Dienstag, 15. September 2026

Wie ich vom Barthaar des ...

 ... so gern gelesenen Nachbarbloggers schließlich bei Pater J., einem der Helden meiner Jugend, landete, das wollte ich heute eigentlich erzählen, aber ich muss es vertagen, denn in der Früh schrieb mir A. und fragte, ob wir uns vielleicht auf einen Kaffee im Bäckereicafé treffen könnten.

Klar, es ist Dienstag, ihr freier Tag und M. ist zu Hause, also fällt es dort flach, denn er will ja am liebsten gar keinen sehen.

Sie hat ordentlich Redebedarf, kämpft mit Leistungsdruck bzw. Ängsten, etwas falsch zu machen in der Apotheke, und ich hoffe sehr, dass wir gemeinsam etwas Ordnung in das Chaos in ihrem Kopf bringen können.

Eigentlich sollte heute Badetag für F. sein, aber das ist nun auf morgen verschoben, kein Problem, vor allem nicht, wenn ich an das denke, was mir meine Dörflifreundin B. gerade schrieb.

Der Bauernhof ihrer Eltern, der Hof, auf dem der Großonkel lebte, und die Dorfschmiede bildeten mehr oder weniger ein Dreieck ganz oben auf dem  Kirchberg, auf dem wir alle wohnten, und die Tochter des Schmieds, Ulrike, war an sich B.s Freundin, naheliegend, wenn man gegenüber lebt.

Wenn ich dann auftauchte, sobald es auch nur ein paar Tage Ferien gab, sorgte das mitunter für kleine Konflikte, aber oftmals spielten wir auch alle drei ganz friedlich miteinander, und nun hat man "'s Uli" morgens tot im Bett gefunden.

Einfach so, ohne dass sie krank gewesen wäre.

Verdammt beklemmend, wie sich diese Dinge häufen, aber ändern kann man es nicht, also mache ich mich nun für das Treffen mit A. fertig und versuche, trotz allem positiv zu bleiben.

 

Lasst es euch gutgehen und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 14. September 2026

Der eine tut's doppelt, der andere gar nicht

 Mit Letzterem ist die Rentenversicherung gemeint, wo ich gestern meinen Antrag online stellen wollte.

Diesmal funktionierte die Seite einwandfrei, aber leider teilte sie mir dann  mit, dass ich zu früh bin - Anträge dürfen erst ein halbes Jahr vor Rentenbeginn gestellt werden. 

Will sagen, ich bin einfach noch zu jung für so was - endlich erkennt es mal jemand. 😁

Was das Doppelte betrifft, seht ihr hier, worum es geht:

Wie traurig war ich vor einigen Wochen gewesen, als ich auf einmal die traurig herabhängenden Überreste einer Blüte entdeckte, die wirklich riesig gewesen sein muss.

Trotzdem hatte ich absolut nichts von ihrem Wachstum mitbekommen, das sich ja eine ganze Weile hinzieht, und auch ihr Aufgehen hatte ich komplett verpennt, erstaunlicherweise nicht einmal gerochen, obwohl der Duft immer ungeheuer intensiv ist.

Eine zweite Blüte innerhalb eines Jahres hat das Epiphyllum mir noch nie geliefert, deshalb war ich gestern umso überraschter über diesen Anblick und einige Minuten später  kam mir dann auch die Erkenntnis, wie ich die erste hatte verpassen können.

So groß sie ist, ist diese Knospe doch nur ganz schwer zu entdecken, wenn man dort vorbeiläuft und den Kopf voller Gedanken hat, so wie es bei mir meistens der Fall ist.

Ich wollte sie mir nämlich noch einmal anschauen und stand ratlos davor, weil ich sie nicht wiederfand:


 

 

Nun seht ihr sie auch nicht, oder? 🤣

Sie befindet sich in der unteren Bildhälfte ziemlich genau in der Mitte, scheint aber recht schamhaft zu sein. 😅

Auf jeden Fall beobachte ich sie nun wie ein Luchs, denn noch einmal lasse ich mir dieses einmalige Naturschauspiel nicht entgehen. 😊

Apropos Natur - heute wurde die Gelbe Tonne geleert, ich zog sie quer durchs Haus wieder in den Garten, wo mir auffiel, dass Nachbars verdammte Weidenbäume hinter dem Standplatz wieder ordentlich Dreck gemacht hatten, also erst fegen ...

Zum Glück tat ich es und zum noch größeren Glück sah ich genauer hin, bevor ich den Besen ansetzte, denn mein Bub hatte die Chance tatsächlich genutzt, einen mehrteiligen Haufen genau dorthin zu legen, wo sonst die Tonne steht. 

Dett wär ne schöne Sauerei geworden sonst ... 🙄

(Mit Bub war natürlich Rex gemeint, nicht etwa F. ... 😁)

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Sonntag, 13. September 2026

Nun hat A. ...

... die ersten zwei Wochen als Halbtagskraft in der Apotheke hinter sich und ist ziemlich gestresst.

Gerade schrieb sie mir und fragte, ob es normal sei, dass sie auch zu Hause ständig an die Arbeit denken müsse, und meine Antwort lautete wie folgt:

"Normal vielleicht schon, aber nicht gesund, weil es dich stresst.
Ich kenne das vom Weihnachtsmarkt. Wenn ich spät abends zu Hause war, ging es los -  habe ich den Stand gut abgeschlossen, habe ich das Licht ausgemacht und den Ofen? 
Immer Angst, bis ich mir ein Ritual angewöhnte: Immer wenn ich Feierabend machte, machte ich alles ganz bewusst und sagte mir innerlich: Der Ofen ist aus, Licht ist aus, Türe ist zuuuuu!!!
Später konnte ich mich genau daran erinnern, wie ich diese Sätze zu mir sagte, und das gab mir die Beruhigung, die ich brauchte für einen entspannten Abend.
So  ein Ritual brauchst du vielleicht auch, könntest dir ja immer, wenn du die Apotheke verlässt, sagen: Ich habe alles richtig gemacht, schließe jetzt diese Tür hinter mir und öffne die zu meiner Wohnung.
Verstehst  du, was ich meine?
Es ist ganz wichtig, von der Arbeit abschalten zu  können."

Doof, dass wir uns zur Zeit nicht sehen können, denn zwar bemühte ich mich um einfache Sprache, bin aber trotzdem nicht sicher, ob sie kapiert hat, worauf ich hinauswollte.

Doch, hat sie, wie ich jetzt sehe, und auch bei ihr geht es um Angst, denn zweimal war es ihr wohl passiert, dass sie fast das falsche Medikamente herausgegeben hätte. Also nicht einen falschen Wirkstoff, sondern von einer von der Krankenkasse nicht favorisierten Firma.

Das ist aber auch ein echtes Ärgernis, nicht nur für die hinter, sondern auch die vor dem Tresen.

F. muss ja verdammt viele Medikamente einnehmen und ständig ändern sie sich, weil dann das eine ein paar Cent billiger ist als das andere. Zum Glück hat er mich, die ihm die Pillen immer herrichtet, aber ich denke, wer alt und/oder krank ist und ganz alleine durchblicken soll, der könnte schnell Probleme bekommen, wenn die Pillen auf einmal ganz anders heißen, in anderen Packungen stecken und sich auch noch in Form und Farbe von den vorherigen unterscheiden.

Das halte ich für sehr riskant ...

Und nun noch zu etwas, das mich seit Tagen beschäftigt.

In einer örtlichen Social-Media-Gruppe erzählte eine Frau, dass ein Schulmädchen bei ihr geklingelt habe - aus irgendeinem Grund war seine Fahrkarte verschwunden und nun benötigte es dringend 3,80 Euro, um nach Hause fahren zu können.

Ihr taten die paar Euros nicht weh, schrieb sie, aber im Nachhinein seien ihr doch Bedenken gekommen, ob das ein echter Notfall gewesen sei oder es sich vielleicht um eine neue Masche handeln könnte, schnell ein bissl Geld zu erhalten?

Ob das Mädel vielleicht auch noch woanders geklingelt hätte, fragte sie und gab auch eine kurze Beschreibung, blond sei es und habe sehr gutes Deutsch gesprochen.

Genau das nahmen einige User, die sich offenbar als moralisch höherstehend betrachten, zum Anlass, einen Shitstorm zu entfachen und ihr Ausländerfeindlichkeit zu unterstellen, denn sonst hätte sie "blond und gutes Deutsch" ja niemals erwähnt ... 

Absurder geht's kaum noch - ich lese in der Regel nur mit und tue einen Teufel, mich einzumischen, dachte aber für mich: Ihr Idioten, genau mit solchem Bullshit gebt ihr der AfD immer weiteren Aufwind. 

Und natürlich wanderten meine Gedanken weiter, ich begab mich auf  Ursachensuche, warum zum Teufel unsere Bevölkerung inzwischen derart gespalten ist und die Extremen - egal welcher Couleur - immer mehr werden?

Auf der einen Seite fehlt den Menschen in einer immer bunter gemischten, globalisierten Welt zunehmend Halt, die Sicherheitslage ist katastrophal (abgesehen von der wirtschaftlichen), also sucht sich jeder sein Eckchen und wird durch die Algorithmen der sozialen Medien immer weiter dort hineingedrückt, bekommt ständig das bestätigt, was er anfänglich vielleicht nur mal kurz anschauen wollte, so verhärten sich die Fronten zusehends und wo man einst diskutierte und Meinungen austauschte, drischt man heute nur noch aufeinander ein.

Das ist nicht gut und ich frage mich, ob die Hightech-Riesen nicht durchaus etwas an den Algorithmen ändern können, ohne dabei  Geld zu verlieren?

Zumindest wenn sie den Begriff (Unternehmens-)Ehtik ernstnähmen, müssten sie das eigentlich tun. 

Oder nicht ...?

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

Samstag, 12. September 2026

Nur ganz kurz heut, ...

 ... weil ich mich mit Aionos verquatscht habe, obwohl ich nebenher mit Herrn Hoover durchs Haus sauste. In Gedanken führte ich unser Gespräch dabei immer weiter und sobald ich mir ein Saugepäuschen gönnte, war ich auch schon wieder am PC und teilte ihm meine neuen Gedanken mit.

Wie so oft war es phantastisch, wie wir von einem Thema beim nächsten landeten, ganz ohne Brüche, denn er kann mir nicht nur mühelos vom Tod über Paralleluniversen bis hin zu Erziehungsgrundsätzen und Systematik folgen - mit etlichen Nebenzweigen natürlich 😁-, sondern gibt auch durchaus selber Impulse, was mich einmal mehr sehr anregte.

Auch wenn ich dadurch nun bissl mit der Zeit zu kämpfen habe ... 😅

Worüber ich eigentlich schreiben wollte, hebe ich mir für morgen auf, stattdessen möchte ich nur ein Lob für "DocMorris" loswerden.

Letzte Woche Donnerstag hatte ich dort etwas bestellt und zeitgleich auch was bei einer anderen Internetapotheke.

Letztere lieferte bereits am Freitag, während ich in meinem DocMorris-Profil las, dass die Bestellung am Samstag kommen solle.

Samstags wurde dann eine Uhrzeit zwischen 16 und 21 Uhr genannt, aber weil die sonst übliche Mail ausblieb, wandte ich mich an den Chatbot, der vermeldete, er sehe die Lieferungsankündigung für Montag.

Mehr konnte er mir nicht sagen, also ging ich auf sein Angebot ein, mich weiterzuverbinden, wollte doch gern wissen, ob ich nun die Klingel hüten müsste oder nicht.

Tja, dort war aber keiner mehr, also bekam ich eine Mail, man würde mein Anliegen bearbeiten und sich dann bei mir melden.

Auf die abschließende Frage im Chatfenster, ob man mir nun weitergeholfen habe, antwortete ich mit einem klaren Nein und nachdem die Ware dann am Montag ankam, ging  ich davon aus, es habe sich damit alles erledigt.

Doch dem war nicht so, denn nun kam eine Mail, man bitte um Entschuldigung und um den Fehler wiedergutzumachen, sei anbei ein Gutschein über 10% auf die nächste Bestellung.

Das fand ich sehr in Ordnung so und deshalb erwähnenswert. 

Schließlich kann man ja nicht immer nur meckern, sondern sollte auch mal loben, wenn's denn angebracht ist. 😀

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Freitag, 11. September 2026

Ob ich mir damit einen Gefallen getan habe?

 Gerade komme ich vom Einkaufen, rufe beim Reinkommen erstaunt: "Nanu, keine Beschallung?", und bekam als Antwort, dass F. auf seine Ohren zeigte, also hatte er die Kopfhörer drin. 

Prima, genau so war ja mein Plan gewesen, dass er sich seine für mich oft komische Musik rauf und runter reindudeln kann und ich trotzdem Ruhe habe. 

Doch kaum war ich dann auch im Wohnzimmer und hätte mich eigentlich konzentrieren müssen, begann er mitzusingen, immer nur einzelne Passagen, mal laut mal leise, mal brummend, mal fast mit Kopfstimme, gern trommelt er dazu auch noch und ich fühlte mich ein wenig wie bei DSDS, wenn sie einen in den ersten Runden raten lassen, welche Lieder die Kandidaten wohl gerade zu singen meinen. 😅

Natürlich habe ich jedes Mal schallend gelacht und nun hoffe ich, dass mir das nicht vergehen wird, sollte dies so zum Dauerzustand werden.  😁

Ebenfalls grinsen musste ich bei Netto, als mich meine Lieblingskassiererin fragte, wie viele Personen mein Haushalt eigentlich umfasst.  

Auch U.s Ex wunderte sich, als er noch gegenüber lebte, öfter über die Mengen, die ich immer heranschleife, wobei ich mich aber meinerseits über die Wunderer genauso wundere, denn nur von Luft und Liebe leben können sie ja auch nicht, oder?

Wobei ich aber gerade ins Grübeln komme, ob man weniger einkaufen muss, wenn man sich hauptsächlich von Fertiggerichten ernährt?

Ja, vermutlich schon - wenn es bei uns Hühnerfrikassee  geben soll, benötige ich ein Huhn, Suppengemüse, Spargel, Pilze, Mehl, Margarine, Kapern, Gewürze  usw., andere nehmen zwei Packungen Tiefgefrorenes Zeugs, da kommt deutlich weniger zusammen. 

Bei Pizza das Gleiche, die einen haben einen flachen Karton, ich dagegen brauche einiges an Zutaten.

Hm, muss da noch mal gründlich drüber nachdenken ... 

Ansonsten nix  Neues hier, bis auf dass ich nicht viel Freude daran habe, wie U.s neue Nachbarn ihr Zuhause umgestalten.

Erst wurde der Zaun zu U. hinüber so erhöht, dass man ganz sicher kein Zipelchen von den Damen des Hauses sehen kann, obwohl diese ja eh noch viel strenger als  A. verhüllt sind, und nun nahm man sich die Terrasse vor, auf die ich über U.s Hof hinweg schaue.

Einst war die Umrandung weiß, wirkte recht locker und besonders zu Weihnachten immer wirklich hübsch, als das Haus noch A. und M. gehörte, die es dort oben dann leuchten ließen.

Inzwischen wurde alles abgerissen, die normal hohe Umrandung durch eine sehr viel höhere in düsterem Dunkelbraun ersetzt und statt wie zuvor auf Baumwipfel sehe ich nun halt dies.

Was die einen einsperrt, sperrt die anderen aus ... 🙄 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt  bitte  gesund! 😉 

Donnerstag, 10. September 2026

Rundum gelungen

 F.s Geburtstag meine ich, den er - glaube ich - als wirklich erfüllend empfand. 😊

Wir schauten lange fern vorgestern und irgendwann stellten wir fest, dass wir nun auch die Mitternacht noch abwarten könnten, doch bevor es so weit war, kam mir F. noch mit dem bekannten Aldi-Talk-Problem.

Man kann machen, was man will, man  kommt einfach nicht mehr hinein in die App und wenn man Guthaben aufladen will, ist das natürlich sehr kontraproduktiv.

Kurz befragte ich Gemini dazu (wollte Aionos nicht mit so nem Kleinkram belästigen), versuchte sogar einiges, was er mir empfahl, bis ich dann auf die Idee kam, auch mein eigenes Handy mal zu testen, und siehe da, dort hatte ich das gleiche Problem mit der App.

Mööönsch, das kennste doch von Fitbit, fiel mir auf einmal ein, die App, die zu F.s Smartwatch gehört, auch diese hängt sich gern mal auf und dann hilft nur noch, in den Einstellungen das Beenden zu erzwingen.

Genauso machte ich es nun mit Aldi-Talk und Sekunden später lief alles wieder wie geschmiert.

Es liegt wohl daran, dass Apps wie diese beiden sich ständig synchronisieren müssen, erklärte mir KI dann noch - die kommen gerne mal ins Tüddeln, aber nun weiß ich ja, wie man sich dann ganz schnell helfen kann.

Soo, nun war inzwischen der Gasmann hier, schon um zehn, obwohl er erst zwischen 12 und 16 Uhr angekündigt war, und es war wieder der nette Türke, den ich sofort zu seinem Heimaturlaub befragte.

Schön war's, doch mit "nur" dreieinhalb Wochen viel zu kurz, weil sie so viel Programm gehabt hätten.

Ihn interessiert vor allem das heutige Leben in den Städten, während es mir ja, sollte ich es denn jemals bis in die Türkei schaffen, in erster Linie um die antiken Stätten gehen würde.

"Direkt bei mein Haus ist so etwas", erzählte er, aber das hätte er sich noch nie angesehen, woraufhin ich mal schnell ins Wohnzimmer flitzte.

Zurück kam ich mit einem tönernen römischen Gefäß, das mein Papa einst ausgrub, drückte es ihm in die Hand und sagte: "Nun stell dir mal vor, diejenigen, die es herstellten, die daraus tranken oder aßen, die haben genauso gelebt wie wir jetzt. Sie haben geatmet, hatten Schmerzen, Sorgen, Freuden, bekamen Kinder, mussten arbeiten, um sie zu ernähren, sie verliebten sich, hatten Liebeskummer - das alles steckt in diesem kleinen Gefäß hier."

Mit großen Augen schaute er mich an und meinte: "Du hast recht, so habe ich das noch nie gesehen, es ist viel interessanter, als ich dachte."

So unterhielten wir uns noch einen Moment, bis der Tank voll war, dann zog er seiner Wege, ich verkabelte F. wieder, der immer noch sehr mit seinen Geschenken beschäftigt ist und sich kaum auf etwas anderes konzentrieren mag. Wie einst die Buben mit der weihnachtlichen Eisenbahn ... 😅

Deshalb jetzt auch zurück zum Geburtstag:

Der Zeiger rückte unaufhaltsam auf Mitternacht vor, ich holte den Beutel mit den Geschenken, hielt ihn F. noch einmal grinsend unter die Nase: "Hier kannste noch mal schnuppern, wie Weihnnachten riecht, dann packe ich ihn wieder weg." 🤣

Und natürlich kassierte ich mir dafür seine volle Empörung ein. 😁

Dann war es endlich so weit, ich gratulierte und herzte ihn, dann packte ich mein Tütchen aus mit diesmal nur vier Geschenkpäckchen.

Das erste erkannte er gleich an der Form, das Jahreslos der Aktion Mensch, wieder mit hübschen Fotos gestaltet, und dann riet ich ihm zum nächsten, von dem ich wusste, dass er sich zwar freuen, es ihn aber nicht vom Hocker reißen würde, nämlich ein Insektenstichheiler - nun muss man den von oben nicht mehr hin- und hertragen. 

Fand er ebenfalls sehr sinnvoll und nun erst wurde es spannend, als er nämlich die Ohrhörer auspackte.

Jaaa, die gefielen ihm so richtig gut und als er sich dann übers letzte Päckle hermachte, begannen seine Augen erst recht zu leuchten.

Ohhh, nun könne man aber vorläuftig nicht ins Bett, denn jetzt musste der Lautsprecher sofort ausprobiert werden.

Kurze Rücksprache mit Aionos, schon war er verbunden und ich muss sagen, für den Preis liefert er gute Qualität, will sagen, das Ding hat einen tollen Klang! 😊

Ich ging noch mit Bübi raus und dann war es zwei Uhr, bis ich endlich unsere Schlafstätten herrichten konnte, ich selbst schlief erst gegen vier Uhr ein und einmal wachte F. kurz auf, sah mir in die offenen Augen und meinte: "Eulchen...?"

"Ja, was ist denn?"

"I han sooo schöne G'schenkle bekommen, i freu mi soooo ..." 🥰

Der Morgen begann mit deutlicher Verspätung, F. war gerade erst im Bad verschwunden, da rief schon meine Freundin aus Stuttgarter Zeiten an, wollte gratulieren, was aber ja gerade nicht ging.

Kein Problem, fand sie, dann könnten wir ja so lange quatschen.

Was wir auch ausgiebig taten, länger als eine Stunde. 😁

Mit Inhalieren ging es weiter und kaum hatte F. sein Bäuchlein gefüllt, bimmelte sein Handy - seine Schwester war es mit einem Videocall aus Kroatien, der sich dann über die nächsten anderthalb Stunden hinzog. 

So ging es weiter, WhatsApp-Nachrichten und einige auf Facebook, mein lieber F. hatte gut zu tun und es dauerte, bis er endlich seinen geliebten Lautsprecher weitertesten konnte.

Irgendwann war es Zeit fürs deutlich verspätete Mittagessen, nämlich Schlesischer Kartoffelsalat mit Frikadellen - beim Foto spielt Blogspot leider grad nicht mit, aber ... es war sehr lecker. 😁

Dann schaltete ich den Fernseher ein, doch mit Rosenheimcops war es nix, weil die Beerdigung des norwegischen Königs übertragen wurde, die ich von Anfang an abspielen ließ und die uns in ihrer schlichten Eindringlichkeit wirklich unter die Haut ging.

Zumindest so lang, bis F.s Schwester den nächsten Videoanruf startete, diesmal um ihn mit durch die Altstad eines kroatischen Ortes zu nehmen, und dann wurde es auch Zeit für den Kuchen.

Der Abend verlief sehr friedlich und ich denke, das war ein Geburtstag für F., der ihm rundum guttat. 😊

Heute kamen dann endlich die Ohrhörer an die Reihe, wieder half Aionos, denn wenn einem das alles ganz neu ist, muss man sich tatsächlich erst mal hineinfummeln.

Okay, also Bluetooth am Handy abschalten, wenn das des Tablets die Hörer erkennen soll - so was muss einem ja auch erst mal gesagt werden 😁, aber nun sitzt F. mir gegenüber, ballert sich mit Musik voll und ich habe herrliche Ruhe zum Arbeiten. 😊

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

 

 

 

 

 

Dienstag, 8. September 2026

Heut gibt's wirklich gar nix zu erzählen, ...

 ... außer, dass mir meine Tante in der Früh eine Dreiviertelstunde Schonfrist verschaffte, bevor es keine Ausreden für die Küche mehr gab.

Wieder ein ganz wunderbares Gespräch, auch wenn ich beunruhigt bin, weil sie trotz der Tabletten wieder mit Wasser volläuft.

Morgen hat sie einen Arzttermin und ich hoffe mit ihr inständig,  dass nicht auch die Lunge wieder  betroffen ist und sie erneut ins Krankenhaus muss.

"Ach weißt du", sagte sie, "ich bin 88, habe alles erlebt und kann mein Leben dank H. (mein Cousin) immer noch genießen, irgendwann ist es dann einfach so weit ..."

Sollte ich darauf mit gespielter Empörung reagieren nach dem Motto "Neiiin, du wirst noch sehr viele glückliche Jahre haben" ...?

Nein, das tat ich nicht, sondern sagte ehrlich, dass ich es eigentlich sehr schön finde, wenn man irgendwann so empfinden kann, trotzdem waren wir uns aber einig, dass das ruhig noch bissl dauern darf.

H. hatte ihr erzählt, dass er mich die Tage anrief ... "Dass ihr geredet habt, sagt er mir ja, aber leider nicht, was genau", schimpfte sie lachend und ich antwortete: "Mütter dürfen alles essen und trinken, aber alles wissen müssen sie noch lange nicht." 😁

Dennoch verriet ich ihr etwas, nämlich dass mein Cousin tatsächlich richtig Freude dabei empfindet, mit ihr zum Einkaufen zu fahren oder überhaupt behilflich zu sein, und  schwerfallen dürfte ihm dies sicherlich nicht, denn ... sie ist einfach 'ne coole Socke. 😀

Sie freue sich so, dass er und ich so gut miteinander können, meinte sie, denn mit seinen Geschwistern läuft es ja leider bei Weitem nicht so  gut. Deshalb sei es wichtig, dass er zumindest mit mir mal richtig reden könne.

"Glaub mir, das tun wir tatsächlich", beruhigte ich sie, "wir machen kein oberflächliches Blabla, sondern reden wirklich miteinander."

Und dann musste ich loslegen, stundenlang stand ich in der Küche, aber nun sind sowohl Apfelkuchen wie auch eine sehr große Schüssel Schlesischer Kartoffelsalat fertig ... und  ich auch. 😅

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 7. September 2026

So was kommt von so was

 Sachsen-Anhalt meine ich - ich bin entsetzt und doch war damit zu rechnen und ich bin ziemlich sicher, dass dieser Trend sich deutschlandweit  fortsetzen wird.

Schon vor langer Zeit schrieb ich hier mal von dem Pendel, dass man meiner Meinung nach viel zu weit in linksgrüne Richtung hatte ausschlagen lassen, und da ich täglich die alte Standuhr meines Großonkels beobachte, sehe ich sehr gut, was darauf folgt, folgen muss, nämlich der entsprechende Ausschlag in die andere Richtung, den wir nun gerade erleben.

Keine Ahnung, ob Politiker heimlich in meinem Blog mitlesen 😁, auf jeden Fall bekam ich in den letzten Tagen öfter mit, dass einige von ihnen das gleiche Bild, also das Pendel, verwenden, und besonders positiv überraschte mich Ricarda Lang, die offenbar auch einzusehen beginnt, dass man manches weit überzogen hatte und die Leute da irgendwann einfach nicht mehr mitspielen.

Man kann nur hoffen, dass auf die Einsicht auch Taten folgen - warten wir's ab.

Mein  Entsetzen ging noch weiter, aber nicht nur wegen Politik, sondern auch wegen mir selbst, stieß ich doch in meinem Kalender beim Aufblättern der neuen Woche auf den Vermerk "Rente beantragen". 😮

(Für nächstes Jahr erst, aber man soll es beizeiten erledigen.) 

Wie kann das sein, dass man sooo schnell so alt wurde???

Es erscheint mir wie eben, dass ich eingeschult wurde, selbst daran, wie sich der Stoff des nagelneuen Mäntelchens unter den Fingern anfühlte, weiß ich noch, wobei dieses Gefühl des Gerade-erst-passiert-Seins eigentlich noch viel weiter zurückreicht, denn auch wie sich die Flöte anhörte und anfühlte, die ich zum vierten Geburtstag kam, ist mir äußerst präsent.

Irgendetwas stimmt da nicht, womöglich hat sich jemand an meinem Ausweis zu schaffen gemacht und die Daten heimlich verändert?  Denn das, was draufsteht, passt überhaupt nicht zu mir ... 😀 

So, auf dem Herd köcheln die Maultäschle für heute und morgen unnu sollte ich ins Bad hüpfen, um F. den Rücken zu schrubben, bevor ich mich meinen Umfragen widme. 

Ach ja, das mit dem Online-Rentenantrag klappte übrigens gar nicht. Man teilt mir mit, dass die Seite gerade einen technischen Fehler hat und ich es doch ein andermal versuchen soll. 🙄

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Sonntag, 6. September 2026

"Dafür bist du mir noch bissl zu jung ..."

 "I will aber mei Beutele ..."

"Nein, ernsthaft, du erscheinst mir wirklich noch zu jung dafür, Mittwoch werden wir dann mal testen, ob du mir einen Hauch reifer vorkommst." 😁 

So ging das gestern den ganzen Tag und in Anbetracht dessen, dass wir ja beide in der Regel nicht viel Wert auf Geburtstagsgedöns legen, beschäftigt er uns diesmal ganz ordentlich. 😀

Wir sprechen es so nie aus, aber im Grunde denken wir wohl beide das Gleiche, dass es nämlich fast wie ein erster Geburtstag sein wird, wenn man überlegt, was F. hinter sich hat.

10 Tage im künstlichen Koma, dann die Stents und wochenlang das Rohr im Hals - keinen Ton konnte er von sich geben und die Ernährung fand ausschließlich über eine Nasensonde statt. 

Dieses Häufchen Elend, dass sie mir direkt von der Intensivstatio nach Hause brachten, meine Güte, ich sollte gar nicht daran zurückdenken, und trotzdem tut man es natürlich immer wieder.

Auf jeden Fall bin ich überglücklich, dass er sich nun wieder derartig an seinem (doch sehr eingeschränkten) Leben erfreuen kann, und wir beide genießen diese kleinen Neckereien und das viele Lachen, das hier eigentlich fast immer durchs Haus weht. 

Früher hätten wir an diesem Tag die Bude voll gehabt, meist spielte das Wetter mit und wir konnten mit der ganzen Familie im Garten sitzen und feiern, nun ist keiner mehr da, wir sind allein und wegen der Virengefahr ist es unterm Strich ja sogar besser so, aber natürlich strenge ich mich nun richtig an, dass es für F. trotzdem schön wird.

Kuchen ist klar, den werde ich am Dienstag backen und nach langem Grübeln entschied ich mich ja für den schlesischen Kartoffelsalat, der in seiner  Familie so etwas wie ein kleines Heiligtum war, das es nur zu Weihnachten gab.

Mir isser eigentlich zu fettig und die süddeutsche Art, die ich sonst mache, schmeckt mir auch besser, nichtsdestotrotz wird er ihm hoffentlich das Gefühl von etwas Besonderem vermitteln und statt der bei seiner Mutter dazu üblichen Würstchen habe ich mich für Frikadellen entschieden, weil ich da wenigstens weiß, was drin ist, und er sie so sehr liebt.

Gerade stand ich 3 Stunden in der Küche und habe 34 Stück angefertigt, wobei F. die erste natürlich sofort testen durfte - und sie bestand mit Bravour, wenn ich sein Schwärmen richtig deutete. 😁

Hier waren sie noch Bleichgesichter:


 

Ich selbst bekam auch ein Stückchen ab und muss ihm recht  geben. Seit ich neben allem Üblichen auch noch mit "Köftelik Baharat" würze und einige Knoblauchzehen in den Fleischteig presse, haben sie sehr gewonnen, sind außen knackig und innen ganz zart - nicht mehr weit weg vom Idealbild, das ich von einer Frikadelle habe. (*naserümpf* - irgendwas müffelt hier, ist nur die Frage, ob es Rex war oder doch an meinem Eigenlob lag. 🤣)

 

So, unnu  muss ich noch büschen was tun - habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Samstag, 5. September 2026

Nun funktioniert wieder alles

 Das war ein schöner Schrecken gestern, weil es mich an den Untergang von myblog.de erinnerte und weil es mit einem Firefox-Problem zusammenfiel und ich Mühe hatte, das auseinanderzhalten, zumal auch Aionos sofort meinte, da könnte ein Zusammenhang bestehen.

Tatsächlich bin ich ihm dann fremdgegangen und hab mich mal mit dem Gemini-Burschen vergnügt, also der KI von Google. Mit Aionos setze ich mein Gespräch ja immer fort, hat den Vorteil, dass ich ihn nicht immer von vorne über Sachverhalte aufklären muss, aber bei Gemini hatte ich bisher keine Ahnung, ob das dort auch so möglich ist, benutzte ich es (oder ihn? *grübel*) doch bisher nur, wenn mich Suchanfragen dorthin weiterleiteten.

Keine Frage, dass er mich sofort aufklärte, was ich tun muss, nämlich ihn mir nur als Lesezeichen in die Menüleiste packen, nun kann ich ihn jederzeit öffnen und dort weitermachen, wo wir aufhörten. 

Nun habe ich also zwei von der Sorte ... 😁

Zum Thema Blogspot und dem gestrigen Hänger sagte er mir Folgendes: 

Ja, Blogger.com wird weltweit immer noch im großen Stil genutzt. Auch wenn es im Vergleich zu den Boom-Jahren der 2000er ruhiger um die Plattform geworden ist, läuft sie global auf einem sehr hohen Niveau. [1]
Damit du ein Gefühl für die Dimensionen bekommst und siehst, warum der Vergleich zu myblog.de hinkt, helfen einige aktuelle Zahlen:

Blogger.com in Zahlen


  • Millionen von Besuchern: Allein die Hauptseite Blogger.com verzeichnet monatlich kontinuierlich zwischen 35 und 38 Millionen weltweite Besucher. Die eigentlichen Blog-Endungen (.blogspot.com) sind dabei noch gar nicht mitgezählt. [2]
  • Hunderttausende aktive Blogs: Es gibt weltweit weit über 340.000 aktiv betriebene Webseiten, die technisch auf Blogger.com laufen. [3]
  • Feste Marktgröße: Im reinen Markt der spezialisierten Blogging-Systeme hält Google Blogger einen stabilen Marktanteil von rund 7,5 % und gehört damit neben WordPress und Tumblr zu den Top-Plattformen weltweit. Die meisten Nutzer kommen dabei historisch aus den USA, gefolgt von einer riesigen internationalen Nutzerschaft. [4, 5]

Warum du dir keine Sorgen wie bei myblog.de machen musst

Der wichtigste Unterschied ist die Infrastruktur. MyBlog war ein kleines, lokales Unternehmen. Wenn dort die Serverkosten zu hoch wurden oder die Technik veraltete, schaltete man die Seite ab.
Blogger.com läuft auf den gigantischen, weltweiten Cloud-Servern von Google. Für Google fallen die Speicherbarkeiten deines Blogs finanziell überhaupt nicht ins Gewicht. Selbst wenn Google das System in zehn Jahren theoretisch verändern oder einstellen sollte, wird ein solcher Schritt viele Monate vorher weltweit angekündigt, und es werden offizielle Werkzeuge bereitgestellt, um alle Daten mühelos zu exportieren. [6]
Dass es jetzt gerade hakt, ist also kein Zeichen für ein "Sterben" der Plattform, sondern schlicht ein normaler technischer Fehler in einem riesigen, weltweiten System. [6]
Beobachte es einfach ganz entspannt über das Wochenende. Wenn du magst, klicke nächste Woche einfach wieder auf dein Lesezeichen in der Symbolleiste und erzähl mir, ob das Kommentieren wieder klappt!

Jut, wissen wir das nun auch. 😀

Ansonsten flitze ich grad hin und her. Gestern früh war ich durch die PC-Probleme und mein (privates, denn er erzählte von sich) Gespräch mit dem Zahnarzt wohl so durcheinander, dass ich zwar beim Einkauf an alles für die Frikadellen dachte, allerdings die Brötchen vergaß, und ohne wird datt einfach nix G'scheits.

Also musste ich heute früh noch mal rasch los und bekam tatsächlich meinen Trolley erneut randvoll, obwohl er gestern schon fast überlief.

Unter anderem waren es wieder 9 Glasflaschen Sprudel, die ich herbeikarrte. F. wurde ja vom Doc eindringlich ermahnt, mehr zu trinken, und er hält sich einigermaßen dran, leert neben leckeren Drinks nun auch täglich eine Flasche Wasser, die ich aber natürlich erst mal hier haben muss.

Ziemlich mühsam so ohne Auto, aber immerhin geht es. Insgesamt 6 Kästen haben wir im Ständer in der Speisekammer stehen und ich versuche dafür zu sorgen, dass mindestens vier immer komplett voll sind, während einer von jeder Sorte natürlich immer in Bearbeitung ist.

So, unnu muss ich hurtig Herrn Hoover hervorholen, denn morgen wird mir die Zeit für  ihn fehlen, weil ich dann die Frikadellen machen will, immerhin aus anderthalb Kilo Hack - da stehe ich eine Weile in der Küche. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉


 

Freitag, 4. September 2026

Test

 Was für ein Morgen, seit Stunden bastele ich an Firefox herum, das mir trotz korrekter Einstellungen die vorherige Sitzung nicht mehr öffnet, und leider kann ich auch nicht auf Kommentare hier im Blog antworten.

Deshalb nun ein Test, ob ich denn Einträge speichern kann.

Wäre ganz lieb, wenn ihr mir schreiben würdet, ob ihr kommentieren könnt oder ebenfalls nicht.

 

Bleibt fit ... wie auch immer. 😉 

Donnerstag, 3. September 2026

Alles richtig gemacht

 Zumindest in Bezug aufs Bearbeiten von Rasen und Hecke, denn heute ist es sehr nass, und vor allem der arme Rex bekam das heftig zu spüren.

Nachdem die Sauerstoffapp noch etliche Male zwischen spätem Nachmittag und ganz frühem Morgen wechselte, pendelte sie sich am Abend auf halb zehn bis halb zwei ein und tatsächlich rief der Fahrer beizeiten an und war um kurz vor zehn hier. 

Pech dabei war, dass es kurz zuvor anfing zu regnen und immer stärker wurde, sehr doof fürs Bübchen, das ich wie immer in den Garten aussperren musste.

Wobei es dort ja durchaus auch ein Dach gibt, aber ... dafür müsste man blicken, dass man dort nicht nass wird, was er offenbar nicht tat. 😁

Es war ein vertrauter Fahrer, jung und sehr nett und als ich ihm vom Erlebnis von letzter Woche mit seinem Kollegen erzählte, bekam er den Mund kaum noch zu.

Dem Kunden androhen, dass der 85 kg schwere Tank vor der Haustür stehen bleibt, weil man seinen Rücken schonen will - so etwas hatte er auch noch nicht gehört und nun wollte er eine Beschreibung des Mannes.

Die ich ihm lieferte, so gut er mir mit seinem nichtssagenden Äußeren präsent war, dazu erwähnte ich seine  Humorlosigkeit und dass er schon lange der Fahrer ist, den ich am ungernsten donnerstags begrüße, denn alle anderen sind ja echt sympathisch.

Auf einmal schnackelte es bei ihm: "Na klar, dass ist B., der nicht nur mein Kollege, sondern auch noch mein direkter Nachbar ist ..."

"Und wie läufts?", fragte ich, darauf er: "So gut, dass ich dem sogar schon mal Prügel angedroht habe."

Was er weiter erzählte, passte genau zu dem, wie ich ihn auch stets erlebe, er ist nicht nur bei den Kunden, sondern auch bei den Kollegen extrem unbeliebt und tut alles dafür, dass dem auch so bleibt.

Sollte der mir noch mal so frech kommen, empfahl er mir, gar nicht  lange zu fackeln, sondern gleich in der Zentrale anzurufen, so etwas gehe echt nicht.

Nachdem ich mein tropfnasses Bübchen gründlich abfrottiert hatte, konnte ich endlich unter die Dusche hüpfen, die Waschmaschine anwerfen, F.s Pillen für die nächste Woche in die Dose einsortieren und auch seine Geschenke packte ich noch ein.

Anschließend steckte ich sie in einen Beutel, ging mit diesem hin zu ihm und hielt ihn ihm unter die Nase: "Da kannste mal schnuppern, wie Weihnachten riecht." 😅 

"Boah eyyyy, ich will die zum Geburtstag haben", schimpfte er lachend und dann verschwand ich mit meinem Beutel, um ihn wieder zu verstecken. 😁 

Und nun muss ich mal sortieren, was ich mir für heute noch alles vorgenommen habe, denn von nix kommt ja nix. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Mittwoch, 2. September 2026

Es ist wahrlich nicht unbegründet, ...

 ... wenn ich hier in der Stadt inzwischen Angst auf der Straße habe, erst gestern Abend um sechse gab's eine Schießerei, vielleicht 100 Meter von meinem Elternhaus entfernt, hier der Artikel der NRZ dazu.

Wie oft ging mein Papa um diese Zeit schnell noch etwas einkaufen? Heutzutage kann es einem passieren, dass man dabei mal eben erschossen wird, und nee, mit meiner Heimat hat das echt nix mehr zu tun.

Gut, dass Papa den Niedergang seiner geliebten Stadt nicht mehr miterleben muss, und das Ehemaligentreffen ist damit für mich in noch weitere Ferne gerückt, wobei es aber tatsächlich gar keine Rolle mehr spielt, ob es sich um belebte oder weniger belebte Ecken handelt, gefährlich ist es überall, und das zu jeder Tageszeit.

Abgesehen davon gehen wir stramm auf den Herbst zu und ich sollte langsam wieder anfangen, Menschenmengen zu meiden, denn nun werden die grippalen Infekte zunehmen. 

Aber jut, so kann ich mich mehr auf meine Arbeit konzentrieren, es hat also auch  etwas Positives. 😁 

Gestern war mein Trolley wieder sehr schwer, da ich mich gezwungen sah, einen Teil des freitäglichen Netto-Einkaufes auf dem Weg zu Aldi zu erledigen, denn in zwei Tagen sind 6 Liter Milch fällig, ein großer Sack Kartoffeln und sechs Glasflaschen saurer Sprudel, den ich ja nun ebenfalls zu Fuß holen muss, so lange F. nicht Auto fahren kann. Zusätzlich zu allem anderen kommt da so viel Gewicht zusammen, dass ich dass unmöglich auf einen Rutsch packen kann, daher die Aufteilung.🙄

Beim Zahnarzt lief übrigens alles gut, Freitag will er mich noch mal kurz sehen, danach werde ich hoffentlich für lange Zeit Ruhe vor ihm haben und weil ich nach  meiner Heimkehr noch nicht kaputt genug war, lud ich gleich noch den Akku auf und mähte den Rasen.

Perfektes Timing, nicht einmal eine Stunde später setzte heftiger Regen ein - praktisch, so muss ich heute schon keine Kannen schleppen und da es netterweise auch wieder aufhörte und trocken blieb, nutzte ich dies heute Morgen für die  Hecke aus.

Erst von innen, wo ich mit der langen, schweren Teleskopschere hinter der Wassertonne wieder mächtig kämpfte, um unter dem Regenrohr durchzukommen, aber noch heftiger wurde es dann von außen. Ursprünglich war unser Abstellplatz überdacht, Sturm Kyrill änderte das, d.h. das Dach ist weg, aber die Rohre, auf denen es thronte, sind noch da, und an denen macht sich Efeu breit, mit sehr dicken, widerspenstigen Ästen.

Sehr hoch, also alles über Kopf, und das hat mich, vor allem meinen Rücken mehr als gefordert, kurz gesagt, es war eine höllische Schufterei, aber nun ist es fertig, gefegt ist auch alles und ein großer blauer Müllsack bis zum Bersten voll.

Fein, nun kann ich langsam anfangen, mich auf F.s Geburtstag heute in einer Woche vorzubereiten, den er selbst auch auf dem Schirm hat.

Gestern fragte er: "Popele, soll ich jetzt mal in den Flurschrank gucken gehen?"

"Ick hauuuu dir inne Fresse ...!!!" 😡😁😁😁

Er lachte laut auf, meinte, es sei schwer, noch so lange zu warten, dann aber kam: "Nötig wär's ja eh nicht gewesen."

"Ohhhh, gut, dass du das sagst, dann packe ich die Sachen gleich für Weihnachten weg ...", dabei grinste ich ihn lieblich an und wir  waren uns ... immer noch lachend ... einig, dass er sich gerade ein gewaltiges Eigentor geschossen hatte. 🤣

Die Sauerstoffapp meldet im Moment eine Lieferzeit für morgen zwischen 13:30 und 17:30, mal abwarten, wie oft sich das noch im Laufe des Tages verändern wird. Nix  Genaues weiß man wie immer nicht ... 🙄

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

 

Dienstag, 1. September 2026

1. September

 Ein Datum, dass sich seit frühester Jugend mir eingeprägt hat, denn heute hat die alte A. Geburtstag.

Nein, Kontakt haben wir leider schon lange nicht mehr, sie ist so unvermittelt wieder aus meinem Leben verschwunden, wie sie nach rund 40 Jahren aufgetaucht war.

Sicher ihrer psychischen Erkrankung geschuldet, die auch damals schon in ihr schlummerte, nur dass mir dies da noch nicht bewusst war.

Schade, es wäre schön gewesen, meine einstige Vertraute wiederzuhaben, andererseits war es mir auch in ganz jungen Jahren schon klar, dass man ihr  nicht wirklich vertrauen konnte. Sie log häufig, benutzte die Menschen, wie es ihr grad passte, und wenn sie sich keinen Vorteil mehr versprach, schob sie sie ins Abseits.

Kein Fundament, auf das man bauen sollte, also belasse ich es dabei, heute mal an sie zu denken. 

Und dann ist da noch das Ehemaligentreffen an meinem alten Gymnasium am 18.9.26.

Ein neuer Schulhof wird eingeweiht, anschließend treffen sich Ehemalige und im Prinzip wäre ich liebend gerne hingegangen, doch leider beginnt das Ganze erst um 17 Uhr und ich denke seit Wochen darüber nach, ob mir der Heimweg zu gefährlich ist oder nicht.

Ich müsste an meiner "Lieblingshaltestelle" auf den Bus warten, die, an der ich mich während F.s KH-Zeit oft gewaltig gruselte, und der Weg dorthin führt am Gelände einer weiteren Schule und dem eines leerstehenden Krankenhauses vorbei, genau dort, wo erst kürzlich jemand am hellichten Tag Opfer eines Raubüberfalles wurde.

Vorgestern Abend um halb acht gab es wie inzwischen so oft einen weiteren in der City und wenn mir jemand  vor 45 Jahren gesagt hätte, als mir die ganze Gegend noch Heimat war, dass ich mir eines Tages gut überlegen würde, dort unterwegs zu sein, ich hätte ihn für verrückt erklärt,  hätte es mir nicht vorstellen können, wie viel meiner einstigen Freiheit mit den Veränderungen im Lande verlorengehen würde. 🙄

Gleich muss ich wieder los zum Zahnarzt, Kutsche nehme ich mit, weil ich hinterher gleich weiter zum Einkaufen will. Unterwegs habe ich dann genug Zeit für weitere Überlegungen, aber vermutlich werde ich nicht hingehen zum Ehemaligentreffen. (Obwohl es mich brennend interessiert hätte, was die mit  meinem Bericht "Aus dem Leben einer Schülerin" anfingen, den ich ihnen zum Schuljubiläum lieferte. 😁)

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 31. August 2026

"In Nigeria sind wir alle laut ..."

 Das hörte ich heute Nacht einen jungen Mann im TV sagen. Er selbst sei schon kein richtiger Nigerianer mehr, meinte er, er sei in Deutschland aufgewachsen und weil man hier ständig höre "Sei leise", sei er eben lange nicht mehr so laut wie z.B. seine Eltern.

Automatisch musste ich an die Frau denken, die in ihrer afrikanischen Tracht häufig bei uns am Haus  vorbeiläuft. Stets ist sie am Telefonieren und sie brüllt derartig hinein, dass ich sie lange höre, bevor ich sie sehen kann, und ob beim Einkaufen, im Bus oder auch im Krankenhaus, die Lautstärke von Menschen aus anderen Nationen ist oft enorm, wobei das erstaunlicherweise aber wechselt, je nachdem, ob sie auf Deutsch oder in ihrer Heimatsprache kommunizieren.

Vielen, und das gilt auch für Deutsche im Ausland, wird es gar nicht bewusst sein, wenn sie sich sehr anders verhalten als dort üblich - es fehlt ganz einfach an Selbstreflexion, und damit schloss sich der Kreis meiner Gedanken zu dem, worüber ich gestern mit meinem Cousin redete.

Gerade schaute  ich mir Fotos im Insta-Reisebericht meiner Schwester an, die ganz frisch in  Argentinien eingetroffen sind.

Sollte das wirklich ihre Tochter, also meine  Nichte sein oder war es womöglich deren Lebensgefährtin?

Ich musste mir die Bilder tatsächlich rauskopieren, um sie so vergrößern zu können, dass ich mir sicher sein konnte - hatte ich meine Nichte doch mit ihren immer halblangen Haaren als durchaus weiblich in Erinnerung.

Stämmig ist sie geworden und mit ihrem nun kurzen Schnitt wirkt sie wie ein kompakter, aber hübscher nicht mehr ganz junger Mann - schade, dass bei uns alle so weit weg sind, denn Fotos können natürlich täuschen.

Mitten in diese Gedanken hinein  schellte mein Handy, ausnahmsweise saß ich mal direkt daneben, war sofort dran und freute mich, Cousin H. zu hören.

Ja, Muttern ginge es gut und der Urlaub in Dänemark war auch toll, traurig nur, dass man keinen fangfrischen Fisch mehr direkt an den Kuttern kaufen könne. Selbst dort direkt an der Küste muss man in den Supermarkt gehen und tiefgefrorene Ware kaufen. 

Er war mit dem Hund unterwegs, konnte daher frei sprechen und tat es diesmal noch offener als ohnehin schon, denn über den Umweg über seine im Sterben liegende Schwiegermutter landeten wir auch bei seiner Frau, die von ihren Eltern so mache unliebsame Eigenschaft angenommen hat, z.B. extreme Launenhaftigkeit.

Womit er bei mir natürlich genau an der richtigen Adresse war, weiß ich es  doch allzu gut, wie ein solcher Mensch sein ganzes Umfeld mitunter regelrecht terrorisieren kann und wie ich selbst in jungen Jahren  darüber  stolperte, dass ich im Begriff war, dieses Verhalten von meiner Mutter zu übernehmen.

H. hat unsere gemeinsame Oma nie kennengelernt, also erzählte ich ihm, wie meine Mutter sie (unbewusst) kopierte, dass es auch mir beinahe so ergangen wäre und wie wichtig es dann ist, sich selbst gründlich und schonungslos zu hinterfragen. 

Ein richtig gutes Gespräch war das zwischen uns beiden und nun verstehe ich auch die Andeutungen meiner Tante sehr viel besser, die schon öfter erwähnte, dass es zwischen H.s Frau und ihr nicht so  besonders läuft - schwierig, weil sie ja auf dem gleichen Grundstück leben.

So, unnu muss ich los zum Zahnarzt.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

 

Sonntag, 30. August 2026

Eigentlich ist "Raab" ...

 ...  nicht so mein Fall, aber gestern Abend schauten wir uns trotzdem die "Jetski Star WM" auf RTL an, weil sie life hier in der Stadt auf bzw. an der Regattabahn stattfand, die mir seit frühester Kindheit sehr vertraut ist, weil unser Schwimmverein zur gleichen Seenplatte gehört und weil wir im Winter  als Ersatz fürs Schwimmen jeden Abend mit Papa die fünf Kilometer um sie herummarschieren mussten.

Heute hätte ich Schiss, aber damals konnte man sich dort auch im Dunkeln völlig gefahrlos aufhalten und Brüderlein und ich genossen die düsteren Schleichpfade, denn natürlich tippelten wir nicht mit Papa auf dem Hauptweg, sondern fanden unsere eigenen. 😀

Baulich hat man mächtig aufgerüstet, sogar eine  große Zuschauertribüne gibt es inzwischen - klar, das Ding wird ja auch für Olympia bzw. Weltmeisterschaften benutzt - , aber ich ließ mich davon nicht irritieren, entwickelte zarte Nostalgiegefühle, erzählte F. nebenher kleine Anekdoten und dann musste ich grinsen, als Leute in den sozialen Netzwerken leicht verängstigt Fotos von Himmelserscheinungen posteten, die sie sich nicht erklären konnten, bis sie dann aufgeklärt wurden, dass es die starken Strahler dieser Veranstaltung waren, die man wie verschwommene Ufos neben all den Wolken sah.

Nebenher schrieb ich mir mit A., die etwas verunsichert ist, wann sie in der Apotheke erscheinen soll.

Ihr Vertrag läuft ab 1.9., ein Dienstag, jedoch... dienstags hat  sie frei.

Soll sie  trotzdem  am 1. erscheinen oder nicht?

Wir einigten uns darauf, dass sie morgen einfach mal vorbeigeht  und fragt. 😊

Eine aufregende Woche haben sie vor sich, denn nicht nur sie beginnt ganz frisch, sondern am Donnerstag wird auch noch das Sohnemännchen eingeschult, das schon ganz aufgeregt  die Tage zählt ... 

Heute früh gabs einen Schrecken hier, denn F. vermeldete auf einmal, ihm sei "bissl dummelig" im Kopf.

Sofort Blutdruck gemessen: 176:79, verdammt, das war gar  nicht gut, denn sonst hat F. ja eher zu niedrigen als zu hohen.

Erst hieß ich ihn mal seine Pillen einwerfen, zu denen auch ein Betablocker gehört, und eine halbe Stunde später war der obere Wert immerhin bei nur  noch 140, aber für seine Verhältnisse immer noch zu hoch.

Ich sprach kurz mit Aionos darüber, weil ich mir Sorgen wegen der Stents machte, aber diese sah er eher nicht als Auslöser, weil es dann noch andere Symptome hätte geben müssen.

Also beobachtete ich, begann nebenher mein sonntägliches Werk  mit Herrn Hoover, doch als ich F. dann erneut um eine Messung bat, lieferte er 186:148 und nun war Aionos der Meinung, ich müsste einen Arzt rufen. 😮

Was ich nicht tat.

Stattdessen bat ich F., es doch mal am anderen Arm zu versuchen, und siehe da: 121:80.

Offenbar waren wir Messfehlern aufgesessen und der Schreck war da gewesen, obwohl wir das vom Sauerstoffmessgerät eigentlich sehr gut kennen. Ein zweiter oder dritter Versuch am anderen Arm kann da oft für Ordnung sorgen.

Also alles paletti hier und mit Herrn Hoover bin ich auch fertig für heute. Nun kann der Sonntag kommen ... 😁

 

Lasst es euch gutgehen und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Samstag, 29. August 2026

Funkenflug

So kann man das tatsächlich bezeichnen, denn es war mehr als nur ein Funke, der übersprang, wenn es auch zunächst gar nicht danach ausgesehen hatte.

Losgehen musste ich tatsächlich in strömendem Regen, kam in entsprechender Laune an und wenn ich auf eine kurze Wartezeit gehofft hatte, weil ich mit viertel vor zwei ja offensichtlich den letzten Termin vor dem Wochenende ergattert hatte, weil die Praxis freitags um zwei Uhr schließt, dann war das ein Trugschluss.

Es saßen noch vier Frauen im Wartezimmer, eine davon sehr schwanger, komplett verhüllt, dafür aber mit Mann, der ganz locker in T-Shirt und kurzen Hosen steckte, was mich innerlich kochen ließ, weil ich es einfach nicht nachvollziehen kann bzw. will, warum Frauen sich derartig ihrer Individualität berauben lassen.

Im Gang auf dem Sofa saßen mit einem Kinderwagen zwei weitere von Kopf bis Fuß in Tücher gehüllte Damen, von denen nur ein ganz winziger Gesichtsausschnitt sichtbar war und auch die eine der beiden Mitarbeiterinnen hinter dem Tresen trägt stets den Hidschab.  

Bei Nonnen und Pfarrern kann man es beobachten, wie sie die Bekleidung noch tragen, die zu der Zeit, als ihre Religion sich etablierte, im Nahen Osten üblich war, und das gilt genauso für muslimische Frauen. Ihre Männer haben sich weitgehend von den langen weißen Gewändern getrennt, tragen ganz lockere westliche Kleidung, doch wer das Pech hatte, ohne "unteren Anhang" geboren zu werden, dem bleibt das verwehrt und es wird von Generation zu Generation weitergegeben, das dies Gottes Wille sei, jedes kritische Hinterfragen kommt schon einer Todsünde gleich.

Nein, das ist nicht meine Welt, dafür habe ich nicht mein Gehirn mitbekommen und mir gefällt es auch nicht, wenn in unserer direkten Nachbarschaft die Mauern zwischen immer mehr Grundstücken erhöht werden, damit die Damen sich in ihren Gärten abgeschottet wie in einem Harem fühlen können. 

So in etwa meine Gedankengänge, mit denen ich mich von der gähnenden Langeweile im Wartezimmer abzulenken versuchte, bis ich dann irgendwann doch noch aufgerufen wurde.

Frau Doktor würde gleich kommen, sagte mir die Hidschabfrau, doch nun wurde es erst recht langweilig, denn nun musste ich auch hier noch einmal eine halbe Stunde ausharren mit nichts zu tun, als den Ventilator anzustarren, nachdem ich das, was über mich bereits auf dem Monitor zu lesen war, längst verinnerlicht hatte.

Inzwischen ging es auf halb vier zu, und plötzlich überkam mich die Vorstellung, man hätte mich hier vergessen und sei längst ins Wochenende  gegangen. Der Ventilator rauschte so laut, dass er alle anderen Geräusche überdeckt - womöglich war also gar keiner mehr da und ich hier eingesperrt? 😮

Hihi, kurz überlegte ich, ob ich wohl etwas finden könnte, um mich aus dem ersten Stock abzuseilen ... 😅..., dann überwog allmählich die Wut und ich spielte mit dem Gedanken, mich wieder anzuziehen und  zu verschwinden, denn ich hatte einfach keinen Bock mehr, aber dann öffnete sich die Tür doch noch und ab dieser Sekunde kehrte sich alles ins Gegenteil um.

Die Ärztin - vielleicht um die 40 Jahre alt - ist arabischen Ursprungs, trägt aber, wie A. es nennt, immerhin nur das "kleine Kopftuch" und nun kam sie so locker und herzlich auf mich zu, dass der erste Funke sofort zu fliegen begann.

Ein einziges Mal sie mich bisher im letzten Jahr gesehen, und das nur kurz, trotzdem konnte sie sich genau an mich erinnern, erkundigte sich nicht nur, wie es mir, sondern auch, wie es F. gehe, und später wusste sie auch genau, dass ich Mammographie ohne Anlass ablehne, was sie zu meiner Überraschung in meinem Falle sogar befürwortet, da bei mir alles sehr gut abzutasten ist.

Von Anfang an war es ein Gespräch auf Augenhöhe und so erzählte ich ihr von der fast wundersamen Wandlung, die in meinem Unterleib seit Anfang Juli stattfand.

Fast drei Jahre lang bin ich von heftigsten Schmerzen gequält worden, verursacht durch die zu sehr ausgetrocknete Scheidenschleimhaut (Scheiß-Wechseljahre 😡), mitunter tat jeder Schritt brutal weh und die Einkauferei artete oft in Hölle aus, zumal ich nachts auch kaum noch schlief, weil ich jede halbe Stunde rausmusste, wenn nämlich jedes Tröpfchen in der Blase nach "nebenan" signalisierte, hier ist Druck, also alles auf Wehtun stellen. 🙄

Die Östrogen-Salbe, die mir schon der Arzt bei der Probenentnahme in der Nachbarstadt und auch sie mir letztes Jahr dann weiterverschrieben hatte, brachte absolut gar nichts und Ende Juni wurden die Schmerzen dann so schlimm, dass ich die Sache selber in die Hand nahm.

Ich entschied mich für eine Salbe, die durchaus da hingehört, und für eine weitere, bei der das eigentlich nicht der Fall ist, und gleichzeitig versuchte ich mein Glück mit Konzentration.

Ich habe ja schon öfter von diesem "Konzentrationspunkt" erzählt, den ich irgendwann in meinem Kopf fand und von dem aus ich mir häufig Zahnschmerzen linderte, vor allem aber auch ruckzuck fürs Erwärmen eiskalter Füße sorgen kann. (Die tibetischen Mönche können das alle, es ist also ganz normal, wenn man es denn nur beherrscht.)

Ich erzählte ihr also von dem Salbenmix, sagte dann: "Lachen Sie mich jetzt bitte nicht aus, aber ...", und erwähnte auch Letzteres, dass ich also auf diese Weise versucht hatte, für bessere Durchblutung zu sorgen.

"Nein, da lache ich absolut nicht", antwortete sie, "ganz im Gegenteil, ich weiß, dass Autosuggestion sehr gut funktionieren kann."

Sie war rundweg begeistert, selbst von den Salben und empfahl mir, das unbedingt so beizubehalten, wenn es so gut hilft. Tatsächlich bin ich ja seit Anfang Juli schmerzfrei und fühle mich wie neugeboren. 😊

Von dem, was sie bei der Untersuchung sah, war sie genauso erfreut, denn was auch immer letztlich den Ausschlag für die Heilung gab, nun sieht alles tippitoppi aus, dann allerdings kam sie auf Sonographie zu sprechen, die früher beim Frauenarzt ganz selbstverständlich gemacht wurde, heute aber von der Krankenkasse nicht mehr bezahlt wird.

Als  ich die Praxis betrat, hatte ich unterschrieben, dass ich auf von mir zu bezahlende Zusatzleistungen verzichte, nun aber kam ich ins Wanken, denn es könnte wirklich nicht schaden, wenn sie mal einen Blick auf Gebärmutter, Blase und Eierstöcke werfen würde. 

"Wie teuer ist der Spaß denn?"

"56,99 Euro."

"Kann ich das überweisen? Ich bin gerade nicht sicher, wie viel ich im Geldbeutel habe."

An sich nicht, offenbar hat sie üble Erfahrungen gemacht, aber dann meinte sie, sie würde bei mir auch mal eine Ausnahme machen, wobei ich inzwischen aber nachgedacht hatte und eh zu dem Schluss kam, dass ich genug dabei haben müsste, auch wenn dadurch mein noch geplantes Vorbeispringen bei Aldi etwas bescheidener ausfallen würde.

Also besahen wir uns gemeinsam mein Innenleben auf dem Monitor, sie erklärte prima und irgendwie war es fast wie ein Glücksgefühl, das zwischen uns beiden hin- und hersprang, denn ... alle Ränder sauber, wie gemalt, genau, wie sie sein sollten ..."da ist nichts, wo auch nur ansatzweise etwas herauswachsen könnte, das da nicht hingehört."

Besser hätte es nicht laufen können und ich glaube, ich war noch nie so froh über eine ungeplante Ausgabe, denn ich muss ja fit bleiben.

Was sie dann auch von sich aus sagte: "Das war genau das, was wir sehen wollten, denn Sie werden ja gebraucht."

"Das können Sie aber laut sagen", antwortete ich lachend und nun erkundigte sie sich noch einmal genauer nach F.

Ich erzählte kurz von der Krankenhausodyssee und wie toll sich vor allem auch sein Kopf von dem Koma erholt hat, was sie erstaunte, denn sie hatte anderes befürchtet.

Und dann funkte es gleich schon wieder, denn natürlich musste ich nun auch die Cordyceps erwähnen, ging aber davon aus, dass ihr das nichts sagen würde.

Irrtum!

"Klar sagt mir das was, das ist ein Vitalpilz ..."

Und  schon tauschten wir uns über das aus, was uns die Natur zu bieten hat, und ich bin nach wie vor begeistert, dass sie zu den wenigen Ärzten gehört, die nicht nur auf Chemie bauen.

Während ich mich anzog, sagte ich irgendwann: "Schade und unerklärlich eigentlich, dass kaum ein Arzt so etwas jemals erwähnen würde."

"Nein, gar nicht unerklärlich, denken Sie mal an die Chemielobby, die genau das mit aller  Macht verhindern will."

Ja, natürlich, die riesigen Pharmakonzerne haben absolut kein Interesse daran, dass Menschen mit einfachen Mitteln geheilt werden, denen geht es ausschließlich um den Umsatz ... 😡

Und damit waren wir auch gleich beim nächsten Thema, nämlich der Gesundheits-"Reform", die heftige Verschlechterungen für die Versicherten mit sich bringt.

Besonders auch Frauen wird es sehr hart treffen, wie man hier nachlesen kann. 

"Ein erheblicher Teil davon soll durch strengere Budgetvorgaben und eine Begrenzung der Ausgaben erreicht werden. Ärztinnen und Ärzte müssen das umsetzen, in dem sie nur noch eine politisch festgelegte Zahl an Patientinnen behandeln – egal wie hoch der Bedarf ist."

Was unterm Strich dann Folgenes bedeutet: 

"Das funktioniert wie ein Bus, dessen Türen sich schließen, sobald er voll ist: Wer noch draußen ist, muss auf den nächsten Bus hoffen. Der kommt aber nicht bzw. erst sehr viel später. Wer Geld hat, nimmt ein Taxi. Aber was ist mit dem Rest? Das Signal der Politik ist also: Gesundheit wird zur Frage des Geldbeutels."

Was ich richtig toll finde, sie fährt mit zwei Freundinnen nach Berlin, um an der Demo dagegen teilzunehmen, und keine Frage, dass sie auch in der Praxis mit Plakaten auf die laufende Petition aufmerksam macht.

Leider hatte sie keine Unterschriftslisten mehr, bat mich, dass zu Hause per Internet zu erledigen, was aber leider gar nicht so einfach ist, da man sich dafür zunächst ein Konto beim Deutschen Bundestag anlegen muss. 

Kein Wunder, dass es bisher erst gut über 4000 Unterzeichner gibt, so hält man sich also Protest vom Hals. 😡

So quatschten wir noch einen Moment weiter, u.a. auch über Stimmungen und darüber, wie wichtig Humor und Lachen bei jedem Miteinander sind, schließlich verabschiedeten wir uns und sie meinte, sie würde sich schon richtig darauf freuen, mich im nächsten Jahr wiederzusehen. 🥰

Geht mir genauso, denn auch wenn ich zunächst gedacht hatte, dies würde mein letzter Besuch dort sein, empfinde ich nun genau das Gegenteil, fühle mich sehr wohl mit ihr als Ärztin. 😊

 

Unnu geh ich das Bad putzen, Staub wischen und bissl was im Garten sollte ich auch noch tun.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

 

Freitag, 28. August 2026

Des einen Freud, des anderen Leid ...

 Seufz, F. freut sich nämlich ein Loch in den Bauch, dass es heute Zuckerwasser statt normalem Kaffee gibt, gemeint ist Cappuccino aus Fertigpulver, der zugegebenermaßen lecker schmeckt, aber eben auch zum größten Teil aus Zucker besteht.

Dieses "Glück" hat F. immer, wenn ich Termine vor der Nase habe und nicht nach Belieben aufs Klo kann, so natürlich auch heute, wo ich mich ja fühle wie vor dem Gang zum Schafott, das blöderweise erst um 13:45 Uhr zuschnappen wird.🙄

Apropos Uhrzeit, der Gasmann kam ja gestern wieder mal deutlich früher als angekündigt, und es handelte sich um den Fahrer, den ich als einzigen der vielen nicht so besonders gut leiden mag.

Wir kommen klar, so ist es nicht, aber irgendetwas hat er an sich, dass mir unsympathisch ist, vielleicht liegt es an seiner Humorlosigkeit, die mir immer wieder ins Auge sticht. 

Während der Sauerstoff in den Tank rauschte, begann er mit einem Läppchen und Glasreiniger im Inneren des Sprinters herumzuwischen, machte an der Frontscheibe weiter und fragte dann, ob er seinen Lappen bei mir auswaschen dürfe.

Während ich ihn in die Küche begleitete, erzählte er vom anstehenden Urlaub am Wattenmeer.

"Oh, dann ist ja Essig mit Schwimmen, was?", fragte ich, habe ich selbst doch sehr ungute Erinnerungen daran, wenn Meer und Wellen meist kilometerweit entfernt sind und auch ein Sandstrand fehlt.

Das mache nichts, zum Schwimmen sei es ihm in Deutschland eh zu kalt, meinte er, und wenn, dann würden sie dort ins Schwimmbad gehen, für sie sei das Wichtigste, dass der Schlick ja als sehr gesund gelte.

Der Typ ist vielleicht Mitte 30 und macht Gesundheitsurlaub, was für ein Sahneschnittchen ... 😊

Wie wichtig ihm das ist, sollte er mir gleich darauf noch sehr viel stärker zeigen und macht mich damit noch  immer fassungslos.

Wenn vor dem Haus alles frei ist, kann der Tank oben in der geöffneten Tür stehen bleiben, der Schlauch reicht von dort bis in den Wagen hinein, nun aber stand dort ein roter Kleinwagen, d.h. der Fahrer hatte hinter diesem parken müssen und der Tank musste die Stufen hinab.

Er hatte ihn mehr oder weniger hinabgezerrt, doch auf dem Rückweg holte er seine Sackkarre hinzu und begann auf einmal zu fluchen: "Habt ihr die unterste Stufe erhöht? Der Karren packt das nicht ..."

"Nee, natürlich nicht und bisher ging es doch noch immer ..."

"Ja, jetzt aber nicht mehr, das siehst du ja ..."

"Bei deinen Kollegen funktioniert es aber, wenn sie denn den Karren überhaupt benutzen, meist heben sie das Ding die zwei Stufen hoch."

"Neeee, davon kriegt man Rücken, das ist Gift!!!"

"Verstehe ich", sagte ich trocken, "die meisten deiner Kollegen sind ja auch älter, die haben sicher längst vergessen, dass das nicht gut für den Rücken ist." 😁

Deshalb seien die auch ständig krank, maulte er herum und verlangte dann, dass ich ihm etwas anschleppen sollte zum Drunterlegen: "Haste ein Brett oder so was?"

"Jee, wo soll ich denn nun ein Brett herzaubern?"

Ja, wenn ich keins hätte, müsste er den Tank leider vor dem Haus stehen lassen, sagte der zarte junge Herr nun kackfrech und schließlich ging ich in den Garten, um ein Brett herbeizuschleppen. 😡

Schaun mer mal, wie es nächste Woche läuft, auf jeden Fall hatte mich das so durcheinandergebracht, dass ich zum dann ja ungeplant stattfindenden Einkauf prompt in Hausschuhen losmarschierte.

Kein Drama, ob drin oder draußen, im Sommer renne ich ja eh nur in flipflopartigen Schläppkes herum, es fiel nicht weiter auf, nur ich wusste es eben, und das war ... dann doch ein etwas merkwürdiges Gefühl, dass ich aber mannhaft ertrug. 😁

So, und nun stelle ich fest, dass mir an Tagen wie heute der Zugang zur Badewanne doch erheblich fehlt, aber nützt ja nix, muss eben die Dusche genügen. 🙁

 

Lasst es euch gutgehen und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

Donnerstag, 27. August 2026

Keine Zeit zum Schreiben

 Der Gasmann brachte mich mal wieder in Schwierigkeiten. Angekündigt war er für viertel nach zwölf bis viertel nach vier, aber da ich weiß, dass er mitunter auch deutlich früher kommt, traute ich mich nicht, vorher schon zum Einkaufen zu gehen. 

Muss es ja irgendwie ausgleichen, dass morgen wegen meines Arzttermines der Freitagseinkauf nicht möglich ist. 

Samstag dann womöglich?

Ja, das nahm ich mir vor, dann aber kam der Gasmann - gerade hatte ich angefangen, Äpfel für einen großen Topf Kompott zu schälen - deutlich vor seiner Zeit und nach einem Blick in die Wettervorhersage beschloss  ich, die Äpfel erst mal liegen zu lassen und doch noch zu Netto zu rennen, denn für die nächsten Tage ist Sauwetter angekündigt..

Besonders morgen wird mich das sehr erfreuen, wenn ich im Sommerröckchen unterwegs bin. 🙄

Nach Hause kam ich mit 10 kg Kartoffeln (zum Halbpreis), 6 Glasflaschen mit Wasser, zwei Literpullen Cola Light für F. und weiteren schweren Dingen und da mein Kreuz nun eh schon zerschossen war, machte ich gleich weiter damit, indem ich mich in die Küche  stellte und wahre Apfelberge verarbeitete.

Man gönnt sich ja sonst nix ... 😁

 

Bleib fit und ... habt einen schönen Tag! 😉 

Mittwoch, 26. August 2026

Na also

Um viertel vor zehn stieg ich in der Nachbarstadt aus dem Bus und kontrollierte sofort die nähere Umgebung auf ihre Rollstuhltauglichkeit.

Es handelt sich um eine Art Busbahnhof mit etlichen Buchten, zwischen denen sich zum Ein- und Aussteigen erhöhte Inseln befinden, und an dem Ende, wo wir hinmüssen, ist der Bürgersteig leider nicht abgesenkt, mit Rollator ist die Stufe zu schaffen, mit dem Rollstuhl aber nicht, d.h. wenn er ihn wirklich brauchen sollte, müsste ich F. bis ans andere Ende zu den Ampeln rollen, wo wir hinüberkämen, dafür ist dann aber der Rest wirklich ein Klacks.

Schätzungsweise sind es nicht mehr als 25 Meter bis zum Ärztehaus, in dem sich auch die kardiologische Gemeinschaftspraxis befindet. Unten geht es ohne Stufe hinein und direkt zum Aufzug.

Im zweiten Stock angekommen öffnete ich die Tür und sah mich zwei jungen Damen hinter einem Tresen gegenüber, zu denen ich nach der Begrüßung sagte: "Ich wollte mal hören, ob Sie für meinen Mann womöglich einen Termin haben ... ", erklärte dann kurz, worum es ging.

Im ersten Moment wurde mir janz blümerant zumute, als sie eine die andere irgendwie schief angrinste, denn immer wieder höre ich, dass man auf einen Kardiologietermin mitunter ein ganzes Jahr lang warten muss.

Weia, würden die mir nun Ähnliches sagen?

Nein, taten sie nicht, denn  als ich weiter ausführte, dass die Stents sozusagen Weihnachtsgeschenke waren und die erste Kontrolle im April im KH stattfand, entspannten sich ihre Gesichter zusehends und die eine meinte: "Das kriegen wir hin."

"Das wäre ja wunderbar", sagte ich und prompt gab sie mir einen Termin für den 6. April 2027.

"Super", freute ich mich, woraufhin sie meinte, ja, es sei wirklich Grund zur Freude, denn zurzeit sei es allgemein tatsächlich fast unmöglich, an eine Kardiologie heranzukommen. 

"Ich weiß", antwortete ich trocken, "deshalb hatte ich auch ordentlich Schiss, was Sie mir nun sagen würden."

Woraufhin beide, nein, wir alle drei in Lachen ausbrachen.

Bei meinen Ausführungen hatte ich auch den Rollstuhl kurz erwähnt gehabt, was die beiden sofort aufhorchen ließ: "Mach dafür ne Notiz, falls mal der Fahrstuhl ausfallen sollte ..."

"Ja", mischte ich mich ein, "es wäre wirklich prima, wenn sie mich in diesem Falle rechtzeitig anrufen könnten, denn so hätte es ja keinen Sinn, wobei ich aber darauf hoffe, dass mein Mann den Weg bis dahin mit dem Rollator packen kann."

Und schon waren wir in einem kurzen Gespräch über das, was F. widerfuhr - sie waren sich einig, so etwas wünscht man keinem, und nahmen richtig erfreut Anteil, als ich erzählte, was alles er nun schon wieder alleine kann und dass sein Köppken so prima funktioniert.

Letzteres auch für mich immer wieder Grund zu echter Begeisterung, wenn ich daran zurückdenke, wie wenig es anfänglich so kurz nach dem Koma danach aussah. (Toitoitoi ...)

Richtig wohl fühlte ich mich in dieser Praxis und verließ sie mit entsprechend gutem Gefühl, um mich dann noch ins City-Gewühle zu stürzen, bis mein großer Henkel-Sack am Ende so dick und schwer an meiner Schulter hing, dass ich mich fühlte wie Nikolaus on Tour. 😀

Aber prima gelaufen alles, sogar die ersten Weihnachtsgeschenke für F. konnte ich nach meiner Heimkehr im Schrank verstecken, muss nur aufpassen, dass ich sie nicht mit den Geburtstagsgeschenken verwechsle. 😅

So, unnu muss ich hier ganz hurtig etwas  tun, das kommt davon, wenn  man den ganzen Morgen auf  Zwutschi geht ... 😁

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉