Samstag, 19. November 2022

Besser als erwartet ...

 
...  lief es gestern, wenn auch mit kleinen Abstrichen, denn just als wir gestiefelt und gespornt schon fast an der Haustür standen, klingelte das Telefon.

"Weia", sagte ich zu F., "pass auf, das ist nun die Arztpraxis, die den Zuckertermin verschieben möchte." 😮

Am Display wurde eine Handynummer angezeigt, die mir überhaupt nix sagte, und als ich den Hörer abnahm, brabbelte sofort eine Stimme los, sehr leise, zu leise, als dass ich wirklich etwas verstanden hätte.

"Hallo? Wer ist denn da bitte?"

"Na, ich bin's doch ..."

Hm, ich? Welches Ich mochte das denn nun sein? 🤔

Ach, allmählich dämmerte es mir und ich hakte nach: "A. ..., bist du das?"

"Genau, ich bin das", und nun erkannte ich ihre Stimme auch, muss mir dabei zugute halten, dass wir uns ja bis vor ein paar Wochen 40 Jahre lang überhaupt nicht gehört hatten und seitdem auch nur ein einziges Mal telefonierten, alles andere läuft schriftlich über WhatsApp.

Offenbar hatte ich reichlich irritiert geklungen, was aber einzig der Situation geschuldet war, dass wir den Termin hatten und gerade losgehen wollten.

"Biste in Eile?", fragte A. nun nach, ich bestätigte, erklärte ihr den Grund und sie meinte, dass sie eigentlich auch nur wissen wolle, ob ich in unserer Stadt einen guten Tierarzt wüsste. Ihre Katze sei krank, schien große Schmerzen zu haben und ihre Tierärztin wäre in Urlaub. 🙀

Ui, so ein Mist, zumal zu diesem denkbar ungünstigen Zeitpunkt.

Unser eigener Tierarzt befindet sich bei uns umme Ecke, kam wegen der Entfernung nicht für sie infrage, da sie im Moment nicht motorisiert ist, also blieb nur die Internetsuche, die ich gern für sie übernommen hätte, wäre nicht der PC schon ausgestellt gewesen.

So blieb mir nur, sie zu vertrösten, und ich versprach mich sofort nach meiner Heimkehr zu melden.

Dann tippelten wir los und ich staunte, dass F. doch relativ flott vorankam.
Kurz darauf saßen wir einer wirklich sympathischen Mitarbeiterin der Gemeinschaftspraxis gegenüber, die ich bis jetzt noch gar nicht kannte, zu der ich aber sofort einen Draht hatte.

Wirklich unkompliziert alles - F. befindet sich mit seinem Wert nur knapp über der Grenze zur Prädiabetes und außer dass er sich nun nicht täglich mit Süßkram in Massen vollstopfen sollte, gibt es gar nicht viel zu beachten.

Obst, Säfte, alles Zuckerhaltige ist in Maßen zu genießen, aber ganz verzichten solle er nicht, empfahl sie und es sei mehr eine Sicherheitsmaßnahme, dass man ihn ins Diabetesprogramm aufgenommen habe.

Dies beinhaltet, dass er für ein Jahr lang alle drei Monate mit dem Büchlein, dass man für ihn anfertigte, zum Blutabnehmen antreten muss. Gibt es nichts Auffälliges, kann man es zwei Tage später einfach abholen, es sei denn, es hinge ein Zettel dran, dann würde ein Arzttermin fällig.

Klingt doch gut, vor allem sehr entspannt und ich habe die Hoffnung, dass sich die Sache von allein erledigen wird, wenn er weniger oft über die Stränge schlägt. 😊

Wieder daheim machte ich mich sofort übers Internet her, schaute nach Tierärzten und teilte A. mit, dass ich nun wieder erreichbar sei.

Die Antwort lautete: "Lieben Dank, aber ich bin schon beim Tierarzt."

Einen ganz im Süden der Stadt hatte sie aufgetan und da es nur sofort einen Termin gab, musste sie notgedrungen mit dem Taxi hinfahren.

Per WA blieben wir in Verbindung und nach und nach kriegte ich das Grausen.

Äußerlich war nichts festzustellen an der Katze, also hatte dieser Arzt sie weiterüberwiesen an eine Tierklinik - natürlich wieder am anderen Ende der Stadt, weil er nicht über die nötigen Gerätschaften verfügte.

Dort saß sie nun stundenlang herum und wartete auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung, von denen es abhängig wäre, ob eine CT notig wäre, die inzwischen mal eben mit 900 Euro (!) zu Buche schlägt. 🥴

Zu wenig Kalium, dafür aber zu viel Sauerstoff im Blut habe sie, stellte sich dann heraus und am Ende musste sie das Tierchen über Nacht dalassen zum Beobachten und für Infusionen.

Schöner Mist, wenn man es nicht allzu dicke hat, aber mit so etwas muss man halt jederzeit rechnen, wenn man ein Tier halten möchte.

Schade, dass Krankenversicherungen so teuer sind, wir selbst haben immerhin eine OP-Kosten-Versicherung für Rex abgeschlossen  - toitoitoi, dass wir sie niemals werden in Anspruch nehmen müssen.

Abgesehen davon ging es sehr positiv weiter, denn später trudelte  die letzte noch ausstehende Jahresrechnung ein, diesmal für Wasser, das wir über einen anderen Anbieter als Strom und Gas beziehen.

Und auch hier erlebten wir eine freudige Überraschung, denn ingesamt hatten wir für Wasser und Abwasser ein Guthaben von fast 100 Euro erwirtschaftet. 😊

Schätze, da kommt wie schon beim Strom die neue Spülmaschine zum Tragen, außerdem unser Verhalten, bei dem wir in Punkto Sparsamkeit noch mal eine Schippe draufgelegt haben, und natürlich, dass ich mich trotz des trockenen Sommerst konstant dem Einsatz des Gartenschlauches verweigerte.

Gut gelaufen, nur darf uns das nicht verleiten, womöglich sorgloser zu werden, denn für den Januar haben die Versorger ja bereits die nächten Preiserhöhungen angekündigt. 😠

Demensprechend habe ich meinen fünf Klamottenschichten nun eine weitere hinzugefügt, denn heute soll es richtig kalt werden - schaun mer mal, wie weit wir es durchhalten ohne Heizen und jetzt ruft mich eh das Leben mit all dem, was heute ansteht.

Zunächst kann ich es um diese Uhrzeit wohl riskieren, dem Geburtstagskind des Tages zu gratulieren, ohne es mit WA-Gepiepe aus dem Schlummer zu reißen, dann werde ich mich bei A. nach dem neuesten Stand erkundigen und anschließend aufbrechen, um den entgangenen Freitagseinkauf nachzuholen.

Und damit ihr seht, dass ich auch heute früh nicht ganz untätig war, hier ein Foto, wie es nun am Küchenfenster aussieht:




F. hat mächtig Spaß in den Bäckchen, freut er sich schon doch das ganze Jahr über auf "seine Tannenbäumles" und später am Tag will ich mal nicht so sein und auch den im Wohnzimmer schon mal aufbauen.
Übrigens ganz ohne schlechtes Gewissen, denn seit letztem Jahr habe ich die Lichterketten ja auf LED umgestellt.
Deckenbeleuchtung schalten wir eh  nur extem selten einmal ein, normalerweise brennen abends in den Räumen kleine Tischlämpchen, natürlich mit Energiesparbirnen bzw. inzwischen ebenfalls LED. Diese bleiben nun aus, denn die Lichtchen an den Bäumen reichen völlig aus, also kommt es strommäßig auf eines raus, schön zu wissen, oder?

Habt einen schönen, vielleicht sogar fröhlichen Samstag und ... bleibt bitte gesund!🙂

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen