... inständig darauf, dass es sich bei Rex auch um das Vestiburlarsyndrom handeln könnte, denn er erscheint mir etwas stabiler als vorgestern, zumal ich ja gestern auch schon eine leichte Besserung zu erkennen meinte.
Was aber nicht heißt, dass er nicht nach wie vor ziemlich unsicher auf den Beinen wäre.
Die letzte Nacht wollte er größtenteils noch näher bei uns verbringen als sonst, also stellte ich meinen Liegestuhl weniger schräg - so konnte ich TV zwar mehr hören als sehen, aber das Büble hatte genügend Platz und kam nach einem sehr unruhigen Tag endlich zur Ruhe, als er sich neben mich legte und ständig meine Hand spürte.
Später wechselte er mal den Standort, irgendwann in der Nacht weckte er mich, wollte raus, legte sich danach aber wieder hin, und ich auch, stehend kaputt, wie ich nun ständig bin. Und das Wunder geschah, alle drei pennten wir danach friedlich bis halb neun - keine Ahnung, wann ich zuletzt soooo lange schlief. 😀
Gefressen hat's Büble gestern immerhin einen Teil seines Napfes, vor allem auch getrunken - damit er es leichter hat mit den Näpfen, die in der Küche auf dem gekachelten Boden stehen, habe ich ihm noch eine unten gummierte Matte davorgepackt, damit er nicht ins Rutschen kommt, und heute früh habe ich Schwerstarbeit geleistet, weil ich an der Hintertür eine Rampe bauen wollte, so wie ich es einst auch schon für Püppi tat.
Leider konnte ich in F.s reichhaltigem Sammelsurium 🙄nicht die Originalbretter von damals finden, denn die waren optimal, aber immerhin drei Stück tat ich auf und unterlegte sie direkt an der Stufe mit Backsteinen und zwei dünneren Querbrettern, so dass der schräge Aufgang nun etwas schmaler ist als geplant, aber immerhin doch noch breit genug, dass ich eben trotz ihrer ordentlichen Spurbreite die Gelbe Tonne hochziehen konnte, die morgen geleert wird und dafür vor's Haus musste.
Und dann gab es noch einen Mordsschrecken gestern - ich stand in der Küche, bereitete F.s Mittagessen vor, wähnte Rex immer noch im Garten, doch auf einmal hörte ich ihn, dachte, er wäre reingekommen, ins Esszimmer gegangen und wollte nun schnell nach ihm schauen.
Pustekuchen, kein Hund da, also schaute ich draußen nach, doch so sehr ich auch in allen Winkeln suchte, weit und breit kein Rex.
Er würde doch nicht ...?
Nein, das war doch undenkbar, dass er in seinem Zustand die megasteile Treppe nach oben erklimmen würde? Zumal er das ja gar nicht mehr macht, seit wir alle gezwungenermaßen unten schlafen müssen, nun ja schon genau zweieinhalb Monate lang.
Sicherheitshalber ging ich nachschauen, und tatsächlich ... er stand oben vor seinem Bett und sah mich mit großen Augen an.
Du liebe Zeit, wie um alles in der Welt sollte ich ihn denn da wieder herunterbringen?
Ich hatte das Gefühl, dass er selber auch nicht mehr wusste, wie er heile runterkommen könnte, und mit Grausen dachte ich an die Nacht zurück, als Püppi dort abstürzte.
Danach durfte sie die Treppe nicht mehr benutzen, einige Nächte schlief ich mit ihr unten, um sie daran zu gewöhnen, und ansonsten stand immer die kleine Trittleiter quer davor, so wie sie es nun auch wieder tut:
Rex hatte ich zuvor am Geschirr gepackt und vorsichtig nach unten gebracht, echt nicht einfach, weil es dort so eng ist ... 🙄
Und dann gab es noch eine glückliche Fügung, als A. mir schrieb, dass sich für die Veranstaltung, die wir heute Abend gemeinsam besuchen wollten, sehr viele Menschen angemeldet hätten und es sehr eng werden würde. Ob wir das dann schon wegen der Gefahr für F. lieber ausfallen lassen wollten, fragte sie und ich willigte mehr als glücklich ein, hatte ich mir doch wirklich Gedanken gemacht, wie ich das hinbekommen sollte, gleich zwei Kranke für einige Stunden sich selbst zu überlassen.
Für Dienstag haben wir die nächste Verabredung und nun kann ich ganz viel Daumendrücken gebrauchen, dass ich mich dann wirklich mit halbwegs gutem Gewissen hier abseilen kann. 😉
Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉


