Dass morgen Feiertag ist, meine ich, denn wieder einmal hätte ich davon nichts mitbekommen, wäre F. nicht zufällig gestern Abend im TV darüber gestolpert.
"Isch d'r dritte Oktober nicht Feiertag?", fragte er mich, ich klatschte mir an den Kopf - vermutlich haben wir es beide bis heute nicht verinnerlicht, dass die damalige Zusammenlegung mit der DDR für uns ein Grund zum Feiern sein könnte - und begann sofort meine Woche neu zu sortieren, denn mit meinem Freitagseinkauf könnte es so ja beim besten Willen nichts werden.
Die Coupons bietet Netto stattdessen für den Donnerstag an, wie ich dann in der App entdeckte, aber dem stand natürlich der Gasmann entgegen, der für die Zeit zwischen 12: 45 und 16:45 angekündigt war, doch gerne auch mal Stunden früher kommt.
Also verschob ich das Einkaufen ganz auf dem Samstag, gut so, denn tatsächlich tauchte der Fahrer schon um 11 Uhr auf, ganz ohne vorherigen Anruf.
Der aber stattgefunden hatte, wie er mir sagte, allerdings nur auf dem Handy, und das liegt in seiner Sofaecke herum - bin ich nicht im Wohnzimmer, höre ich es gar nicht.
Komisch, dass die einfach nicht kapieren, dass man uns am zuverlässigsten übers Festnetz erreicht. Tausendmal gesagt, tausenmal ist nix passiert ... 🙄
Egal, nun ist es wenigstens schon erledigt und ganz interessant fand ich, was ich nebenher von dem Mann erfuhr, dass es nämlich diesen Zweig von Westfalen-Gas erst seit 6 Jahren gibt.
Kein Wunder, dass da so vieles nicht klappt, die haben wohl einfach noch zu wenig Erfahrung mit der Materie.
Und ein weiteres "Wunder" geschah heute früh, denn nach fast zwei Monaten des Schweigens meldete sich mein Bruder mal wieder über WhatsApp, ganz normal, mit einem bunten Bildchen über Kirchensteuer und Teufel. Daraus entspann sich ein kleines Wortgeplänkel, absolut nebensächlich, aber immerhin ein Anfang, wobei ich bis heute keine Ahung habe, warum der überhaupt nötig wurde.
Ausschlaggebend war vielleicht, dass es letzte Woche zu einem kurzen Kontakt mit meiner Schwägerin gekommen war, in dem ich sie "so nebenher" fragte, was denn mit ihm eigentlich los sei, da ich gar nichts mehr höre.
Verblüfft antwortete sie, dass sie davon ausgegangen war, dass wir laufend schreiben würden - offenbar hat sie ihn dann darauf angesprochen.
Schaun mer mal, wie es weitergeht, auf jeden Fall war das so die elegantere Lösung, denn hätte ich ihn selbst darauf angesprochen, hätte er sich, egal wie ich es formuliert hätte, irgendwie angegriffen gefühlt und wäre sofort zum Gegenangriff übergegangen. Das hätte nicht gut geendet, denn alles gefallen lasse ich mir ja wahrlich auch nicht, also isses jut so, wie es nun ist. 😊
Habt einen schönen Resttag und ... bleibt bitte gesund! 😉