Dienstag, 11. Februar 2025

Als ich eben F.s Müsli ...

... zusammenstellte aus Haferflocken, gemahlenen Haselnüssen (anders kann der alte Sack sie nicht mehr beißen 😁), Rosinen, getrockneten Feigen, Bananenscheiben und Milch, musste ich grinsen, weil ich an das dachte, was ich neulich nachts mal im TV mitbekam.

Denn die Aussage, das Frühstück sei die wichtigste Mahlzeit des Tages, ist einer der vielen Mythen, die sich hartnäckig in den Köpfen halten.

In Wirklichkeit geht das auf John Harvey Kellogg zurück, der 1897 seine Cornflakes damit an den Mann bringen wollte, genau wie das mit den angeblich 10.000 nötigen Schritten am Tag von jemandem in die Welt gesetzt wurde, der Schrittzähler verkaufen wollte.

Genauso verhält es sich ja mit Erkältungen, die keinesfalls durch Kälte oder Zugluft ausgelöst werden, sondern ausschließlich durch Viren, die aber natürlich bei einem unterkühlten Körper auf einen dankbaren Abnehmer stoßen.

Sprich, will ich F. dauerhaft davor bewahren, kann ich mich ruhig nackig in Schnee und Eis tummeln, nur die Nähe zu anderen Menschen sollte ich meiden, und wenn es sich nicht umgehen lässt, dann halt mit Mundschutz. 

Noch mal zurück zum Frühstück: Ich selber begann schon als Schülerin darauf zu verzichten. Ein gemeinsames gab es bei uns in der Familie eh nicht, Muttern schlief lange, und wir vier anderen mussten zu ganz unterschiedlichen Zeiten los, also versorgte sich jeder selbst, so wie er es gerne mochte.

Am Anfang waren es wohl eher Zeitmangel (mein Wecker schellte erst in letzter Minute 😁) und Faulheit, später kam Kalorienbewusstsein hinzu, denn A. und ich sahen in der Schule einige Beispiele, was die Ausmaße anging, denen wir lieber nicht nacheifern wollten, aber schon damals war es so, dass mein Kopf am besten funktionierte, wenn Magen und Darm sich entspannt zurücklegen konnten.

Daran hat sich bis heute nichts verändert, Essen macht mich zwar zufrieden, aber auch faul und wohlig träge, also ist das Intervallfasten für mich die optimale Ernährungsform, zumal wohl auch das "Abends essen macht dick" eher ins Reich der Mythen gehört, denn ausschlaggebend fürs Gewicht ist nach bisherigen Erkenntnissen die Zahl bzw. das Verhältnis von über den Tag aufgenommener und verbrauchter Engergiemenge.  

Und um beim Essen zu bleiben - gestern versuchte ich mich ja erstmalig an einer Serbischen Bohnensuppe, wofür ich zunächst einmal Zwiebeln anschwitzte. Es kamen Schinkenspeck und Salami sowie Knoblauch hinzu, Tomaten- und Paprikamark, das ebenfalls kurz mit anbraten durfte, bevor ich ich gewürfelte Kartoffeln, Paprikaschoten und Suppengemüse zufügte.

Mit Gemüsebrühe angegossen, in die ich noch passierte Tomaten und natürlich Gewürze einrührte, dann durfte das Ganze kochen, ca. eine halbe Stunde, dann folgten die weißen Bohnen und erneutes Kochen.

Schon beim Umrühren merkte ich, dass besonders Kartoffeln und Möhren noch sehr hart wirkten, also dehnte ich die Kochzeit auf ingesamt locker zwei Stunden aus, und das Erstaunliche war, dass F., als er ein Schüsselchen zum Probieren bekam, es zwar sehr lecker fand, gleichzeitig aber über das harte Gemüse jammerte.


 

So was habe ich echt noch nie erlebt. Kartoffel- und Selleriewürfelchen sowie Möhrenscheiben, die auch nach zwei Stunden noch nicht weich werden wollen?

Wie kann datt denn sein? *koppkratz*

Tja, und dann passierte mir noch ein böser Fehler. 

In der Speisekammer habe ich einen uralten Zweitkühlschrank, noch von Großtante Kächen, der schon bei niedriger Stufe sehr kalt wird (trotz erstaunlicherweise niedrigem Stromverbrauch, ein Zähler ist zwischengeschaltet, also sehe ich es immer). Wenn ich für mehrere Tage vorkoche, ist das Essen dort bestens aufgehoben, aber natürlich schalte ich ihn aus, wenn er zwischendurch mal leer ist.

Gestern Abend wollte ich die Suppe über Nacht runterkühlen, packte sie also in diesen Kühlschrank, doch heute früh bemerkte ich zu meinem Entsetzen, dass ich vergessen hatte, das Gerät wieder einzuschalten.😲

Hoffentlich ging das gut. Nachher werde ich es merken, wenn ich die Suppe noch einmal durchkoche, bevor es sie zum Mittag für F. geben wird.


Nun muss ich los, F.s Prädiabetesbüchlein beim Doc abholen und eine Einkaufsrunde drehen.


Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉