... unterhielt ich mich beim Gassigehen mal mit einer Frau, die in einer Hundeschule für sie höchst Erstaunliches gelernt hatte, dass nämlich Hunde durchaus zum Denken in der Lage sind.
Ihr Leben lang hielt sie kleine "Soßenabschmecker" und war nun in höchstem Maße verblüfft, dass der neue ja sogar "fähig war auf seinen Namen zu reagieren." 😮
Da frage ich mich, wie um alles in der Welt hatte sie mit seinen Vorgängern zusammengelebt? Nahm sie sie wahr wie Steifftiere, etwas das man auf den Schoß nimmt und krault, doch mehr geschah nicht?
Wie traurig muss das für die kleinen Vierbeiner gewesen sein, wenn sie mehr oder weniger zu Einrichtungsgegenständen degradiert wurden und ihre Halterin in keinster Weise mit ihnen kommunizierte?
Ganz ähnlich lief es gestern mit meiner Tante - sie und mein verstorbener Onkel (der vermutlich Halb-Bruder meiner Mutter) hatten immer Collies, drei waren es insgesamt, wie mir mein Cousin später sagte, und auch er selbst hatte dann gemeinsam mit seiner Frau einen, bevor zufällig eine Promenadenmischung aus der Nachbarschaft ihren Weg zu ihm fand.
"Frag Mutti mal, was sie heute über den Straßenköter denkt", meinte er lachend am Telefon, denn offenbar hatte seine rasseverwöhnte Mutter diesen Neuzugang zunächst ziemlich verächtlich betrachtet, doch inzwischen liebt sie "Mila" heiß und innig, darf sie doch die Vormittage bei ihr verbringen, während Cousin und Frau bei der Arbeit sind. (Sie wohnen auf dem gleichen Grundstück.)
Nun also sprach ich mit der Tante darüber, dann lobte sie den Hund, sie habe den Eindruck, dass dieser doch tatsächlich einiges vom dem verstehe, was sie zu ihm sagte. Er würde mit ihr kommen, wenn sie ihn auffordere, komm, gehen wir mal hierhin oder dorthin.
Hähhhh?
Während jahrzehntelanger Hundehaltung war ihr noch nie aufgefallen, wie gut man mit einem Hund kommunizieren kann, wie sehr er sie liest, ihre Absichten erkennt und auch seine eigenen mitteilt?
Einige meiner Artgenossen, damit meine ich andere Hundehalter 😉- werden mir immer ein Rätsel bleiben und ich frage mich, wie intensiv sie ihre Mitmenschen denn wohl wahrnehmen mögen, wenn es schon bei den Vierbeinern so gar nicht klappt?
Und nun muss ich hurtig unter die Dusche springen. Die Nacht war sehr unruhig, weil neben meinen eigenen Rennereien F. um halb zwei und dann noch einmal um kurz nach vier nach seinem Stuhl verlangte, der Morgen war bis jetzt vollgeballert mit den üblichen Dingen, die ich zu tun habe, aber um viertel nach eins werde ich mich mal für zwei Stunden abseilen, weil ich dann ja mit A. verabredet bin.
Wird mir sicher richtig guttun, mal etwas anderes als den Kackstuhl zu sehen ... 😁
Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
Das was due hier schreibst kann ich nur bestätigen. Der Vater meiner allerersten Partnerin holte sich aus dem Tierheim einen wunderschönen Hund, der deinem Rex sehr ähnlich sah. Nach dem Tod des alten Mannes wollte nemand den Hund haben weder der Bruder meiner damaligen Partnerin noch sie selbst, da sie berufstätig war. Also wurde er wiedeer zurück ins Tierheim gebracht. Es dauerte sehr lang bis er wieder eine Familie fand die ihn aufnahm. Leider lebte er nicht mehr lange, er starb dann. Ich sage mal an seinem gebrochenen Herzen. Im Nachhinein habe ich mir oft damit gehadert, daß ich ihn nicht zu mir geholt habe. Da ich zu diesem Zeitpunkt auch noch berufstätig war, wäre jeden Tag alleine gewesen.
AntwortenLöschenIch kann deine Gedanken gut nachvollziehen, einerseits sagt man, es ist Tierquälerei, einen Hund den ganzen Tag alleine zu lassen, andererseits hätte dieser aber vielleicht besser damit leben können zu wissen, abends kommt jemand Vertrautes nach Hause, als jahrelang im Tierheim zu sitzen.
LöschenAber ... du konntest ja vorher nicht wissen, dass er dort so lange Zeit ausharren musste ...
Abgesehen davon hätte dir aber vermutlich so ein Hausgenosse auch sehr gut getan, oder?