Dienstag, 3. Februar 2026

Wie gut, dass ich ...

 ... schon vor vielen Jahren anfing, F. die Haare selber zu schneiden, denn sonst hätte er schon seit langer Zeit schlechte Karten damit, weil ein Friseurbesuch für ihn ja gar nicht möglich wäre.

Als er noch im Krankenhaus lag, hatte ich tatsächlich darüber nachgedacht, ob ich nicht mal eine Schere mitnehmen und dort an ihm herumschnipseln sollte, aber nun ist er ja zum Glück zu Hause und so konnte ich das gestern etwas entspannter angehen.

Mitsamt seinem Kackstuhl schob ich ihn ins Bad und holte schnell den Sauerstoffschlauch hinterher, der mich dann beim Schneiden allerdings ordentlich behinderte, aber irgendwie bekam ich es hin und nun sieht er wieder vernünftig aus. 

So verging der gestrige Tag mit viel Kleinkram, unter anderem kam eine Antwort von der Apothekenumschau, wo man sich für die Anregung des "wirklich interessanten Themas" bedankte und darüber nachdenkt, es in einer der nächsten Ausgaben aufzugreifen.

Und dann musste ich mich wieder einmal gewaltig ärgern, denn unser Gesetzgeber scheint sehr nachhaltig sein Herz für die Tierärzte entdeckt zu haben. Erst wurden die Gebührensätze derartig angehoben, dass Tierhaltung immer mehr zum Luxus wird und dass mich die Tier-OP-Versicherung rauswarf, d.h. so ganz warfen sie mich nicht raus, sondern kündigten meinen Vertrag mit dem Angebot, ihn zum dreifachen Preis weiterzuführen, was ich leider ablehnen musste.

Und nun stellte ich fest, dass Wurmkuren in Deutschland auf einmal rezeptpflichtig sind - man soll sie also am besten direkt beim Tierarzt kaufen, worüber dieser sich sehr freuen wird.

Seit 30 Jahren halte ich Hunde und war wirklich froh, als ich endlich die Möglichkeit hatte, mir die Wurmkur, die ich sonst sehr teuer beim Doc kaufen musste, endlich deutlich günstiger übers Internet bestellen zu können, doch nun hält man mich plötzlich nicht mehr für verantwortungsbewusst genug dafür? 😡

Da ist sie wieder, die deutsche Bürokratie, die der ohnehin ausartenden europäischen immer noch eins draufzusetzen versteht, aber nach langem Suchen wurde ich fündig, bei einer holländischen Internet-Tierapotheke. 

Beeindruckend, wie man sich darauf versteht, der eigenen Wirtschaft immer noch mehr zu schaden, aber offenbar ist es diesem Staat lieber, wenn mein Geld ins Ausland geht. 🙄

So, und nun sitze ich ein bissl auf heißen Kohlen, müsste dringend los zu Sparkasse und einigen Besorgungen, aber ... zuvor sollte F. noch einmal seinen Stuhl benutzen, damit er während meiner Abwesenheit nicht in Bedrängnis gerät, doch et kütt und kütt nix.  🫤

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 2. Februar 2026

Wie gut, dass ich zurzeit ...

 ... eh nie dazu komme, pünklich zu den Rosenheimcops mein Früh-/Mittag-/Abendstück einnehmen zu wollen, so muss ich mich viel weniger darüber ärgern, dass es ausgerechnet das ZDF ist, das immer mehr zum Sportsender zu werden scheint.

Wobei es mir bei den Rosenheimcops übrigens nicht ums Krimigeschehen geht, das könnte mich nie und nimmer gut unterhalten oder gar fesseln, sondern es sind die äußerst liebevoll ausgearbeiteten, allesamt etwas schrulligen Stammcharaktere, die auf mich einen ähnlichen Effekt ausüben wie Mr. Monk, es macht  einfach Spaß zuzuschauen und oft genug stelle ich mir vor, wie die Schauspieler selber darüber grinsen müssen, was sie da liefern, allen voran der Michi Mohr alias Max Müller. 😀

So stelle ich mir Entspannung vor, so kann ich abschalten, und das ganz sicher sehr viel besser, als wenn  mir Sportreporter aufgeregt in die Ohren brüllen über das sportliche Treiben von Leuten, die ich nicht kenne und die mich auch nicht interessieren. 

So lief es auch gestern, d.h. vor dem Abend kam ich nicht zum  Essen und der  Fernseher blieb aus, hatte ich entgegen meiner ursprünglichen Annahme doch wieder einen ziemlich vollgepackten Tag und als ich dachte, fürs Erste mal durch zu sein mit allem, kam mir mein F. sozusagen quer.

Er hatte mich gebeten, ihn mit seinem Toilettenstuhl vor den großen PC zu schieben, und  tatsächlich saß er dort Stunde um Stunde, hörte vergnügt Radio, aß dort sogar seine Kartoffelsuppe, doch wenn ich dachte, mein Päuschen rücke nun endlich näher, hatte ich mich getäuscht, denn auf dem Tisch lag ja immer noch eines seiner Weihnachtsgeschenke, nämlich das externe DVD-Laufwerk, das er nun unbedingt  ausprobieren wollte.

Eingestöpselt, d.h. mit dem PC verbunden war es schnell, doch dann rührte sich gar nix mehr, also musste ich schon wieder Rat von Aionos einholen, der sich zum Glück genau an alle Geräte inkl. des neuen erinnerte, so dass ich nichts weiter erklären musste. 

(Das ist der Vorteil, wenn man sein Gespräch mit KI immer weiter fortsetzt, statt jedes Mal ein neues zu beginnen.) 

Mit seiner Hilfe blickte ich Stück für Stück durch, wobei wir auf ein offenbar bekanntes Problem stießen. Der Saft, den dass Lesegerät per einfachem USB-Kabel vom PC bekommt, genügt ihm nicht, also musste stattdessen das zweite mitgelieferte angeschlossen werden - auf der  einen Seite  ist es fest im Leser verbaut, am anderen Ende hängen zwei USB-Stecker. So  weit so gut, doch doof ist, dass das Kabel insgesamt höchstens 30 cm lang ist, viel zu kurz, als dass man es vom PC, der seitlich vom Schreibtisch steht, bis auf dessen Platte bekäme. Heißt also, das Lesegerät muss neben dem Schreibtisch bleiben, wo man aber nix sieht und es gar nicht bedienen kann.

Mal sehen, ob wir uns noch Verlängerungskabel zulegen müssen oder ob es so geht. Schätze, allzuoft wird F. sich eh keine Videos reinziehen. (Es ging mehr darum, dass er meinte, so ein Gerät unbedingt haben zu müssen. 😁)

Es gab dann noch ein wenig Hickhack, wie man den verfluchten Film öffnen konnte, aber am Ende gelang es dank Aionos doch noch und so konnte F. glotzen, während ich mich meinen Umfragen widmete, und zack war auch dieser Tag schon fast wieder Geschichte, gefolgt von einer wieder durch Stuhlbedürfnisse unterbrochenen Nacht. 

Ach ja, und als F. noch am PC saß, gab es auch noch ein ganz nettes Erlebnis - es gefiel mir ausnehmend gut, ihn in einem Hauch von Normalität dort zu sehen, und spontan beschloss ich seine Schwester teilhaben zu lassen, mittels eines Fotos.

Kaum hatte ich es geschossen, meinte F., ob ich nicht lieber ein kurzes Video aufnehmen wolle?

Ja, das war natürlich auch eine Möglichkeit, bei der  ich aber übersah, dass es ihm dabei hauptsächlich um die Soulmusik ging, die er inzwischen laufen hatte  - damit wollte er offenbar vor seiner Schwester glänzen, die  ja mit einem Afroamerikaner verheiratet ist.

Als ich nun das Video startete, kam absolut nichts von F., bis  ich ihn aufforderte, doch mal was zu sagen, und so ging es dann eine knappe Minute lang, jedes Wort musste ich ihm aus der Nase ziehen. 

Seine Schwester reagierte mit etlichen Tränen-lach-Smileys und meinte, die Worte müssten wohl noch geboren werden, aber es sei schön, F.s Stimme zu hören, dass er sie überhaupt wieder benutzen könne.

Ich antwortete dann dies hier:

"Lach, er kann sehr gut wieder reden, war nur selber überrascht, dass er nun was sagen sollte. Eigentlich wollte ich nur ein Foto für dich machen, wie er nun wieder (schon seit Stunden) am PC sitzt, dann kam ihm selber die Idee, mach doch ein Video, aber ... datt er nun sprechen oder gar agieren sollte, das kam trotzdem überraschend. 🤣"

 So hatten wir dann alle unseren Spaß ... 🙃

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Sonntag, 1. Februar 2026

Hauspflekretärin

 Das beschreibt meine gestrigen Tätigkeiten kurz und bündig, eine Mischung aus Hausfrau, Pflegerin und Sekretärin eben.

Nachdem F. und Rex für den Morgen versorgt waren, schnappte ich mir Herrn Hoover, um eine Runde mit ihm zu drehen, recht mühsam, weil neben Sauerstofftank und Rollator ja nun auch noch Kack- und Liegestuhl im Weg herumstehen, aber irgendwann war ich durch und war froh übers Timing, denn morgen und übermorgen werden beide Tonnen geleert, also werde ich den Dreck dann gleich los.

Anschließend stellte ich mich für weit über eine Stunde in die Küche, schälte und würfelte etliche Kilos Kartoffeln, um schon bissl für heute vorzuarbeiten, denn gleich wird daraus eine Suppe entstehen - etwas, das F. gut durch den innen immer noch sehr empfindlichen Hals flutschen wird.

Als Nächstes standen diverse Überweisungen an, die von F.s Konto online getätigt werden mussten, und da ich den besseren Überblick habe, was einzeln zu erledigen war oder gebündelt werden konnte (z.B. die ganzen Zuzahlungen fürs Sanitätshaus), setzte ich mich an den großen PC, wobei F. es sich nicht nehmen ließ, sich auf seinem Kackstuhl neben mich schieben zu lassen, um anwesend zu sein und mir sogar die einzelnen Zahlenfolgen anzusagen.

Schön zu spüren, dass so etwas wie Teamwork zumindest ansatzweise wieder möglich ist, nachdem noch vor wenigen Wochen F.s Kommunikationsversuche  so aussahen:


 (Eben unterhielten wir uns noch darüber, wie grauenhaft das für ihn war - unfähig zu sprechen gelang ihm auch kaum mal ein lesbarer Buchstabe. Der Geist war willig, aber der Körper spielte an keiner Stelle mit - wie abrundtief verzweifelt muss er sich in dieser Situtation gefühlt haben, denn so richtig konnte er es ja immer noch nicht nachvollziehen, was überhaupt mit ihm los war. 😢)

Die  Zuzahlungen fürs KH splittete ich vorsichtshalber nach Jahreszahlen auf und ärgerte mich kurz darüber, dass man den Zahlungsbeleg zwar ausdrucken kann, es aber keine Funktion zum Speichern gibt, also druckte ich sie erst, um sie dann einzuscannen und zu speichern, denn den für letztes Jahr reichte ich dann gleich noch online bei der Krankenkasse ein, da wir die Befreiungsgrenze ja längst erreicht hatten, diese 210 Euro also zurückbekommen werden.

Was für ein bürokratischer Aufwand, und das auch nur, weil die fürs Bearbeiten des Befreiungsantrags viele Wochen benötigen ... 🙄

Tja, und wo ich nun schon mal im Account drin war, entdeckte ich auch noch ein neues Schreiben der AOK, in dem man F. mitteilte, dass er ja ein Beatmungsgerät beantragt habe und dies nun bis zum März geprüft werde.

Hähhhh?

Dieses Gerät bekam er doch schon im Krankenhaus ans Bett, dann mit nach Hause, begibt sich jede Nacht durchgängig unter die Maske und natürlich ging ich davon aus, dass das zwischen Ärzten und AOK längst abgeklärt sei, wie sollte ich das also jetzt interpretieren? Sollen wir das Tausende Euro teure Gerät womöglich selber bezahlen? 😮

Die Servicenummer ist rund um die Uhr an sieben Tagen erreichbar,  nur leider für  mich wieder nicht, denn erneut kam der Spruch, diese Nummer sei leider nicht erreichbar, man finde die richtige im Internet, womit ich dann wieder bei der landete die ich ja angerufen hatte. 🙄

Zum Glück bin ich seit dem letzten Mal schlauer und suchte mir gleich die Rückrufbeantragung heraus, die wirklich hervorragend funktionierte. Zwischen 17 und 19 Uhr hatte das Zeitfenster gelautet, schon um zehn nach fünf klingelte es und ich hatte eine Dame am Apparat, zu der der Funke gleich übersprang.

Sie hätten das gleiche Schreiben auch ans KH geschickt, erfuhr ich nun - entweder von dort oder direkt von uns benötigten sie den Arztbericht, um zu sehen, dass F. das Beatmungsgerät wirklich braucht, was ich dann lieber selbst in die Hand nahm, damit ich weiß, dass es zügig erledigt wurde.

Vorausschauenderweise habe ich sämtliche Unterlagen eingescannt, dank dessen ließ sich die Mail dann schnell fertigmachen und diesmal vergaß ich nicht erneut mich selber, denn das Gedöns wegen der Genehmigung meiner Zahnbrücke lag ja immer noch unerledigt auf der Eckbank in der Küche, weil so viel anderes ständig Vorrang hatte.

Genehmigt hatten die den Antrag ja schon, ohne dass ich ihn überhaupt ausgefüllt und eingereicht hätte, was aber fehlte, waren meine Zahnarzt-Scheckhefte und das sprach ich nun an.

Kein Problem, meinte die Dame, ich solle sie einfach nachreichen, zwar an die gleiche E-Mail-Adresse, aber sicherheitshalber in einer separaten Mail, denn sonst könne das System die Vorgänge bzw. F. und mich nicht auseinanderhalten, was ich mir schon gedacht hatte. 😁

Auch hier war ich nun froh, dass ich das Scannen der Scheckhefte bereits erledigt hatte, irgendwann zu Anfang der KH-Zeit, nachdem ich gemeinsam mit Aionos die Verbindungsprobleme zwischen PC und Drucker gelöst hatte, also schrieb ich auch diese Mail noch mit der Bitte um Neuberechnung des Zuschusses, damit sich dieser ganze Bürokratiewust nun endlich mal zu lichten beginnt.

Und zack war der gestrige Tag vorbei, irgendwann gegen 19 Uhr  fand ich die  Zeit, selber mal zu frühstücken, dann folgte noch der Dschungel, bevor ich unsere "Betten" umbaute und dann nur noch schlafen wollte.

Heute früh habe ich bereits die große gelbe Tonne durchs Haus geschleift und vor selbiges gestellt, dann musste ich die Zähler ablesen und die Stände an E.ON durchgeben, denn die Jahresabrechnung ist fällig und  ich bin schon sehr gespannt, was dabei herauskommen wird.

Und nun ab in die Küche mit mir, denn so ein Kartoffelsüppchen kocht sich ja nicht von allein.

F. sitzt am PC und hat ... zum ersten Mal seit dem 11.12.25 das Radio eingeschaltet - wieder ein Hauch mehr Normalität. 😀

 

Habt einen schönen Sonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉