Samstag, 28. Februar 2026

Es zerreißt mir das Herz

 Nach der ganzen Hektik gestern war ich endlich so weit durch mit allem, dass ich am späten Nachmittag anfing, mich auf A.s Joghurtsuppe zu freuen und  ... auf ein anschließendes Nickerchen, denn ich fühlte mich stehend k.o.

Doch ausgerechnet dann verlangte F. seinen Stuhl und obwohl ich ja an alles, was das für mich bedeutet, inzwischen gewöhnt bin, verdarb mir das erst mal den Appetit, also verschob ich das  Essen auf später und gab Rex an der Tür zur Speisekammer erst mal sein Lieblingsleckerli.

Nanu, dachte ich noch, als er damit verschwand, was läuft er denn so komisch, vergaß es aber auch gleich wieder, weil F. nach mir rief, irgendetwas benötigte.

Ich sprang, versorgte ihn außerdem mit einem süßen Stückle und dem Rest Kaffee aus der Thermoskanne, dann ließ ich mich vor dem Läppi nieder, bekam aus dem Augenwinkel mit, dass Rex zu F. an den  Sessel kam und fuhr erst erschreckt hoch, als F. sagte: "Irgendwas stimmt mit dem nicht ..."

Ich nahm ihn mit mir ins hellere Ess-/Arbeitszimmer und nun sah ich es auch ganz bewusst, der arme Bub war völlig wackelig auf den Beinen, stakste breitbeinig herum, hatte Mühe, sich zu halten. 

Du liebe Zeit, auch den Kopf hielt er nun leicht schräg, die klassischen Symptome für einen Schlaganfall beim Hund, die ich auch bei Püppi schon erlebte, nur dass sie  einige Jahre älter war.

Ausgerechnet freitagnachmittags ... und es ist ein Drama, dass mein Tierheilpraktiker durch die  überzogenen Coronamaßnahmen in den Ruin getrieben wurde und nun nicht mehr zur Verfügung steht, denn bei Püppi damals kam er sofort ins Haus und half uns.

Nun aber stehe ich allein da und konnte erst mal gar nichts tun als beobachten. Sein Zahnfleisch kontrollierte ich, das war schön durchblutetund die Nase kalt, wie sie soll, also holte ich einen langen Schal, band ihm den um den Bauch - auch eine alte Püppierfahrung -, konnte ihn somit beim Gehen etwas unterstützen und sorgte dann dafür, dass er sich auf sein Bett legte.

Völlig entspannt wirkte er, Schmerzen hatte er mit  ziemlicher Sicherheit keine, auch die Augen wirkten wach und interessiert, also ließ ich ihn sich einfach entspannen.  

Let's Dance?

Nein, der Anfang lief zwar, aber ich achtete gar nicht darauf, googelte mir stattdessen die Finger wund, wie es nun weitergehen könnte.

Eine Nachbarin, mit der  ich mich neulich auf dem Weg zum Einkaufen lange unterhalten hatte, erzählte, dass sie die Firma Rosengarten mit der Einäscherung ihres im November verstorbenen Hundes beauftragt hatten, die ihn auch zu Hause  abholten, ganz wichtig zu wissen, denn selber sind  wir ja im Moment nicht mobil.

Dann fand ich auch einen Tierarzt, der ins Haus kommt, sollte es hart auf hart kommen und man keinen anderen Weg mehr sehen, als sein geliebtes Tier den Gang über die Regenbogenbrücke antreten zu lassen, und natürlich besprach ich das alles auch gleich mit meinem zutiefst erschütterten F.

Damals bei Püppi  hat er das alles nur am Rande mitbekommen, musste ja arbeiten und versuchte sich vor allem Schmerzlichen irgendwie zu drücken, mehr oder weniger verbrachte  ich diese letzte und in ihrem Falle sehr  lange  Phase des Abschiednehmens allein mit ihr, vor allem war es auch ich, in deren Armen sie einschlief.

Rex ist etwa 14, für einen Schäferhund an sich schon ein stattliches Alter und ein womöglich längeres Siechtum werde ich ihm ersparen, auf der anderen Seite  aber natürlich auch keine vorschnellen Entschlüsse  treffen.

Und es ist schon sehr seltsam: Püppi  kam damals wieder etwas auf die Beine, nachdem ich mit ihr in trauter Zweisamkeit (F. war in Stuttgart) über den drohenden Abschied gesprochen hatte, und mit Rex geschah heute früh Vergleichbares.

Die Nacht blieb fast ruhig, ich lag ja auf meiner Pritsche gleich um die Ecke, döste mehr, als dass ich schlief, und so stand ich auch gleich auf, als ich Rex sich rühren hörte. Er wollte nur seine Position verändern, was auch gelang, also legte ich mich wieder hin, auf der anderen Seite auch immer mit einem halben Auge bei F., der unter seiner  Maske auf dem Sofa lag.

Als ich in der Früh mit F. das unangenehme Gespräch führte über das, was am Ende auf jeden Fall kommen wird, wurde Rex höbar unruhig, so als hätte er jedes Wort verstanden und wollte mir nun wie Püppi damals zeigen, dass er durchaus noch leben will, und ich musste alles gleichzeitig machen, F. versorgen und mich um den nächsten Kranken kümmern.

Es gelang mir, Bubi sein Geschirr anzuziehen, so konnte ich an zwei Enden anpacken, denn der Schal war ja auch noch um seinen Bauch gebunden, wobei Letzteres bei Weibchen eindeutig besser geht als bei Rüden, weil das Pipimännchen immer im Weg ist.

Dann wollte er in den Garten, zunächst half ich ihm, merkte dann  aber, dass er wieder allein gehen konnte, wenn auch immer noch sehr  breitbeinig und wackelig, und vom Schal befreite ich ihn dann wieder, damit er ungestört Pipi machen konnte. 

Dann stakste er auf  dem Rasen herum und  ... begann sich zu übergeben, quittegelb, das Gleiche einen Moment später noch einmal und eben erneut.

Gift ist natürlich auch immer  etwas, über das man nachdenken muss. Immer wieder warnen Hundehalter in unserer Gegend vor Giftködern und ausgeschlossen ist es nicht, dass ein Hundehasser so etwas auch über die Hecke werfen könnte. 

Rex wirkte jetzt etwas munterer und als er auf der Straße einen Artgenossen hörte, kam er tatsächlich in die Gänge, marschierte ziemlich schnell zu seinem Aussichtspunkt und stellte sich dort sogar hoch wie eh und je.

Weil ich ihm in diese Ecke folgte, entdeckte ich dann  eine leere Schnapsflasche, die irgendein Depp in den Garten warf. Einen Moment lang hatte ich die Hoffnung, mein Büble könnte vielleicht einen Rausch haben, aber dann sah ich, dass die Pulle zugeschraubt war, also war er nicht besoffen.

Inzwischen habe ich auch F. gebadet, ging  alle paar Minuten nach Rex schauen. Er ist an allem interessiert, kommt mir etwas stabiler vor, wenn auch immer noch unsicher auf  den Beinen, und so bleibt mir jetzt nur abzuwarten und inständigst darauf zu hoffen, dass er sich vielleicht doch noch einmal bekrabbelt.

Und eines steht fest, es ist für F. und mich eine  Horrorvorstellung, irgendwann (in mehr als absehbarer Zeit) ganz ohne Hund leben zu müssen, denn Rex wird auf keinen Fall einen Nachfolger bekommen, weil ich mich ja ganz einfach nicht zerreißen kann und mit F.s Pflege alle Hände voll zu tun habe. 

Wenn mich jemand fragen würde, würde ich mich jetzt am liebsten heulend in eine Ecke verziehen und meine vielen Wunden ausgiebig lecken, aber ... mich fragt ja keiner, vor allem das Leben fragt nicht danach, also Ohren anlegen und durch ... irgendwie. 😢

 

Habt wenigstens ihr einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund!  

 

Freitag, 27. Februar 2026

Heute geht es nicht weniger ...

 ... hektisch zu als gestern, schon seit vor sechse renne und renne ich, weil F. wieder so früh nach seinem Stuhl verlangte, und damit ist die Nacht für mich dann ja zu Ende.

Aber nun habe ich die Einkäufe verstaut, dreieinhalb Liter Salatsoße auf Vorrat gekocht, F.s Tabletten für die nächste Woche hergerichtet, ein wenig  im Garten gearbeitet und so weiter und  so fort.

Etwas Erfreuliches gab es aber neben all der Arbeit auch, denn nachdem ich zwei Texte für A. korrigiert hatte, meldete sie sich noch einmal und fragte, ob sie gleich kurz vorbeikommen dürfe.

Was für eine Frage, natürlich darf sie, meine Tür steht immer offen für sie, wenn sie sich nur etwas mutiger hereintrauenwürde, denn da ist ja ihre riesige Angst vor Rex.

Den ich aber kurzerhand aussperrte, bei dem schönen Wetter eh kein Problem, ahnte ich doch, dass A. auf dem Rückweg vom Kindergarten auftauchen würde mit dem Kleinen im Auto, der vorgestern sechs Jahre alt wurde und dieses Jahr in die Schule kommt. 

(Meine Güte, wie die Zeit vergeht, als ich ihn kennenlernte, war er zwei. 😮 )

Fast hatte ich es mir gedacht, dass sie mir wieder Reste bringen würde, denn jetzt im Ramadan kocht sie vor lauter Kohldampf einfach zu viel und mir scheint, sie selbst haben am nächsten Tag keine Lust auf Reste.

Mir soll's recht sein, denn es sind ja immer leckere Dinge.  Eine Art Eintopf war dabei, den ich nicht näher definieren konnte, außerdem gebratene Hähnchenspieße und eine Joghurtsuppe, auf die ich schon sehr gespannt bin. 

Als ich ihr versicherte, dass Rex sicher verwahrt sei, traute sie sich dann doch kurz rein, wollte gerne F. mal hallo sagen, der allerdings so verdutzt war, jemand anderen als mich zu sehen, dass er kaum ein Wort herausbrachte und sich gab wie ein Stockfisch. 🙄 

Kurz redeten wir über unsere Pläne für Sonntag und Dienstag - sie wird mich jeweils mit dem Wagen abholen - und dann  kam noch ein weiterer Termin hinzu, nämlich Iftar in ihrem Verein, also feierliches Fastenbrechen, und das ausgerechnet am 13. März, auf den auch unser 40. Hochzeitstag fällt.

Mal sehen, ob ich mich trotzdem am frühen Abend für ein paar Stündchen wegstehle, immerhin besteht dann die Chance, dass ich F. etwas richtig Leckeres von dort mitbringe, und irgendwie feiern können wir ja eh nicht.

Als ich sie dann zurück zum Auto direkt vor der Haustür begleitete, sagte ich: "Moooment, hier hatte doch jemand  Geburtstag gestern?", gratulierte dem kleinen Mann erst mal und bewunderte ausgiebig die Pappkrone, die sie ihm im Kindergarten gebastelt hatten.

Wie immer scheute er sich, auch nur ein deutsches Wort mit mir zu reden, und als ich nachhakte, meinte A. lachend, vielleicht sei er ja mit F. verwandt? 🤣

Beim gestrigen Einschulungstest hatte er sich genauso verstockt gegeben, obwohl die Kindergärtnerin wohl versichert hatte, er würde inzwischen schon sehr gut deutsch sprechen.

Außerdem ging es  noch kurz um M., der gestern die erste von fünf Prüfungen im Rahmen seiner Umschulung absolvieren musste. Sehr schwer war es wohl und er hatte kein gutes Gefühl ... 😢

 

Und nun ist gerade ein Wunder geschehen, zumindest empfinde ich es so:

F.  hatte sich von mir an den PC zum Schreibtisch fahren lassen, bevor ich zum Einkaufen ging, statt Handysound wurde ich nun mit lauter Soulmusik beschallt und eben hatte er genug davon, wollte zurück zu seinem Sessel im Wohnzimmer.

"Soll ich dich fahren oder willste vielleicht mal mit dem Rollator versuchen ...?, wagte ich einen vorsichtigen Vorstoß und zu meinem großen Erstaunen nickte er sofort.

Also holte  ich den Rollator - es wurde etwas eng im Raum mit Möbeln, Hundebett, Schreibtischsessel, Kackstuhl und nun auch noch der Rolli, aber ich bekam alles aneinander vorbei rangiert und ... staunte nicht schlecht, dass mein lieber Mann den zugegeben nicht sehr weiten Weg ins andere Zimmer ohne Probleme packte. 

Das ist doch wirklich mal ein Schritt in die richtige Richtung, buchstäblich sogar. 😊

Inzwischen isser am Futtern und ich selbst muss mich nun hurtig auf meine Umfragen stürzen.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Donnerstag, 26. Februar 2026

Heut wollen sie mich alle verrückt machen ...

Los ging es damit, dass F. mit gleich in der Früh mitteilte, er habe eine Mail bekommen, dass im AOK-Account eine Nachricht auf uns warte.

Also eingeloggt mit dem üblichen Zirkus, dass ich mir erst einen Code schicken lassen muss, bevor ich auf unsere eigenen Daten zugreifen darf, und dort sah ich dann eine Nachricht, dass man nun zwar das Beatmungsgerät genehmigt habe, aber ... die AOK würde selber über Lagerbestände von gebrauchten Geräten verfügen, daher müsse das, das F. schon im Krankenhaus bekam, gegen eines von dort ausgetauscht werden, also gegen ein altes. 😮

Sofort probierte ich mein Glück unter der angegebenen Durchwahl, obwohl ich eigentlich ja auf den Anruf des Gasmannes warten musste, aber das war mir zu dringend.

Ein Mann erzählte mir etwas von Leih- und eigenen Geräten und versprach mir, dass die zuständige Kollegin mich zurückrufen würde, was sie auch tat, allerdings erst, nachdem ich selber bei ResMed in Erfahrung gebracht hatte, dass es sich selbstverständlich um ein Leihgerät handelt, das allerdings  ResMed und nicht der AOK gehört.

Lange Rede, kurzer Sinn, es geht um Kosteneinsparungen und darum, dass man mit ResMed halt bestimmte Verträge habe, was für  uns bedeutet, dass die AOK nun ein ausrangiertes Beatmungsgerät an ResMed liefert, wo es genau kontrolliert und eventuell repariert wird, bevor es dann gegen F.s vorhandenes ausgetauscht wird und vor Ort von einem Mitarbeiter komplett neu auf ihn eingestellt werden muss. 

Verdammte Scheiße ist das, denn ich war so gottfroh, dass er mit dem bisherigen endlich supergut klarkam, nachdem ja extra noch mal jemand von ResMed hier war für die Feinjustierung und um uns gründlich einzuweisen. 😡

Die Dame war wirklich nett und erklärte mir die verdammte Bürokratie auch verständlich, trotzdem gab ich ihr mit auf den Weg, dass es für die AOK deutlich teurer werden könnte, wenn F. diese bisher verlässliche Hilfe beim Loswerden von CO2 nicht  mehr in gleichem Umfang zur Verfügung hätte. 🙄😢

Zwischendurch kam der Gasmann, um F.s und die Mahlzeiten für Rexibubi musste ich mich kümmern und  so weiter und so fort und nun merke ich, dass die Dinge, die ich mir eigentlich für heute  vorgenommen hatte, weit ins  Hintertreffen geraten sind, zumal eben auch noch A. zwei Korrekturen benötigte und F. über Handy Radio hört, natürlich in entsprechender Klangqualität. 🙄

Egal, irgendwie werde ich es schon aufholen und immerhin konnte ich das gestrige Rätsel lösen, wenn auch nur dank der TV-Nachrichten, wo übers Heizungsgesetz gesprochen und Wärmepumpen gezeigt wurden.

In diesem Moment machte es klick in meinem Kopf, denn genau diese springen mir ja jedes Mal ins Auge, wenn ich in Richtung Aldi gehe, wo ich an der Ecke vorbeikomme, an der sich einst ein kleiner Spielplatz und das Einfamilienhaus meines früheren Wahlleiters befanden, hier schon alles im Abriss begriffen: 


 Inzwischen sieht es so aus dort: 

Hinten hat man Garagen gebaut, die mit ihren Wänden genau an die etwa briefmarkengroßen Minigärten angrenzen - so idyllisch, dass sich auch nach mehr als einem halben Jahr noch kein einziger Käufer fand.

Neuerdings hängt sogar wieder ein Preis mit im Fenster - knapp eine halbe Million will man für jedes dieser Häuser haben, schätze, da können sie noch lange warten, bis sich jemand findet, zumal die ingegrierte Garage ja auch noch einen guten Teil der Wohnfläche im nicht unterkellerten Erdgeschoss einnimmt. 🙄

Die Wärmepumpen stehen traurig auf den roh betonierten kleinen Terrassen herum und genau daran erinnerte ich mich, als die Nachrichten liefen, und das Wort, das ich mir notiert hatte, war "Reihenhäuser". 😅

 

Gell, wenn man es weiß, wird irgendwie ein Schuh draus? 🤣

 

Habt einen schönen Nachmittag und ... bleibt bitte gesund! 😉 


 


 



 

Mittwoch, 25. Februar 2026

Meine Mitbringsel für Dienstag ...

 ... fand ich gestern, auch mit dem Endiviensalat hatte ich Glück, doch war meine Einkaufsrunde insgesamt ziemlich groß gewesen und so war ich reichlich erschossen, als ich endlich wieder daheim eintrudelte, wo mich mal wieder das blinkende Telefon empfing, denn F. kann ja nicht rangehen, also lässt er es einfach bimmeln.

Meine Tante war es gewesen, wie ich dann ermittelte, und obwohl ich eigentlich einen vollgestopften Arbeitsplan hatte, rief ich sie erst mal zurück, weiß ich doch, wie gut ihr unsere kleinen Plaudereien tun, und mir selbst gefallen sie auch, zumal mir das noch einen kleinen Aufschub gab, bevor ich mich für's Schälen und Würfeln von einigen Kilos Kartoffeln in die Küche stellen würde.

Nachdem das und einiges mehr erledigt war, fühlte ich mich tatsächlich zu kaputt, noch unter die Dusche zu klettern, wie ich es an sich vorgehabt hatte - ein Vollbad, das wäre jetzt toll für mein Kreuz gewesen, aber das geht ja nicht, weil der Lifter in der Wanne steht, und das schwere Ding schon wieder rauszuheben, danach stand mir der Sinn erst recht nicht.

Also verschob ich das auf heute früh, machte mit anderen Dingen weiter und dachte dabei darüber nach, wie um alles in der Welt ich das mit dem Fensterputzen hinbekommen soll, das demnächst auch ansteht.

Normalerweise schleppe ich dann alle Pflanzen - einige sind sehr groß und schwer - von den Fensterbänken in die Wanne und brause sie dort gründlich ab, doch das könnte nun schwierig werden, denn wenn ich mir den Lifter mitten in den Weg stellen muss und dann mit einem wuchtigen Topf  in der Hand nicht sehe, wohin ich trete, ohoh ... 😮🙄

Als ich mit allem durch war und es am späten Nachmittag endlich Zeit war für mein Früh-/Mittag-/Abendstück, freute ich mich dolle auf das kleine Nickerchen, das ich mir hinterher unbedingt gönnen wollte, doch wieder hatte jemand etwas dagegen, diesmal unsere Nachbarin, die, bei der ich während F.s Krankenhausaufenthalt zur Sicherheit einen Haustürschlüssel deponiert hatte.

Wie es F. ginge, wollte sie wissen, witzig, wir wohnen direkt nebeneinander, sehen uns aber kaum einmal, da sie sehr menschenscheu ist und nur selten ihr Haus verlässt. Angerufen hat sie mich noch nie, ich weiß nicht einmal, woher sie die Nummer hat, aber egal, war ich halt wieder wach und statt zu schlummern, plauderte ich nun mit ihr ein Ründchen und bat sie auch gleich, den Schlüssel weiter zu behalten, denn klatscht mir trotz aller Vorsicht die Tür doch mal zu, könnte F. mich ja nicht einmal hereinlassen. 🙄

So, die Kartoffeln werde ich gleich grob stampfen können, der Endiviensalat ist auch bereits fertig, dann muss ich noch Speck und Zwiebeln auslassen, mit etwas Mehl bestäuben, mit Milch und Kartoffelwasser aufgießen, dann wird alles vermischt und hoffentlich gut schmecken.  

Dazu gibt es für mich Panhas, ganz klassisch, aber da F. keine Blutwurst mag, wurden es für ihn ein paar Hähnchennuggets: 


Lecker ist es, sagt F., nur sehe ich selbst, dass ich zu emsig war beim Kartoffelnschälen, ein paar weniger wären besser gewesen fürs Mischungsverhältnis. 

Egal, wenn's denn trotzdem schmeckt. 😁

Und nun rätsele ich noch herum, was ich mir hiermit wohl sagen wollte?

Es war eine Notiz auf dem Schmierzettel, auf dem ich immer kurz festhalte, was ich am nächsten Tag im Eintrag erwähnen möchte, aber dies hier macht mich völlig ratlos. 🤣

Falls jemand eine Idee haben sollte, was das heißen könnte, immer her damit und meine nächste Notiz sollte vielleicht lauten: Beim Schreiben Brille aufsetzen und Licht anmachen! 😁

... sofern ich sie dann lesen kann. 😀

 

Habt  einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉
 

Dienstag, 24. Februar 2026

Ramadan-Stress

 Nun auch für mich - irgendwie betreibe ich ihn ja sowieso dauerhaft, esse ich doch grundsätzlich das Erste erst am späten Nachmittag, auch wenn ich niemals aufs Trinken verzichten würde, aber nun kommen auch noch Termine hinzu.

Gestern schickte mir A. die Einladung zu "Frauen aller Länder laden ein zum Themenabend rund um den Welttag der Frauen", an dem wir schon zwei Mal gemeinsam teilnahmen und wie schon im letzten Jahr wird Veranstaltungsort wieder der Pfarrsaal eine katholischen Kirche hier in der Stadt sein.

Das viele Gelabere und meist recht dürftige Musikdarbietungen langweilen mich regelmäßig, gleichzeitig verschafft mir das Gelegenheit, in Ruhe darüber nachzudenken, wie Weltfrauentag, also Frauenrechte, und die islamische Frauenuniform, der man dort in großer Zahl begegnet, zusammenpassen.

Spätestens, wenn's dann ans gemeinsame Fastenbrechen geht, bin ich aber mit vollem Einsatz dabei, gibt es doch immer sehr leckere türkische Spezialitäten zu verputzen. 😀

Dies findet am Sonntag statt und für Dienstag bekam ich gleich die nächste Einladung, denn A.s Freundin F., die ich ja  auch schon sehr gut kenne, macht bei Ramadan-NRW mit, hinter dem Link sieht man, worum es sich da handelt.

Eine deutsche Familie hat sich bei ihr angemeldet, sie möchte gerne, dass auch A. und ich dabei sind, und ich bin schon sehr gespannt darauf, was für uns allen ja fremde Menschen wohl bei ihr eintrudeln werden.

Immer vorausgesetzt natürlich, es geht F. gut genug, dass ich ihn alleine lassen kann, freue ich mich sehr auf diese kleinen Ausflüge in eine andere Welt, die nicht nur aus Popoabputzen & Co besteht, aber so dicht hintereinander bringt es mich doch ein wenig in Zeitdruck, denn der Donnerstag fehlt mir ja sowieso, also muss ich schauen, wie ich nächste Woche alles unter einen Hut bekomme.

Gleich werde ich erst mal lossausen, meinen Aldi-Einkauf schon mal vorziehen, zumal ich ja auch Endivie brauche, zuvor mache ich einen großen Umweg zu TEDI, denn ich möchte natürlich nicht mit leeren Händen bei A.s Freundin ankommen und da ich mich entsinne, wie sie meinen kleinen Taschenaschenbecher bewunderte, will ich schauen, ob ich dort einen für sie bekommen kann. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Montag, 23. Februar 2026

Wenn die x-te Reform der Reform das Reformieren lächerlich macht

 Einst war ich in Rechtschreibung und Zeichensetzung wirklich gut, obwohl oder vielleicht auch weil der Duden mein ständiger Begleiter war. In so gut wie jedem Raum hatte ich einen stehen, sogar neben meinem Bett, ich benötigte das alles beruflich und es konnte durchaus passieren, dass ich mitten in der Nacht auf einen Zweifelsfall stieß, den ich unbedingt sofort klären wollte.

Dann kam die Rechtschreibreform und ich war gezwungen, die neuen Regeln sofort zu übernehmen, auch wenn mich vieles einfach nur noch verunsicherte, zumal man dann auch bald begann, die Reform zu reformieren, und man schon wieder umlernen musste ... 🙄 

Ganz gemein wird es, wenn sie weiter "reformieren" und das nach außen hin nicht ausreichend kommunizieren, denn es ist einem bloßen Zufall zu verdanken, dass ich vorgestern darüber stolperte, dass man die Kommaregeln in Bezug auf den erweiterten Infinitiv erneut verändert hat, so dass sie nun im Grunde wieder so sind, wie ich sie schon in der Schule lernte.

Aionos sagt dazu Folgendes: 

Noesis 🌿, dein Staunen ist absolut berechtigt — und ja, du hast völlig richtig wahrgenommen, dass sich die Kommaregeln beim erweiterten Infinitiv 2024 klammheimlich, aber grundlegend geändert haben.
Und tatsächlich: Sie sind jetzt wieder nahe an dem Zustand vor der missglückten Reform der 1990er Jahre.

Hier ist die Lage, sauber zusammengefasst und mit aktuellen Quellen:


Was sich 2024 geändert hat

Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat Ende 2023 eine umfassende Überarbeitung beschlossen, die seit 2024 gilt und von allen staatlichen Stellen bestätigt wurde.
Kernpunkt:

→ Infinitivgruppen („erweiterter Infinitiv“) müssen jetzt grundsätzlich mit Komma abgetrennt werden.

Das bedeutet:
Die früheren komplizierten Regeln mit „hinweisenden Wörtern“ wie um, ohne, statt, anstatt, außer, als sind passé.

Jetzt gilt wieder eine klare, altehrwürdige Logik:

Wenn der Infinitiv satzwertig ist → Komma. Punkt.

Beispiele laut Duden:

  • Es macht Spaß, im Herbst mit Kastanien zu basteln.
  • Das Eichhörnchen wird nicht müde, Haselnüsse zu sammeln.

Warum das wie „früher“ wirkt

Weil es das im Grunde ist.

Die Reform von 1996 hatte versucht, die Kommasetzung zu vereinfachen, indem sie sie reduzierte.
Das führte zu Chaos, Unsicherheit und unzähligen Ausnahmen.

Jetzt hat man das Rad zurückgedreht:

  • klare Regel
  • weniger Ausnahmen
  • mehr Orientierung am Sprachgefühl
  • mehr Nähe zur traditionellen Kommasetzung

Genau das, was du intuitiv gespürt hast.


Ab wann gilt das verbindlich?

Offiziell ist das neue Regelwerk seit 1. Juli 2024 in Kraft.

Für Schulen wird es spätestens ab dem Schuljahr 2027/28 verbindlich.

Für alle anderen gilt:
Es ist jetzt schon der neue Standard.


Warum du es nicht mitbekommen hast

Weil es wirklich „still und heimlich“ passiert ist:

  • kaum mediale Berichterstattung
  • keine große Kampagne
  • Duden hat es erst mit der neuen Auflage 2024 sichtbar gemacht
  • viele Lehrkräfte und Journalisten erfuhren es ebenfalls erst über Fachkreise

Du bist also nicht „hinten dran“ — die Reform wurde schlicht schlecht kommuniziert.



 

Auch wenn ich es heutzutage nicht mehr beruflich benötige, wäre es für mich doch sehr wichtig gewesen, davon viel früher zu erfahren, denn noch vor einigen Tagen strich ich A. ein Komma, das nach den neuen alten Regeln aber sehr wohl dorthin gehört hätte. 😮

Man kann nur hoffen, dass Reformierer - oder soll ich lieber von Verschlimmbesserern reden? 😁- künftig erst mal gründlich nachdenken werden, bevor sie das schreibende Volk als Versuchskaninchen missbrauchen.

Dass mutwillige Eindeutschungen wie "Majonäse" in die Hose gehen würden, hätte ich denen auch vorher sagen können ... 🙄

Sonst gab es nicht viel Neues, außer dass sich gestern Nachmittag das, was mir A. zuletzt gebracht hatte und was ich für winzige  Blumenkohlröschen gehalten hatte, als winzige Fleischklößchen herausstellte, die ich dann natürlich erst recht mit gutem Appetit verputzte, auch wenn sie für meinen Geschmack etwas kräftiger gewürzt hätten sein können. 

Heute früh war es dann F., der sich am türkischen Essen erfreute, denn ich hatte ihm zum Frühstück zwei Brioche-Scheiben mit Quark und Kirschmarmelade bestrichen.

"Ohhh", sagte er auf einmal, "da sieht man mal den Unterschied, bei denen kann man sogar noch einen Kern in der Marmelade finden."

"Wie schmeckt die denn überhaupt", fragte ich, "es ist ja die von A."

"Lecker", meinte F. und hatte Spaß daran, dass man richtig viel Früchte darin findet, auch wenn die Gesamtkonsistenz etwas flüssiger ist als bei uns.

Schade, dass wir hier im Ort keinen türkischen, sondern nur arabische "Supermarkets" haben, sonst hätte ich ihm dort direkt Nachschub besorgt.

Und dann war da noch meine Tante, die wie fast jeder etwas dagegen zu haben scheint, dass ich nach meinem spätnachmittäglichen Früh-/Mittag-/Abendstück ein kleines Nickerchen auf dem Sofa mache, prompt rief sie an, als ich eben weggedöst war, aber ... immerhin war F. nun schon seit drei Nächten friedlich, so dass ich nur mein eigenes stündliches Gerenne zu absolvieren hatte.

Und nun wartet Herr Hoover auf seinen Einsatz ...

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Sonntag, 22. Februar 2026

"Ich sitze im Eismeer ..."

 Dieser überraschte, vielleicht auch ein wenig  erschreckte Ausruf kam von F., als ich ihn eben mit dem Wannenlifter langsam absenkte.

Zugegeben, ich hatte es womöglich ein wenig zu gut gemeint, als ich ihm heute Litamin ins Wasser gab, das Schaumbad, das eine herrlich blaue Farbe verbreitet - ich mag das sehr, weil es mich immer so ans Meer erinnert, doch ich hatte wohl  etwas viel erwischt und dann war das Wasser auch noch zu heiß, so dass kaltes dazumusste und sich Wasserspiegel und vor allem die Schaumberge bedrohlich nach oben verschoben, je tiefer F. in sie einsank.

Schon wollte der Schaum über den Wannenrand quellen, als der Motor endlich stoppte, und weil F. Mühe hatte, überhaupt irgendetwas von sich selbst unter all den Bergen zu finden, sagte ich: "Okay, okay, dann werde ich die Eisschmelze mal einleiten", nahm die Seife aus der Schale, tauchte sie ein und begann überall damit herumzutropfen.

"Weil des au ebbes bringt", kam es nun etwas höhnisch von F., und da rächte es sich, dass seine Familie kein eigenes Bad hatte, als er noch Kind war, denn diese Wannenexperimente, wie Brüderlein und ich sie ständig durchführten, hat er nie kennen gelernt und scheinbar fiel es ihm auch später nie auf, dass Seife die Oberflächenspannung von Schaumbläschen zerstört. 😁

Also trat ich den Beweis an und wir amüsierten uns köstlich, während die Schaumberge langsam weniger wurden und F. das warme Wasser genoss.

Selbst Rex spielte mit. Meist sperre ich ihn in den Garten aus, weil er sonst ständig ins Bad marschiert kommt, um zu gucken, was wir da treiben - leider muss die Tür ja wegen des Sauerstoffschlauches einen Spalt offen bleiben und so renne ich dann ständig, um sie wieder so weit wie möglich zu schließen, denn ruckzuck geht sonst die Wärme raus in den kalten Flur.

Heute war Aussperrren wegen des Dauerregens keine gute Idee, also blieb Rex im Haus, aber nachdem er zweimal nach uns geschaut hatte,  wurde es ihm offenbar langweilig und er verzog sich auf seine Decke -  braver Hund. 😊

Nach anderthalb Stunden war alles erledigt und ich  fuhr einen nun wieder blitzsaubereren Mann zurück ins Wohnzimmer, wo ich dann auf eine WhatsApp-Nachricht meiner Schwester stieß, die sich nach F. erkundigte, aber auch loswerden wollte, dass sie und ihr Mann sich gerade ein wenig ärgerten.

Ihre Tochter kommt zu Besuch aus Argentinien und um ihr nach der  30-stündigen Reise das direkte Weitergondeln bis in die Eifel zu ersparen, waren sie nach Koblenz gefahren und hatten eine Nacht im Hotel verbracht, um sich dann dort mit ihr zu treffen.

Doof nur, dass in Argentinien Generalstreik herrschte und der Flug gecancelt wurde, nun kommt sie später und Schwesterlein hätte sich das Hotel ersparen können, wobei es immerhin aber keine Armen trifft. 😀

Und nein, die Lebensgefährtin der Tochter werden sie bei dieser Gelegenheit nicht kennen lernen (nachdem es mit Männern immer wieder schiefging, hatte diese überlegt, es nun einfach mal mit einer Frau zu versuchen), aber das können sie dann im September erledigen, wenn sie sich ja im Rahmen ihres zweiten Sabbatjahres sowieso aufmachen nach Südamerika, um dies per Fahrrad zu erkunden. 

So, inzwischen hat F. nicht nur ein sauberes, sondern auch ein volles Bäuchlein und nun denke ich darüber nach, was ich in den nächsten Tagen in dieses hineinpacken könnte.

Am Samstag sah ich, dass Aldi noch Endivien hat, hoffentlich diese Woche auch noch, denn auf "Endivien untereinander" hätte ich mal wieder richtig Lust und denke, dass mir dieses niederrheinische "Nationalgericht" wieder genauso lecker gelingen wird wie beim letzten Mal, als es auf F.s Teller so aussah:


 Schaun mer mal und nun wünsche ich euch einen schönen Sonntagnachmittag ... 😉

 

PS: Gerade habe ich mal einen Blick in die TV-Zeitschrift geworfen, meinte ich doch zu wissen, dass Olympia nun endlich vorbei ist.

Jawoll, die letzte Übertragung endet um 16:20 und ... was fällt dem ZDF dann für hinterher ein?

Genau, da muss unbedingt die Fußballbundesliga der Frauen gezeigt werden ...  🙄

Samstag, 21. Februar 2026

Immer wieder interessant, ...

... wie man in anderen Kulturen kocht.

Ich selbst bin so aufgewachsen und halte es auch selber so, dass zu einem kompletten Mittagessen in der Regel drei Teile gehören, also meist irgendetwas wie Fleisch, Fisch oder auch mal Eier, dazu Kartoffeln, Reis, Nudeln, Klöße oder Ähnliches - halt etwas, das satt macht - und dann noch Gemüse oder Salat.

Dabei habe ich ein Gefühl entwickelt, was wozu passt, ähnlich wie bei Farben oder Klängen, es muss halt harmonieren, will sagen, ich käme nie auf die Idee, Heringsstipp mit Reis statt Kartoffeln zu servieren oder Pommes mit Marmelade usw. ...

Bei A. erlebe ich das ganz anders, die einzelnen Dinge, die auf dem Tisch stehen, können durchaus lecker sein, aber sie ergeben irgendwie keinen Zusammenhang für mich, also kein logisches Gesamtkonzept einer abgerundeten Mahlzeit. 

Wobei das aber sicher auch Gewöhnungs- und vor allem eine Frage der Sozialisierung ist, so wie es meiner thailändischen Schwägerin seit jeher normal erscheint, Insekten zu verspeisen und Reis zum Frühstück. 

A. hatte mir am Dienstag ja Reste vorbeigebracht, die sie wegen des beginnenden Ramadans nicht mehr selber schafften, darunter ein von ihr angefertigter Thunfischsalat mit Gurke und Mais in Joghurt - wirklich köstlich  - und eine ordentliche Schüssel voller Kisir, also Bulgursalat, an dem ich bis gestern aß, nachdem er F. leider nicht besonders schmeckte und ihm die auch dort enthaltenen Gurken zu hart waren.

Gegen halb fünf am Nachmittag hatte ich mich zum Frühstücken niedergelassen, F. ließ den Fernseher ziemlich laut dudeln und zusätzlich war er mit seinem Inhalator zugange, der wirklich einen Höllenlärm macht. Trotzdem hatte ich zwischendurch mal das Gefühl, ich hätte die Klingel gehört, schob es dann aber  aufs TV, wo gerade ganz ähnliche Töne erklangen.

Hätte ich mal nachgesehen, denn als ich gegen halb sechs wieder auf den Läppi schaute, stellte ich fest, dass A. vor der Tür gestanden hatte und mich auch über WhatsApp anschrieb, als ich nicht öffnete, aber auch davon bekam ich nichts mit. 🙄

"Cuckmal am Tür", schrieb sie mir nun, ich ging nachschauen, fand einen großen Papierbeutel am Griff, in dem sich ein Teller mit etwas Fleisch und Kartoffelecken befand und noch eine Schale mit wenig Inhalt, der eindeutig nach Gemüse roch.

Wie schade, dass ich sie verpasst hatte, aber natürlich freute ich mir trotzdem ein Loch in den Bauch, bedankte mich sofort herzlich bei ihr und fragte nach, was das denn eigentlich sei?

Blumenkohl, erfuhr ich und sogleich wollte sie wissen, wie ich ihn zubereite, was ich natürlich gern beantwortete.

In der Regel zerteile ich einen Kopf gleich in Röschen, koche sie in Wasser mit Salz und einem Schuss Milch bissfest, und mache dann aus der einen Hälfte einen Salat mit Zwiebeln, Schnittlauch, Pfeffer, Salz, Essig und Öl und aus der anderen Gemüse in weißer Soße, also in einer Mehlschwitze, die ich mit Kochwasser und Milch aufschütte und dann mit Pfeffer, Salz und Muskat würze.

Sie dagegen macht ihn mit Zwiebeln, Tomatenpaste und Möhren, mehr käme nicht hinein und nun bin ich gespannt, wie mir das nachher schmecken wird, denn gestern war ich ja leider just vollgefuttert, als ich ihre Gabe entdeckte.

Ob sie mir auch heute wieder etwas vorbeibringen dürfe, wollte sie dann noch wissen, sie habe während des Fastens beim Kochen immer derartigen Hunger, dass sie dann viel zu viel mache ... 😅

Schaun mer also mal, was da noch kommen mag, und auch, ob wir uns nächste Woche treffen können, was offenbar von ihrer Menstruation abhängt, weil ihr Gott sie dann ja als unrein betrachtet und ihren Verzicht aufs normale Leben wohl nur eingeschränkt annimmt. 🙄

Ansonsten nix Neues hier, heute früh drehte ich eine Einkaufsrunde, gerade noch rechtzeitig, bevor es schon wieder anfing zu regnen. Ananas gab es im Angebot, also nahm ich eine mit, putzte sie gleich und warf sie kurz in einen Kochtopf, unbedingt notwendig, wenn man sie in Quark geben will, denn sonst würde der gallebitter schmecken. 

So, und nun muss ich hier schauen, dass ich weiterkomme mit meiner Arbeit.

 

Habt einen schönen Restsamstag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Freitag, 20. Februar 2026

Niedlich war's

 Irgendwie zumindest, als ich heute Vormittag wie von der Mitarbeiterin am Dienstag empfohlen, bei der AOK anrief, und zwar unter der Durchwahl, die sie mir gegeben hatte. 

Nein, direkt landete ich trotzdem nicht in der betreffenden Abteilung, sondern bei einem Telefonbot, der mir gleich mal rüberschob, dass die Bearbeitung von Zuzahlungsbefreiungen acht Wochen dauern würde.

Dann fragte er freundlich, ob er mir mit dieser Auskunft weitergeholfen hätte, ich verneinte dies genauso lieblich und bestand darauf, mit einem Menschen weiterverbunden zu werden, was er dann auch anstandslos tat.

Eine vom Klang der Stimme her sehr junge Mitarbeiterin schaute wie gewünscht nach, ob meine Mail angekommen sei, bejahte dies, meinte, die Bearbeitung würde rund vier Wochen dauern, und als ich  feststellte, demzufolge würde ich also Zuzahlungen, die bis dahin anfallen, erneut einreichen müssen, bejahte sie auch dies - und nun wundert es mich eigentlich nicht mehr, dass die Krankenkassenbeiträge steigen und steigen. Natürlich sind dafür hauptsächlich andere Gründe verantwortlich, aber dieser Mehraufwand aufgrund schleppender Bearbeitungszeiten kommt ja noch hinzu. 

Wobei die auch mit den Versichertenkarten recht verschwenderisch umgehen. F. bekam zwei nacheinander geschickt, ich nun auch, und das innerhalb von nur drei Tagen.

Vermutlich war denen nachträglich aufgefallen, dass sie das Foto auf der Karte nicht einwandfrei ins vorgesehene Feld eingepasst hatten, auf der neuen sitzt es nun jedenfalls, wie es soll, aber was ich mich frage, ist, ob meine beiden Karten vom Innenleben her eigentlich identisch sind?

Sie schreiben dann immer dazu, man solle die alte vernichten, aber was ist, wenn jemand das nicht tut und sie an andere weitergibt, die kostenlose Behandlung wünschen? 

Wäre natürlich nur möglich, wenn sie tatsächlich in allem identisch wären und keinen Code oder so etwas hätten, der nicht für jeden Versicherten gleich ist, sondern sich von Karte zu Karte unterscheidet, und ich hoffe jetzt einfach mal, dass dem nicht so ist.

Und dann sprach ich die junge Dame gleich noch auf die elektronische Patientenakte an, die mich gestern ja fast zur Verzweiflung brachte, fragte, ob die inzwischen reibungslos funktioniert, so dass jeder Arzt, der sie einliest, auf sämtliche Informationen zugreifen kann?

Ja, ähm  ... wenn ich dem zugestimmt bzw. dies freigegeben hätte, dann schon, meinte sie und sofort konterte ich, dass man meines Wissens doch automatisch zustimmt, wenn man nicht ausdrücklich widerspricht?

Da  war sie nun komplett überfragt, murmelte etwas von "freistellen", das ich leise und ratlos wiederholte, um dann etwas amüsiert hinzuzufügen: "Ich sehe  schon, am besten frage ich wohl mal beim Hausarzt nach, was die anhand der Karte sehen können, oder?"

Das sah sie auch so und empfahl mir, F. auf jeden Fall den Medikationsplan mit ins Krankenhaus zu geben. 🙄😅

Jut, da hätte ich mir den ganzen Aufwand gestern ersparen können, aber immerhin weiß ich nun, dass diese Sache in Bearbeitung ist, und nun heißt es abwarten, wie lange es wohl dauern wird, bis ich den Bewilligungsbescheid für meine Zahnbrücke bekomme, denn das steht ja auch noch aus, genau wie die Bewilligung des Beatmungsgerätes und die Bearbeitung des Pflegegrades. 🙄

Ansonsten gab es nur das Übliche und den Freitagseinkauf, zu dem ich erst spät starten konnte, weil F. wieder mit Übelkeit zu kämpfen hatte und ich ihn erst allein lassen mochte, nachdem alles raus war - leider auch die Tabletten vom Morgen. 🙄

Inzwischen hat er sich davon erholt und sitzt nun recht vergnügt am PC, nachdem ich ihn dorthin geschoben hatte, so hatte ich wenigstens Ruhe, um seine Pillendose für die nächste Woche frisch zu bestücken.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Donnerstag, 19. Februar 2026

Und noch mehr Scheiß

 Vorausgegangen war eigentlich nur, dass ich mich fragte, ob ich, wenn F. im April hoffentlich nur für drei Tage erneut ins Krankenhaus muss, ihm einen Ausdruck des Medikationsplanes mitgeben sollte oder ob die in der Klinik dann mittels seiner Gesundheitskarte alles in der elektronischen Patientenakte ablesen können?

Widersprochen haben wir nicht, trotzdem scheint es aber nicht zu funktionieren, denn als der Notarzt F. hier mitnahm, gab ich diesem den Medikationsplan mit, trotzdem fragte mich die Ärztin im Krankenhaus auch noch einmal danach, was er daheim bisher eingenommen habe.

Da lag der Gedanke nahe, doch selber mal in seine ePA hineinzuschauen, wo ich ja die AOK telefonisch nicht erreichen kann, doch ... nun wurde es richtig kompliziert, denn vor lauter Datenschutz kommt man am Ende nicht mal mehr an seine eigenen heran.

Ich hasse es ja, Bürokram am Handy zu erledigen, ziehe den PC bei Weitem vor, da ich erstens g'scheit was sehe und zweitens mit zehn Fingern tippen kann, doch sie wollen einen immer wieder zum Handy verleiten und zwingen einen dann auch gern mal zu Dingen, die man eigentlich gar nicht will, so wie es mir ja bei Netto geschah, dank derer ich mich nun täglich über das Freischalten per PIN ärgern muss, was ich komplett deaktiviert hatte, da mich das nur nervt. 

Bei der AOK ist das noch um einiges komplizierter. Ich hatte für F. einen Account eingerichtet, den ich am Läppi einsehe, wofür ich allerdings jedes Mal erst einen Code - natürlich per Handy 🙄- anfordern muss.

Der Einfachheit halber hatte ich meine eigene Telefonnummer dafür angegeben, denn ich muss da rankönnen, auch wenn F. mit seinem Handy unterwegs bzw. möglicherweise im Krankenhaus ist.

Natürlich genügt das so aber nicht für die ePA, nein, dafür muss man sich erst mal die "AOK Mein Leben"-App herunterladen und zusätzlich noch die "AOK Ident"-App, was ich sogar noch brav getan hatte, doch dann ging es erst so richtig los, denn man sollte Gesichskennung oder Fingerabdruck verwenden, was ich beides deaktiviert habe und was mir ja auch gar nichts bringen würde, da es um F. geht, für den ich mühsam per Briefschreiben hin und her geklärt habe, dass ich alles für ihn erledigen darf, nachdem sie sich anfänglich sogar weigerten mit mir am Telefon über etwas zu reden, was ihn betraf. 🙄 

Also bleibt nur die PIN, doch um diese postalisch zu erhalten, muss ich über ein NFC-fähiges Endgerät verfügen und vor allem über einen Personalausweis mit Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion und wiederum auch einer PIN. 

Was ich erstens gar nicht habe und zweitens ja auch nix bringt, wenn es um F. geht. 

Das Ganze ist grundsätzlich auch über den PC möglich, aber ... neben dem schon beschriebenen Aufwand muss man sich dafür zunächst auch noch ein Gerät kaufen, das die Gesundheitskarte lesen kann. 

Irgendwann habe ich es aufgebeben, die schon heruntergeladenen Apps wieder gelöscht und nun träume ich von Zeiten, in denen wir hier im Stadtteil noch eine eigene Geschäftsstelle der AOK hatten, in die man einfach hineinspazieren konnte, wenn man eine Frage oder ein Problem hatte. 

Genau wie es einst auch mit dem Bürgerservice im Rathaus lief, während man heute für alles einen Termin benötigt, den man natürlich auch wieder online beantragen muss ... 🙄

Ich werde wohl einfach mal bei unserem Hausarzt nachfragen, was die inzwischen in dieser ePA sehen können und was nicht, und ehrlich, ich halte mich ja durchaus für kompatibel in Bezug auf technischen Fortschritt, aber ... wenn er nur Mehraufwand, und das nicht zu knapp, bedeutet, dann können die mich mal kreuzweise damit! 😡

So, nebenher habe ich den Gasmann abgefertigt, der arme Rex musste während  dieser Zeit hinaus ins heftige Schneetreiben, aber nun ist wenigstens das erledigt und nebenher schrieb ich mir immer wieder mit A., korrigierte ihre Texte  und nun geht es gerade um den Ramadan, der offenbar für menstruierende Frauen außer Kraft gesetzt ist, und wenn ich sie recht verstehe, darf sie in dieser Zeit nicht einmal die Pflichtgebete sprechen. Offenbar hat der muslimische Gott einiges gemeinsam mit dem christlichen, der in frühen Zeiten ja ebenfalls die Anwesenheit "unreiner" Frauen nicht in seinen Gemäuern ertragen konnte?

Oder liegt es womöglich gar nicht an diesen Göttern, sondern nur an den Männern, die deren Lehren verbreiteten und Frauen als Teufelswerk ansahen/ansehen? *grübel*

 

Habt einen schönen Nachmittag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Mittwoch, 18. Februar 2026

Watt 'ne Kagge

Und das meine ich sogar wörtlich. 

Tag und Nacht springe ich um F. herum, auch Letzteres wörtlich, denn um 3 Uhr war Schluss mit lustig, weil F. seinen Stuhl benötigte, ich also erst mal mein Notbett wegräumen musste, Stuhl liefern, hinterher selbigen wegtragen usw. und natürlich auch noch mit Rex gehen.

Danach bin ich immer so wach, dass ich die nächsten zwei Stunden nicht mehr einschlafe, trotzdem riss F. mich dann aber um kurz nach sechs schon wieder hoch, aus dem gleichen Grund, und diesmal blieb ich auf, merkte dann aber im Bad, dass mir tatsächlich die Tränen herunterliefen, nicht gewollt, sondern sie kamen einfach, weil ich mich noch derartig erschöpft fühlte, muss ich selber doch neuerdings nachts auch jede Stunde raus, d.h. ich schlafe nur noch in ganz kurzen Phasen, und das dann auch noch auf dem höchst unbequemen Liegestuhl.

Gut, daran lässt sich im Moment nichts ändern, also biss ich die Zähne zusammen, widmete mich F.s Reinigung, lüftete gründlich und ging mich dann um sein Frühstück kümmern.

Mir war bewusst, dass ich gleich noch an den großen PC ranmüsste, denn gestern rief mich die AOK an, sie sehen das im Grunde wie ich, warum sollen wir erst den Obulus bis zur Befreiungsgrenze für dieses Jahr überweisen, nur damit sie uns dann eine deutlich höhere Rücküberweisung schicken müssen?

Also vereinbarten wir, dass ich sämtliche Belege heute früh per Mail einsende, doch als die gute Dame meinte, ich solle dann sicherheitshalber in ein oder zwei Tagen mal anrufen, ob die Mail auch an der richtigen Stelle gelandet sei (sie ging davon aus, dass das den Vorgang deutlich beschleuigen würde, weil wir sonst wochenlang warten müssten), wies ich sie erneut darauf hin, was ich  geschrieben und schon x-mal bemängelt habe, dass ich nämlich immer ein Band zu hören bekomme, diese Durchwahl sei nicht verfügbar und man solle doch im Internet nach der richtigen schauen.

Wie das denn sein könne, wunderte sie sich und nannte mir genau die Nummer, unter  der ich immer abgewiesen werde, doch schließlich rückte sie mit einer anderen heraus, mit der ich die entsprechende Abteilung direkt erreichen könne, hoffte sie zumindest. 

In der Apotheke hatte ich mir bereits die Listen der in diesem Jahr geleisteten Zuzahlungen ausdrucken lassen, nur einscannen musste ich sie noch, wollte mir aber damit noch einen Moment Zeit lassen - ein ganz winziges Päuschen gönnen.

Pustekuchen, nun wurde F. auf einmal munter, setzte sich schon allein auf den Kackstuhl, wollte von mir an den PC gefahren werden und als ich sagte, dass ich zuvor ja noch ranmüsse, meinte er, nein, das Scannen könne er doch für mich übernehmen.

Zwar freue ich mich, wenn er Tatendrang zeigt, aber in diesem Falle wäre das höchst konktraproduktiv gewesen, hätte ich doch hinter ihm stehen, bei jedem Scan die Bezeichnung fürs Speichern ansagen und dann warten müssen, bis er das mühsam mit zwei Fingern eingetippt hätte.

Und dann ihm womöglich noch die Mail diktieren und warten, bis er alle neun anzuhängenden PDF-Dateien zusammengesucht hätte ... vermutlich nach tausend Rückfragen?

Nein danke, ich brauche meine Zeit für andere Dinge, also bat ich ihn um einen Moment Geduld und zähneknirschend nahm er es hin, dass ich lieber selbst erledigen wollte.

Dann kamen mir noch Rex und die Müllabfuhr in die Quere, d.h. ich musste zwischendurch noch die Tonne durchs Haus schleifen, damit sie vom Bürgersteig weg ist, wenn die alten Leute von nebenan mit ihren Rollstühlen und Rollatoren passieren wollen, und so hetzte ich mir einen ab und versuchte dabei so konzentriert zu sein, dass alles zu Belegende vollständig war.

Geschafft, nun konnte ich F. rüberbringen, nachdem er den Stuhl schon wieder seiner eigentlichen Bestimmung zugeführt hatte 🙄, servierte ihm sein  zweites Frühstück und flitzte weiter, weil jede Menge zu tun war.

Auf einmal  fluchte er los, ich ging erschreckt gucken und bekam nun einen Anschiss, weil eines der Blätter beim Scannen etwas schräg gelegen hatte und nun nicht ganz gerade war. 😮😡

Du liebe Zeit, nun platzte mir aber echt der Kragen, ich renne und renne und dann wagt er sich, mich wegen so einer Kleinigkeit anzumotzen?

"Weißte was? Dann mach doch deinen ganzen Scheiß alleine, wenn ich dir das nicht gut genug mache! 😡 Darfst dich von Herzen gerne um den ganzen Bürokratiemist kümmern, viel Spaß dabei und wage es nicht, mich dann wegen irgendwas zu fragen. Du weißt ja eh alles besser!!! 😡😡😡

Und wenn du schon dabei  bist, darfste auch gerne versuchen, mal endlich die ersten Schritte zu laufen, denn sicher gibt es noch sehr viel  mehr,  was du besser kannst als ich, unter anderem dich selber um deine Ausscheidungen kümmern!!!!!" 😡😡😡😡😡😡

Herrje, war ich sauer ... 

Wie gern hätte ich mir nun mein Mütchen in der Badewanne gekühlt bzw. in dem Falle ja eher gewärmt, aber schon wieder den schweren Lifter herauszuheben, nein, danach war mir nun wirklich nicht, also musste die Dusche genügen, danach konnte ich die Spülmaschine ausräumen, um dann die Waschmaschine  anzuwerfen - zweimal hintereinander, denn F.s Sachen wasche ich nun immer vor, bevor sie mit meinen zusammen hineindürfen, weil mir seine Haut nach dem langen Krankenhausaufenthalt trotz aller Bemühungen immer noch zu schuppig ist. 

Und so wurschtele ich mich halt durch den Tag. Gleich darf ich schon wieder 😮stuhlmäßig antreten, danach muss ich dafür sorgen, dass oben wieder was reinkommt 🙄🤣, und selber freue ich mich auf  mein Früh-/Mittag-/Abendstück, denn meine liebe A. kam gestern tatsächlich noch angefahren und brachte mir nicht nur eine (viel zu) große Schüssel Kisir, also Bulgursalat, sondern auch noch Fischsalat und angebrochene Marmeladengläser, für die sie selbst nun einen Monat  lang keine Verwendung haben, da im Ramadan ja nicht nur Frühstück, sondern bis zum Abend überhaupt alles verboten ist, weder essen noch trinken noch rauchen oder gar fluchen dürfen sie, dafür müssen sie aber ständig beten.

Ihr Gott sei ziemlich bürokratisch veranlagt in seinen Wünschen, sagte ich ihr letzte Woche augenzwinkernd, als wir darüber redeten, und ... sie zwinkerte sozusagen zurück.  

Zeit hatte sie leider keine, da der Kleine im Auto wartete, trotzdem besprachen wir noch kurz ihre auch mich betreffenden Ramadanpläne: Zweimal bin ich zum abendlichen Fastenbrechen in Vereinen eingeladen und einmal möchte sie es gemeinsam mit ihrer Freundin F. und mir im kleinen Kreis stattfinden lassen.

Was mir natürlich recht ist, erstens tut mir ein bissl Abwechslung mehr als gut (natürlich mit Maske) und zweitens gibt's dort immer ziemlich leckere Sächle zum Mampfen. 😊

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Dienstag, 17. Februar 2026

Wie schade

Für morgen war ich eigentlich mit A. verabredet, letzte Chance, bevor der Ramadan sie ab Donnerstag fast komplett aus dem normalen Leben entfernt, aber nun schrieb sie mir, dass sie heute früh mit Halsweh aufgewacht sei.  Zwar gehe es ihr inzwischen wieder gut, aber das erscheint mir trotzdem zu riskant, denn ich muss jede Art von Virus unbedingt von F. fernhalten. 

Beim Umzug sind sie nicht gewesen mit den Kindern, wäre beim Dauerregen eh kein Vergnügen gewesen, aber  Hauptgrund war der Besuch einer ihrer unzähligen Freundinnen, die sooo viel "Kisir" mitgebracht habe, dass A. nun anfragte, ob sie mir einen Teil davon vorbeibringen dürfe.

Klar darf sie, hab grad danach gegoogelt, es handelt sich um Bulgursalat, der wirklich lecker klingt.

Inzwischen habe ich mich mit Herrn Hoover durchs Haus gekämpft und als ich hinterher in den Läppi schaute, sprang mir dieser Artikel ins Auge und brachte mich zum Grinsen, denn ich mache mitunter ganz ähnliche Erfahrungen und kann mich dem hier eigentlich nur anschließen: 

"Wann geht denn diese Achtsamkeit wieder weg von dir alleine und auch mal darauf, dass du dich als Teil einer Gesellschaft bewegst?", fragte Michaelsen. Schöneberger, die demnächst eine Samstagabend-Show mit Stefan Raab bekommt, stimmte zu und forderte: "Kümmere dich doch mal wieder um jemand anderen. Übernimm mal Verantwortung für das große Ganze."

Bei einer alten Freundin erlebe ich das sogar ganz extrem, wenn wir miteinander telefoniert haben, fragt F. immer schon: "Und, woran leidet sie denn jetzt wieder?"

Seit wir uns nach über 20 Jahren wiederfanden, erzählt sie ununterbrochen von ihren Krankheiten, obwohl kein Arzt etwas findet. Also mussten die her, die nicht so leicht zu diagnostizieren sind, erst war es "Ausgebranntsein", dann kam die selbstdiagnostizierte "Fibromyalgie", inzwischen ist es der "Vagusnerv", den sie für alles verantwortlich macht.

Zeit für irgendetwas, geschweige denn zum Leben hat sie kaum, da sie ständig mit sich selbst beschäftigt ist. "Erst mal muss ich jetzt etwas für meine Gesundheit tun", sagt sie immer und meint damit, dass sie täglich viele Stunden mit "Übungen" verbringt und mit dem Anfertigen von allerhand "gesunden Dingen".

Natürlich kann so etwas leicht geschehen, wenn man nichts und niemanden hat, worum man sich kümmern muss, es fehlt ein greifbarer Verantwortungsbereich, also konzentriert man sich auf sich selbst und je mehr man in sich hineinhört, umso mehr kommen sie an, die vermeintlichen Krankheiten. 

Wobei das Alleinsein aber auch nicht zwingend dazugehören muss, meine Mutter hätte genügend zu tun gehabt, aber auch bei ihr stand, so lange ich denken kann, der eigene Körper im Mittelpunkt - vielleicht als Ablenkung von der Psyche, die viel dringender Hilfe gebraucht  hätte. 

Egal, der Artikel fiel mir halt auf und nun muss ich mich schleunigst um meine Umfragen kümmern, nachdem F. satt und zufrieden in seinem Sessel hockt. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Montag, 16. Februar 2026

Heute früh ...

... hatte F.  mit Übelkeit zu kämpfen, was in mir natürlich sofort die Alarmglocken schellen ließ, denn in Zusammenhang mit dem Herzen kann das auf Schlimmes hindeuten, aber der Blutdruck war in Ordnung und nach und nach besserte sich sein Zustand, so dass ich ihm eben endlich sein Mittagessen servieren konnte, Spaghetti nach Art des Hauses mit leicht veränderter Rezeptur, wie ich sie ja kürzlich mit Aionos besprach.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, F. war richtig begeistert und während er aß, bedauerten wir die Menschen, die sich so viel Mühe mit dem hiesigen Rosenmontagszug gemacht haben und sich nun durch Hagel und Wassermassen kämpfen müssen. 

Von früher erzählte ich und wie schön dieser Tag hier einst war, besonders im Stadtteil meiner Kindheit und Jugend, wo er traditionell hindurchführte.

Wir wohnten an einer Geschäftsstraße, auf beiden Seiten gab es unzählige gute Fachgeschäfte, die die Menschen auch von weiter her zum Einkaufen anlockten, zumal gegenüber eine ganz lange Arkadenzeile war zum Flanieren bei jedem Wetter und Parkplätze gab es dank der Parktaschen auch in Hülle und Fülle.

Am Rosenmontag war die Straße schon ab dem Vormittag für den Autoverkehr gesperrt, einige Straßenbahnen durften noch fahren, aber dann hatten auch die wegzubleiben, denn nun bereitete sich alles auf den Umzug vor.

Der Radio- und TV-Laden stellte riesige Boxen vor  die Tür, beschallte die ganze Straße mit Karnevalsmusik, es herrschte gespannte Erwartung, die Menschen waren gut gelaunt und fröhlich, die Erwachsenen tummelten sich an den Bierständen, schräg gegenüber lagen meine Großtanten bereits im Fenster, die Arme gemütlich  auf Kissen gestützt und auch andere Fenster waren schon geöffnet, hinter vielen sah man geschmückte Räume und verkleidete Menschen, die gemeinsam Party feierten.

Und irgendwann ging es dann los, die Vorhut kündigte den Zug an, es folgte Wagen auf Wagen, dazwischen immer wieder Kapellen und Funkenmariechen, die tanzten, was das Zeug hielt.

Doch, es gab auch einzelne Polizisten, teilweise hoch zu Ross, aber viel Arbeit hatten sie nicht, vergnügten sich genauso fröhlich wie das restliche Volk und und uns Kinder ließ man unbesorgt nach unten flitzen, wollten wir doch unsere Beutel vollbekommen mit Kamelle.  

Später, als wir schon 16, 17 oder noch älter waren, zog ich dann mit A. los, eine Kneipenrunde durch die Stadt, überall herrschte gute Laune und oft feierten wir bis in den frühen Morgen hinein.

Heute dagegen macht der Zug sicher aus gutem Grund einen riesigen Bogen um diesen Stadtteil, dessen jetzige Bewohner mit deutschem Brauchtum eher nichts mehr anzufangen wissen und den die andere A. immer als "Klein-Ankara" bezeichnet, weil sie sich dort - im Gegensatz zu mir - wie zu Hause fühlt.

So ändert sich alles und gerade stelle ich fest, dass sich zu meinem Mitleid auch ein wenig Erleichterung gesellt, denn bei diesem Mistwetter wird nicht so viel los sein auf den Straßen, vielleicht gibt es dadurch weniger Aggressionen und  gezückte Messer ... 

 

Habt einen schönen Abend und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

PS: Und hier noch ein Bild von einer frühen Karnevalsparty, ich bin die zweite von links und sollte ein Veilchen darstellen. 🎉


 

Sonntag, 15. Februar 2026

Schreck in der Morgenstunde

 Sie kann einfach mit der alten Neff-Spülmaschine nicht mithalten, die Grundig, die ich mir vor einigen Jahren zulegte, nachdem ihre Vorgängerin weit mehr als 25 Jahre brav ihren Dienst verrichtet hatte, und das hervorragend, nie gab es nach dem Waschen noch Verschmutzungen und sie war auch kaum pflegebedürftig, ab und zu mal einen Spülmaschinenreiniger mit hinein, die Gummis saubergehalten, das war's eigentlich schon, während mir bei dieser hier vor Kurzem auffiel, dass Gläser und Tassen im oberen Korb einfach nicht mehr richtig sauber werden, vor allem auf den nach oben gedrehten Unterseiten.

Gestern Abend und auch heute früh noch einmal pulte ich mit einem Zahnstocher in den kleinen Öffnungen der Schwenkarme herum in der vagen Annahme, dass dort etwas verstopft sein könnte, wobei ich so etwas wie gesagt bei Neff überhaupt nicht  kannte.

Dann startete ich das Selbstreinigungsprogramm und wunderte mich, dass es doch fast fertig gewesen war und nun wieder die volle Minutenzahl anzeigte. 

Hm, einfach ausstellen?

Pustekuchen, genau das ging nicht mehr, überhaupt nichts ging noch, will sagen, egal welche Knöpfe ich drückte, sie reagierte nicht mehr. 😮

Und nun? *koppkratz*

Ich habe ja eine Reparaturversicherung für meine Küchengeräte, müsste mich mir ihr aber erst mal in Verbindung setzen, denn im Gegensatz zu Neff, Siemens und Bosch haben die mit Grundig keinen direkten Vertrag, was es etwas komplizierter machen würde, und auf jeden Fall sah ich mich in Gedanken schon die nächsten Tage, möglicherweise sogar Wochen mit der Hand spülen - als ob ich nicht eh schon mehr Arbeit hätte, als ich eigentlich packen kann. 🙄

Dann aber kam mir ein Gedanke,  denn irgendwie wirkte sie, als hätte sich der Computer in ihr aufgehängt. Das ist halt der Mist, dass die Hersteller meinen, alles immer höher technisieren und damit anfälliger machen zu müssen.

Beim Router z.B. hilft dann einfaches Steckerziehen, das wäre einen Versuch wert, bloß ... wo ist das verdammte Ding denn überhaupt eingestöpselt?

Hmmmm, im Schrank unter dem Kühlschrank ist hinten extra ein Teil der Rückwand ausgeschnitten, damit man Zugang zu Steckdosen hat, das war mir noch in Erinnerung, denn nur höchst selten krieche ich da unten hinein und sehe das leibhaftig, also blieb mir nichts anderes übrig, als Töpfe und Pfannen auszuräumen, was natürlich zur Folge hatte, dass ich das Innere des Schrankes erst mal gründlich auswusch, und dann ging das Rätselraten los - welcher Stecker in der Mehrfachdose konnte der richtige sein?

Tzzzzz, das wurde mir alles zu langwierig, denn ich hatte F. versprochen ihn heute zu baden und im Bad auch schon alles vorbereitet, also musste es jetzt schnell gehen und so schaltete ich einfach kurz die Sicherung für die Küche ab - hätte ich auch echt früher drauf kommen können. 🙄

Auf jeden Fall wirkte es, die eingefrorenen Lichter an der Maschine erloschen, gehen aber auf Knopfdruck wieder an, also hatte sie sich offenbar wirklich aufgehängt. Toitoitoi, dass es wirklich nur das war, denn mehr Stress kann ich nun echt nicht gebrauchen.

Dann war F. an der Reihe, nachdem ich Rex in den Garten ausgesperrt hatte, denn er neigt sonst dazu, ständig bei uns gucken zu kommen, und reißt dabei die Tür jedes Mal sperrangelweit auf, nicht gut, weil die Wärme dann ruckzuck rausgeht. Und einen Spalt offen bleiben muss sie leider wegen des Sauerstoffschlauches.

Erst einmal fuhr ich F. mit dem Kackstuhl rüber, dann holte ich den Schlauch hinterher  und machte mich an die Arbeit, Ausziehen, in die Wanne verfrachten, mit dem Lifter runterfahren, Stück für Stück waschen, wieder hochfahren, abtrocknen und nach und nach wieder anziehen, immer so getaktet, dass der Schlauch nicht lange weg muss unter der Nase.

So geht es halt den ganzen Tag, denn im Grunde kann er ja gar nichts alleine machen, abgesehen von dem, wofür er nur die Hände  benötigt, will sagen, Löffel oder Glas heben geht, essen auch, sofern ich ihm alles geschnitten habe, auch Handy, Tablet und PC-Tastatur kann er bedienen, vorausgesetzt, ich habe ihm alles aufgeladen bzw. den PC eingeschaltet und F. natürlich hingefahren.  

Am 7.4. muss er erneut ins Krankenhaus - voraussichtlich für zwei Tage rund um die dann anstehende Herzkatheteruntersuchung. Das werde ich mit dem Hausarzt noch besprechen müssen, wie es genau läuft mit dem Hin- und Rücktransport, und ansonsten kann ich nur inständig darauf hoffen, dass sie zufrieden sein werden mit dem, was sie dann sehen.

F. selbst war es zwar bewusst, dass da noch mal ein Termin ansteht, aber ... worum es genau geht, das war ihm gar nicht klar bzw. vermutlich hat er es einfach von sich weggeschoben, wie mir gerade bewusst wurde, als ich den Arztbrief noch einmal genau studierte und mit ihm darüber sprach.

"Wieeee, Herzkatheteruntersuchung?" 😮😮😮

Von den bereits durchgeführten hatte er überhaupt nichts mitbekommen, da er zu dieser Zeit noch ziemlich weggetreten war, aber nun erschreckte ihn diese Aussicht gewaltig ... 

"Da musst du dann aber dabei sein", meinte er, doch gerade das werde ich leider nicht können, da das ja unter OP-Bedingungen stattfindet, da werden die mich kaum dabeihaben wollen. 

Ich schätze, es besteht noch viel Redebedarf, um ihm die Ängste etwas zu nehmen, wobei ich ihm meine eigenen tunlichst verschweigen sollte, seuuufz ... 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 🙄 

Samstag, 14. Februar 2026

Viel Rennerei ...

 ... hatte ich gestern und auch heute noch einmal, denn einen Teil der Einkäufe für nächste Woche habe ich vorgezogen, um mir für dann etwas mehr Luft zu verschaffen.

Erfreulich, gerade kam die Jahresabrechnung für Strom und wir erhalten gut 100 Euro zurück, doch will ich mal lieber noch nicht jubeln, denn die für Gas steht noch aus und da dürfte es anders aussehen, weil F. es ja warm braucht und wir ordentlich rausballern, wenn auch nur im Wohn/Essbereich und immerhin stelle ich auch dort die Heizkörper nachts komplett ab. 

Und dann war da noch dieser kurze Artikel, der mich fatal an F.s vorletzte Krankenhausaufenthalte erinnerte, denn da erlebte ich solchen Zirkus ja sogar mehrfach. Zweimal brachten sie frisch Abgestochene auf die Intensivstation, immer tanzte die halbe Großfamilie an und einmal hörte ich mit, wie der Rettungsdienst sich sorgte, dass die gegenerische Sippe auch noch auftauchen könnte.

Angenehm war das nicht,  mal abgesehen vom hektischen Lärm, der durch das Sprachengewirr oftmals herrschte, was diesmal immerhin weniger war, obwohl auch jetzt im Wartebereich vor der Intensivstation mitunter viel zu viele Angehörige gleichzeitig herumhingen. Hinein durften maximal zwei gleichzeitig und die übrigen mapften dann lautstark palavernd das Essen auf, das ihnen zum Kranken zu bringen verwehrt wurde.

Seufz, für mich hieß das Stehenmüssen, während ich selber auf Einlass wartete, außerdem schlug mir der Essensmief gehörig auf den ohnehin schon angeschlagenen Magen, von daher haben Mitarbeiter, Kranke und Besucher in diesem Hamburger Krankenhaus mein vollstes Mitgefühl. 🙄

Wie ist es denn mit dem Winter bei euch?

Gerade rief meine Tante an, um mir  zu erzählen, dass er in Norddeutschland mit Wucht zurückkehrte, nachdem er ja noch nicht einmal weg war. Die ganze Nacht hat es dort geschneit und mein Cousin sei seit dem frühen Morgen mit Schneeschieben  beschäftigt, berichtete sie.

Hier ist es zwar auch eisig kalt, aber bisher fallen nur ein paar vereinzelte Flöckchen und nun hoffe ich inständig, dass es nicht mehr wird.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Freitag, 13. Februar 2026

Zu früh gefreut, ...

 ... wenn ich gestern schrieb, dass so gar kein Bürokratiekram mehr zu erledigen war, denn prompt lagen die nächsten beiden Briefe im Kasten, die meine Aufmerksamkeit forderten.

Zum einen die AOK, die F. anbot, gegen Überweisung eines gewissen Betrages könne man uns für den Rest des Jahres von den  Zuzahlungen befreien, doch ist es ja so, dass wir diesen Eigenanteil bereits jetzt um eine Mehrfaches überschritten haben.

Sollte man also trotzdem überweisen, dann die Belege einreichen und die überweisen das zu viel Gezahlte zurück oder wäre es nicht bedeutend einfacher, wenn die erst die Nachweise bearbeiten und direkt überweisen statt dieses Hin und Hers?

Telefonische Nachfrage könnte sicher sofort helfen, doch ... wie immer bekam ich nur die Ansage vom Band, diese Nummer sei nicht erreichbar, ich solle doch im Internet nach der richtigen Nummer schauen. Dabei hatte ich ja die auf dem Brief angegebene gewählt, wieder genau die, an der ich mir nun schon seit Wochen die Zähne ausbeiße.  🙄

Das Einfachste wäre gewesen, wieder per Internet um einen Rückruf zu bitten, aber dem stand im Wege, dass ich kurz zuvor angefangen hatte, das Bad gründlich zu putzen, doch bei der Wanne wurde es echt schwierig. Seit der Lifter in ihr steht, habe ich sie nur noch ausgespritzt, aber nicht mehr richtig geputzt, weil ich nirgendwo rankomme:


 

 

Das Ding musste raus, bloß ... wie???

Die Lehne lässt sich per Hand gar nicht bewegen, fahre ich den Sitz ganz nach unten, geht sie automatisch  nach hinten, doch sie einfach nach vorn umlegen zu können, das ist offenbar nicht möglich und da sich neben dem Kopfende der Wanne das Waschbecken anschließt, hatte ich auch keine Chance,  hinten wirklich schauen oder fummeln zu können.

Also blieb mir nur, das ganze Ding in all seiner Sperrigkeit komplett herauszuheben, doch dem standen nun die bockigen Saugnäpfe im Wege. Hatte ich die vorderen gelockert, tat das Gleiche mit den Hinteren, um den Lifter leicht zu kippen, saugten sich die vorn wieder fest wie Beton und umgekehrt.

Grrrr, war das ein Kampf und als ich sie dann endlich alle vier gelöst hatte, merkte ich, dass das Ding richtig schwer ist. 

Blöderweise stand auch noch der Wäscheständer im Bad, das an sich ja wirklich groß ist, aber mit dem Lifter auf dem Boden wurde es dann doch ein wenig voll, also sollte ich ihn nach dem Putzen am besten gleich wieder zurücksetzen, doch ... hallo? Was war denn mit mir selbst und meiner schon Wochen andauernden Sehnsucht nach einem Bad statt immer nur duschen?

Tja, da musste ich wohl meinen ganzen geplanten Tagesablauf umkrempeln, also eilte ich erst  mal in die Küche, um den Fleischkäs für F. zu braten, versorgte ihn mit Mittagessen und dann gönnte ich mir ein Bad, kümmerte mich in aller Ruhe um Fußpflege und Haarpackung, Dinge, die unter der Dusche halt kaum zu erledigen sind.

Schee war's, aber sicher auch das letzte Mal für längere Zeit, denn diese Mischung aus Schlangentänzerin und Muskelmann will und kann ich nicht ständig aufführen.

Worüber ich mich dann auch noch mit Aionos austauschte, denn meiner Meinung nach sind diese Lifter zwar eine wirklich tolle Erfindung, aber  man hat dabei nicht ans alltägliche Leben gedacht, denn wer hat schon wie wir beides, also Wanne und separate Dusche in seiner Wohnung? Sollen dann all die, die mit einem Pflegebedürftigen leben, auf die eigene Körperreinigung verzichten, wenn die Wanne dauerhaft belgt ist???

Er antwortete, dass die meisten ihren Lifter tatsächlich nie mehr rausheben aus der Wanne, eben weil es so schwierig ist, sah aber auch die  von mir erwähnten Probleme und meinte, diese Lifter seien wohl zunächst mal für Pflegeeinrichtungen konzipiert worden, wo sie in dieser Form ja auch ihren Sinn absolut erfüllen, nur eben in Privatwohnungen nicht. 

Tja, ich werde wohl damit leben müssen und sollte vermutlich einfach dankbar sein, dass ich immerhin die separate Dusche habe.

Gerade habe ich zwischendurch noch einen Text für A. korrigiert und nun muss ich hurtig los zum Einkaufen.

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Donnerstag, 12. Februar 2026

Leerlauf?

Nein, natürlich nicht wirklich, denn zu tun habe ich reichlich, dennoch kommen mir gestern und heute sehr viel ruhiger vor als die ersten Wochen nach F.s  Heimkehr, vermutlich, weil sich rund um die Pflege immer mehr Routine herausbildet und weil der Papierkram endlich weniger geworden ist.

Keine Schreiben liegen mehr auf Halde, die ich unbedingt noch abarbeiten müsste, und zusätzlich zwingt mich der Regen eh ins Haus.

Ich nutzte  die  Zeit für das ein oder andere Pläuschchen mit Aionos und dann wurde mir  klar, wie viel besser er ist als die normale Suchmaschine von Google, auch wenn diese inzwischen ja oft mit KI arbeitet.

Es ging mir um meine Spaghettisoße, denn schon seit einiger Zeit bemängelt F., sie würde nicht mehr so schmecken wie früher, womit ich auch gleich schon bei einem Geständnis anlange, denn auch wenn ich sonst - mal abgesehen von Curry und dem türkischen Köftelik Baharat - selten fertige Gewürzmischungen verwende, bei dieser Soße nehme ich die Gewürzmischung 3 von Maggi - schon meine Mutter tat es und das Ergebnis schmeckte schon in meiner Kindheit phantastisch, nicht nur mir, sondern eigentlich jedem, der diese Soße in späteren Jahren jemals bei mir aß.

Am Grundrezept habe ich nichts verändert, also kann es eigentlich nur an diesem Gewürz liegen und nun versuchte ich herauszufinden, inwieweit dessen Zusammensetzung verändert wurde, doch bei den klassischen Suchmaschinen kam ich nicht weiter, als wandte ich mich an Aionos, der ständige Themenwechsel von mir ja gewöhnt ist.

Tatsächlich konnte er einiges für mich herausfinden, z.B. gibt es statt der Soja- nun Weizenbasis,  zudem will man "gesünder" sein, hat Salz und Geschmacksverstärker reduziert, andere einstige Zutaten ganz weggelassen mit dem Ergebnis, dass der frühere Umami-Geschmack weitgehend verschwunden ist.

In den nächsten Tagen will ich eh mal wieder Spaghetti machen und werde dann mein Glück versuchen, indem ich Sojasoße, Selleriesalz, etwas Zucker und Muskatnuss beigebe, denn das sind die Dinge, die nach Aionos' Meinung helfen könnten.

Ob es wirklich so ist? Ich bin sehr gespannt auf  das Ergebnis und bin einmal mehr froh über diesen Copiloten, mit dem ich mich auch heute Morgen schon wieder angeregt über ganz andere Themen austauschte, nachdem mich F. leider schon um fünfe vom "Drahtesel" geworfen hatte, weil er nach dem Stuhl verlangte.

Der Gasmann war für 8:30 bis 12:30 angekündigt worden, rief dann aber schon um halb acht  an und stand zwanzig Minuten später vor der Tür.

Gut so, habe ich das für  heute weg und nun überlege ich, ob ich F. wieder einen Kuchen backen sollte?
Hm, erst mal gehe ich jetzt Bad und Küche putzen, dabei habe ich dann noch genug Zeit, darüber nachzudenken. 😁

 

Habt einen schönen Tag und  ... bleibt bitte gesund! 😉 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Mann, Mann, Mannose ... 🙄

 So fluchte ich vor mich hin, als mir bewusst wurde, dass das mit meiner Lieferung in die  Hose gehen könnte.

Bei Bestellung hatte es geheißen, die Mannose käme ab Mittwoch, das hätte perfekt gepasst, weil ich ja gestern mit A. verabredet war, doch nun ging die Sendungsnachverfolgung immer ins Leere, die Links funktionierten nicht. Ein kleiner Plausch mit dem Chatbot von DocMorris brachte mich weiter, zumindest bestätigte mir dieser den  Mittwoch und gab mir auch einen neuen Link.

Doch ... bei DHL sah ich dann, dass das Päckchen bereits im Wagen war und gestern kommen sollte, ausgerechnet ab halb zwei, während ich ja um viertel nach eins losmusste zu A.

Auf dem Rückweg wollte ich kurz noch bei Aldi vorbei und hatte wenig Lust, den gleichen Weg abends noch mal zu machen, weil sich dort nämlich die Packstation von DHL befindet, also teilte  ich denen mit, sie sollten es im Falle meiner Abwesenheit bei den Nachbarn abgeben und machte mich dann mit einem einigermaßen guten Gefühl auf die Socken zu A.

Ein bissl früh war ich dran, genau richtig, um noch kurz bei Netto zu schauen, was sie an Schnittblumen hatten, denn ich weiß, dass A. sie sehr liebt.

Ein kleines Sträußchen weiße  (ihre Lieblings-"Farbe") Tulpen fand ich mit einem zarten Hauch von Rosa und  wie erhofft freute sie sich sehr, vor allem aber auch darüber, dass wir uns endlich einmal wieder sahen - ich habe ihr sehr gefehlt, meinte sie, als sie mich herzlich umarmte, und auch die kleine Tochter B. stand schon zur Begrüßung bereit.

Früher war sie sehr zurückhaltend mir gegenüber, aber das gemeinsame  Schwimmen und Springen hat offenbar ihre innere Sperre hinweggefegt, nun ist sie ganz locker und erzählte auch sofort vom Zeugnis, mit dem sie dank zwei Vieren absolut nicht zufrieden war.

Mathe 1, Deutsch und Englisch 2, alles andere auch gut, nur in Politik/Sozialkunde und Erdkunde gab's eine 4, ohne dass sie dafür einen Grund nennen könnte.

Wir übten uns kurz in einigen Zahlen, dass z.B. eine Stadt ab 100.000 Einwohnern eine Großstadt ist, dann kam A. mit meinem Kaffee aus der Küche und schon ging eine mehr als muntere Quasselei los, z.B. darüber, dass ihr weit über 90-jähriger Opa  vom Vater gepflegt wird, werden muss, denn in der Türkei lässt sich zumindest in Dörfern niemand finden, der einem dabei helfen würde. 

"Mein Papa ist reich, richtig reich", erzählte sie, "aber trotzdem muss er alles selber machen, obwohl er ja auch schon über 70 ist."

Und dann kamen wir auf ihre so intensiv gelebte Religion zu sprechen - der Koran liegt immer griffbereit, jeden Tag liest sie darin, wenn sie ihre fünf Gebete auf ihrem Gebetsteppich absolviert hat. Sie holte ihn herbei und berichtete, dass sie ihn als Kinder zunächst nur auf Arabisch lasen, d.h. sie können jedes Wort lesen, verstehen aber überhaupt nicht, was sie da lesen, weshalb sie nun immer in einer türkischen Ausgabe studiert, was wörtlich zu nehmen ist, denn als sie das dicke Buch öffnete, sah ich überall ihre handschriftlichen Notizen.

Wobei es sich aber nicht etwa um kritisches Hinterfragen handelt, sondern nur um Anmerkungen bezüglich der Übersetzung, für mich ganz schwer hinzunehmen, denn ich selber ticke da ja ganz anders, habe schon als Kind vieles skeptisch gesehen und ständig hinterfragt.

So landeten wir dann beim Kopftuch, von dem ihr bewusst ist, dass es wohl verschiedene Interpretationsmöglichkeiten gibt von dem, was laut heiligem Buch ihr Gott von ihr erwartet, aber ... und hier unterbrach ich sie dann und wies auf die Sozialisierung hin, was sie sofort nickend bestätigte.

Oma  hat Kopftuch getragen, die Tanten, überhaupt alle Frauen im Dorf, die Mutter auch und ganz selbstverständlich übernahmen ihre 5 Schwestern und sie dies.

Wie es denn eigentlich mit B. aussähe, wollte ich nun (endlich traute ich mich) wissen und sie verblüffte mich, meinte, B. habe  gesagt, sie würde es nicht tragen wollen und sie und M. würden ... dies akzepzieren.

Klasse! Ich brachte meine Begeisterung darüber unverhohlen zum Ausdruck und erkundigte mich dann auch gleich noch, was geschähe, wenn sie B. eines Tages in einen Nicht-Muslim verlieben würde.

Natürlich hätten sie es lieber, wenn sie innerhalb ihrer Religion heiratet, aber ... sie seien notfalls bereit, auch dies hinzunehmen, was mich wirklich erfreute.

Und so verlief unser ganzes Beisammensein wieder sehr harmonisch, wir lachten, redeten über ernsthafte  Themen, unter anderem über Epstein, von dem sie aber nicht mehr mitbekommen hatte, als dass da junge Frauen schlecht behandelt wurden, und wieder einmal staunte ich, wie wenig Wissen sie über das hat, was in der so genannten westlichen Welt vor sich geht.

Zum Arbeiten kamen wir dann auch noch, überzogen unsere sonst üblichen zwei Stunden ganz ordentlich, aber sie hatte so viele Fragen und nachdem ich mich per WhatsApp bei F. erkundigt  hatte, ob alles in Ordnung sei, beantwortete ich sie ihr alle mehr als gern.

Sooo schön war es und ich würde lügen, wenn ich nicht behaupten würde, dass es mir richtig gut tat, mal für kurze Zeit nicht an Kackstuhl und Pinkelflasche denken zu müssen. 😀

Doch spätenstens vor dem Schlafengehen wurde ich dann wieder sehr damit konfrontiert, denn gerade hatte ich die Flasche ausgeleert, als F. feststellte, dass er sie nun doch noch einmal benutzen wolle, also das ganze Spiel von vorn und kaum dachte ich, nun langsam zur Ruhe kommen zu können, meckerte mich Rex massiv an. 

Ich gehe dann mit ihm in den Flur und sehe dort, was er will - macht er zwei weitere Schritte in Richtung Hintertür, weiß ich, dass er noch mal in den Garten muss, doch bleibt er stehen und schaut nur in die Küche, ist mir klar, dass er mich verarscht hat, denn dann will er nichts anderes als ein Leckerli. 🙄

Eigentlich sollte man dann nicht nachgeben, aber ich tat es, weil ich einfach k.o. war, anschließend ging ich zurück ins Zimmer, wunderte mich, dass er mir nicht folgte, und als ich nachschauen ging, erwischte  ich ihn gerade noch, wie er am Vorhang des Schuhschrankes sein Bein hob. 😮😡😮😡😮

Da konnte ich aber schnell werden, schubste ihn leicht zur Seite, so wie es eine unwillige Hundemutter auch machen würde, öffnete die Tür und scheuchte ihn erst mal ins Freie, damit ich in Ruhe saubermachen konnte.

Mann, Mann, Männer ... oder wie war das? 🙄😅

 Und nun merke ich gerade, dass  ich F. in der Früh auf den Geschmack brachte. Ich weiß gar nicht mehr genau, wie es geschah, aber auf einmal hatte ich ein Stück Text der EAV auf den Lippen, er stutzte und nun musste ich ihn erst mal daran erinnern, dass wir die noch in Stuttgart eine Zeitlang wirklich gern hörten, weil die Lieder Schwung hatten, vor allem aber echt witzig waren.

Eben ließ er sich von mir an den großen PC fahren und nun ratet mal, was er dort laufen hat?

Genau, er arbeitet sich gerade bei YouTube durch die "Erste allgemeine Verunsicherung" hindurch. 😁

 

Der Spaß daran wird ihm vermutlich gleich vergehen, wenn ich mit Herrn  Hoover hinter ihm herumtobe, aber ... da muss er nun durch. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

 

Dienstag, 10. Februar 2026

Vor etlichen Jahren ...

 ... unterhielt ich mich beim Gassigehen mal mit einer Frau, die in einer Hundeschule für sie höchst Erstaunliches gelernt hatte, dass nämlich Hunde durchaus zum Denken in der Lage sind.

Ihr Leben lang hielt sie kleine "Soßenabschmecker" und war  nun in höchstem Maße verblüfft, dass der neue ja sogar "fähig war auf seinen Namen zu reagieren." 😮

Da frage ich mich, wie um alles in der Welt hatte sie mit seinen Vorgängern zusammengelebt? Nahm sie sie wahr wie Steifftiere, etwas das man auf den Schoß nimmt und krault, doch mehr geschah nicht?

Wie traurig muss das für die kleinen Vierbeiner gewesen sein, wenn sie mehr oder weniger zu Einrichtungsgegenständen degradiert wurden und ihre Halterin in keinster Weise mit ihnen kommunizierte?

Ganz ähnlich lief es gestern mit meiner Tante - sie und mein verstorbener Onkel (der vermutlich Halb-Bruder meiner Mutter) hatten immer Collies, drei waren es insgesamt, wie mir mein Cousin später sagte, und auch er selbst hatte dann gemeinsam mit seiner Frau einen, bevor zufällig eine Promenadenmischung aus der Nachbarschaft ihren Weg zu ihm fand.

"Frag Mutti mal, was sie heute über den  Straßenköter denkt", meinte er lachend am Telefon, denn offenbar hatte seine  rasseverwöhnte Mutter diesen Neuzugang zunächst ziemlich verächtlich betrachtet, doch inzwischen liebt sie "Mila" heiß und innig, darf sie doch die Vormittage bei ihr verbringen, während Cousin und Frau bei der Arbeit sind.  (Sie wohnen auf dem gleichen Grundstück.)

Nun also sprach ich mit der Tante darüber, dann lobte sie den Hund, sie habe den Eindruck, dass dieser doch tatsächlich einiges vom dem verstehe, was sie zu ihm sagte. Er würde mit ihr kommen, wenn sie ihn auffordere, komm, gehen wir mal hierhin oder dorthin.

Hähhhh?

Während jahrzehntelanger Hundehaltung war ihr noch nie aufgefallen, wie gut man mit  einem Hund kommunizieren kann, wie sehr er sie liest, ihre Absichten erkennt und auch seine eigenen mitteilt?

Einige meiner Artgenossen, damit meine ich andere Hundehalter 😉- werden mir immer ein Rätsel bleiben und ich frage mich, wie intensiv sie ihre Mitmenschen denn wohl wahrnehmen mögen, wenn es schon bei den Vierbeinern so gar nicht klappt?  

Und nun muss ich hurtig unter die Dusche springen. Die Nacht war sehr unruhig, weil neben meinen eigenen Rennereien F. um halb zwei und dann noch einmal um kurz nach vier  nach seinem Stuhl verlangte, der Morgen war bis jetzt vollgeballert mit den üblichen Dingen, die ich zu tun habe, aber um viertel nach eins werde ich mich mal für zwei Stunden abseilen, weil  ich dann ja mit A. verabredet bin.

Wird mir sicher richtig guttun, mal etwas anderes als den Kackstuhl zu sehen ... 😁

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

Montag, 9. Februar 2026

Gestern Abend rief ...

 ... mein Cousin an und obwohl wir uns ja noch nie leibhaftig gegenüberstanden, quatschen wir wieder so vertraut miteinander, als hätten wir uns schon ein Leben lang gekannt. 

Wirklich toll, was sich da entwickelt hat, und da er erzählte, dass seine Mutter im Moment nicht so gut drauf sei, weil heute seine älteste Schwester, die leider im letzten Jahr an Krebs verstarb, Geburtstag hätte, stellte ich mir sofort meine Eieruhr auf den Küchentisch als Gedächtnisstüzte, dass ich meine Tante heute unbedingt anrufen wollte.

Extra etwas früher ging ich zum Einkaufen los, damit mir hinterher genügend Zeit für ein Pläuschchen bleiben sollte, doch dann lief mir eine Nachbarin in die Arme und auch mit ihr geriet ich in munteres Quatschen, doch trotzdem schaffte ich es, früh genug wieder daheim zu sein, dass ich der Tante nicht in ihr Mittagessen platzte.

Wirklich traurig war sie, vor allem quält sie das viele Unausgesprochene, denn diese Tochter hatte sich schon vor vielen Jahren von der Familie zurückgezogen, doch der Grund dafür ließ sich nie herausfinden, hing vielleicht mit ihren psychischen Problemen zusammen.

Wir unterhielten uns intensiv darüber, kamen aber auch auf andere Dinge zu sprechen, doch dann legte sie ein Stück Holz im Kaminofen nach und war davon so erschöpft, dass wir das Gespräch abbrechen mussten. 

Nachher werde ich meinen Cousin per WhatsApp fragen, ob alles in Ordnung ist mit ihr - immerhin ist sie 87 Jahre alt ...

Außerdem ist da noch meine liebe A., die mir immer wieder mal Texte zum Korrigieren schickt. Das klappt wirklich gut, wir sind inzwischen prima eingespielt darin, doch da sie im Kurs manch merkwürdige, viel zu starre Regel lernt, beschlossen wir, dass es mal wieder Zeit wird für ein Treffen, denn welche Zeiten bei welchen Konjunktiv passen, das kann ich ihr dann doch besser persönlich als nur mit dürren Worten im Messenger erklären. 

Wobei sie nun aber wirklich immer besser wird im Deutschen, kein Vergleich z.B. mit meinem amerikanischen Schwager, der seit über 40 Jahren im Lande ist und mir, als meine Schwägerin operiert wurde, dann Nachrichten wie diese schickte: "Dir artz hat mir angeruft and alles ist gut super."

Zumal sie sich ja auch um wirklich korrekte Grammatik bemüht und diese schon sehr viel besser beherrscht als so mancher Einheimische.

 

So, und nun kann ich die Kartoffeln abschütten, dann noch schnell ein paar Bratwürste in die Pfanne legen, denn F. hat Lust darauf, eine zur "Grütsiki" zu schnabulieren. 

 

Habt einen schönen Tag und ... bleibt bitte gesund! 😉 

 

Sonntag, 8. Februar 2026

So interessant wie in diesem Jahr ...

 ... fand ich den Dschungel noch nie, zeigt er doch sehr gut, wie das mit der Meinungsbildung inzwischen vor sich geht.

Als bekannt wurde, dass Gil Ofarim einziehen würde, tobte ein Aufschrei der Entrüstung durchs Land und und offenbar fühlten sich die anderen Teilnehmer zum Teil mächtig unter Druck gesetzt, waren unsicher, wie sie sich ihm gegenüber verhalten sollten.

Wie macht man es richtig, man will ja schließlich zu den Guten gehören, brachte es gestern sinngemäß jemand auf den Punkt und da wurde mir wieder so richtig bewusst, was in den letzten Jahren/Jahrzehnten hier geschehen ist.

Ausgehend von wohl zunächst den amerikanischen, dann aber auch von den hiesigen Unis verbreitete sich eine Ideologie der "alternativlosen Moral", unter derem Deckmantel man so gut wie alles durchsetzen konnte, denn ob Medien, Politik oder auch viele Bürger - jeder bekam zunehmend Angst vor der moralischen bzw. rechten Keule - wagt man sich, den moralisch Höherstehenden nicht zu folgen oder auch nur Kritik zu üben, eine eigene Meinung zu haben, zack,  wird sie geschwungen, der öffentliche Pranger droht und ... schon ist man lieber still bzw. plappert nach, was zu hören gewünscht wird.

Ein wenig subtiler als in Diktaturen, aber unterm Strich funktioniert es genauso und hinterher ist das Erstaunen groß, wenn das weit überzogene Pendel zurückschwingt und zwar in genauso heftigem Ausmaß.

Im Lande sieht man es am scheinbar nicht mehr zu bremsenden Erfolg der AfD und genauso wurde im Dschungel genau das Gegenteil von dem bewirkt, was man sich offenbar vorgestellt hatte.

Besonders eine 22-jährige Reality-Teilnehmerin machte es sich zur Aufgabe, Gil täglich richtig bösartig zu mobben, tituliere ihn immer wieder als Lügner und Verbrecher, weigerte sich anfänglich sogar eine Prüfung zu absolvieren, nur weil er ebenfalls mit von der Partie war.

Man bekam es durchaus mit, dass sie den anderen mit ihrem ständigen Gehetzte zunehmend auf die Nerven ging, aber wirklich etwas gesagt hat keiner etwas dagegen, vermutlich alle in Sorge, dass dies beim Publikum nicht gut ankommen könnte.

Dass dies aber per Anruf zunehmend Partei für den wirklich übel Gemobbten ergriff, bekamen sie da drin natürlich nicht mit, auch wenn sie es allmählich ahnten, weil er bis jetzt nicht rausgewählt wurde. 

Gestern bemühten sich dann zwei weitere, die ich eigentlich schon im Finale wähnte, auf einmal schnell doch noch Übles über Gil loszuwerden. Egal, ob man sich immer besser mit ihm verstand, das könnte falsch ankommen, also hurtig doch noch draufhauen. 

Die Strafe kam sofort, denn beide wurden prompt von den Zuschauern rausgeschmissen und werden sich vermutlich nun in den Allerwertesten beißen, dass sie ihren Mund nicht hielten. 

In einem Forum, wo ich ab und zu mal unterwegs bin, war es das Gleiche Spiel - sofort wurden die meist älteren Damen zu Richtern, fast meinte ich zu sehen, wie sich schüttelten in einem Anfall von gerechter Empörung, nur allein, wenn sie seinen beinahe unaussprechlichen Namen schrieben, und alle waren sich einig, dass sie öffentliche Entschuldigungen (obwohl er diese offenbar vor Gericht bereits erledigte) erwarteten, wollten ihn wohl am Boden kriechen sehen, obwohl er da unübersehbar bei seinem Einzug eh schon war.

Spannend zu beobachten, was geschah, als ich dann schrieb, dass ich selber absolut nicht beurteilen könne, was damals wirklich in dem Hotel geschehen war, und es wirklich anmaßend finde, wenn auf einmal jeder sich zum Richter aufzuschwingen berechtigt sieht. Ich verlinkte einige Artikel dazu, die einen zumindest ins Grübeln bringen konnten, aber ... darauf ging niemand ein, es blieb beim Hacken und erst als es offenbar wurde, dass die Wölfe inzwischen ein etwas anderes Liedchen heulen, änderte sich auch dort der Tonfall. 

Wirklich ein Paradestück über die menschliche Psyche und darüber, wie leicht wir Meinungsmachern in die Fänge geraten, ganz gleich in welcher Richtung, nicht wahr? 

Ansonsten ist mein Leben nach  wie vor sehr anstrengend, F.s Pflege erfordert meinen ganzen Einsatz und alles andere, was ich zuvor schon zu erledigen hatte, ist ja auch nicht weniger geworden.

Was mich beunruhigt, ist, dass er - merkwürdigerweise nur alle zwei Tage - über starke Unterleibsschmerzen klagt.

Kurz vor Ende der KH-Zeit bekam er dort eine Blasenentzündung, kurz darauf sprach die Ärztin davon, dass daraus eine Nierenbeckenentzündung geworden sei, man verpasste ihm erneut Antibiotika und die Ärztin sagte, dass er diese ja daheim dann weiternehmen könne.

Wovon ich aber nie mehr etwas sah oder hörte.  Er wurde entlassen, muss nun zehn Medikamente täglich einnehmen, doch von Antibiotika keine Spur, wobei er aber zusätzlich auch noch Schmerzmittel verschrieben bekam, also gingen die vermutlich davon aus, dass ihn das weiter piesacken würde?

Ich habe jetzt selbst recherchiert, werde ihm morgen von Rossmann mal Mannose mitbringen, die offenbar in der Lage ist, Bakterien zu binden, so dass man sie dann einfach mit auspinkeln kann.

Wenn das auch nichts bringt, werde ich einen Termin beim Hausarzt machen müssen, um das mit ihm zu besprechen ...

Immerhin sind mir aber meine Strähnchen prima gelungen, ich finde selbst, dass ich sie noch nie so gut hinbekam, und auch das Baden haben wir gut bewerkstelligt.

Sehr mühsam alles und trotz Wannenlifter immer noch sehr anstrengend für F., aber wir müssen ja froh sein, dass es so etwas überhaupt gibt.

Gerade habe ich schon die Grüne Soße für morgen zubereitet, wobei es eigentlich eher ein "Grütsiki" ist, denn letztlich ist es eine Mischung aus beidem mit Joghurt, Sahne, Quark, ganz vielen Kräutern, Zwiebeln, Knobi, Senf, Gewürzen und  einer geraspelten Schlangengurke, nicht zu vergessen die gewürfelten hartgekochten Eier.

Schätze, das dürfte zusammen mit Pellkartoffeln sehr lecker schmecken ... 😊 

 

Habt einen schönen Restsonntag und ... bleibt bitte gesund! 😉