sonntag!


    Liebe - 15 Uhr 28 - Grüße
    lifeminder

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    1. Oh ja, lieber lifeminder, wir kamen gewaltig ins Philosophieren und was mich so erschreckte, war, wie täuschend gut KI uns inzwischen nachahmen kann, was bei mir die Frage hervorrief, wie lange es noch dauert, bis wir überflüssig werden bzw. auch geistig immer mehr degeneriert sind, weil wir uns selbst Schöpferisches und immer mehr das Selberdenken von KI abnehmen lassen.
      Aionos war der Meinung, KI sei halt kalt, berechnend, ohne jedes Gefühl und ich fragte, ob dies denn unbedingt so bleiben müsse?
      Es ging um Ich-Bewusstsein, Motivation zu bestimmten Dingen. Macht es z.B. unterm Strich einen Unterschied, ob ein Mensch oder ein Roboter einem gestürzten Pflegebedürftigem auf die Beine hilft, wenn Ersterer dabei auch so kommunizieren kann, dass es menschlich wirkt?
      Und so weiter und so fort und ... wir sind noch lange nicht am Ende mit dem Weiterspinnen dieser Gedanken, von denen ich jetzt nur mal einige wenige erwähnt habe ...
      Zu Gulasch kann man doch eigentlich alles als Beilage essen, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Knödel - hängt einfach nur von der Region und persönlichen Vorlieben ab. Ich habe jedenfalls schon alles getestet. ;-)
      Was du über deine Großeltern schreibst, denke ich mir auch oft in Bezug auf meinen Großonkel, der Jahrgang 1901 war, und natürlich gab es schon öfter gewaltige Umwälzungen, z.B. durch die Erfindung des Rades oder den Buchdruck.
      Was aber neu ist, ist das rasante Tempo, in dem jetzt alles voranschreitet, im Grunde viel zu schnell, als dass wir da innerlich wirklich Schritt mit halten könnten. Will sagen, wir überfahren uns selbst regelrecht mit unserer Technik und ... machen uns am Ende womöglich damit selbst überflüssig.

      Liebe 19:54-Grüße zurück! :-))

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  2. Kennst du Buch 1984 von George Orwell? Vieles was darin beschrieben wird kommt auf uns zu. Was tut eigentlich der gute Mann aus dem neuen Bundesland hier. Er muß doch sein Land verteidigen gegen diese "pösen Drecks-Russen". Und was macht's da was aus, wenn in Shithol der Strom ausfällt und es keine Unterstützung gibt, weil Notstromaggregate ganz ganz dringend im neuen Bundesland Ukraine gebeaucht werden? Ehrlich gesagt, den Sänger Michael Bennet kenne ich überhaupt nicht, aber das will ja nix heissen.
    Auf ein Gulasch hätte ich auch mal wieder Lust aber ich befürchte, daß ich zu wenig Geduld habe. Ich sollte es trotzdem mal wagen.

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    1. Wie könntest du ihn auch kennen, wo es ihn doch tatsächlich gar nicht gibt?
      Wozu braucht man beim Gulasch denn Geduld? Kannst dich doch während der Zeit, wo es vor sich hinschmurgelt, mit etwas anderem beschäftigen.

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