Besonderes Letzteres beschäftigt mich sehr, denn heute früh schickte mir meine Dörflifreundin B. ein Foto von Ullis Todesanzeige, aus der ich ihren Nachnamen sowie den ihrer älteren Schwester erfuhr.
Auf dem Foto hätte ich Ulli nicht wiedererkannt, aber das änderte sich bald, denn bei Facebook fand ich ihre Schwester, in deren Freundesliste auch Ulli stand und schon war ich auf ihrem Profil - mit lauter wunderschönen Bildern von ihr, auf denen ich sie auch erkannte..
Um nun erst recht erschüttert zu sein ...
So weit B. es wusste, ist Ulli nach ihrer Scheidung - Kinder hatte sie keine - zur Schwester ins Haus gezogen und scheint sich dort äußerst wohlgefühlt zu haben. Fast jeden Tag postete sie Positives, u.a. auch ihre Vorfreude auf ein Konzert mit Mike Leon Grosch am 12.9., bei dem sie auch war und von dem sie vermutlich nachts (am bereits 13.9) schwärmte wie verrückt, sogar ein Video lud sie noch hoch.
Anschließend hat sie sich vermutlich ins Bett gelegt und ist dort dann ... gestorben, einfach so.
Unfassbar, wirklich unfassbar, wie schnell es gehen kann ... 😢
Und was ich im Garten sehe, stimmt mich auch nicht unbedingt fröhlicher.
Seit kurz nach sieben war ich zugange, der Rasen musste gemäht werden, es gab und gibt auch weiter viel zu schneiden und Tulpenzwiebeln habe ich auch gesetzt, doch dann wurde es traurig, obwohl ich es schon ahnte.
Nachdem sie uns damals das Heim vor die Nase setzten, versuchte ich mich vor den Blicken aus den Treppenhausfenstern zu schützen, indem ich insgesamt 11 Koniferen pflanzte.
14 Jahre lang habe ich sie gepäppelt, doch in diesem heißen Sommer habe ich sie sträflich vernachlässigt, als ich mich viel zu spät um den neuen Wasserhahn kümmerte, damit ich endlich den Schlauch anschließen konnte.
Irgendwie hatte ich drauf gebaut, sie sind ja nun keine Babys mehr, müssten damit eigentlich klarkommen, was aber nicht der Fall war, so dass ich nun fürchte, dass sie alle kaputt sind:
Was hatte ich mich gefreut, wenn sie Jahr für Jahr ein Stückl weiter über die Mauer emporragten, endlich war ich vor den Blicken Neugieriger geschützt, doch wie es aussieht, habe ich vor allem auch die beiden wichtigsten getötet. 😡
Und nun ist die Frage, was ich da noch tun könnte, denn erstens habe ich kein Auto, um neue (kleine) herbeizuschaffen, und zweitens könnte sich das Pflanzen als viel zu schwer für mich erweisen, weil ja erst mal das ganze Wurzelwerk aus der Erde müsste.
Wirklich blöd ...
Aber immerhin habe ich dann auch noch Anzeichen dafür entdeckt, dass das Leben trotz allem weitergehen will, und das zeigt es sehr schön bunt:
Habt ein schönes Wochenende und ... bleibt bitte gesund! 😉






Hallo, liebe Rex-Mama!
AntwortenLöschenDieses „einfach so“ beim Tod von Ulli geht einem sogar als Leser nahe. Weil du kurz danach noch diese wunderschönen Bilder von ihr gefunden hast und dadurch plötzlich wieder einlebendiges Bild von ihr vor Augen hattest.
Der traurige Anblick deiner Koniferen.
Ich kann gut verstehen, wie sehr dich das mitnimmt, gerade weil du sie 14 Jahre lang gehegt und gepflegt hast und sie für dich ja nicht einfach nur irgendwelche Bäume waren, sondern auch ein Stück Schutz und Zuhause. Gib die Hoffnung noch nicht ganz auf vielleicht erholt sie sich doch nochmal?
Die Natur macht einfach weiter, manchmal ganz unbeeindruckt von unserem Kummer, und vielleicht tut gerade dieser Anblick, deshalb auch ein kleines bisschen gut.
Liebe - Ich wünsche dir trotz allem ein möglichst schönes, ruhiges und doch lebendiges Wochenende mit „Rex „und „F“.
lifeminder
Vor allem die Lebensfreude hat mich erschüttert, lieber lifeminder, mit der sie ganz wenige Stunden vor ihrem Tod noch ihre Freude über den Konzertbesuch bei Facebook kundtat.
LöschenUnd dann passiert es einfach so ...
Im Grunde zeigen mir sogar die Koniferen, dass die Natur kein Erbarmen kennt, wenn vorbei, dann vorbei, ob nun Pflanzen, Tiere oder Menschen.
Liebe Lebendig-Grüße zurück! :-))