Montag, 26. Oktober 2026

Alles etwas dubios

 Es war U.s Exmann, Fr., der damals hier diese tolle Nachbarschaft aufbaute.

Er kaufte das alte Werksbahngelände gegenüber von seinem Haus, errichtete ganz vorn gemeinsam mit zwei Nachbarn drei Garagen mit großem Carport davor und hinten auf dem Gelände bauten sie gemeinsam die Partyhütte auf, in der wir so gern und viel feierten.

Leider wurde dieses bestens ausgestattete Blockhaus aber mehr und mehr zu seinem zweiten Zuhause, entsprechend stieg sein Alkoholkonsum, bis U. sich schließlich trennte und scheiden ließ.

An ein friedliches Weiter war nicht zu denken, Fr. gebärdete sich wie ein angeschossener Bär, wurde immer böser und verkaufte schließlich das ganze Ding, in erster Linie, um U. eins reinzuwürgen, denn vor gar nicht langer Zeit hatte sie etliche Tausende locker gemacht, um das riesige Areal komplett einzuzäunen.

Fr. darf seine Hütte weiter benutzen, aber der neue Besitzer, dessen wahre Nationalität keiner zu kennen scheint, bestand darauf, von den zwei  Nachbarn, die ihre Garagen ja selbst bezahlt hatten, nun monatlich 160 Euro zu kassieren, was allem natürlich den Rest gab.

Durch den Zaun ist das Gelände nicht mehr einsehbar, aber ich bekomme von hier aus schon mit, dass der "Neue" dort Autos und vor allem auch Roller in flottem Wechsel abstellt, mit denen er wohl handelt.

U.s Sohn S. (der inzwischen seine reichlich sprießende Kopfwolle im Neandertaler-Look trägt) kungelt ein wenig mit ihm herum, ist ständig mit irgendwelchen Typen unterm Carport an Autos am Basteln - so weit der Stand, als es gestern Mittag auf  einmal schellte.

Ein Mann mit Fahrrad, der sich den Roller anschauen wollte.

Hähhh?

Ich habe keinen, teilte ich ihm mit und vermutete, dass da wieder einmal jemand im falschen Stadtteil gelandet war, weil er nicht auf die Postleitzahl geachtet hatte.

"Nein, gucken Sie hier", er hielt mir sein Handy vor die Nase mit geöffneten Kleinanzeigen und der Verkäufer hatte ihm tatsächlich unsere Adresse angegeben.

Was sollte das denn???

Ich konnte ihm nicht weiterhelfen, schloss die Tür, sah aber einige Minuten später an der Ecke gegenüber S. hervorkommen, die  beiden fanden also doch noch zusammen.

Aber ... dass der junge Mann für Verkäufe unsere Adresse angibt, das geht natürlich gar nicht, also schrieb ich ihn sofort über WhatsApp an.

Er würde mal eben rüberkommen, antwortete er und war auch umgehend hier.

Ja, was der Neue da drüben mache und wer er wirklich sei, da blicke er auch nicht so genau durch, erzählte er, habe keine Ahnung, ob es sich um Diebesgut handeln könne, auf jeden Fall sei es bei diesem Roller um den seines  Kumpels gegangen und da er mit C. (dem jungen Türken gegenüber aus dem Hinterhaus) so gut könne, habe er dessen Adresse angeben wollen und sich mit der Hausnummer vertan. 

Er entschuldigte sich x-mal, es würde nicht wieder vorkommen, aber rätselhaft ist mir das Ganze immer noch (warum zum Teufel nimmt der nicht seine eigene Anschrift?) und ich kann nicht sagen, dass es mir angenehm ist, wenn direkt vor meiner Haustür offenbar unsaubere Geschäfte abgewickelt werden. 🙄

Tja, und dann war da das Wetter. Kurz bevor ich mich mit A. auf dem Marktplatz treffen wollte, begann es wie aus  Kübeln zu schütten, ich fragte bei ihr an, ob sie allen Ernstes hingehen wolle?

Sie probierte ihr Glück beim kleinen Sohn, aber der begann wohl so zu weinen, dass sie die Zähne zusammenbiss und ich gleich mit. 😅

Zum Glück hörte der Regen dann auf und zu meiner Überraschung fand die Veranstaltung tatsächlich unter dem Vordach des Rathauses statt und war sogar gut besucht gewesen, wie ich erfuhr.

Als ich ankam, waren meine zwei bereits emsig am Schnitzen, der Kleine war mit Feuereifer dabei und kaum dass A. und ich die  Zeit gefunden  hatten, uns gegenseitig  auf den neuesten Stand  zu bringen, war er auch schon fertig und strahlte wie ein Honigkuchenpferd:


 Ein megakurzes Treffen, aber ich hab trotzdem Spaß inne Backen, dass ich hinging, denn heute wartete ja bereits wieder der Alltag auf mich mit einer großen Einkaufsrunde und dem Auf-Vorrat-Kochen von Salatsoße. 

Unnu muss ich hier auch hurtig  weitermachen ...

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

4 Kommentare:

  1. Die unnütze EU wird ab 2027 Reparatur mit gebrauchten Autoteilen einschränken. das bedeutet, dass man gezwungen wird Neuteile zu verwenden! ! Wer soll das kontrollieren.? Ich finde es schon heftig.. Bei mir gab es bei meinem Polo schon Schwierigkeiten die Einfassung für
    ein Rücklicht hinten zu bekommen. Warscheinlich so der Plan der EU soll man nur noch neue-Autos kaufen. Das was du mit deinem Nachbarn erlebt hast geht ja auf keine Kuhhaut. Es ist mir völlig unklar was Menschen dazu treibt zur Falsche zu greifen. Auch hier kommen mir wieder Erinnerungen hoch. Ich erinnere mich noch an einen Arbeitskollegen, der am Nachmittag zu mir kam und mich bad 3 Flaschen Pils zu kaufen. Zwei für ihn und eine für mich. Er stellte seine Flaschen in der Ablage hinter Ordner. Irendwann schickte ihn die Firma zu einem Entzug.. Ähnlich ging es mit einem anderen Arbeitskollegen
    auch er sprach dem Alkohol zu. Sogenau weis ich das nicht mehr, aber ich denke erlebt nicht mehr. Leberzirrose. Ich bin froh, daß ich auch bei meiner langen Arbeitslosigkeit nicht einer Sucht verfallen bin.

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    1. Da hat offenbar mal wieder ein reißerisches Gerücht die Runde gemacht, KI sagt dazu Folgendes:
      "Nein, die EU verbietet oder beschränkt die Reparatur von Autos mit gebrauchten Teilen für normale Autofahrer und Werkstätten nicht. Ganz im Gegenteil: Durch das europäische „Recht auf Reparatur“ soll die Wiederverwendung von Komponenten und die langfristige Instandhaltung gefördert werden.
      Hinter den Gerüchten in den sozialen Medien steckt eine Fehlinterpretation der neuen EU-Altfahrzeugverordnung (Verordnung (EU) 2026/1738), die im August 2026 in Kraft getreten ist und ab September 2028 greift. Diese regelt jedoch nicht die Reparatur an sich, sondern die Zerstückelung und Entsorgung von Schrottautos.
      Alkohol, na ja, warum trinkst du ihn denn?
      Es gibt reine Genusstrinker wie meinen Großonkel und -tante. Die teilten sich alle paar Tage mal ein Minifläschchen Bier zum Abendbrot und wenn sein Bruder zu Besuch kam, gabs ein oder zwei Schnäpschen, aber das wars auch, während es für andere dazugehört, jeden Abend mindestens eine Flasche Wein oder mehrere Pullen Bier zu trinken, und da wird es dann bedenklich.
      Das Problem ist, dass das schleichend geht und es sich kaum jemand eingesteht, dass er es übertreibt oder gar abhängig sein könnte.
      Letztlich ist es eine Flucht vor der Realität und vor sich selbst, denn je mehr man trinkt, umso mehr verändert sich auch das Bewusstsein dadurch.
      Wie lange warst du denn eigentlich arbeitslos?

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  2. Hallo, liebe Rex-Mama!

    Du hättest für Jahre Drehbücher solltest du je für eine Seifenoper schreiben wollen. - Das ist schon spannend mit "U" und "E"-Mann .

    Dann, das man eure Adresse angibt - hu. Himmelsgott. Irgendwann wirst du wohl doch noch zur Detektivin umschulen. Das einzige gute "Kommissar" Rex hast ja schon an deiner Seite.

    Mir wäre das alles auch suspekt.

    Der Kürbis hat mir respekt abgenötig. So Kürbisschnitzen und Co. ist so gar nicht meines, aber nach der Arbeit eines 6-Jähirgen sieht das für mich nicht aus. - Kann aber auch sein, da ich Zeichne wie ein 3-jähriger.

    Toller, Kürbis - und noch besser gefällt mir das "A" und du auch auf den aktuellen Stand gebracht habe. - Hat sich denn ihr deutsch weiterhin verbessert, jetzt wo sie in der Apotheke arbeitet, bemerkst du da schon Fortschritte.



    Liebe - ich gebe höchstens deine Blogadresse an - Grüße
    lifeminder

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    1. Grins, lieber lifeminder, dann wäre ich ja wieder an dem Punkt, der mich nach Stuttgart brachte, denn damals arbeitete ich ja für einen Privatdetektiv. 😁
      Und ja, was hier in der Nachbarschaft ablief, würde echt für eine Seifenoper reichen, denn es war ja viel mehr, als ich so kurz umrissen hatte.
      Die Veranstalter hatten das Kürbisschnitzen wirklich gut vorbereitet, neben den Kürbissen lieferten sie gegen einen Unkostenbeitrag von 5 Euro nicht nur den Kürbis, sondern auch Werkzeuge und vor allem Vorlagen für Gesichter, die die Kinder auf das Ding abmalen konnten. So etwas packt der Kleine locker und auch mit dem Schnitzen kam er gut klar. An zwei oder drei Stellen, wo es besonders hart war, musste A. mal helfen, aber den Rest bekam er alleine hin.
      Den Mund sieht man auf dem Foto nicht, aber gerade da setzte er sich sogar über alles hinweg und formte ihn nach seiner eigenen Phantasie - er war wirklich mit Feuereifer dabei und ich denke, dass heutzutage Kinder und auch Jugendliche oftmals viel zu lange verkindlicht werden, statt dass man sie ernster nimmt und ihnen mehr zutraut.
      Und jaaa, A. macht nun rasante Fortschritte mit dem Deutschen, z. B. ging dieses Hin und Her im Vorfeld wegen des Wetters nun problemlos, während wir daran vor einigen Jahren krachend gescheitert wären. 😊
      Immer schon war sie im Verstehen besser als im Reden, aber auch das wird nun immer besser. :-))

      Liebe Blogadressen-Grüße zurück! :-)

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