Wie Bolle hatte ich mich auf mein Früh-/Mittag-/Abendstück gefreut, auch wenn es für mich gestern nur zwei belegte Brötchen als einzige Hauptmahlzeit gab.
Klingt vielleicht etwas spartanisch, aber ich muss mich ja täglich entscheiden zwischen warm und kalt und da ich keinesfalls auf mein Leckerli später am Tag in Form von Eis, Schoki oder was auch immer verzichten möchte, muss ich mich halt kalorienmäßig einschränken, zumal auch noch Obst wie z.B. mein Bettapfel und ein Fruchtjoghurt hinzukommen.
Klar schmeckt es toll, wenn man großzügig mit Sahne umgeht und dies oder das auch noch mit Käse überbackt, aber die Laborwerte geben mir recht und Spaß am Essen haben wir trotzdem, heute z.B. wird es Curry/Kichererbsenreis geben mit Steaks und Gurkensalat in Joghurt-Kräuter-Tunke, natürlich mit fettarmem Magerjoghurt, aber trotzdem mit ordentlich Wumms. 😊
Irgendwann am Nachmittag hatte F. in den Briefkasten geschaut und siehe da, das Schreiben der Krankenkasse mit dem Zugangscode zum Kundenportal war schon da.
Egal, darum könnte ich mich Sonntag oder Montag kümmern, dachte ich, doch kaum hatte ich aufgegessen und träumte davon, mein volles Bäuchlein ein wenig auf dem Sofa dösen zu lassen, legte mir F. dieses Schreiben mit aufforderndem Blick direkt vor die Nase.
Nööö, datt wollte ich doch jetzt gar nicht, aber dann gab ich mir innerlich einen Ruck, zumindest das Einloggen könnte ich doch schnell erledigen?
Pustekuchen, so einfach geht das gar nicht, denn jedes Mal, wenn man reinwill, muss man nicht nur die ganzen Zugangsdaten eintippen, sondern sich noch zusätzlich durch einen weiteren Code verifizieren, den man aufs Handy geschickt bekommt.
Denkt man nun, okay, das mache ich ein Mal, bleibe dann eingeloggt und erledige meine Dinge ganz in Ruhe, täuscht man sich gewaltig, denn nach genau 15 Minuten wird man rausgeschmissen und alles beginnt von vorne.
Mein Fehler war, dass ich mich von F. hatte drängeln lassen, denn normalerweise hätte ich natürlich zunächst sämtliche einzureichenden Belege abgescannt, um sie dann in einer Datei gesammelt griffbereit zu haben, um sie anhängen zu können.
Den Antrag selbst gibt es als PDF-Datei, ich hatte ihn schon vor einigen Tagen ausgefüllt und abgespeichert, hatte es mir aber zu leicht gemacht, indem ich als Einnahmen einfach F.s letzte Rentenzahlung mit 12 multipliziert hatte. Im Laufe des Jahres hatte es aber eine kleine Rentenerhöhung gegeben, d.h. die Summe war zu hoch, also musste ich neu rechnen, denn das ist ja bares Geld.
Alles versuchte ich gleichzeitig unter einen Hut zu bringen, Dokumente abfotografieren, mir über WhatsApp selber schicken, abspeichern, bearbeiten, neu speichern, und sie schon mal als Anhänge dranzuhängen. Dann bekam ich ein Problem mit der PDF, denn nun nahm der PC die Änderung nicht an, löschte mir schließlich die ganze Datei, grrrr ...
Zwischendurch flog ich aus dem Account heraus, die Viertelstunde war schon wieder abgelaufen, also neu einloggen, natürlich wieder nur per Handycode, und statt dass ich dann an der angefangenen Arbeit hätte weitermachen können, war auch diese weg, also alles wieder von vorne ... 🙄
Das HB-Männchen lässt grüßen ... 🙄😡🤬🤣
So wurschtelte ich fast zwei Stunden herum, fluchte mir einen ab, weil es etliche Dateien waren, die ich anhängen musste, das Hochladen im Portal aber für jede davon ewig dauerte und mir doch die Zeit im Nacken saß, wollte ich nicht schon wieder im letzten Moment rausfliegen, aber am Ende schaffte ich es ... irgendwie ... und schickte das Ding ab.
Mit einem gewaltigen Aufseufzen, nur um ... heute früh dann das böse Erwachen zu erleben, denn F. bat mich um sämtliche Dateien bzw. Bilder, die ich mitgeschickt hatte, und nun war er es, dem auffiel, dass ich .. verdammt und zugenäht ... bei dem ganzen Theater dann doch den falschen Antrag angehängt hatte. Durch die Schwierigkeiten beim Abspeichern war es mir entgangen, dass nun auf einmal sämtliche Bankdaten und noch einige andere Angaben fehlten. 🙄
Also setzte ich mich gleich dran, verbesserte die mistige PDF-Datei, bekam es nach einigen Schwierigkeiten auch abgespeichert, doch nun stand ich vor dem Problem, wie ich das zur Krankenkasse bekomme.
Einfach eine Mail schreiben wie früher direkt an den zuständigen Sachbearbeiter, nee, so einfach geht heute gar nix mehr, also ging das Einlogg-Theater wieder los.
Eine Eingangsbestätigung fand ich dort dann vor, allerdings ohne die Möglichkeit, darauf antworten zu können. Da sich das an F.s großem PC abspielte, sagte ich: "Ich guck drüben an meinem Läppi in Ruhe danach, zumal ich dort ja auch die nun korrekte PDF-Datei habe, doch ... keine Chance, mich am Läppi erneut einzuloggen. Die ließen mich gar nicht so weit kommen, aus Sicherheitsgründen, wie man schrieb. Grrrrrr........ 🙄🤬🤬🤬
Also die PDF rüber an F. geschickt, dann meinen Hintern wieder nach drüben bewegt und erneut drüben eingeloggt, wo es merkwürdigerweise klappte, aber natürlich erst nach dem erneuten Code-Theater übers Handy. 🙄
Digitalisierung in allen Ehren, aber mitunter schießt man sich und vor allem den Kunden damit gewaltig selber ins Bein. 🙄
Nun ist es immerhin erlegigt, und natürlich lief auch heute früh wieder so einiges parallel dazu ab.
Zum einen ist mein Bruder von Thailand abgeflogen, nun beobachte ich seinen Flieger auf Flight Aware, nebenher schrieb ich mir mit meinem amerikanischen Schwager, der sich mit F.s Schwester mal wieder in Kroatien befindet, und dann reagierte A., also die alte A., seit Monaten zum ersten Mal wieder per WhatsApp auf mich.
Sie hat heute Geburtstag, ich hatte gratuliert und nun bedankte sie sich, oh Wunder.
Wieder einmal steckt sie bis zum Hals in Depressionen, sei in letzter Zeit zu gar nichts mehr fähig gewesen, schrieb sie, nicht einmal bis zur Mülltonne zu gehen.
Im Moment ist ihr Ex aus Bayern bei ihr, der wird aber morgen wieder fahren, vermutlich ist es dann wieder vorbei mit ihrer Zugänglichkeit. Sie fürchtet sich schon davor, schreibt sie und ich ... hm, bin da einfach nur ratlos.
Das, was sie bräuchte, nämlich im Grunde tägliches Umtüddeln, das kann ich ihr nicht bieten - die Frage ist, ob sie überhaupt noch in der Lage ist, alleine zu leben ...
Wobei ich auch nicht weiß, inwieweit sie ihre Pillen schon wieder heimlich abgesetzt hat.
Wie erfreulich dagegen mein kleiner Guschtl, der mir inzwischwn wirklich sehr ans Herz gewachsen ist.
Heute früh kam ich raus, er saß vor dem Kirschlorbeer und begann auf der Stelle zu hüpfen, als er mich sah und ich ihn begrüßte.
"Ja, guten Morgen, mein kleiner Freund, hast du gut geschlafen? Komm ruhig näher ..."
Ich schwöre, wenn er ein Hund wäre, hätte er mit dem Schwanz gewedelt, so erfreut wirkte er und tatsächlich kam er daraufhin immer näher zu mir gehüpft. Ich setzte mich auf meinen Stuhl, redete immer weiter mit ihm und er kam bis auf weniger als einen Meter zu mir her:
Ist das nicht niedlich? 🥰
Und nun ab in die Küche mit mir ...
Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉
